(Minghui.org) Das Mittlere Gericht der Stadt Luoyang, Provinz Henan bestätigte kürzlich das sechsjährige Gefängnisurteil gegen eine Frau aus der Region, die Falun Gong praktiziert.
Die 53-jährige Han Jianying war Ärztin im Mudan-Geburtshilfekrankenhaus in Luoyang und arbeitet derzeit in einer nicht näher bezeichneten Einrichtung. Anfang 1999 begann sie Falun Gong zu praktizieren, woraufhin sich ihr Gesundheitszustand rasch verbesserte. Nachdem die Verfolgung von Falun Gong einige Monate später einsetzte, gab sie das Praktizieren aufgrund des starken Drucks auf. In den folgenden elf Jahren erkrankte sie an mehr als zehn Krankheiten.
Als keine Behandlungen anschlugen, fing Han 2010 wieder an, Falun Gong zu praktizieren. Sie erholte sich vollständig, was sie veranlasste, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass Falun Gong nichts mit der verleumderischen Propaganda des kommunistischen Regimes zu tun hat.
Han, eine Händlerin, wurde Anfang August 2024 festgenommen, nachdem zwei Frauen sie angezeigt hatten, weil sie mit Banknoten bezahlt hatte, auf denen Falun-Gong-Botschaften aufgedruckt waren. Sie wurde 15 Tage lang inhaftiert.
Beamte des Polizeireviers Jianxi nahmen Han Anfang September 2025 erneut fest und übergaben ihren Fall drei Monate später der Staatsanwaltschaft des Bezirks Jianxi.
Han wurde Mitte Januar 2026 angeklagt und am 6. März 2026 vom Bezirksgericht Jianxi zu sechs Jahren Haft verurteilt. Als Hauptbeweis wurde angeführt, dass gegen sie in den vergangenen zwei Jahren disziplinarische Maßnahmen verhängt worden waren. Dies bezog sich vermutlich auf ihre 15-tägige Verwaltungshaft im August 2025.
Han legte Mitte April 2026 beim Mittleren Gericht der Stadt Luoyang Berufung ein. Ihre Familie wurde kürzlich darüber informiert, dass das Gericht gegen sie entschieden hat. Sie befindet sich vermutlich weiterhin in der Haftanstalt von Luoyang.
Han ist nicht die erste Falun-Gong-Praktizierende aus der Region, die vom Bezirksgericht Jianxi in Luoyang wegen ihres Glaubens verurteilt wurde.
Li Miaoneng und ihre Tochter, Zhang Xiumei, wurden nach einer Gerichtsverhandlung im März 2006 zu fünf beziehungsweise drei Jahren Haft verurteilt.
Yang Mei, etwa 80 Jahre alt, wurde nach ihrer Festnahme im April 2020 zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Aus gesundheitlichen Gründen wurde ihr Haftantritt zunächst aufgeschoben. Im August 2022 wurde sie erneut festgenommen und zu weiteren vier Jahren Haft verurteilt. Zusammen mit ihrer vorherigen Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verhängte der Richter eine Gesamtstrafe von sechseinhalb Jahren.
Wang Lijuan, etwa 73, und ihr Mann, Li Shulin, etwa 71, wurden im November 2023 zu fünf beziehungsweise vier Jahren Haft verurteilt.
Li Yinzhi, etwa 74 Jahre alt und pensionierte Lehrerin, wurde am 16. August 2024 zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt.
Neben diesen Einheimischen aus Luoyang hat das Bezirksgericht Jianxi in den letzten Jahren über 20 auswärtige Praktizierende verurteilt. Einzelheiten hierzu sind im zweiten hier verlinkten Bericht zu finden.
Frühere Berichte:
Ärztin in Henan wegen ihres Glaubens an Falun Dafa angeklagt
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