(Minghui.org) Ich besitze eine zweite Immobilie in einer ländlichen Gegend, etwa zwei Kilometer von dem Ort entfernt, in dem ich wohne. Es handelt sich um ein Haus mit vier Zimmern und einer Gesamtfläche von knapp unter 200 Quadratmetern sowie einem eigenen Innenhof. In der Nähe des Dorfes befinden sich mehrere Fabriken. Da die meisten Fabrikarbeiter aus anderen Regionen stammen, kommen viele Menschen ins Dorf, um eine Unterkunft zu mieten. Mein Mann und ich haben das Haus renoviert; zwei Zimmer behielten wir für das gemeinsame Fa -Lernen, die anderen beiden vermieteten wir. Da es im Hof keine weiteren Gebäude gibt, bekommt das Haus viel Sonnenlicht und bietet Platz für den Gemüseanbau, sodass die Mieter rundum zufrieden sind.

Rückgabe eines Teils der Miete an die Mieter

Unsere ersten Mieter war ein Paar Mitte 50. Ich erklärte ihnen, dass ich nur zwei Zimmer vermieten könne, da ich die anderen beiden selbst benötigte. Sie waren damit einverstanden. Außerdem sagte ich: „Ich bin für meinen Lebensunterhalt nicht auf die Mieteinnahmen angewiesen. Da es für Sie nicht einfach ist, auswärts zu arbeiten, verlange ich keine hohe Miete. Es ist weder ein Vertrag noch eine Kaution erforderlich. Ich vertraue Ihnen. Ich bitte Sie lediglich darum, auf Sauberkeit zu achten.“ Sie freuten sich sehr und willigten sofort ein.

Kurz darauf besuchte ich sie außerhalb ihrer Arbeitszeit, um ihnen die wahren Umstände zu erklären und sie zu bitten, aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und den ihr angeschlossenen Organisationen auszutreten. Zufälligerweise hatten sie zwei Arbeitskollegen zum Abendessen eingeladen. Das Paar stellte mich seinen Freunden vor und lobte mich als guten Menschen. Ich erklärte ihnen die Tatsachen über Falun Dafa und wie wichtig ein Parteiaustritt für die eigene Sicherheit ist. Sie alle willigten ein, auszutreten.

Einige Monate später wurde ihre Fabrik umgesiedelt und sie mussten sofort weg. Aus Zeitmangel riefen sie meine Verwandte an und baten sie, mir die Nachricht zu übermitteln. Ich dachte mir: „Als Dafa-Schülerin sollte ich ihnen die restliche Miete zurückzahlen und sie nicht ausnutzen.“ Ich sprach mit meiner Verwandten darüber; sie meinte, das sei nicht nötig, doch ich bestand darauf. Also besorgte ich mir ihre Telefon-Nummer und rief sie an. Sie konnten kaum glauben, dass ich mich nur deshalb bei ihnen meldete, um einen Teil der Miete zurückzuzahlen.

Einige Tage später trafen wir uns am Haus, und ich gab ihnen die restliche Miete zurück. Sie waren tief bewegt und bedankten sich immer wieder bei mir. Ich sagte ihnen: „Ich praktiziere Falun Dafa. Der Meister von Dafa lehrt die Praktizierenden, sich so zu verhalten.“ Sie luden mich herzlich ein, den Shaolin-Tempel in der Nähe ihres Wohnortes zu besuchen, und boten an, mir eine Führung zu geben. Ich bedankte mich und erinnerte sie daran, sich die Worte „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ zu merken, damit sie in Zeiten von Katastrophen sicher bleiben könnten. Sie stimmten zu. Bevor sie gingen, machten sie zur Erinnerung Fotos im Hof.

Mieter, die die wahren Umstände bezüglich Falun Dafa verstehen, empfangen Segnungen

Kurz darauf kam eine weitere Familie. Es handelte sich um ein junges Paar mit einem Sohn, der eine technische Schule besuchte. Der Mann war neu als Busfahrer eingestellt worden, und die Frau arbeitete in einem Einkaufszentrum. Sie wollten drei Zimmer mieten, was sich einrichten ließ, da die Fa-Lerngruppe inzwischen an einen anderen Ort umgezogen war.

Ich reinigte das Haus innen und außen gründlich, sodass alles blitzsauber war. Da sie in Eile angereist waren und nicht genügend Bettzeug hatten, überließ ich ihnen kostenlos meine eigenen sauberen Bettdecken. Im Garten gab es zwei Gemüsebeete, und ich sagte ihnen, sie könnten selbst entscheiden, ob sie diese nutzen wollten oder nicht. Sie beschlossen, das kleinere der beiden zu bewirtschaften.

Bald darauf bot sich mir die Gelegenheit, ihnen die Wahrheit über Falun Dafa zu erklären, woraufhin alle drei aus den Organisationen der KP austraten. Als der COVID-Ausbruch stattfand, arbeitete der Mann weiterhin als Fahrer und infizierte sich nicht. Die gesamte Familie blieb von dem Unglück verschont und genoss göttlichen Schutz. Nach der Aufhebung des Lockdowns fand die Frau eine Anstellung bei einem ausländisch finanzierten Unternehmen, das etwa 20 Kilometer entfernt lag. Die Arbeit war zwar anspruchsvoll, aber das Einkommen beträchtlich. Auch der Mann arbeitete hart, leistete oft Überstunden und erzielte ein gutes Einkommen. Ihr Kind entwickelte sich prächtig, und bei ihnen lief alles reibungslos. Nach drei Jahren konnten sie ein neues Haus kaufen. Ich freute mich sehr darüber, dass sie die Zusammenhänge über Dafa erkannt hatten und gesegnet wurden.

Anderen mit Freundlichkeit und Toleranz begegnen

Nachdem der zweite Mieter ausgezogen war, renovierte ich das Haus. Die hinteren Fenster waren alt geworden, und es drang Regenwasser ein, weshalb ich beschloss, sie auszutauschen. Meine Verwandten rieten mir davon ab; sie meinten, die Mieter würden das nicht zu schätzen wissen und es wäre Geldverschwendung. Ich jedoch dachte daran, dass Wanderarbeiter ein hartes Leben führen, und wollte ihnen ein gutes Wohnumfeld bieten und sie die Güte von Dafa-Praktizierenden spüren lassen.

Kurz nach der Renovierung fragte mich eine Nachbarin, ob sie das gesamte Haus für die Familie ihres Schwagers mieten könne. Als ich erfuhr, dass dort fünf Personen wohnen würden, wies ich darauf hin, dass die Abwassergrube klein sei und dies zu Unannehmlichkeiten führen könnte. Da es in dem Dorf kein Kanalisationsnetz gibt, muss jeder Haushalt sein Abwasser selbst entsorgen, und ein Überlaufen der Grube könnte Geldstrafen nach sich ziehen. Sie versicherte mir, dass sie damit zurechtkommen würden. Zudem erklärte ich ihr, dass ich nur drei Zimmer vermieten würde, da ich eines für mich selbst behalten wollte. Sie waren damit einverstanden und zogen ein.

Die neuen Mieter waren ein Paar um die 30 mit zwei kleinen Töchtern und außerdem noch die Schwester des Mannes. Sie waren mit dem Haus sehr zufrieden und lobten das angenehme Umfeld, die niedrige Miete, den Verzicht auf Vertrag und Kaution sowie die Gartennutzung; noch nie hätten sie eine so gute Unterkunft gemietet oder einen so freundlichen Vermieter erlebt. Als ich sie über die wahren Hintergründe der Verfolgung aufklärte, traten sie alle aus der Partei aus.

Nach einem halben Jahr teilte mir die Frau mit, dass die Abwassergrube voll und unbrauchbar geworden sei. Da ihnen die Zeit und das nötige Geschick für die Reparatur fehlten, baten sie mich um Hilfe. Obwohl ich zusagte, hatte ich zunächst ein ungutes Gefühl: „Ich hatte sie doch davor gewarnt, und sie hatten behauptet, sie kämen damit zurecht. Warum jetzt nicht?“ Mir war bewusst, dass sich darin meine Anhaftungen an persönlichem Vorteil, Eifersucht, die Angst vor Unannehmlichkeiten sowie mein Ego offenbarten. Ich versuchte, diese Anhaftungen loszulassen.

So beauftragte ich jemanden mit der Reparatur der Abwasseranlage. Er erklärte, dass dafür eine neue Grube ausgehoben, diese mit Ziegeln und Zement ausgekleidet und die Abdeckung so gesichert werden müsse, dass sie für Fußgänger kein Hindernis darstelle. Die Kosten beliefen sich auf 1.000 Yuan (ca. 135 Euro). Ich willigte ein. Nach Abschluss der Arbeiten erwähnten die Mieter die Ausgaben mit keinem Wort – als wäre nichts geschehen. Zunächst empfand ich wieder ein gewisses Unbehagen, doch mir war klar, dass dies an meiner Anhaftung an persönlichem Gewinn, meinem Ruf und meinem Selbstwertgefühl lag. Ich erinnerte mich an das Fa des Meisters:

„Das Schwierige liegt eben darin, dass du bei klarem Bewusstsein willentlich den Kürzeren ziehst, wenn es um die Interessen der gewöhnlichen Menschen geht.“ (Zhuan Falun, 2019, Seite 400)

Ich kam zur Ruhe, da der Meister diese negativen Substanzen für mich beseitigte. Von da an hegte ich keine ablehnenden Gefühle mehr deswegen – nur noch Verständnis, Toleranz und Güte.

Einige Jahre vergingen. Aufgrund einer Betriebsverlegung und der Notwendigkeit, sich um ihre Kinder zu kümmern, mussten die Mieter ausziehen. Sie hatten mich nicht im Voraus informiert. Als sie es mir schließlich mitteilten, hatte ich bereits eine gute Gelegenheit verpasst, das Haus anderweitig zu vermieten, da kurz zuvor eine große Nachfrage nach Mietunterkünften durch auswärtige Arbeitskräfte geherrscht hatte. Ich machte ihnen keine Vorwürfe, sondern brachte ihnen lediglich Verständnis und Nachsicht entgegen. Die Frau entschuldigte sich aufrichtig und erklärte wiederholt, dass sie zum Wohle ihrer Kinder keine andere Wahl gehabt hätten. Sie bedankte sich herzlich bei mir. Ich sagte zu ihr: „Wir alle sind durch schicksalhafte Verbindungen miteinander verknüpft; deshalb sind wir in diesem Leben einander begegnet. Sollte ich mich in irgendeiner Weise falsch verhalten haben, so bitte ich um Verzeihung.“

Sie antwortete hastig: „Nein, nein, es gibt nichts.“ Ich erinnerte sie daran, dass ihre ganze Familie in Zeiten großer Not oder Gefahr daran denken sollte, die Worte „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ zu rezitieren, damit sie in Sicherheit seien. Sie sagte: „Tante, wir werden daran denken!“

Schlussbemerkung

In diesem Leben Falun Dafa praktizieren zu können, ein Schüler des Meisters zu werden und den Meister bei der Fa-Berichtigung zu unterstützen, ist eine immense Ehre und ein großes Privileg. Ich weiß, dass meine Kultivierung noch weit hinter den Anforderungen des Meisters und des Dafa zurückbleibt. Er hat so viel für mich getan und so viel für mich ertragen. Ich kann meine grenzenlose Dankbarkeit nicht in Worte fassen. Ich werde diese seltene Gelegenheit wertschätzen, die Lehre des Meisters beherzigen, das Fa gut lernen, die drei Dinge gewissenhaft tun und dem Meister folgen, um in mein wahres Zuhause zurückzukehren.