(Minghui.org) Ich begann 1995 mit dem Praktizieren von Falun Dafa (auch Falun Gong genannt) und bin heute 75 Jahre alt. Seit nunmehr 30 Jahren folge ich durch alle Höhen und Tiefen der Lehre von Meister Li Hongzhi. Seit 1999 werde ich von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) verfolgt, war in Gefängnissen, Gehirnwäsche-Einrichtungen und Haftzentren eingesperrt. Doch ganz gleich, welchen Verfolgungen ich körperlich, geistig oder seelisch ausgesetzt war – mein fester Glaube an den Meister und an Dafa hat niemals gewankt.
In den vergangenen 30 Jahren auf meinem Kultivierungsweg habe ich persönlich erfahren, dass der Meister mich wirklich in jedem Augenblick behütet und beschützt. Dafa kultivieren zu dürfen, ist eine Gelegenheit, die sich nur einmal in Tausenden, ja Zehntausenden von Jahren bietet. Es ist der größte Wunsch all meiner Leben. Je mehr ich das Fa lerne, desto mehr erkenne ich, wie kostbar es ist und wie sehr die Zeit drängt. Je weiter ich mich kultiviere, desto stärker spüre ich die große Verantwortung eines Dafa-Jüngers.
Inmitten von Prüfungen nach innen schauen
Über elf Jahre lang pflegte ich meinen vollständig gelähmten Ehemann. Obwohl ich in dieser Zeit sehr beschäftigt war und mich gleichzeitig für Dafa einsetzte, ließ mich die Stärkung durch den Meister weder Müdigkeit noch Erschöpfung spüren. Ich fühlte mich leicht und voller Energie. Damals achtete ich ständig darauf, meine schlechten Gedanken und Anschauungen abzulehnen. Es war, als hätte sich in dieser Zeit in mir ein entsprechender Mechanismus gebildet.
Wenn ich jedoch den Fernseher für meinen Mann einschaltete, schaute ich manchmal mit ihm zusammen fern. Nach und nach begann ich, südkoreanische Fernsehserien zu verfolgen. Eines Tages hatte ich während des Fernsehens plötzlich das Gefühl, dass dieser Mechanismus, „meine schlechten Gedanken und Anschauungen zu unterdrücken“, auf einmal verschwunden war. Gleichzeitig liefen viele Projekte für Dafa. Jeden Tag kamen Mitpraktizierende vorbei, um Angelegenheiten zu besprechen. Außerdem musste ich hinausgehen, um den Menschen die wahren Umstände zu erklären und Informationsmaterialien zu verteilen. Dadurch lernte ich das Fa immer weniger. Und selbst wenn ich das Fa lernte, konnte ich meinen Geist nicht mehr beruhigen. Obwohl ich also viel für Dafa tat, erhöhte sich meine Xinxing nicht.
Nachdem dem Tod meines Mannes im Juli 2023 traten bei mir Symptome von Krankheitskarma auf. Als Konflikte mit anderen Praktizierenden entstanden, versäumte ich es, nach innen zu schauen und meine Anhaftungen zu erkennen. Dadurch litt ich unter Atemnot und Herzrasen. Es ging so weit, dass ich das Gefühl hatte zu ersticken und kaum noch gehen konnte. Außerdem tauchten immer wieder irrationale Gedanken in meinem Kopf auf, die mir von den alten Mächten eingeflößt worden waren. Ich wurde seelisch sehr zerbrechlich und haftete stark an Groll und Wut. Vor allem aber war mein Denken von Angst erfüllt – der Angst, von den alten Mächten zu Tode verfolgt zu werden, und der Angst, Dafa Schaden zuzufügen, sowie vielen weiteren Ängsten.
Ich traute mich nicht einmal mehr, allein zu Hause zu bleiben. Ständig wollte ich, dass Mitpraktizierende bei mir blieben, um mit mir gemeinsam das Fa zu lernen und die Übungen zu praktizieren. Meine Abhängigkeit von anderen war sehr ausgeprägt. Gerade wegen dieser starken Abhängigkeit wollten die beiden Praktizierenden, die mich häufig besuchten, schließlich nicht mehr bleiben.
Als eines Tages mehrere Praktizierende sich gerade verabschieden wollten, stieg meine Angst erneut auf. Doch plötzlich wurde mir tief in meinem Inneren klar: „Ich bin eine Dafa-Jüngerin und der Meister wacht jederzeit über mich und beschützt mich.“ Da erinnerte ich mich an die Worte des Meisters:
„Der Meister ist da, das Fa ist da, Angst wovor?“ (Fa-Erklärung in Sydney 1996, 03.08.1996)
In dem Moment, als dieser aufrichtige Gedanke aufkam, spürte ich, wie der Meister die schwarzen Substanzen der Angst und andere negative Dinge von mir entfernte. Mir wurde klar, dass die Prüfung durch das Krankheitskarma in Wirklichkeit eine Prüfung meiner Xinxing war. Von da an intensivierte ich mein Fa-Lernen und begann, wirklich nach innen zu schauen.
Als Erstes erkannte ich meine Anhaftungen an Neid, Groll, Wut, Ungeduld und Reizbarkeit. Immer wieder schaute ich nach innen und richtete mich anhand der Prinzipien des Dafa aus. Ich prüfte täglich meinen Kultivierungszustand sowie meine Gedanken, mein Verhalten und selbst die feinsten Regungen meines Herzens und korrigierte alles, was nicht mit dem Fa übereinstimmte.
Mit der Erhöhung meiner Xinxing veränderte sich auch mein Körper auf subtile Weise. Ganz gleich, wie groß die Schmerzen oder das körperliche Unwohlsein waren – ich hielt mich an die Anforderungen des Meisters, lernte gewissenhaft das Fa, machte die Übungen und sandte aufrichtige Gedanken aus. Dennoch hielten sich Anhaftungen wie Neid, Groll, Ungeduld, Überheblichkeit und die Neigung, bei Kritik sofort heftig zu reagieren, hartnäckig. Wenn Konflikte auftraten, fiel es mir immer noch schwer, meine Xinxing zu bewahren. Deshalb begann ich, das Fa auswendig zu lernen, um diese hartnäckigen Anhaftungen zu beseitigen.
Ich gebe mein Bestes, um dem Meister bei der Errettung der Lebewesen zu helfen
Im August 2023 dachte ich: „Ich kann nicht nur zu Hause das Fa lernen, die Übungen machen und aufrichtige Gedanken aussenden. Ich muss hinausgehen, die wahren Umstände erklären und Menschen erretten, um den Meister bei der Errettung der Lebewesen zu unterstützen.“ Doch körperlich überkamen mich immer wieder Wellen von Unwohlsein, sodass ich mich kaum bewegen konnte. Ich fragte mich: „Wie soll ich in diesem Zustand hinausgehen und Menschen erretten?“
Ich dachte: „Ich muss den Meister um Hilfe bitten.“ Langsam ging ich zum Altar des Meisters. Als ich mich vor seinem Bildnis niederknien wollte, spürte ich, wie der Meister vom Scheitel meines Kopfes schwarze Substanzen entfernte. Sofort durchströmte mich Welle um Welle ein wohltuendes Gefühl. Der unrichtige Zustand verschwand augenblicklich und ich kehrte zu meinem früheren Zustand zurück. Mein Körper fühlte sich federleicht an und mein Herz war voller Freude.
Schon am nächsten Tag ging ich gemeinsam mit Mitpraktizierenden hinaus, um die wahren Umstände zu erklären und Menschen zu erretten. Mein Körper fühlte sich leicht wie eine Feder an. Wenn ich Vögel sah, rief ich ihnen voller Freude zu: „Falun Dafa ist gut!“ Und wenn ich an Bäumen vorbeikam, rief ich ihnen ebenfalls freudig zu: „Falun Dafa ist gut!“
Doch schon am folgenden Tag fühlte ich mich wieder unwohl. Da wurde mir klar, dass in mir die Anhaftung an Begeisterung entstanden und mein Körper deshalb erneut in einen unrichtigen Zustand geraten war. Ich wusste jedoch, dass ich mich von dieser Illusion nicht beeinflussen lassen durfte. Deshalb ging ich in den darauffolgenden Tagen weiterhin mit den Mitpraktizierenden hinaus, verteilte die Neun Kommentare über die Kommunistische Partei und erklärte den Menschen die wahren Umstände.
Ganz gleich, wie groß meine körperlichen Schmerzen oder mein inneres Leiden waren – ich wies jede Einmischung der alten Mächte in meine Bemühungen, Menschen zu erretten, entschieden zurück. Ich hörte nur auf meinen Meister und ließ mich keinesfalls von den alten Mächten kontrollieren. Mein Entschluss stand fest: Ich wollte dem Meister bei der Errettung der Lebewesen helfen.
Dabei hatte ich das Gefühl, dass die Neun Kommentare eine besonders große Kraft besaßen, Menschen zu erretten. Wer ein Exemplar erhielt, hatte die Möglichkeit, gerettet zu werden. Ein Mitpraktizierender und ich nahmen täglich jeweils dreißig bis vierzig Exemplare mit und fuhren mit unseren Elektrofahrrädern in die Vororte und umliegenden Dörfer, um sie den Menschen persönlich zu überreichen. Als wir ein zweites Mal dorthin fuhren, erhielten wir sehr ermutigende Rückmeldungen. Manche sagten: „Dieses Buch wurde nicht von gewöhnlichen Menschen geschrieben. Es legt das wahre Wesen der Kommunistischen Partei offen!“ Selbst einige Menschen, die es zuvor abgelehnt hatten, nahmen es diesmal an.
Nachdem wir alle umliegenden Dörfer und Vororte verteilt hatten, dachte ich, dass auch die Menschen in der Stadt nicht übergangen werden dürften. So fasste ich den Entschluss, die Neun Kommentare in jeder Straße und jeder Gasse der Stadt zu verteilen. Wenn ich Menschen persönlich begegnete, überreichte ich ihnen das Buch direkt. War niemand da, legte ich ein Exemplar in den Fahrradkorb.
Während dieses ganzen Prozesses hielt ich unbeirrt an einem Gedanken fest: „Ganz gleich, ob mein Körper leidet oder nicht, ganz gleich, wie groß die Schmerzen sind – ich werde nur auf meinen Meister hören. Ich darf die barmherzige Erlösung durch den Meister auf keinen Fall enttäuschen. Ich werde mein Möglichstes tun und die verbleibende Zeit nutzen, um so viele Menschen wie möglich zu erretten.“
Sich am Fa orientieren, um einen Mitpraktizierenden zu retten
Im Dezember 2023 kamen mehrere Praktizierende aus einem anderen Landkreis zu mir nach Hause. Sie berichteten, dass dort ein Praktizierender festgenommen worden war, als er USB-Sticks mit Informationen zur Aufklärung der wahren Umstände verteilt hatte. Sie hofften, dass wir als ein Körper zusammenarbeiten und uns an der Rettungsaktion beteiligen würden.
Die Angehörigen des Praktizierenden kannten damals die wahren Umstände noch nicht. Als Mitpraktizierende sie besuchten, öffneten sie nicht einmal die Tür und drohten sogar damit, sie bei der Polizei anzuzeigen. Deshalb suchten wir Verwandte der Familie auf, erklärten ihnen die wahren Umstände, halfen den Angehörigen, einen Anwalt zu beauftragen, und informierten Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht in jener Stadt über die Tatsachen. Gemeinsam bemühten wir uns darum, den Praktizierenden zu retten. Anfangs hatten die Angehörigen große Angst und fragten: „Wer wagt es denn, Falun Gong zu verteidigen?“ Doch nachdem die Mitpraktizierenden ihnen immer wieder die wahren Umstände erklärt hatten, erklärten sie sich schließlich bereit, einen Anwalt zu beauftragen.
Die Fahrt in diese Stadt war sehr weit, fast 1.000 Kilometer lang, für die wir etwa 12,5 Stunden brauchten. Ich stand unter großem Druck, denn dieser Ort galt als besonders gefährlich, was die Verfolgung betraf. Außerdem befürchtete ich, mein körperlicher Zustand könnte den anderen Praktizierenden zur Last fallen. Ich war unschlüssig. Während des Fa-Lernens erleuchtete mich der Meister jedoch mit folgenden Worten:
„Als ein Kultivierender, der sich wirklich zu hohen Ebenen kultiviert, musst du alle Anhaftungen ablegen.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 298)
In diesem entscheidenden Augenblick, als menschliche Gedanken und aufrichtige Gedanken miteinander rangen, lösten die Fa-Grundsätze des Meisters meine verschiedenen Anhaftungen auf und stärkten meine aufrichtigen Gedanken. Ich sagte mir: „Wenn der Meister mich auffordert loszulassen, dann lasse ich alle menschlichen Anhaftungen los und werde mit allen als ein Körper zusammenarbeiten, um diesen Mitpraktizierenden zu retten.“
Am nächsten Morgen machten wir uns gemeinsam auf den Weg, nachdem wir aufrichtige Gedanken ausgesendet hatten. Als wir die Stadt erreichten und den dichten Verkehr sowie die vielen Menschen sahen, musste ich weinen. Ich fragte mich, ob jemand diese Lebewesen wohl schon über die wahren Umstände von Dafa informiert hatte. In diesem Moment fasste ich den Entschluss, ihnen die Neun Kommentare und weiteres Informationsmaterial zukommen zu lassen. Nach unserer Rückkehr sammelten wir über die Minghui-Website Informationen über die Verantwortlichen in den besonders stark an der Verfolgung beteiligten Regionen, darunter auch in dieser Stadt. An alle Personen, deren Mobiltelefonnummern oder Adressen wir finden konnten, verschickten wir über hundert Informationssendungen sowie zahlreiche Briefe.
Als wir in der fremden Stadt ankamen, wussten wir zunächst nicht, wo wir übernachten sollten. Doch kaum waren wir dort eingetroffen, hatte ich das Gefühl, dass der Meister bereits alles für uns vorbereitet hatte. Schon nach kurzer Zeit fanden wir ein preiswertes und passendes Hotel. Für die Anmeldung genügte ein einziger Personalausweis. Dort sandten wir nachts und am frühen Morgen aufrichtige Gedanken aus. Der Anwalt und die Angehörigen arbeiteten ebenfalls sehr gut zusammen.
Nur wenige Tage nach unserer Rückkehr erfuhren wir, dass das Gericht den Fall noch vor dem chinesischen Neujahrsfest abschließen und deshalb kurzfristig eine Verhandlung ansetzen wollte. Es waren nur noch drei oder vier Tage bis zum Jahreswechsel. Ohne Zögern machten wir uns erneut auf den langen Weg in diese Stadt, um dort aufrichtige Gedanken auszusenden und den Anwalt zu unterstützen.
Während dieser Zeit sah ein Praktizierender vor Ort mit seinem Himmelsauge genau, wann wir aufgebrochen waren. Er berichtete später, das Fahrzeug, in dem wir unterwegs waren, habe wie ein großes Dafa-Schiff ausgesehen, das von strahlendem goldenen Licht umgeben gewesen sei.
Wir hörten auch, dass Polizeibeamte sagten: „Wer wagt es überhaupt, Falun Gong zu verteidigen?“ Deshalb erschienen am Tag der Gerichtsverhandlung zahlreiche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaft, Gericht und auch des Büros 610, um zu beobachten, wie der Anwalt den Fall verteidigen würde.
Vor der zweiten Verhandlung versuchten die alten Mächte erneut, mich zu stören. Sie flößten mir den Gedanken ein, niemand in unserem Fahrzeug werde lebend zurückkehren. Gleichzeitig sah ich mit meinem Himmelsauge ein Bild: In der Decke meines Wohnzimmers befand sich ein großes Loch, aus dem Wasser in Strömen herabfloss. Ich schaute nach innen und erkannte, dass ich mir Sorgen um die Sicherheit der Mitpraktizierenden machte. Mir wurde klar, dass dies eine Störung der alten Mächte war, die uns daran hindern wollten, aufrichtige Gedanken auszusenden und sie zu beseitigen. Während der gesamten 12,5-stündigen Fahrt lernte ich deshalb ununterbrochen das Fa auswendig und sandte aufrichtige Gedanken aus, um die Arrangements der alten Mächte vollständig zu verneinen.
Bei unserer zweiten Reise war alles noch besser vorbereitet, der Meister hatte alles arrangiert. Diesmal musste niemand seinen Personalausweis vorzeigen und die Übernachtung kostete pro Person und Tag nur etwas mehr als dreißig Yuan. Später erzählte uns der Anwalt, dass an der Verhandlung besonders viele Vertreter von Polizei, Staatsanwaltschaft, Gericht und dem Büro 610 teilgenommen hätten. Während wir aufrichtige Gedanken aussandten, sah ein Praktizierender mit seinem Himmelsauge ein großes Falun über dem Kopf des Anwalts rotieren. Der Anwalt hielt eine ausgezeichnete Verteidigungsrede und plädierte für die Unschuld des inhaftierten Praktizierenden.
Während dieses gesamten Prozesses wurden auch die Angehörigen des inhaftierten Praktizierenden tief bewegt. Sie hatten die wahren Umstände zuvor nicht gekannt und hätten nie erwartet, dass Mitpraktizierende zweimal eine so weite Strecke von fast 1.000 Kilometer auf sich nehmen würden, um gemeinsam mit dem Anwalt und der Familie an der Rettung ihres Angehörigen mitzuwirken – ohne auch nur einen Schluck Wasser anzunehmen oder einen einzigen Cent zu verlangen. Dadurch verstanden sie schließlich die wahren Umstände und änderten ihre Einstellung zu Dafa und zu den Praktizierenden grundlegend.
Meister! Ich werde die Zeit, die Sie durch Ihre gewaltigen Opfer für uns verlängert haben, in Ehren halten. Ich werde das Fa gewissenhaft lernen, in jeder Situation nach innen schauen und jedem Mitpraktizierenden, meinen Familienangehörigen, Verwandten und Freunden sowie den Mitarbeitern von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht und allen Menschen mit der Barmherzigkeit, Güte und Gelassenheit begegnen, die ich durch die Kultivierung im Dafa entwickelt habe.
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