(Minghui.org) Dafa-Praktizierende wissen, dass unsere Kultivierung in der Zeit der Fa-Berichtigung ihrem Ende entgegengeht. Die Zeit, die uns noch bleibt, um uns in unserer Kultivierung zu verbessern, wird immer knapper. In dieser letzten entscheidenden Phase treffen wir als Praktizierende ständig Entscheidungen zwischen göttlichen und menschlichen Anschauungen – ob wir uns dem Göttlichen zuwenden oder uns im Labyrinth der normalen Menschen verlieren. Wir befinden uns auf diesem Weg, den der Meister für uns arrangiert hat, damit wir uns vom Menschlichen zum Göttlichen entwickeln. Ich denke, wir sollten grundlegende Änderungen vornehmen, sei es in unseren Gedanken, unseren Handlungen und Auffassungen oder darin, wie wir mit allem umgehen, was uns begegnet.

In jüngster Zeit habe ich verstärkt darauf geachtet, die aufrichtigen Prinzipien, die ich aus dem Fa gelernt habe, als Maßstab für die Dinge zu verwenden, die geschehen, und für die Konflikte, die ich mit anderen habe. Ich möchte meine Anschauungen ändern und über die menschlichen Prinzipien hinauswachsen.

Hier erzähle ich zwei Geschichten, um mein derzeitiges Verständnis zu erläutern. Ich hoffe aufrichtig, dass dies als bescheidener Anstoß dient und anderen Praktizierenden hilft, nach innen zu schauen.

Erbkrankheit

In der Familie meines Mannes gibt es eine Vorgeschichte erblicher Gesundheitsprobleme wie Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Diabetes. Die Schwestern meines Mannes und ihre Kinder leiden alle an diesen Krankheiten.

Vor einigen Jahren erlitt mein Mann aufgrund dieser Erkrankungen plötzlich einen Schlaganfall und verstarb nach zwei Wochen auf der Intensivstation. Der Anblick seines gelähmten und bewusstlosen Körpers versetzten meinen Sohn und mich in Angst und Schrecken. Ich konnte nicht umhin, mir Sorgen zu machen, dass meinem Sohn dasselbe Schicksal bevorstehen könnte. Obwohl mein Sohn noch jung ist, zeigt er bereits Anzeichen von hohem Cholesterin und Bluthochdruck. Auch seine Frau und seine Schwiegereltern machen sich Sorgen um seine Gesundheit und drängen ihn ständig, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen.

Meine menschliche Anhaftung wurde berührt, weil ich befürchtete, es könnte ihm wie seinem Vater ergehen. Deshalb erinnerte ich ihn oft daran, vorsichtig zu sein. Schließlich wurde mir klar, dass der Meister bereits sehr deutlich erklärt hatte, warum Menschen krank werden. Wie konnte ich also immer noch in den Grenzen der Medizin gefangen sein und die Angelegenheit durch die Brille gewöhnlicher medizinischer Konzepte betrachten? Zeigte dies nicht, dass es mir an Vertrauen in den Meister und das Fa mangelte?

Nachdem ich das verstanden hatte, ließ ich diese menschlichen Anschauungen und die Zuneigung zu meinem Sohn sofort los. Ich gab ihm keine Ratschläge mehr, sondern sagte ihm nur: „Menschen werden krank, weil sie Karma haben. Wenn du Karma hast, musst du Schwierigkeiten durchstehen.“ Ich sagte ihm, er solle mehr gute Taten vollbringen, seine Tugend bewahren und Entbehrungen ertragen, um sein Karma loszuwerden. Auf diese Weise werde er in der Lage sein, Unglück abzuwenden und ein erfülltes Leben zu führen. Mein Sohn ist kein Praktizierender, aber als er noch sehr jung war, hörte er mir zu, wenn ich das Fa vorlas.

Konflikte mit gewöhnlichen Menschen

Als meine Schwiegertochter zum ersten Mal in unser Leben trat, konnte ich den Anblick von ihr und ihrer Mutter nicht ertragen. Mir gefiel nicht, wie sie sich kleideten und ich hielt sie für eitel und materialistisch, weil sie so viel Wert auf Reichtum und sozialen Status legten. Ich sah auf sie herab.

Von ihrer Hochzeit bis zur Geburt ihres Kindes gerieten meine Schwiegertochter und ich in viele Konflikte. Ich war ständig aufgebracht. Wenn ich sah, wie sie und ihre Mutter meine einjährige Enkelin in Kleidung steckten, die ich für unpassend hielt, war ich zutiefst verärgert. Um jedoch den Frieden zu wahren und Konflikte zu vermeiden, schwieg ich. Stattdessen beschwerte ich mich bei meinem Sohn, und das ärgerte ihn.

Schließlich beruhigte ich mich und schaute nach innen. Dadurch erkannte ich meine Anhaftungen und beseitigte sie nach und nach. Nach einigen Durchgängen wurde mir allmählich klar, dass ich aufhören sollte, mich darauf zu konzentrieren, was sie falsch machten. Egal, wie sehr ich mich im Recht fühlte, es basierte auf menschlichen Prinzipien, und als Praktizierende muss ich über menschliche Prinzipien hinausgehen. Ich beurteilte meine Schwiegertochter und ihre Mutter stets nach meinen eigenen Maßstäben. Wenn ihre Worte und ihr Verhalten nicht meinen Anschauungen entsprachen, beschwerte ich mich über sie und hegte Groll gegen sie. Tatsächlich wurde mein Groll durch die Elemente der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) hervorgerufen, die mich selbstbezogen machten und mich dazu veranlassten, mich über alle anderen zu stellen.

Als ich nach innen schaute, wurde mir allmählich klar, dass jeder einzelne Konflikt, den ich mit meinen Familienangehörigen hatte, vom Meister arrangiert worden war, um die Anhaftungen aufzudecken, die ich noch nicht beseitigt hatte. Die Menschen in meinem Umfeld halfen mit dabei, mich in meiner Kultivierung zu erhöhen, und dafür sollte ich ihnen dankbar sein. Statt mich über sie zu beklagen und Groll gegen sie zu hegen, empfand ich nun Dankbarkeit. Jetzt bin ich ihnen wirklich von ganzem Herzen dankbar. Ich glaube, dass ich mich in diesem Prozess grundlegend verändert habe.

Der Meister sagt:

„Wenn ihr die menschliche Denkweise, die sich über die Jahrtausende hinweg tief in eure Knochen eingeprägt hat, nicht ändert, werdet ihr nicht in der Lage sein, aus dieser oberflächlichen menschlichen Hülle zu treten und die Vollendung zu erreichen.“ (Warnende Worte, 10.12.1996, in: Essenzielles für weitere Fortschritte)

Wir sind nun an dem Punkt angelangt, an dem wir Dafa-Praktizierenden unsere äußere menschliche Hülle ablegen sollten. Wir müssen uns in jedem Gedanken und jeder Handlung aus menschlichen Auffassungen und Anschauungen lösen. Und wir müssen die menschlichen Anschauungen, die wir im Laufe unserer vergangenen Leben gebildet haben, von Grund auf verändern.

Aus dem Fa wissen wir, dass die menschlichen Prinzipien den wahren Prinzipien entgegengesetzt sind. Wir kultivieren uns in der gewöhnlichen Gesellschaft, doch wir müssen uns nach den rechtschaffenen Prinzipien richten und entgegen dem Strom auf höhere Ebenen gelangen .

Gewöhnliche Menschen streben nach Bequemlichkeit, wir jedoch nicht – wir betrachten Entbehrungen als Freude. Gewöhnliche Menschen mögen Hobbys, doch diese sind die Anhaftungen und Begierden, die wir beseitigen müssen. Gewöhnliche Menschen streben nach Vergnügen, während wir aufhören sollten, nach Gewinn und Emotionen zu streben.

Die Kultivierung ist schwierig, doch wir sind Wesen, die durch Dafa erschaffen wurden. Der Meister ist großartig und Dafa ist mächtig. Wir müssen das Fa mehr lernen und es wirklich gut lernen sowie unsere aufrichtigen Gedanken immer stärker werden lassen.

Wir müssen das Fa mehr lernen und es gut lernen, unsere aufrichtigen Gedanken ständig stärken und nähren, sie immer stärker werden lassen und dafür sorgen, dass unser Hauptbewusstsein wirklich die Kontrolle über uns selbst übernimmt.

Gleichzeitig müssen wir uns beständig kultivieren und ernsthaft an uns selbst die Maßstäbe des Fa anlegen. Solange wir uns in der Kultivierung diszipliniert den Anforderungen stellen, werden wir Erfolg haben.

Solange wir uns standhaft kultivieren und beharrlich voranschreiten, werden wir uns definitiv grundlegend verändern können und die barmherzige Errettung des Meisters nicht enttäuschen.