(Minghui.org) Im Juli 2026 jährt sich der Beginn der Verfolgung von Falun Dafa durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) zum 27. Mal. Am 18. Juli 2026 machten Praktizierende vor der chinesischen Botschaft in Stockholm mit einer Kundgebung auf diese eklatanten Menschenrechtsverletzungen aufmerksam. Zahlreiche Politiker bekundeten ihre Unterstützung für die Praktizierenden.
Dank an die Praktizierenden für ihren Einsatz für Glaubensfreiheit
Der schwedische Abgeordnete Nima Gholam Ali Pour richtete ein Schreiben an die Praktizierenden. Darin heißt es: „Ich möchte all jenen herzliche Grüße übermitteln, die sich heute hier versammelt haben, um für die Religionsfreiheit und für das Recht jedes Menschen einzutreten, frei und ohne Angst vor Verfolgung zu leben.“
Er betonte, dass die Religionsfreiheit zu den grundlegendsten Menschenrechten gehöre. „Die heutige Demonstration lenkt die Aufmerksamkeit auf die langjährige Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden in China. Ihre Situation erinnert uns daran, dass der Kampf für Religionsfreiheit noch nicht beendet ist. Sie erinnert uns zudem an unsere Verantwortung, für Menschen einzutreten, denen Freiheit und Würde genommen wurden.“
Abgeordneter Nima Gholam Ali Pour bei der Almedalen-Woche auf Gotland, 2026 (Minghui.org)
Der Abgeordnete Nima Gholam Ali Pour hat wiederholt Anträge auf gesetzliche Maßnahmen eingebracht, die das Ziel hatten, den von der KP Chinas staatlich geförderten Organraub zu stoppen. Die chinesische Botschaft versuchte, ihn umzustimmen. Während der „Almedalen-Woche“ im Juni erklärte er: „Ich erhielt einmal eine E-Mail von einem Vertreter der chinesischen Botschaft, der mir sagte, dass es sich bei dem Organraub um eine Verschwörungstheorie handele. Obwohl die Vorgänge gut dokumentiert sind, versuchte er mich davon zu überzeugen, dass alles gelogen sei. Sie versuchen also, die Meinung der Politiker zu beeinflussen.
Wir wissen, dass China auf verschiedene Weise versucht, Einfluss auf uns zu nehmen, und dass Spionage stattfindet. Es hegt eine feindselige Haltung gegenüber Schweden. Dies wurde bereits deutlich gemacht und wird jährlich thematisiert. Es ist wichtig, dass wir uns bewusst sind, dass diese Kampagne andauert, und dass wir nicht einfach hinnehmen, was das chinesische Regime zu verschiedenen Themen verlautbart. Anstatt uns auf die Darstellung des chinesischen Staates zu verlassen, müssen wir vielmehr der Opposition Gehör schenken – also jenen, die durch verschiedenste Übergriffe vonseiten der Kommunistischen Partei Chinas zu Opfern gemacht geworden sind.“
Zur Bedeutung von Gesetzen gegen den Organraub äußerte er sich zudem wie folgt: „Ja, ich habe dieses Thema [in unserem Parlament] zur Sprache gebracht, denn es ist wichtig, solche Übergriffe auf Menschen nicht hinzunehmen. So etwas darf nicht geschehen. Wenn es dennoch geschieht, muss die Welt reagieren – insbesondere die demokratische Welt –, damit wir die Menschen, die diesen entsetzlichen Verbrechen ausgesetzt sind, nicht im Stich lassen.“
Setzen Sie den Protest gegen die Verfolgung fort
Daniel Sonesson, Vorsitzender der schwedischen Bürgerkoalition (MED), besuchte die Veranstaltungen der Praktizierenden während der Almedalen-Woche auf Gotland. Er bezeichnete es als entsetzlich, dass die KPCh eine Gruppe von Menschen verfolgt, die sich danach sehnen, Falun Dafa frei zu praktizieren. Er betonte, dass die KPCh eine Diktatur sei und all ihr Handeln dem Machterhalt diene. Folglich stelle Falun Dafa als Bewegung zwangsläufig eine Bedrohung für das dar, wofür das Regime stehe.
Daniel Sonesson, Vorsitzender der schwedischen Bürgerkoalition (MED), während der Almedalen-Woche 2026 auf Gotland (Minghui.org)
Sonesson bezeichnete den von der KPCh betriebenen Organraub als entsetzlich: „Wie könnte man das anders beschreiben als abscheulich?! Es ist ein entsetzlicher, diktatorischer Angriff auf einen Menschen. Aber genauso agieren Diktaturen. Es ist entsetzlich und abscheulich. Und alle Politiker sollten hinter der Forderung stehen, dass darauf mit Gegenmaßnahmen reagiert werden muss. Wir müssen in dieser Angelegenheit Druck ausüben. Es handelt sich um eine abscheuliche Tat. Es ist schwer, dafür überhaupt Worte zu finden, die der Schwere der Sache gerecht werden.
Angesichts solch aggressiver Diktaturen müssen wir schließlich eines tun: Wir müssen ihnen zeigen, dass sie mit Unterdrückung, Drohungen und Verfolgung nicht durchkommen. Und dass die Entführung von Journalisten sowie derartige Aktionen niemals belohnt werden dürfen oder sich auszahlen dürfen. Sie dürfen keinesfalls zu Vorteilen führen; vielmehr müssen die Verantwortlichen entmachtet werden und mit schwerwiegenden Konsequenzen rechnen. Es bleibt also natürlich nichts anderes zu sagen, als dass es entsetzlich ist.“
Als er erfuhr, dass Falun-Dafa-Praktizierende seit 27 Jahren gegen die Verfolgung protestieren und eine Veranstaltung vor der chinesischen Botschaft abhalten, sagte er: „Kämpfen Sie weiter für Ihre Sache. Glauben Sie weiterhin an das, was Sie tun. Geben Sie niemals auf. Und seien Sie sich gewiss, dass die Gerechtigkeit auf Ihrer Seite steht. Es gibt nichts Schöneres als Meinungsfreiheit und Demokratie – dass alle Menschen äußern dürfen, wovon sie sich im Leben mehr wünschen, ohne unterdrückt oder zu etwas gezwungen zu werden. Geben Sie niemals auf. Wenn jemand oder eine Diktatur wütend reagiert, ist das nur ein Zeichen dafür, dass Sie etwas bewirken, dass Sie wichtig sind und dass Sie Erfolg haben. Machen Sie also weiter so. Erzielen Sie noch mehr Erfolge.“
Die grenzüberschreitende Repression der KPCh muss aufhören
Der Abgeordnete Nima Gholam Ali Pour richtete eine Anfrage an den schwedischen Justizminister bezüglich der Versuche der KPCh, die Aufführungen von Shen Yun in Schweden zu unterbinden. Er erklärte: „Ich habe dazu tatsächlich eine Anfrage eingereicht, weil ich es entsetzlich finde, dass sie auftreten, ohne über die Sicherheit zu verfügen, die für normale Menschen selbstverständlich ist. Es ist zutiefst abstoßend, dass die chinesische Regierung in verschiedenen Ländern immer wieder Menschen bedroht, die sich ihr widersetzen.“
Er habe zwei E-Mails erhalten, in denen Shen Yun diffamiert wurde, und habe erkannte, dass sie Teil der grenzüberschreitenden Repression der KPCh waren. Er hoffe, dass Shen Yun nach Schweden zurückkehren wird, so Ali Pour.
Angesichts der Drohungen und Schäden, denen Shen Yun weltweit ausgesetzt ist, erklärte der Abgeordnete David Josefsson: „Dies ist ein Paradebeispiel für die Vorgehensweise Chinas: Es versucht, die Diskussion zu verzerren, Kritiker zum Schweigen zu bringen, das Gespräch auf andere Themen zu lenken, Selbstzensur zu erzwingen und sicherzustellen, dass es niemand wagt, sich kritisch über das chinesische Regime oder über die Alternative zu äußern, die in China tatsächlich existiert hat.
China ist von Natur aus keine kommunistische Diktatur. Es ist etwas weitaus Größeres und etwas völlig anderes. Doch man will diese Diskussion unterbinden – sowohl in China als auch hier im Westen.“
David Josefsson Abgeordneter bei der Almedalen-Woche 2026 auf Gotland (Minghui.org)
Josefsson ist Mitglied der Interparlamentarischen Allianz zu China und befasst sich seit Langem mit Fragen, die China betreffen. Er erklärte, dass die grenzüberschreitende Unterdrückung von Falun Dafa und Shen Yun durch die KPCh sowohl ein Menschenrechtsproblem als auch eine Bedrohung der nationalen Sicherheit für die westliche Welt darstelle.
Er erklärte: „Im Grunde geht es darum, was für ein Staat China ist – nämlich eine kommunistische Diktatur, die ihre Mitmenschen unterdrückt... Sie unterdrückt nicht nur die eigene Bevölkerung, sondern stellt auch eine Bedrohung für die westliche Demokratie und die Werte dar, für die wir in Schweden und der westlichen Welt einstehen. Das Spektrum reicht von direkten Drohungen bis hin zu diesem ‚Soft-Power‘-Ansatz, bei dem versucht wird, die Art und Weise, wie Probleme definiert und diskutiert werden, schleichend zu verändern und Begriffe wie Menschenrechte oder Demokratie neu zu definieren.
Es ist sowohl eine Frage der Sicherheit als auch eine Frage der Menschenrechte. Genau das halte ich für so wichtig: Wir müssen uns bewusst sein, dass unsere demokratischen Ideale – unsere Ideale der Meinungs-, Presse- und Redefreiheit – von anderen Ländern und Staaten bedroht werden. Diese Regime wollen nicht nur die Freiheit im eigenen Land unterdrücken, sondern auch verhindern, dass wir uns dieser Freiheiten hier in Schweden erfreuen.
In den letzten Jahren hat sich die Diskussion stark auf Russland konzentriert, doch im Grunde sind Russland, China und Iran verbündete Staaten, die ein gemeinsames Interesse daran haben, die Demokratie und westliche Werte zu untergraben – nicht nur im eigenen Land, sondern auch bei uns.
Es geht ihnen nicht nur darum, ihre eigenen Regime zu verteidigen; sie wollen tatsächlich auch die Art und Weise verändern, wie wir in unseren Gesellschaften hier in Schweden und in der westlichen Welt leben. Genau deshalb ist es so wichtig, dass wir uns dessen nicht nur bewusst sind und unsere eigenen Werte verteidigen, sondern auch dafür sorgen, dass Demokratie, Meinungsfreiheit und ähnliche Werte auch China, Russland und den Iran erreichen.“
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