(Minghui.org) Am 16. Juli 2026 hielten Falun-Dafa-Praktizierende am Martin Place in Sydney, Australien, eine Kundgebung ab. Gäste aus Politik, Justiz und Wissenschaft bekundeten durch ihre Teilnahme ihre Unterstützung und verurteilten die Verfolgung sowie die länderübergreifende Unterdrückung von Falun Dafa durch das chinesische Regime. Zudem würdigten sie die Praktizierenden für ihren standhaften Glauben an Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht.

Am 20. Juli 1999 leitete Jiang Zemin, der damalige Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), eine landesweite Verfolgung von Falun Dafa ein. Seither sind viele Praktizierende in der Haft ums Leben gekommen. Im Jahr 2006 kamen zudem Beweise ans Licht, dass die Verfolgung durch die KPCh auch massenhaften Organraub an lebenden Menschen umfasst.

Am Vormittag führten die Praktizierenden am Martin Place im Geschäftsviertel von Sydney die fünf Falun-Dafa-Übungen vor. Viele Passanten blieben stehen und schauten zu.

Praktizierende zeigen am 16. Juli 2026 am Martin Place die Übungen (Minghui.org)

Die Tian Guo Marching Band spielte am Mittag und eröffnete damit die Kundgebung, die ein Ende der 27-jährigen Verfolgung forderte.

Die Kundgebung beginnt um 12 Uhr mit einer Aufführung der Tian Guo Marching Band (Minghui.org)

Leitender Jurist: Falun Dafa wird aufgrund seiner Beliebtheit verfolgt

Professor David Flint spricht bei der Kundgebung (Minghui.org)

Professor David Flint, ehemaliger Vorsitzender der Australian Broadcasting Authority und des Australian Press Council, Träger des Order of Australia und angesehener Jurist, sprach auf der Kundgebung. „Wir versammeln uns heute hier für die Rechte, die Falun-Gong-Praktizierende haben sollten“, sagte er. „Sie sind eine Gruppe freundlicher Menschen, die oft still und leise in Parks ihre langsamen, sanften Übungen praktizieren. Sie folgen den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Solche Werte stehen im völligen Gegensatz zur Ideologie der KPCh.“

Flint ging auf die Ursache der Verfolgung durch das chinesische Regime ein und erklärte: „Sie sollten bestraft werden, weil sie beim chinesischen Volk beliebt waren. Die Chinesen mochten sie. Sie mussten zerschlagen und bestraft werden.

Und so wurde 1999 das Büro 610 eingerichtet und die denkbar grausamste Form der Bestrafung ersonnen: Junge, gesunde Falun-Gong-Praktizierende wurden auf Krankenhausbetten festgeschnallt. Ihnen wurden bei lebendigem Leib Nieren und Lungen entnommen. Selbst ihre Augen wurden verkauft, um so die Wartezeit für eine Transplantation zu verkürzen.“

„Hier in Sydney wartet man sieben oder acht Jahre – falls man überhaupt ein Organ bekommt. Vom bösartigen kommunistischen Regime in China, das diese Organe unschuldigen jungen Menschen entnimmt, kann man ein maßgeschneidertes Organ erhalten.“

„Das ist eine abscheuliche Angelegenheit. Die Beweislage ist eindeutig. Das China-Tribunal in London unter dem Vorsitz eines angesehenen britischen Richters kam zu dem Schluss, dass 60.000 bis 90.000 Menschen vom kommunistischen Regime ermordet werden.“

Im Jahr 2024 verabschiedete das US-Repräsentantenhaus den Gesetzentwurf zum Schutz von Falun Gong (Falun Gong Protection Act). Prof. Flint forderte das australische Parlament auf, ein Gesetz zu verabschieden, das Australiern Reisen nach China zum Zweck des Transplantationstourismus untersagt.

Ehemaliger Professor der Universität Peking: Die KPCh hat die größte Katastrophe des 21. Jahrhunderts verursacht

Professor Yuan Hongbin spricht auf der Kundgebung (Minghui.org)

Der chinesisch-australische Rechtswissenschaftler Professor Yuan Hongbin nahm an der Kundgebung teil. Er erklärte: „Die KPCh setzt Staatsterror ein, um diese unmenschliche Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden durchzuführen ... Diese Verfolgung ist die schlimmste Menschenrechtskatastrophe des 21. Jahrhunderts. Ihre Grausamkeit gleicht dem Völkermord der Nazis an den Juden. Nun weitet die KPCh die Verfolgung auf andere Länder aus und übt länderübergreifende Unterdrückung aus. Sie versucht, Falun Gong durch Gewaltherrschaft zum Schweigen zu bringen. Doch dies ist lediglich der Wahn der KPCh angesichts ihres Untergangs.“

Yuan fuhr fort: „Der ehemalige KPCh-Chef [Jiang Zemin] prahlte damit, er könne Falun Gong innerhalb von drei Monaten auslöschen. Siebenundzwanzig Jahre sind vergangen. Falun Gong hat sich zu einer der weltweit größten Glaubensgemeinschaften entwickelt. Die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht, denen sie folgen, stellen eine Form der Erlösung für die chinesische Seele dar. Die von Falun-Gong-Praktizierenden gegründeten Medien haben sich zum größten chinesischsprachigen Medienangebot im Ausland entwickelt. Shen Yun Performing Arts, ebenfalls von Praktizierenden ins Leben gerufen, leistet einen unersetzlichen Beitrag zum Widerstand der Chinesen gegen die Tyrannei und den kulturellen Völkermord der KPCh.“

Yuan erklärte, dass die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht eine überaus tiefgründige Bedeutung in sich tragen. Dass das standhafte Festhalten der Praktizierenden an diesen Werten Menschen weltweit bewegt habe und dass ihre Bemühungen das wahre Wesen der KPCh offengelegt hätten. Er fügte hinzu: „Der Totalitarismus der Partei ist die Ursache für das Leid des gesamten chinesischen Volkes, er hat sich weltweit ausgebreitet und die große Katastrophe der Menschheit im 21. Jahrhundert herbeigeführt.“

Yuan schloss mit den Worten: „Wenn China den Übergang zu Freiheit und Demokratie vollzieht und sich das chinesische Volk wahrhaftig von politischen Sklaven der KPCh zu freien Individuen wandelt, wird die Geschichte der immensen Opfer der Falun-Gong-Praktizierenden gewiss voller Ehrfurcht gedenken.“

Australische Rechtsanwältin: „Wir dürfen niemals aufgeben“

Auf der Kundgebung wurde ein Brief der australischen Rechtsanwältin Sophie York verlesen. Sie erklärte: „Die Anhänger von Falun Gong streben nach Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – meiner bescheidenen und respektvollen Meinung nach befinden sie sich auf dem richtigen Weg.“

Sie zollte den Praktizierenden Anerkennung für ihre Standhaftigkeit in ihrem Glauben und erklärte: „Ich bin Rechtsanwältin. Von Rechtsanwälten wird gemäß den Berufsregeln verlangt, nicht nur ehrlich, sondern auch mutig zu sein.

Ich würdige die Anwesenden, die den Kampf für das Leben und die Freiheit ihrer Mitmenschen niemals aufgegeben haben. Auch wenn diese Mitpraktizierenden geografisch weit entfernt sein mögen, sind sie uns in unseren Herzen und Gedanken stets nah. Denn Liebe überwindet geografische Grenzen, Zeit und Distanz.“

York wies darauf hin, dass mehrere kommunistische Regime in Osteuropa nacheinander zusammenbrachen und von der Bühne der Geschichte abtraten. „Tyrannei kann über Nacht stürzen. Gutes kann geschehen. Der gemeinsame Nenner? Menschen, die niemals aufgegeben haben. Deshalb dürfen auch wir niemals aufgeben. Die Kraft des Guten muss sowohl aus dem Inneren Chinas als auch von außen kommen.“

(Fortsetzung folgt)