(Minghui.org) Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) inhaftiert häufig ältere Falun-Gong-Praktizierende, obwohl diese körperlich geschwächt oder verletzt sind. Dies hat sich in China zu einem gängigen Muster der Verfolgung entwickelt.

Dieses Vorgehen ist ein weiteres Verbrechen der KPCh im Rahmen ihrer seit 27 Jahren andauernden Verfolgung von Falun Gong. Es setzt die Anweisungen des ehemaligen KPCh-Vorsitzenden Jiang Zemin fort, Falun-Gong-Praktizierende zu verfolgen: „Vernichtet ihren Ruf, zerstört sie finanziell, ruiniert sie körperlich!“

Die meisten der älteren Praktizierenden leiden infolge der jahrelangen Verfolgung unter schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Einige wurden so schwer gefoltert, dass sie sich nicht mehr selbst versorgen können. Nach chinesischem Recht haben sie nach ihrer rechtswidrigen Verurteilung Anspruch auf Haftaussetzung aus medizinischen Gründen, damit sie zu Hause behandelt und von ihren Angehörigen betreut werden können. Dort können sie außerdem Unterstützung von Freunden, Familie oder anderen Praktizierenden erhalten und durch das Praktizieren der Übungen sowie das Lesen der Falun-Gong-Lehre allmählich genesen und ihre Gesundheit wiedererlangen.

Doch die Gerichte und Polizeibehörden der KPCh arbeiten zusammen, um selbst diese älteren Menschen zwangsweise interniert zu lassen. In einigen Fällen wurden Betroffene sogar während einer Infusionsbehandlung auf Tragen gelegt und direkt ins Gefängnis gebracht.

Wie gehen die Gefängnisse mit diesen älteren Praktizierenden um?

Systematische Verfolgung: Spezielle Gefängnisabteilungen

Manchen ist vielleicht nicht bekannt, dass es in jeder Provinz (sowie in autonomen Regionen und regierungsunmittelbaren Städten) Chinas Gefängnisse gibt, die speziell für die Inhaftierung von Falun-Gong-Praktizierenden vorgesehen sind. Diese Gefängnisse verfügen über eine Sonderabteilung – meist als „Neunte Abteilung“ bezeichnet –, die direkt dem gefängnisinternen Büro 610 untersteht und mit dem lokalen System der Büros 610 vernetzt ist.

Wenn ein Falun-Gong-Praktizierender gerade rechtswidrig verurteilt wurde, aber noch nicht ins Gefängnis überführt worden ist, benachrichtigt das Büro 610 des Gefängnisses die entsprechende Abteilung vorab, damit „Vorbereitungen“ getroffen werden können. Dazu gehört die Auswertung persönlicher Daten und Charaktereigenschaften des Praktizierenden, um einen spezifischen Verfolgungsplan zu erstellen. Dieser vorsätzliche Prozess aus „Vorbereitung, Analyse und Umsetzung“ stellt ein wesentliches Element der systematischen Verfolgung dar.

Warum kommt die Inhaftierung älterer Falun-Gong-Praktizierender einem Mord gleich? Die beiden folgenden Fälle zeigen, wie Gefängnisse ältere Falun-Gong-Praktizierende bis zum Tod misshandeln.

Fall 1: Gezwungen, im oberen Etagenbett zu schlafen; geschlagen und fast erstickt

Ich war einst rechtswidrig im Gefängnis von Zhengzhou in der Provinz Henan inhaftiert. Dort erfuhr ich von einem älteren Falun-Gong-Praktizierenden, der aufgrund seines hohen Alters und seiner Gebrechlichkeit große Schwierigkeiten hatte, auf das obere Etagenbett zu klettern. Obwohl die Gefängnisleitung über seinen Gesundheitszustand informiert war, zwang sie ihn, dort zu schlafen. Nachdem der ältere Praktizierende gestürzt war und sich verletzt hatte, konnte er sich nicht mehr bewegen und auch nicht mehr selbst zur Toilette gehen, sodass er das Bett beschmutzte. Unter dem Vorwand einer „psychischen Erkrankung“ brachte ihn die Gefängnisleitung in das Gefängniskrankenhaus und zwang ihn zur Einnahme von Medikamenten.

Der ältere Praktizierende weigerte sich jedoch, die Medikamente weiter einzunehmen, da sie Herzrasen verursachten. Der Mitgefangene, der für beauftragt war, kümmerte sich überhaupt nicht um ihn. Stattdessen zerrte ihn in einen toten Winkel der Videoüberwachung, drückte ihm ihm eine Decke auf das Gesicht, sodass er beinahe erstickte, und schlug anschließend brutal auf ihn ein. Der ältere Mann wurde schwer misshandelt, doch niemand konnte seine Hilferufe hören.

Fall 2: Älterer Mann aus dem Kreis Sheqi (Provinz Henan) zu Tode verfolgt

Wang Zizhou, ein 74-jähriger Falun-Gong-Praktizierender aus dem Kreis Sheqi in der Provinz Henan, wurde 2019 festgenommen; seine Wohnung wurde dabei durchsucht. Später verurteilten ihn die Behörden rechtswidrig. Am 14. Oktober 2023 starb er im Gefängnis von Xinmi infolge der Verfolgung.

Videoaufnahmen der Gefängnisüberwachung zeigen Folgendes: Wang, der bereits alt und seit Langem schwer krank war, erhielt keinerlei medizinische Versorgung. Er bekam zwei Tage hintereinander keine Nahrung. Er konnte sich nicht selbst versorgen und war selbst beim Toilettengang auf Hilfe angewiesen. Trotz seines Zustands wurde er gezwungen, am Appell teilzunehmen. Die Gefängniswärter griffen nicht ein.

Wang litt unter unerträgliche Schmerzen, doch niemand kam ihm zu Hilfe. Erst zehn Minuten, nachdem er sich nicht mehr bewegt hatte, trat jemand mehrmals gegen ihn. Anschließend wurde er zur „Notfallbehandlung“ abtransportiert.

Nach Wangs Tod verweigerte die Gefängnisleitung seinen Angehörigen die Einsicht in den Autopsiebericht, die Krankenakten oder die Videoaufnahmen. Zur Begründung hieß es, dabei handele es sich um „geheime Informationen“.

Die tatsächliche Zahl der Todesopfer ist weitaus höher

Dies sind nur zwei Fälle, die ich persönlich miterlebt habe. Zahlreiche ähnliche Fälle sind auf Minghui.org dokumentiert. Die KPCh ermordet nicht nur ältere Praktizierende, sondern auch jüngere.

Die Website Minghui.org hat bestätigt, dass mehr als 5.000 Praktizierende infolge der Verfolgung ums Leben gekommen sind. Die KPCh behindert jedoch die Untersuchung dieser Todesfälle. Zu den Hindernissen zählen die umfassende Internetzensur und der fehlende Internetzugang für viele Praktizierende. Darüber hinaus werden Praktizierende rund um die Uhr überwacht. Dadurch ist es äußerst schwierig, Einzelheiten zur Verfolgung zu verifizieren und Informationen an Minghui.org zu übermitteln. Die tatsächliche Zahl der Todesopfer liegt daher weit über den bislang dokumentierten Fällen.

Während meiner Haft im Gefängnis von Zhengzhou schrie Li Xilong, der Leiter des dortigen Büros 610, lautstark: „Lasst die Falun-Gong-Praktizierenden hier einfach sterben!“ Dies geschah, während er Praktizierende zwang, Videos anzusehen, die Falun Gong verleumdeten.

Die Verfolgung erstreckt sich über China hinaus

Die KPCh versucht, Falun Gong auszulöschen, da die vom Regime propagierten Konzepte von Klassenkampf und Hass im Widerspruch zu traditionellen Werten stehen – einschließlich der Falun-Gong-Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Inzwischen hat die KPCh diese Unterdrückung auch in andere Länder exportiert.

Ein Mädchen, das in Kanada zur Schule ging und dort eine Aufführung zur traditionellen chinesischen Kultur von Falun-Gong-Praktizierenden besucht hatte, wurde während eines Besuchs ihrer Verwandten in China festgenommen. Dies zeigt deutlich, dass die KPCh ihre Überwachung auch auf Aktivitäten von Chinesen im Ausland ausdehnt.

Die Verfolgung von Falun Gong durch die KPCh dauert inzwischen 27 Jahren an. Praktizierende sind systematischer rechtswidriger Inhaftierung, Folter und dem Tod ausgesetzt, während die Verbrechen vertuscht werden. Wir hoffen, dass sich mehr Menschen für ein Ende dieser langjährigen Verfolgung einsetzen und ihre Stimme dagegen erheben.