(Minghui.org) Die meisten Falun-Dafa-Praktizierenden in meiner Gegend sind über 70 Jahre alt und praktizieren bereits seit 20 oder 30 Jahren. Über die Jahre haben sie sich auf vielfältige Weise für Falun Dafa eingesetzt. Die neuen Praktizierenden können einiges von ihnen lernen. Insbesondere haben sie ein aufrichtiges Herz, das dem Meister und dem Fa vertraut. Das ermöglichte es ihnen, trotz der unerbittlichen Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas bis heute durchzuhalten.
Da der Maßstab der Fa-Berichtigung strenger und die Anforderungen höher werden, zeigen manche älteren Praktizierenden jedoch zu einzelnen Aspekten ihrer Kultivierung Einschränkungen in ihrem Verständnis, die darauf hindeuten, dass sie zu einem gewissen Grad in der Phase der persönlichen Kultivierung festhängen. Ich möchte gerne mein aktuelles Verständnis zu einigen dieser Punkte mitteilen und freue mich über jeden Hinweis auf mögliche Unzulänglichkeiten bei meiner Sicht der Dinge.
Familienkonflikte aus der Perspektive persönlicher Kultivierung behandeln
Eine ältere Praktizierende hat eine Tochter, die sehr unzufrieden mit ihrer Mutter ist. Trifft die Tochter auf andere Praktizierende, zeigt sie ihnen die kalte Schulter und wirft ihnen unfreundliche Blicke zu. Andere haben die ältere Praktizierende schon einige Male darauf angesprochen, aber ihre Antwort lautet immer nur: „Sie hilft uns einfach dabei, unsere Xinxing zu erhöhen.“
Ich kann nicht wirklich sagen, dass die Praktizierende das falsch sieht, denn die Worte und Taten ihrer Tochter bringen sie nicht aus der Ruhe und sie lässt sich nicht auf Streitereien ein. Aber diese Betrachtungsweise ist bei Weitem nicht ausreichend, denn sie basiert auf der persönlichen Kultivierung in frühen Jahren und hindert uns eventuell daran, Anhaftungen zu ergründen, die tiefer verborgen liegen.
Auch hört man immer wieder, wie Praktizierende über den Gewinn oder Verlust von Tugend sprechen. In Wirklichkeit ist unsere Kultivierung inzwischen über die Ebene, sich lediglich selbst zu kultivieren und zu erhöhen, hinausgegangen. Der heilige Titel „Dafa-Jünger in der Zeit der Fa-Berichtigung“ signalisiert unsere große Verantwortung und Mission – all unsere Taten sollten darauf ausgerichtet sein, das Fa zu bestätigen und Lebewesen zu erretten.
Was ihre mürrische Tochter anbetrifft, sollte die langjährige Praktizierende doch ihr eigenes Verhalten tiefergehend hinterfragen und die Gründe für das Verhalten der Tochter herausfinden. Man kann damit anfangen zu verstehen, worin die Schwierigkeiten für die Tochter liegen. Sollten wir nicht immer und unter allen Umständen zuerst an die anderen denken?
Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet muss es etwas geben, das die Praktizierende im Umgang mit ihrer Familie nicht gut gemacht hat, was vielleicht zu der Unzufriedenheit ihrer Tochter führt. Unsere Fehler oder Unzulänglichkeiten sollten Familienangehörige nicht dazu bringen, Missverständnisse oder sogar Widerstände gegenüber Falun Dafa zu entwickeln.
Mit einem besseren Verständnis über die Situation und unsere Verantwortung könnte die Praktizierende das freundliche Gespräch mit ihrer Tochter suchen und sich für das, was sie nicht gut gemacht hat, entschuldigen. Noch wichtiger ist, dass sie ihre eigenen Lücken korrigiert, wiedergutmacht und ihren Familienangehörigen in Wort und Tat den guten Charakter von Falun-Dafa-Praktizierenden vorlebt, damit ihre Familienangehörigen, insbesondere ihre Tochter, aber auch ihr ganzes Umfeld, die Chance haben, Falun Dafa anzuerkennen und errettet zu werden.
Wenn wir mit diesem Ziel vor Augen handeln, stimmen unser Ausgangspunkt und unsere Intention, sodass sich viele Dinge von selbst gut regeln werden.
Keinen richtigen Umgang mit körperlichen Beschwerden finden
Manche ältere Praktizierende haben körperliche Beschwerden erlebt, die vereinzelt auch längere Zeit andauerten. Sprach man sie darauf an, sich nicht davon abbringen zu lassen, die Menschen draußen über die wahren Umstände der Verfolgung aufzuklären, zögerten sie und waren wegen ihrer körperlichen Beschwerden besorgt. Schließlich hörten sie komplett auf, ihre Aufgaben zur Errettung der Menschen wahrzunehmen.
Manche älteren Praktizierenden betrachten ihre andauernden körperlichen Beschwerden als eine Form, Karma abzutragen. Dabei sagen sie, dass sie erneut heraustreten und das Fa bestätigen werden, sobald es ihnen wieder besser geht. Durch dieses Verständnis neigen sie dazu, ihre Leiden passiv zu ertragen, anstatt aktiv ihre verbliebenen Anhaftungen zu ergründen und abzulegen sowie die Dinge, die sie nicht ertragen sollten, zu beseitigen. Dass sie mit ihrer Einstellung ihre Leiden möglicherweise unnötig in die Länge ziehen, ist ihnen nicht bewusst.
Der Meister sagt:
„Ich sage es mal so: Wenn ein Dafa-Jünger in dämonische Schwierigkeiten gerät oder unter Karmabeseitigung leidet, muss es eine Ursache geben und er sollte nach innen schauen. Sobald er es gefunden hat und sich sofort verbessern kann, wird sich die Situation sogleich in eine gute und positive Richtung verändern.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in New York 2019, 17.05.2019)
Die Zeit, in der es ausschließlich um die eigene Kultivierung ging und bei der es zum Kultivierungsprozess zählte, Karma abzubauen, liegt hinter uns. Jetzt sind wir in der entscheidenden Phase, entgegen den alten Mächten und ihren Störungen möglichst viele Menschen zu erretten. Sollten wir uns da noch auf eigene körperliche Beschwerden anstatt auf die Menschen, die in Lebensgefahr sind, fokussieren?
Nichts geschieht ohne Grund. Daher sollten wir, während wir nach innen schauen und uns berichtigen, auch die Störungen und die Verfolgung, die uns die alten Mächte aufzwingen, beseitigen.
Was die körperlichen Beschwerden betrifft, so sollten wir uns nicht hilflos fühlen, ihnen zu viel Aufmerksamkeit schenken oder uns damit arrangieren. Je mehr wir in diese Fallen tappen, umso mehr werden sich falsche Erscheinungen zeigen. Der beste und einzige Weg, sie zu durchbrechen, sind die starken aufrichtigen Gedanken eines Dafa-Jüngers.
Wenn es einem gerade wirklich nicht so gut geht, kann man auch mit einfachen Dingen anfangen, etwa hinausgehen und nur einen Flyer verteilen oder einen Sticker anbringen. Das ist schon der erste Schritt, das Arrangement der alten Mächte abzulehnen. Vielleicht schafft man am nächsten Tag schon etwas mehr. Viele ältere Praktizierende haben in der Tat erlebt, dass sie sich von „Krankheitskarma“ unmerklich erholten, sobald sie es so machten.
Sich zu sehr auf den Schutz des Meisters zurückziehen und ignorieren, dass alles eine Ursache hat
Einige ältere Praktizierende haben lebensbedrohliche Situationen überstanden, ohne einen Kratzer davonzutragen. Einer von ihnen hatte beispielsweise einen Unfall, als er mit einem E-Scooter unterwegs war. Er blieb völlig unverletzt, obwohl der E-Scooter einen Totalschaden erlitt.
Ein anderer älterer Praktizierender stürzte an einem regnerischen Tag mit einem E-Scooter und rollte einen Abhang herunter. Er war komplett unversehrt und kletterte den Hang aus eigener Kraft wieder hoch.
Manche ältere Praktizierende erlitten bei Unfällen auch kleinere Verletzungen, aber da sie sich als Praktizierende betrachteten, nahmen sie keine Notiz davon. Ihre aufrichtigen Gedanken führten dazu, dass die Verletzungen ihnen nicht wirklich schaden konnten.
Es ist richtig, dass unser barmherziger Meister unentwegt jeden Praktizierenden beschützt und wir werden niemals wirklich wissen, wie viele karmische Schulden unser Meister für uns beglichen und wie viele Schwierigkeiten er für uns gelöst hat. Wir alle sind dem Meister für seine grenzenlose Barmherzigkeit zutiefst dankbar.
Aber für alles, was sich in unserem Raumfeld manifestiert und uns begegnet, muss es auch einen Grund geben. Wenn uns etwas zustößt, ist es nicht damit getan, dem Meister dankbar für seinen barmherzigen Schutz zu sein. Wir müssen uns auch selbst betrachten und die Dinge durchdringen, um zu erkennen, warum das passiert ist. War es wirklich nur zufällig? Könnte es ein Hinweis oder eine Warnung gewesen sein? Falls dem so ist, gibt es in meiner Kultivierung Lücken oder versteckte Anhaftungen, die herausgefunden und losgelassen werden müssen? Wie kann ich mich selbst korrigieren und in Zukunft besser handeln?
Wir müssen dem nachspüren und uns mehr fragen, warum uns diese Dinge passiert sind. Wenn wir uns wirklich kritisch hinterfragen, werden wir bestimmt Antworten finden, die mit unserer Kultivierung zusammenhängen.
Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass manche ältere Praktizierende die Dinge häufig nur vordergründig betrachten und mit der Logik gewöhnlicher Menschen argumentieren. Wenn man sie daran erinnert, nicht zu debattieren, wer oberflächlich gesehen recht hat oder falsch liegt, sondern sich selbst zu reflektieren und zu prüfen, ob es Lücken in der eigenen Kultivierung gibt, sagen sie meist hilflos: „Ich kann nichts finden“ oder „Ich weiß nicht wie“.
Jeder langjährige Praktizierende hat das Zhuan Falun sicherlich einige hundert Male gelesen und kennt auch die Fa-Erklärungen, die der Meister weltweit herausgegeben hat, gut. Wenn wir die Lehre des Meisters wirklich beherzigen, werden wir auf den verschiedenen Ebenen unserer Kultivierung sicherlich vom Fa angeleitet.
Ich schreibe meine Beobachtungen nieder, da ich etwas besorgt bin und mich mit den Praktizierenden darüber austauschen möchte, damit wir uns gemeinsam erhöhen können.
Die Fa-Berichtigung neigt sich dem Ende zu und ich hoffe inständig, dass wir alle unserer Kultivierung große Bedeutung beimessen. Lasst uns diesen flüchtigen und großartigen historischen Moment gemeinsam beschreiten, damit wir zusammen mit unseren Lebewesen mit dem Meister in unser wahres Zuhause zurückkehren können.
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