(Minghui.org) Eine 61-jährige Einwohnerin der Stadt Zhuozhou, Provinz Hebei, hat vor Kurzem einen Antrag für eine staatliche Entschädigung gestellt, als Schadenersatz für die unsäglichen Leiden, die ihr zugefügt wurden, seit die Kommunistische Partei Chinas im Juli 1999 die Verfolgung ihres Glaubens angeordnet hatte.
Gao Chunlian war zwei Jahre in einem Zwangsarbeitslager sowie zweimal fünf Jahre im Gefängnis eingesperrt. Während ihrer Haft wurde sie geschlagen, mit Elektroschlagstöcken misshandelt, zwangsernährt und ihr wurde der Schlaf entzogen. Außerdem wurde sie in einer Gehirnwäsche-Einrichtung festgehalten und verlor ihre Arbeitsstelle.
Im Folgenden schildert Gao persönlich, wie sie verfolgt wurde.
Mit Falun Dafa begonnen
„Früher arbeitete ich an der Mautstation Gaobeidian auf der Autobahn Peking–Shijiazhuang. Damals litt ich an zahlreichen Beschwerden, darunter einer Gastritis, Nierenentzündung, nervöser Erschöpfung und chronischer Müdigkeit. Ich probierte verschiedene Behandlungsmethoden aus, doch keine brachte mir Linderung.
Als ich 1996 jegliche Hoffnung aufgegeben hatte, stellte mir ein Nachbar Falun Dafa vor. Innerhalb von nur einem Monat, nachdem ich angefangen hatte zu praktizieren, war meine Gesundheit komplett wiederhergestellt. Einhergehend mit dieser neu gewonnenen Energie verbesserte sich auch meine Arbeitsleistung.
Die Lehre von Falun Dafa half mir zudem, meine Gereiztheit in den Griff zu bekommen und löste meine angespannte Beziehung zu meiner Schwiegermutter.
Zwei Jahre Haft im Zwangsarbeitslager
Am 18. April 2001 wurde ich festgenommen und zu einer zweijährigen Haftstrafe im Zwangsarbeitslager Baoding verurteilt. Die Wärter Zhang Guohong und Chen Yajuan zwangen mich, nachts in der Hocke zu verharren, und traten abwechselnd gegen meine Knie. Mein linkes Bein wurde so schwer verletzt, dass es merklich dünner wurde als das rechte, sodass ich hinkte.
Weil ich mich am 25. Juli 2002 weigerte, Propagandavideos anzusehen, die Falun Dafa verleumdeten, kettete mich Wärter Liu Ziwei für drei Tage an einen Stuhl. Ich wurde von Mücken gestochen und musste erbrechen. Zudem verwehrte man mir den Gang zur Toilette.
Eines Tages schlugen Wärter Liu sowie die Gefangenen Zhang Hong, Wu Xiaoli und Kan Chunjuan stundenlang auf mich ein. Sie packten mich an den Haaren und schlugen meinen Kopf mehr als 40-mal gegen die Wand. Sie schlugen mir ins Gesicht und auf den Kiefer und traten gegen meinen Unterleib und meine Beine. Mein Blut bedeckte den Boden und meine Haare waren überall verstreut. Mein Gesicht war stark geschwollen, ich blutete aus Mund und Nase, meine Lippen waren aufgerissen, mein Unterkiefer gebrochen, meine Zähne locker und ich konnte nicht mehr schlucken.
Die Schmerzen waren unbeschreiblich. Aus Angst, ich könnte sterben, befahl Wärterin Zhang Guohong den Insassinnen, mich in ihr Büro zu bringen, wo sie mich die ganze Nacht über beaufsichtigte.
Drei Monate lang redeten die Wärter jede Nacht bis 4 Uhr morgens auf mich ein, um mich dazu zu bringen, Falun Dafa abzuschwören. Nach nur wenigen Stunden Schlaf musste ich wieder aufstehen.
Viele Praktizierende, die sich weigerten, Falun Dafa aufzugeben, wurden zur Verrichtung von schwerer körperlicher Arbeit gezwungen, wie beispielsweise das Montieren von Bleiplatten ohne angemessene Schutzausrüstung oder das Tragen schwerer Metallrahmen in der sengenden Sonne.
Nach der Freilassung aus dem Zwangsarbeitslager in eine Gehirnwäsche-Einrichtung überstellt
Nach dem Ablauf meiner Haftzeit im Zwangsarbeitslager im Mai 2003 brachten mich Gao Jian, der Sekretär des örtlichen Komitees für Politik und Recht, sowie Qu Qianming, der Dorfvorsteher, direkt in die Gehirnwäsche-Einrichtung der Stadt Zhuozhou.
Gao Xuefei, der Leiter der Gehirnwäsche-Einrichtung, fesselte mich mit Handschellen an einen Baum. Li Ming, der Leiter des Büro 610, befahl später dem stellvertretenden Leiter der Gehirnwäsche-Einrichtung, Du Yonglu, mich einen Tag lang an ein Bett zu fesseln. Gao Xuefei, Zhao Yinjiu, Wang Lei und Wang Chao schlugen mir abwechselnd ins Gesicht und mit einem Gummiknüppel auf den Rücken.
Infolge der Schläge war ich abmagert und mein Gesicht mit blauen Flecken übersät. Erst als ich dem Tode nahe war, brachte Du mich ins Krankenhaus, wo man mir einen kritisch schweren Zustand bescheinigte. Glücklicherweise überlebte ich.
Das Leid meiner Familie
Während ich in der Gehirnwäsche-Einrichtung festgehalten wurde, schikanierten die örtlichen Behörden wiederholt meine Familie, besonders meinen Vater. Da er die Grausamkeit der Kommunistischen Partei im Zuge ihrer politischen Kampagnen selbst erlebt hatte, lebte er in ständiger Angst. Er verstarb am 10. Mai 2004 im Alter von nur 66 Jahren.
Während meiner Inhaftierung im Zwangsarbeitslager weinte mein achtjähriger Sohn nachts oft. Er wurde in der Schule schikaniert und diskriminiert, was dazu führte, dass er sich zurückzog und ein geringes Selbstwertgefühl entwickelte.
Erste fünfjährige Haftstrafe
Am 12. Oktober 2007 wurde ich erneut festgenommen und vom Stadtgericht Zhuozhou im Geheimen zu fünf Jahren Haft verurteilt. Im April 2008 wurde ich in das Frauengefängnis der Provinz Hebei eingeliefert.
Ab September 2008 leitete die 10. Abteilung eine „Umerziehungskampagne“ gegen mich ein. Die Aufseherin Zhang Lihua stiftete fünf Insassinnen an, mich mehrfach zu schlagen – jedes Mal über einen Zeitraum von zwei Stunden. Sie zogen an meinen Haaren und Ohren, schlugen mir ins Gesicht und drückten ihre Finger in meine Augen. Nachts konnte ich mich im Bett nicht umdrehen und hatte Schwierigkeiten beim Gehen. Die Insassin Zhou Houling beschmierte sogar eine Schuhsohle mit Fäkalien und drückte mir diese in den Mund.
Weil ich mich weigerte, Zwangsarbeit zu verrichten, traktierte Han Xiuxin, die stellvertretende Abteilungsleiterin, mein Gesicht und meinen Hals 40 Minuten lang mit einem Elektrostab.
Im August 2010 wurde ich in die 13. Abteilung verlegt und dort 21 Monate lang in Einzelhaft gesperrt. Ich musste um 5:30 Uhr aufstehen und durfte erst um Mitternacht schlafen. Tagsüber zwang man mich, zu stehen und Propaganda anzusehen, die Falun Dafa diffamierte.
Die Wärter zwangsernährten mich zwei Monate lang über einen Schlauch, den sie in meine Nase einführten, wofür ich auch noch bezahlen musste! Insassin Li Fengqin mischte Unmengen Salz in mein Essen und verbot mir, Wasser zu trinken.
Im Winter musste ich sechs Monate lang jeden Tag 18 Stunden auf dem kalten Betonboden sitzen. An meinem Gesäß bildete sich eine dicke Hornhaut und meine Knochen waren geschädigt.
Wärterin Jiao Guimei verbot mir zudem vier Monate lang zu duschen. Mein Haar war verfilzt und stank.
Zweite Haftstrafe
Am 25. Februar 2014 wurde ich abermals festgenommen und am 11. Februar 2015 vom Stadtgericht Zhuozhou erneut zu fünf Jahren Haft verurteilt. Am 16. August 2015 brachte man mich in das Frauengefängnis der Provinz Hebei.
Die Wärterinnen Wang Ye und Cao Haiyan aus der 14. Abteilung entzogen mir dreimal den Schlaf: das erste Mal für acht Tage, das zweite Mal für sechs Tage und das dritte Mal für 18 Tage. Die Insassinnen überwachten mich abwechslungsweise in jeweils zweistündigen Schichten. Um mich wach zu halten, spritzten sie mir kaltes Wasser ins Gesicht und schüttelten mich. Mir war schwindlig und ich hatte Halluzinationen. Wärterin Cao verabreichte mir gewaltsam toxische Substanzen. Dabei kniff sie mich in die Wangen, was Narben hinterließ. Die Wärterin Kong Xiaofei sperrte mich jeden Tag mehr als zehn Stunden lang in einem kalten Raum ein.
Als ich am 25. Februar 2019 nach jahrelanger Folter freigelassen wurde, war ich komplett abgemagert; mein Gedächtnis hatte nachgelassen, mein Haar war ergraut und mein Rücken gekrümmt. Bereits nach wenigen Schritten geriet ich außer Atem.
Epilog
Ich praktiziere Falun Dafa und halte mich an die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht, um ein guter Mensch zu sein. Obwohl mehrere Millionen Praktizierende in China von Falun Dafa profitiert haben, leitete die Kommunistische Partei China im Jahr 1999 die Verfolgung ein.
In den vergangenen 27 Jahren wurden unzählige Familien auseinandergerissen. Kinder wurden zu Waisen, nachdem ihre Eltern zu Tode verfolgt worden waren, und betagte Eltern verloren die Fürsorge und Unterstützung ihrer Kinder. Die Verfolgung hat unsere grundlegenden Menschenrechte zutiefst verletzt und enormes Leid über die Gesellschaft gebracht.
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