(Minghui.org) Ich war schockiert, als die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) am 20. Juli 1999 begann, Falun Dafa zu verfolgen, und fragte mich, ob nun schon wieder eine politische Kampagne begann. In meinem Alter hatte ich bereits alle Kampagnen der KPCh miterlebt und die Grausamkeit gesehen, mit der Menschen verfolgt wurden. Ich hatte mich nie daran beteiligt. Als im Fernsehen ständig behauptet wurde, Falun Dafa sei schlecht, dachte ich: „Wenn ihr sagt, Falun Dafa sei schlecht, dann leihe ich mir ein Exemplar des Zhuan Falun aus und lese es selbst.“ Nachdem ich das Buch gelesen hatte, erkannte ich, dass es die Menschen lehrt, gute Menschen zu sein und zu Mitgefühl ermutigt. Das hatte überhaupt nichts mit dem zu tun, was die KPCh behauptete. Also beschloss ich, mich nicht von ihrer Propaganda mitreißen zu lassen, sondern Falun Dafa zu folgen.
Damals begann ich jedoch noch nicht mit der Kultivierung. Vielleicht legte allein der Gedanke, „Falun Dafa zu folgen“, bereits den Grundstein für meine spätere Kultivierung. Im Jahr 2011 entschloss ich mich schließlich, Dafa zu praktizieren.
Damals war Falun Dafa in China verboten und es gab keine gemeinsame Übungsumgebung mehr. Deshalb lernte ich allein. Mitpraktizierende gaben mir Videokassetten mit den Übungen des Meisters, anhand derer ich die Bewegungen erlernte. Außerdem erhielt ich Dafa-Bücher und studierte das Fa alleine.
Seit meiner Kindheit hatte ich zahlreiche Krankheiten. Ich litt unter hohem und niedrigem Blutdruck, erhöhten Blutfettwerten, Herzproblemen, Verstopfung und Blut im Stuhl. Außerdem hatte ich eine rätselhafte Erkrankung: Sobald ich Bauchschmerzen bekam, verlor ich das Bewusstsein. Im Krankenhaus konnte jedoch nie eine Ursache festgestellt werden. Manchmal stand ich gerade vor einer Klasse und hielt meinen Unterricht, als ich plötzlich bewusstlos zu Boden fiel. Diese Anfälle kamen völlig unerwartet und waren sehr gefährlich. Nachdem ich begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, kümmerte ich mich nicht mehr um irgendwelche Krankheitssymptome. Ich ging nicht mehr zum Arzt und nahm keine Medikamente mehr ein. Nach und nach verschwanden all meine früheren Krankheiten. Es war wirklich unglaublich.
Später ging ich jeden Tag gemeinsam mit anderen Praktizierenden ans Flussufer, um Informationsmaterialien zur Aufklärung über die wahren Umstände zu verteilen. Eines Tages war ich so auf das Verteilen konzentriert, dass ich gar nicht bemerkte, dass ich direkt vor dem Eingang einer Polizeistation stand. Ein Polizist kam heraus und sagte: „Was verteilst du da? Zeig mal deine Tasche!“ Er sah hinein, fand aber nichts und sagte nur: „Mach so etwas künftig nicht mehr!“
Vor einigen Jahren tauschten mehrere ältere Praktizierende gerade Informationsmaterialien und andere Dinge aus, als plötzlich ein Polizist auftauchte. Er packte uns an den Händen und forderte: „Kommt mit zur Polizeistation!“ Als wir dort ankamen, stellte ich fest, dass bereits mehrere Praktizierende, mit denen wir häufig zusammenarbeiteten, dorthin gebracht worden waren. Ein leitender Polizeibeamter sagte: „Ihr seid wirklich mutig. Ihr verteilt ganz offen auf der Straße solche Materialien.“
Damals fehlte uns das nötige Sicherheitsbewusstsein, sodass das Böse unsere Nachlässigkeit ausnutzen konnte. Die Polizei stellte uns viele Fragen, fotografierte uns und wollte anschließend meine Fingerabdrücke nehmen. Doch auf dem Gerät ließen sich meine Fingerabdrücke nicht erfassen. Schließlich meinteder Polizist: „Vergessen wir's“, und verzichtete darauf. Anschließend zeigte er mir auf seinem Handy verleumderische Inhalte über Dafa und den Meister. Ich sagte ihm, dass das alles erfunden und verleumderisch sei. Der Polizist lächelte nur. Ich hatte damals keine Angst. Ich wusste, dass ich nichts Unrechtes getan hatte, und blieb innerlich ganz ruhig. Nach einem ganzen Tag ließ man mich schließlich gehen, nachdem die Polizeistation mein Kind angerufen hatte, damit es mich nach Hause brachte.
Nach diesem Vorfall zerstreuten wir uns alle. Einige Mitpraktizierende wurden rechtswidrig in Gehirnwäscheeinrichtungen gebracht, und ich verlor den Kontakt zu ihnen. Es gab einen gewöhnlichen Menschen, der regelmäßig Informationsmaterialien von mir erhielt. An jenem Tag kam er glücklicherweise etwas später und geriet deshalb nicht mit in die Polizeiaktion hinein. Seitdem hielt ich weiterhin Kontakt zu ihm. Immer wenn er neue DVDs mit Informationsmaterial erhalten wollte, stellte sie mir Mitpraktizierender A zur Verfügung, und ich gab sie an ihn weiter. Darüber freute er sich jedes Mal sehr. Besonders gern sah er die Programme von NTDTV.
Manchmal konnten wir wegen Schwierigkeiten anderer Mitpraktizierender zeitweise keine neuen DVDs erhalten. Als er das erfuhr, legte er die Hände respektvoll zusammen und bat den Meister: „Meister Li, bitte sorgen Sie dafür, dass die DVDs hier nicht ausbleiben. Das ist meine einzige Möglichkeit, an diese Informationen zu kommen. Nicht nur ich schaue sie an – ich gebe sie auch an andere weiter.“ Als er mir erzählte, dass er den Meister darum gebeten hatte, war ich tief bewegt. Selbst ein gewöhnlicher Mensch wusste in einem entscheidenden Moment, den Meister um Hilfe zu bitten.
Als Mitpraktizierender A später kam, erzählte ich ihm davon. Auch er freute sich sehr und sagte: „Sogar gewöhnliche Menschen glauben inzwischen an den Meister.“ Er erklärte weiter: „Im Juli und August wurden an anderen Orten einige Praktizierende verhaftet und andere von den örtlichen Polizeistationen schikaniert. Deshalb musste die Herstellung der Informationsmaterialien vorübergehend eingestellt werden. Nur für euch wollten wir nicht aufhören. Egal, wie schwierig es wurde und wie groß die Störungen waren – wir wollten unbedingt dafür sorgen, dass ihr weiterhin DVDs bekommt.“ Da erkannte ich, dass dies die Unterstützung des Meisters war. Deshalb riss die Versorgung mit den Informations-DVDs nie ab. Selbst wenn der Mitpraktizierende, der sie brachte, verhindert war, beauftragte er einen anderen Praktizierenden damit. Ich wusste, dass all dies in den Arrangements des Meisters lag. Danke, Meister! So konnten wir bis heute weitermachen.
Vor einigen Monaten kam mir plötzlich der Gedanke: „Ich bin inzwischen 88 Jahre alt. Vielleicht sollte ich in ein Pflegeheim gehen, damit jemand da ist, falls etwas passiert. Mein Kind lebt nicht bei mir. Es hat seine eigene Familie und eigene Verpflichtungen und ich möchte niemandem zur Last fallen.“
Doch je länger ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir: „Wenn ich in ein Pflegeheim gehe, kann ich nichts mehr tun. Ich kann das Fa nicht mehr lernen, die Übungen nicht mehr machen, die Minghui Weekly nicht mehr lesen und auch der Herr, der regelmäßig zu mir kommt, bekommt keine Informations-DVDs mehr. Wie enttäuscht wäre er dann! Dann würde ich alles verlieren. Damit würde ich mich selbst zugrunde richten.“ Also verwarf ich diesen Gedanken. Mir wurde bewusst, dass ich noch Aufgaben zu erfüllen und eine Mission habe.
Als ich das erkannte, trug der barmherzige Meister eine große Schwierigkeit für mich. Denn eine Woche später schlug das Fenster im Badezimmer durch den Wind zu. Ich wollte es wieder öffnen, konnte es aber nicht erreichen, weil direkt unter dem Fenster die Badewanne stand. Deshalb stellte ich einen kleinen viereckigen Hocker auf. Als ich daraufstieg, verlor ich plötzlich das Gleichgewicht und stürzte rückwärts zu Boden. Der Hocker zerbrach dabei völlig. Ich rezitierte immer wieder: „Falun Dafa ist gut! Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut!“ Während ich dies wiederholte, konnte ich langsam wieder aufstehen. Ich hatte mich nirgends verletzt – nur ein Zeh schmerzte leicht. Ich wusste, dass der Meister mich beschützt hatte.
Der Meister erklärt:
„Weißt du, wenn ich dich nicht geschützt hätte, werden nicht nur deine Glieder und dein Körper verletzt, sondern sehr wahrscheinlich deinem Leben geschadet?“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in Australien, 2.–3.05.1999)
Ja, für einen Menschen in meinem Alter von 88 Jahren hätte ein solcher Sturz nach hinten innerhalb eines Augenblicks tödlich enden oder zu schwersten Knochenbrüchen beziehungsweise einer Lähmung führen können. Wäre ich nach vorn gefallen, wäre ich kopfüber in die Badewanne gestürzt – auch das hätte lebensgefährlich werden können. Wenn ich heute daran denke, läuft es mir kalt den Rücken hinunter. Ich danke dem Meister von Herzen dafür, dass er mich gerettet hat. Dadurch glaube ich noch fester daran, dass der Meister immer an meiner Seite ist. Selbst wenn meine Kinder bei mir gewesen wären – sie hätten mir in diesem Moment nicht helfen können. Für einen Kultivierenden bedeutet es, an den Meister zu glauben, sich auf den Meister zu verlassen und seinen Worten zu folgen.
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