(Minghui.org) Eine 59-jährige Frau aus Tianjin hat seit ihrer Freilassung im Juli 2025 aus dem Gefängnis, in dem sie dreieinhalb Jahre wegen ihres Glaubens an Falun Dafa eingesperrt war, gesundheitliche Probleme.

He Yun begann 1995, Falun Dafa zu praktizieren. Daraufhin besserte sich innerhalb kurzer Zeit ihr Gesundheitszustand und ihre chronischen Magenbeschwerden verschwanden. Anschließend begann auch ihr Mann Zhao Huaquan, Falun Dafa zu praktizieren.

Nachdem das chinesische Regime 1999 die landesweite Verfolgung von Falun Dafa in die Wege geleitet hatte, hielt das Ehepaar an seinem Glauben fest und wurde mehrfach zur Zielscheibe. Vor ihrer letzten Inhaftierung war He bereits zweimal zu einer Haftstrafe verurteilt worden: im Februar 2001 zu vier Jahren und im Oktober 2007 zu sechs Jahren.

Zhao, ihr Mann, wurde im Februar 2001 zu sieben Jahren Haft verurteilt. Er wurde brutal gefoltert und von seinem Arbeitgeber entlassen. Im Laufe der Jahre ging es mit seiner Gesundheit zusehends bergab. Er verstarb im November 2014 im Alter von 49 Jahren.

Jüngste Festnahme und Verurteilung

He wurde am 26. Januar 2021 bei der Arbeit in einem Dampfbrötchenladen festgenommen. Die Polizei fuhr mit ihr zu ihrer Wohnung und durchsuchte diese. Danach wurde He in die Haftanstalt des Bezirks Beichen eingeliefert.

Zunächst versicherte die Polizei Hes Sohn, dass seine Mutter nur für drei Tage in der Haftanstalt bleiben müsse, hielt sie jedoch weiterhin in Gewahrsam und leitete ihren Fall an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Beichen weiter.

He wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt angeklagt, ihre Familie allerdings über den Stand des Verfahrens im Unklaren gelassen. Am 1. Juli 2022 verurteilte das Bezirksgericht Beichen die Praktizierende zu dreieinhalb Jahren Gefängnis.

Im Gefängnis gefoltert

Während ihrer Haft im Frauengefängnis von Tianjin bekam He zu jeder Mahlzeit lediglich ein gedämpftes Brötchen. Es gab weder Gemüse noch Fleisch oder eingelegtes Gemüse. Manchmal war das Brötchen so trocken, dass sie die Kruste entfernen musste und nur das Innere essen konnte.

Obwohl sie hungerte, befahlen ihr die Wärter jeden Tag 18 Stunden lang zu stehen – von 5 Uhr bis 23 Uhr. Gleichzeitig wurde sie von den Mitgefangenen immer wieder aufgefordert, Erklärungen zu schreiben, in denen sie Falun Dafa abschwor und verunglimpfte.

Im heißen Sommer verbot der Wärter He zu Duschen und wies andere Insassinnen an, sie zu beschimpfen, wenn sie unangenehm roch.

Die Wärter befahlen He außerdem, Falun Dafa und dessen Begründer zu beschimpfen, bevor sie die Toilette benutzen durfte. Sie sah sich gezwungen, den Harndrang zu unterdrücken, sodass sie Blut im Urin hatte.

Am 8. Juni 2024 presste die Insassin Li Ming ihr sechs Stunden lang eine gefrorene Wasserflasche auf den Mund. Danach litt He monatelang unter Magenbeschwerden.

Um sie zu quälen, schrieben die Wärter Schimpfworte gegen Falun Dafa auf ihre Unterwäsche, ihren Stuhl und ihren Wasserbecher.

Weil He standhaft an ihrem Glauben festhielt, zwangen die Wärter andere Insassinnen, ebenfalls an Gehirnwäscheverfahren teilzunehmen und stundenlang auf kleinen Hockern zu sitzen, um sie gegen die Praktizierende aufzuhetzen.

Um ihre Taten zu vertuschen, befahlen die Wärter He am Tag ihrer Freilassung, eine Erklärung zu unterschreiben, die besagte, dass sie weder von Mitgefangenen noch von den Wärtern gefoltert oder misshandelt worden sei.