(Minghui.org) Über Jahre hinweg war ich hauptsächlich für das Drucken von Materialien zur Aufklärung über die wahren Begebenheiten bezüglich Falun Dafa und seine Verfolgung zuständig. Da ich durch menschliche Anhaftungen wie Sorgen und Angst gehemmt war, hatte ich es nicht geschafft, hinauszugehen und mit den Menschen persönlich zu sprechen. Daher bewunderte ich stets jene Praktizierenden, die dies auf aufrechte und würdevolle Weise taten.

Ich schaute nach innen und entdeckte den folgenden egoistischen Gedanken: Ich fürchtete, mein Kultivierungsziel nicht zu erreichen, wenn ich nicht hinausginge, um die wahren Umstände zu erklären; außerdem hatte ich Angst, mein Gesicht zu verlieren. Ein weiterer Grund für meine Zurückhaltung lag in meiner Vergangenheit: Meine Eltern waren früh verstorben, sodass ich schon in jungen Jahren in Pflegefamilien aufwuchs. Normalerweise wagte ich es nicht, viel zu sagen, aus Angst, als Nervensäge empfunden zu werden und die Leute dadurch davon abzuhalten, mir zuzuhören. Diese Angst wuchs, und schließlich sprach ich weder gerne mit anderen noch wusste ich, wie ich es anstellen sollte. Meine Tochter sagte oft halb im Scherz, ich sei eine gute Zuhörerin, da ich stets anderen zuhörte, ohne meine eigene Meinung zu äußern.

Später erkannte ich, dass dies falsch war. Es handelte sich um eine von den alten Mächten installierte Anschauung, die die Vorstellung und das Hindernis schuf, nicht viel sprechen zu wollen. Ziel war es, mich daran zu hindern, meinen Teil der Mission zu erfüllen, die Menschen persönlich über die Fakten aufzuklären, und die große Aufgabe der Errettung von Lebewesen zu bewältigen.

Eines Tages vertraute ich einer anderen Praktizierenden meine Gedanken an, nämlich den Wunsch, hinauszugehen und die Menschen im persönlichen Gespräch aufzuklären. Sie half mir rasch, eine kleine Gruppe für die Aufklärungsarbeit zu finden, und bat eine Praktizierende, die bereits erfahren in dieser Tätigkeit war, mich anzuleiten. Dank der Führung und Ermutigung durch diese Praktizierende traute ich mich nach und nach ebenfalls, die Menschen über die Fakten aufzuklären.

Ich legte die Anschauung ab, dass ich mit Siebzig zu alt dafür sei, und lernte demütig von jüngeren Praktizierenden, wie man mit den Menschen über die wahren Hintergründe von Falun Dafa und die Verfolgung spricht. Da ich nicht gerne sprach, begann ich zu üben, mehr mit Fremden zu reden und einen Draht zu ihnen zu finden. Ich nahm mir vor, die Angst vor dem Sprechen, meinen übermäßigen Stolz und meine Anhaftung an den eigenen Ruf abzulegen. Nur indem ich mein Ego loslasse, kann ich den ersten Schritt tun, um den Menschen die wahren Umstände zu erklären.

Mit persönlichen Gesprächen zur Aufklärung über die wahren Umstände beginnen

Kurze Zeit später erklärte ich einer älteren Frau, die sich am Straßenrand etwas Abkühlung verschaffte, die Fakten, und konnte sie erfolgreich dazu bewegen, aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und deren Jugendorganisationen auszutreten. Dies stärkte mein Selbstvertrauen und öffnete mir die Tür zur Aufklärungsarbeit.

Ich blieb am Ball und stellte fest, dass an einer Bushaltestelle natürlich viele Menschen auf den Bus warteten. Während des Wartens konnte ich leicht ein zwangloses Gespräch mit Fremden beginnen und allmählich zum eigentlichen Thema überleiten. Sobald die Person verstanden hatte, was ich ihr erzählte, war sie meist bereit, aus der KPCh auszutreten.

Darüber hinaus konnte ich auch beim Einkaufen auf dem Markt mit Fremden über Preisentwicklungen sprechen. Auch auf diesem Weg ließ sich das Gespräch erfolgreich auf den Austritt aus der KPCh lenken. Nach und nach überwand ich diese anfänglichen Hemmschwellen. Wenn ich unterwegs auf der Straße jemandem begegnete, konnte ich auch dieser Person die Fakten erklären. Auf Busfahrten grüßte ich meinen jeweiligen Sitznachbarn, was ebenfalls zu einem Gespräch über die Fakten führen konnte.

Herausforderungen meistern und gefährliche Situationen vermeiden

Die Erklärung der wahren Umstände wurde mit der Zeit zur Selbstverständlichkeit. Um die Menschen in China von der verkehrten Vorstellung, das Göttliche existiere nicht, zur traditionellen Kultur zurückzuführen, und ihnen trotz meiner eigenen Angst die Wahrheit über Falun Dafa und die Verfolgung nahezubringen, kann ich mich nur auf Dafa und aufrichtige Gedanken stützen. Ich traf auch Menschen, die mich ignorierten, wütend wurden, mich laut anschrien oder unflätige Worte gebrauchten.

Jemand fragte mich sogar: „Haben Sie eine Rente? Wer zahlt Ihnen Ihre Rente?“ Bevor ich antworten konnte, warf er mir noch ein „Sie haben kein Gewissen“ an den Kopf und ging wütend davon. Solche Situationen entmutigten mich jedoch nicht. Ich fuhr einfach damit fort, das zu tun, wozu der Meister uns aufgerufen hatte.

Es gab auch Momente, in denen ich versehentlich auf einen Polizisten stieß. Einmal spielten drei junge Leute um die Zwanzig mit Getränkeflaschen. Ich hielt sie für Studenten in den Semesterferien und ging auf sie zu, um ihnen die wahren Umstände zu erklären. Ich fragte sie, ob sie wüssten, dass ein Austritt aus der KPCh Frieden und Sicherheit bringen könne. Sie sahen mich alle verblüfft an. Ich erklärte ihnen, dass dies bedeute, aus der KPCh auszutreten, falls sie einer ihrer Jugendorganisationen beigetreten waren.

In diesem Moment stand einer von ihnen plötzlich auf und ging weg; die beiden anderen blieben lachend zurück und beobachteten mich, während ich sprach. Ich fragte sie nach ihrem Nachnamen, doch sie antworteten nicht. Ich gab ihnen Amulette und sie nahmen sie an. Als ich sie jedoch fragte, ob sie austreten wollten, sagten sie kein Wort. Währenddessen hatte ich ständig das Gefühl, dass etwas nicht stimmte; auch die Praktizierende an meiner Seite bemerkte etwas, zog mich am Ärmel, und wir verschwanden schnell.

Als wir an einen Ort mit weniger Menschen gelangten, erzählte mir die Praktizierende, dass der erste junge Mann, der sich früh entfernt hatte, nach hinten gegangen war, um zu telefonieren. Ich war schockiert. Als ich mich umsah, stiegen die jungen Leute alle in ein schwarzes Auto.

Wenn wir nach Osten gingen, hielt ihr Wagen an der östlichen Kreuzung und sie beobachteten uns. Wenn wir nach Süden gingen, hielt er an der südlichen Kreuzung und sie beobachteten uns. Mir war klar, dass sie Dafa-Praktizierende nicht verfolgen konnten; die Situation war also eine Folge meiner Angst. Wir sind hier, um Menschen zu erretten, wovor sollte ich mich also fürchten? Später gelangten wir unter dem Schutz des Meisters in ein Wohnviertel, wo wir sie schließlich abschütteln konnten.

Gutherzige Menschen zeigen ihre Dankbarkeit

Auf dem Weg der Erklärung der wahren Umstände mag es zwar gefährliche Situationen geben, doch weitaus häufiger begegnet man Menschen, die die Wahrheit verstehen. Viele gutherzige Menschen zeigten Anerkennung und Mitgefühl, nachdem sie erfahren hatten, wie die KPCh Praktizierende verfolgt. Manche waren mir sogar dankbar und schienen tief bewegt.

Einmal saß ich auf der Bank an einer Bushaltestelle und wartete auf den Bus. Eine Frau kam eilig herbei, knickte mit dem Fuß um und wäre beinahe gestürzt. Ich eilte schnell zu ihr hinüber, um ihr zu helfen. Sie sagte, sie sei nur umgeknickt, aber es gehe ihr gut. Ich riet ihr, sich auf die Bank zu setzen und sich ein wenig auszuruhen. Dann fragte ich sie, ob ihr schon einmal jemand davon erzählt habe, aus der KPCh auszutreten, um Frieden und Sicherheit zu erlangen. Sie erwiderte, davon habe sie noch nie gehört; also erklärte ich ihr die Bedeutung und sagte: „Ich gebe Ihnen gern ein passendes Pseudonym für den Austritt.“ Ich fragte nach ihrem Nachnamen, und sie nannte mir „Zhang“. Daraufhin gab ich ihr den Namen „Zhang Tianyuan“, und erläuterte: „Wir haben gewiss eine Schicksalsverbindung, die uns zusammengeführt hat. Sonst wären wir uns heute nicht begegnet.“ Sie nahm den Namen mit strahlenden Augen dankbar an und sah mich weiterhin an. Dann überreichte ich ihr einen Schlüsselanhänger mit der Aufschrift „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ sowie eine Wochenzeitschrift zur Aufklärung über die Hintergründe der Verfolgung. Ich bat sie, sich die Inhalte zu Hause in Ruhe anzusehen, und sie nahm alles freudig entgegen.

In diesem Moment kam eine weitere ältere Frau hinzu, setzte sich auf die Bank und klagte darüber, dass sie müde sei. Ich rückte schnell ein Stück nach rechts, um ihr Platz zu machen. Nachdem ich mich kurz mit ihr unterhalten hatte, holte ich ein Amulett hervor und riet ihr, oft die Worte „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ zu rezitieren; dies würde ihr nicht nur Glück bringen, sondern auch zu Gesundheit und einem langen Leben verhelfen. Ich fragte sie nach ihrem Alter, und sie antwortete, sie sei 84 Jahre alt. Daraufhin sagte ich, sie müsse ein gütiger Mensch sein, denn ihre Güte habe ihr sicher geholfen, Freude und Segen zu sammeln, sodass sie ein so hohes Alter bei guter Gesundheit erreichen konnte.

Ich fragte sie, ob sie der KPCh oder deren Unterorganisationen beigetreten sei, was sie bejahte. Da bot ich ihr an, ihr beim Austritt aus diesen Organisationen zu helfen, und sie willigte ein. Anschließend überreichte ich ihr eine Wochenzeitschrift, einen Schlüsselanhänger sowie ein Amulett und bat sie, den auf dem Amulett stehenden Satz regelmäßig zu rezitieren, da dies ihr sehr zugutekommen würde. Sie nahm meine freundliche Geste dankbar an und bedankte sich noch einmal herzlich bei mir! Genau in diesem Moment traf der Bus ein, auf den ich gewartet hatte; ich verabschiedete mich rasch von ihr und stieg ein. Mir wurde klar, dass alle Menschen, denen ich begegne, eine Schicksalsverbindung zu mir haben. Ganz gleich, ob sie aus der KPCh austreten oder nicht, ich muss ihnen den lebensrettenden Hinweis zum Austritt aus der KPCh übermitteln, damit sie die Chance haben, sich zu entscheiden.

Danke, Meister, dass Sie die Menschen mit Ihrer Barmherzigkeit erretten. Ich kann meine Dankbarkeit gegenüber dem Meister nur dadurch zum Ausdruck bringen, dass ich mich noch fleißiger kultiviere, die die drei Dinge gut erledige und noch mehr Menschen rette.