(Minghui.org) Alle unsere Verwandten und Freunde waren überrascht, als meine Nichte nach nur drei Monaten Nachhilfe in der Oberstufe die Aufnahmeprüfung bestand und an einer renommierten Kunsthochschule in China zugelassen wurde. Zuvor hatte sie unter schweren Depressionen gelitten und war praktisch autistisch. Als die Leute sagten, das liege an meiner hervorragenden Betreuung, antwortete ich: „Es war Meister Li, der dieses Wunder vollbracht hat!“

Meine Nichte erkrankte im Alter von 12 Jahren an Depressionen. Obwohl sie einen Psychologen aufsuchte, verschlimmerte sich ihre Depression nur noch, und schließlich brach sie die Schule ab. Ihr Vater suchte ihr einen besseren Psychologen, der sich jede Woche eine Stunde lang mit ihr traf und 1.000 Yuan (etwa 130 Euro) pro Sitzung verlangte. Die jährlichen Kosten beliefen sich auf bis zu 50.000 Yuan (etwa 6.500 Euro), und obwohl die Behandlung zwei Jahre dauerte, blieb sie dennoch wirkungslos.

Sie zog sich fast vollständig zurück, weigerte sich, mit ihrer Familie zu sprechen, und lächelte nur noch selten. Auch ihre Mutter, die in diesen zwei Jahren zu Hause blieb, um sich um sie zu kümmern, wurde depressiv. Die Belastung für die Familie führte dazu, dass bei ihrem Vater eine bipolare Störung diagnostiziert wurde, während ihre Großmutter an einer nicht näher bezeichneten psychischen Erkrankung litt.

Als sie 14 Jahre alt war, nahm ich sie bei mir auf. Zunächst blieb sie in sich gekehrt, doch nach und nach begann sie, mit mir zu sprechen, und zeigte mir die vielen blaugrauen Bilder, die sie auf ihrem Handy gespeichert hatte. Ich war fassungslos. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ein Mädchen im frühen Teenageralter so viele trostlose Bilder haben würde. Ich konnte die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit in ihrem Herzen spüren.

Ich stieß auch versehentlich auf einige Bilder, die sie mir nicht zeigen wollte: mehrere Standbilder aus einem chinesischen Historienfilm mit schwulen Männern, einige Bilder von bizarren Outfits sowie einige düstere Videos und Lieder. Fast nichts auf ihrem Handy schien normal zu sein. Ihre Gedanken waren fast vollständig verzerrt und verdorben, was mich völlig unvorbereitet traf. Ihre Mutter traute sich nicht einzugreifen, aus Angst, das Mädchen könnte Selbstmord begehen; ihr Vater sah das genauso. Eine schwere Depression geht oft mit einem hohen Suizidrisiko einher, und sie schien sehr verletzlich zu sein.

Wenn ich Mahlzeiten zubereitete, fragte ich sie, was sie essen wolle, und sie sagte immer, alles sei in Ordnung. Später erklärte sie: „Mir schmeckt nichts; alles schmeckt gleich!“ Ich war schockiert, als ich erfuhr, dass sie ihren Geschmackssinn verloren hatte.

Der Weg aus der Verzweiflung

Ich lud sie ein, sich eine von NTDTV produzierte Sendung über chinesische Geschichte anzusehen. Sie fand Gefallen daran. Ich sagte: „Das wurde von unseren Praktizierenden produziert. Ziemlich cool, oder?“

Sie sagte nichts, notierte sich aber die Sendezeit der Sendung, sah sie sich wiederholt an und machte sich sogar viele Notizen.

Vor Jahren, bevor sie in die Grundschule kam, hatte ich sie ermutigt, gemeinsam mit mir einige Gedichte aus Hong Yin auswendig zu lernen. Ich zeigte ihr das Buch erneut und schlug ihr vor, einige der Illustrationen abzumalen. Sie zeichnete eine Lotusblume, die ziemlich realistisch aussah, und war mit ihrer Zeichnung zufrieden.

Angesichts ihres damaligen Zustands rechnete ich nicht damit, dass sie mit mir das Fa lernen könnte, also beschloss ich, es ihr erst später näherzubringen. Nachdem sie drei Monate bei mir gelebt hatte, lud ich sie ein, mir zuzusehen, während ich mir die Videoaufzeichnungen von den Vorträgen des Meisters ansah. Am nächsten Tag sah ich, wie sie sie sich ganz allein ansah. Bald darauf begannen wir, gemeinsam das Fa zu lernen und die Dafa-Übungen zu machen.

Kurz nachdem sie begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, begegnete sie einer weinenden Putzfrau. Daraufhin ging sie in den nahegelegenen Supermarkt, kaufte ihr ein paar Leckereien und sagte: „Tante, bitte nimm dir etwas; Süßes kann dich aufmuntern!“

Die Frau war für einen Moment sprachlos und zutiefst gerührt. Niemand hatte erwartet, dass ein Kind, das so lange depressiv gewesen war, solche Freundlichkeit zeigen würde.

„Es ist schön, so normal auszusehen!“

Die erste Dafa-Übung, die meine Nichte mit mir machte, war die einstündige Sitzmeditation. Sie hielt die Schmerzen beim Sitzen im Schneidersitz durch und absolvierte die gesamte Sitzung. Am Morgen, als sie die Stehübungen machte, konnte ich hören, wie ihre Knochen knackten; wir waren einen Moment lang verwirrt, machten uns aber keine großen Gedanken darüber. Dann bemerkte ich, dass sie den Kopf aufrecht hielt und nicht mehr gekrümmt dastand.

Die zwei Jahre der Depression hatten nicht nur seelische Qualen mit sich gebracht, sondern durch die Medikamente auch erhebliche körperliche Veränderungen verursacht. Am Nacken hatte sie eine Schwellung, die sie daran hinderte, den Kopf zu heben. Diese Schwellung war nun jedoch verschwunden. Ich rief erfreut aus: „Die Schwellung an deinem Nacken ist zurückgegangen. Siehst du, der Meister hat den Druck auf deine Wirbelsäule gelindert!“

Später stand sie vor dem Spiegel, lächelte und sagte: „Es ist schön, so normal auszusehen!“

Ich lachte und fragte: „Hast du vorher nicht so ausgesehen?“ Sie verneinte.

„Wie hast du denn damals ausgesehen?“

„Ich weiß es nicht, aber definitiv nicht normal.“

Sie sagte, sie habe früher markante Wangenknochen gehabt, die unansehnlich aussahen, weshalb sie nicht gerne in den Spiegel schaute. Das war mir nicht aufgefallen, aber als sie mich zum ersten Mal traf, hatte sie ein rundes, mondförmiges Gesicht, was eine Nebenwirkung der Medikamente war. Meine Nichte sagte, die hervorstehenden Wangenknochen seien jetzt weniger ausgeprägt.

Tatsächlich sah sie viel besser aus und ihre gesamte Körperform hatte sich wieder normalisiert. Diese Veränderungen traten ein, nachdem sie erst seit wenigen Monaten Falun Dafa praktiziert hatte.

Bald darauf begann meine Nichte, Kunst zu studieren. Da sie schon als Kind Malerei gelernt hatte, setzte sie diese Kurse fort. Zu dieser Zeit hatte ich keine weiteren Erwartungen. Ich dachte nur, dass sie nicht ewig zu Hause bleiben könne. Wäre sie wieder auf eine reguläre Schule gegangen, hätte sie einen Rückstand von zwei Jahren gehabt und hätte diesen nicht mehr aufholen können. Deshalb ließ ich sie zunächst das studieren, was ihr gefiel, und dann würden wir weitersehen.

Nach ihrer Rückkehr in den Unterricht machte meine Nichte ein Foto von ihrem ersten Gemälde und schickte es ihren Eltern. Ihre Reaktionen waren dieselben: „Warum schickst du uns ein Bild?“ Es sah so realistisch aus, dass sie dachten, es sei ein Foto und kein echtes Gemälde. Meine Nichte war überglücklich.

Auch ihre Mutter war sehr begeistert, die Veränderungen bei ihrer Tochter zu sehen, und erzählte überall: „Meine Tochter kann jetzt wieder lächeln!“

Sie wusste nicht, dass die Veränderungen auf das Praktizieren von Dafa zurückzuführen waren. Da ich wegen meines Glaubens verfolgt worden war, hatten meine Familie und meine Verwandten Angst, dass meine Nichte meinem Beispiel folgen und ebenfalls praktizieren würde. Deshalb erzählte ich ihnen nicht, was zu ihrer Heilung geführt hatte.

Als meine Nichte mit dem Praktizieren begonnen hatte, verstand sie allmählich den wahren Sinn des Lebens. Sie fand Hoffnung und überwand ihre Verzweiflung. Die Veränderungen an ihrem Körper ließen sie attraktiver wirken und stärkten ihr Selbstvertrauen. Auch ihr Geschmackssinn kehrte zurück. Früher hatte sie Schwierigkeiten, durch die Nase zu atmen, und schlief unbewusst mit offenem Mund, doch all das hörte auf. Auch die Bauchschmerzen, unter denen sie früher litt, verschwanden. Als sie einzog, war ihr Teint fahl, jetzt war er hell und rosig, und sie strahlte förmlich!

Wie durch ein Wunder an ihrer Wunsch-Universität zugelassen

Da meine Nichte die Mittelstufe nicht abgeschlossen hatte, konnte sie vor der Hochschulaufnahmeprüfung nur eine berufsbildende Oberschule besuchen. Im Jahr vor ihrem Abschluss an der berufsbildenden Oberschule besuchte sie einen Kunstkurs. Nach Ende des Kurses blieben ihr nur noch drei Monate, um sich auf die Hochschulaufnahmeprüfung vorzubereiten. Ihre Eltern hatten nicht damit gerechnet, dass sie an eine Universität gehen würde, und taten nichts, um sie nach Beginn der Oberschule beim Lernen zu unterstützen.

Als meine Nichte zur Prüfung ging, dachte sie: „Das ist ja wie eine Probe-Hochschulaufnahmeprüfung.“ Daher war sie am Tag der Prüfung weniger nervös als am Tag zuvor. Nach der Prüfung war sie recht optimistisch und sagte: „Ich glaube, es ist ganz gut gelaufen.“ Als die Ergebnisse bekannt gegeben wurden, waren wir alle überrascht – sie hatte tatsächlich die für die Zulassung zum Bachelorstudium erforderliche Mindestpunktzahl übertroffen.

Ihre Mutter sagte: „Lass mal alles andere beiseite und schau dir nur ihre Englischnote an. Sie hat so lange nicht mehr Englisch gelernt, wie konnte sie in nur drei Monaten eine so hohe Punktzahl erreichen? Es gab so viele neue Vokabeln, die sie lernen musste.“ In drei Monaten hat sie wahrscheinlich das Äquivalent von 20 Englischstunden absolviert. Ihr Lehrer sagte: „Wir können ihr nicht mehr beibringen; sonst wäre es zu viel, um es aufzunehmen.“

Meine Nichte hatte nicht wie verrückt gelernt; sie hatte einfach ihr Bestes gegeben. Ich sagte sogar einige ihrer Kurse ab, um sie zu entlasten. Während dieser Zeit lernte ich mit ihr das Fa, weil ich festgestellt hatte, dass sie während der intensiven Lernphase für die akademischen Kurse an ihrem Smartphone hängen geblieben war. Als ich ihren Browserverlauf durchsah, war ich alarmiert.

Ich sagte zu ihr: „Wenn deine Moral nachlässt, wirst du, selbst wenn du an einer guten Schule angenommen wirst, am Ende nur Ärger machen. Schließe dich doch mir an, um das Fa zu lernen und zu verstehen, ein guter Mensch zu sein?“

Als wir einige Tage lang das Fa gelernt hatten, durchlief sie eine tiefgreifende Veränderung. Sie erkannte ihre Verfehlungen und wurde wieder optimistisch und freundlich. Sie ging rücksichtsvoll mit jedem Lehrer um und konnte sich auf ihr Studium konzentrieren.

Meine ursprüngliche Vorstellung, dass sie ihre gesamte Zeit mit dem Lernen akademischer Fächer verbringen sollte, war falsch. Auch wenn ich ein wenig Zeit damit verbrachte, mit ihr das Fa zu lesen, hatte dies keinen Einfluss auf ihr Studium. Doch wie ich miterlebte, sobald sich ihre Moral durch das Fa-Lernen verbesserte, stieg auch ihre Lerneffizienz. Gleichzeitig versorgte der Meister sie auf subtile und wundersame Weise mit der Weisheit, die sie zum Lernen benötigte.

Beim Ausfüllen der Hochschulbewerbungen geschah ein Wunder. Ihr Lehrer schlug vor, eine weniger begehrte Universität zu wählen, da wir nicht sicher waren, ob sie die Anforderungen einer wettbewerbsintensiveren Hochschule erfüllen würde. Gemäß den Regeln durften wir nur eine Hochschule angeben. Also wählten wir zunächst jene, die sie eigentlich gar nicht besuchen wollte.

Als es jedoch an der Zeit war, ihre Hochschulbewerbung zu bestätigen, stritten wir uns über ihren Studiengang und übersahen den Bestätigungsschritt. Am nächsten Morgen, als wir gerade dabei waren, die Bewerbung zu bestätigen, erschien auf dem Computer eine Meldung, dass die Universität, die ihr gefiel, ihre Zulassungsquote noch nicht ausgeschöpft hatte, was bedeutete, dass sie, sofern sie den Aufnahmetest bestand, wahrscheinlich angenommen werden würde. Meine Nichte fragte aufgeregt, was sie tun solle. Ich lächelte und sagte: „Der Meister hat dir das geschenkt, also nimm es einfach an.“ Daraufhin aktualisierte sie ihre Bewerbung und wurde an ihrer Wunschhochschule zugelassen.

Ihr Vater hatte auf Falun-Dafa-Praktizierende immer herabgesehen und uns für töricht gehalten. Doch als meine Nichte auf wundersame Weise an einer renommierten Universität zugelassen wurde, begann er, mich zu bewundern. Auch er erkannte nun, dass Dafa wirklich außergewöhnlich ist, und glaubte an das, was Praktizierende ihm zuvor erzählt hatten. Heimlich fragte er meine Nichte: „Ist dein Bruder an der Universität der Kommunistischen Partei Chinas beigetreten? Wenn ja, dann lass deine Tante ihm helfen, auszutreten.“

Ich erzählte meiner Familie, dass meine Nichte mit mir das Fa gelernt hatte, und sagte: „Es war Meister Li, der dieses Wunder bewirkt hat!“

Meine Familie nahm letztes Jahr an der Hochzeit der Enkelin meiner Tante teil. Meine Nichte hatte gerade Schulferien und kam mit uns mit. Als sie meine Tante sah, begrüßte sie sie nicht nur, sondern half ihr auch beim Gehen. Meine Tante sagte zu meiner Mutter: „Dieses Kind ist jetzt ein ganz anderer Mensch!“

Natürlich war ihre Familie überglücklich, dass sich meine Nichte von ihrer Depression erholt hatte und Veränderungen erfahren durfte, die keine medizinische Behandlung hätte bewirken können.