(Minghui.org) Unsere große Familie stammt aus einem alteingesessenen Geschlecht. Es ist uns gut gelungen, die Familie stetig wachsen zu lassen, doch unsere Verwandten verstehen sich nicht immer gut. Mein Großvater väterlicherseits war in den 1960er Jahren Buchhalter unseres dörflichen Produktionskollektivs. Die Dorfbewohner respektierten ihn, weil er ehrlich und gütig war und zum Wohlstand der Gemeinschaft beitrug.
In unserem Dorf gab es noch eine weitere Familie mit sieben Söhnen und einer Tochter. Cao, das Familienoberhaupt, schikanierte andere und nutzte sie aus. Er trieb seine Schweine und Kühe auf die Felder anderer Familien und zerstörte deren Ernte. Cao und seine erwachsenen Söhne schlichen sich nachts auch in die Höfe anderer Familien und stahlen Obst, Hühner und Enten. Wenn es jemand wagte, ihn zur Rede zu stellen, fand Cao Ausreden, um die Person zu verprügeln.
Die Dorfbewohner hatten die Nase voll, aber niemand wusste, was sie tun sollten. Sie wandten sich an meinen Großvater und baten ihn, für Gerechtigkeit zu sorgen. Doch Cao hatte einen Verwandten, der eine hohe Position in der Kreisverwaltung innehatte. Er wusste, dass er tun und lassen konnte, was er wollte, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Er wollte nicht auf die Worte meines Großvater hören, sodass sich unsere Familien feindlich gegenüberstanden. Daraus entwickelte sich eine langjährige Familienfehde.
Mein Großvater ging Anfang der 1980er Jahre in den Ruhestand. Da sie sahen, dass er keine Macht mehr hatte, beleidigten und attackierten Cao und seine Familie meinen Großvater und andere Mitglieder unserer Familie nach Belieben. Sie besetzten ohne Grund unser Reisfeld und unseren Gemüsegarten und fügten uns große Verluste zu. Meine Großmutter musste einmal auf die Knie gehen und Cao und seine Söhne anflehen, damit sie aufhörten, meine Tanten und Onkel zu verprügeln.
Ich habe diesen andauernden Konflikt zwischen unseren beiden Familien seit meiner Kindheit miterlebt. Meinen Tanten wurden bei den Auseinandersetzungen die Haare ausgerissen. Meine Onkel wurden so schwer geschlagen und verletzt, dass sie tagelang nicht aus dem Bett aufstehen konnten. Ich war wütend über die Art und Weise, wie meine Familie behandelt wurde, und darüber, dass wir nirgendwo hingehen konnten, um Gerechtigkeit zu suchen. Die Dorfbewohner hatten Mitleid, aber sie fürchteten sich vor Cao und wagten nicht, sich auf unsere Seite zu stellen. Niedergeschlagen und isoliert zog unsere Familie Anfang der 1990er Jahre nach und nach aus diesem Dorf weg.
Als ich aufwuchs, drängten mich meine Urgroßmutter und meine Großmutter, fleißig zu lernen, im Leben voranzukommen und ein hochrangiger Beamter zu werden, um der Familie Ehre zu machen. Als ältester Mann meiner Generation wurde mir ein tiefes Verantwortungsbewusstsein eingeprägt. Ich versprach ihnen: „Ich werde die Familie Cao für das bezahlen lassen, was sie uns angetan hat.“ Ich hielt mich durch regelmäßiges Training gesund und stark. Außerdem brachte ich mir selbst Kampfsportarten bei und suchte andere Kampfsportler zum Kämpfen auf. Ich lernte aus diesen Erfahrungen und bereitete mich darauf vor, mich schließlich der Familie Cao zu stellen.
Leider kam ich in der Schule nicht sehr weit, sodass es für mich keine Option mehr war, ein hochrangiger Beamter zu werden. Ich steigerte das Trainingspensum und trieb mich noch härter an, um es mit den Männern der Familie Cao aufnehmen zu können. Mehr als einmal stellte ich mir vor, wie ich Cao verprügelte, ihm bleibende Verletzungen zufügte und ihn sogar tötete.
Die Begegnung mit Dafa – den Hass losgelassen
Im März 1996 traf ich in einem Park auf Menschen, die Falun Dafa vorstellten. An jenem Abend hörte ich mir zum ersten Mal die Fa-Lektionen des Meisters an, ohne ganz zu begreifen, was er sagte. Doch schon nach dem zweiten Abend fühlte ich mich unglaublich zu Falun Dafa hingezogen. Ich besuchte das Seminar neun Tage hintereinander und hörte mir alle Vorträge an.
Vieles von dem, worüber der Meister sprach, schien mir unvorstellbar, doch im tiefsten Innern wusste ich, dass es sich um einen wahren Weg der Kultivierung handelte, der sich nur einmal im Leben bietet. Ich hatte mich schon immer für Kampfkünste interessiert und viele Schriften der Tao- und Buddha-Schule gelesen. Deshalb hatte ich eine Vorstellung davon, was Kultivierung ist, war aber noch nie auf eine Lehre gestoßen, die alles so klar erklärte.
Und so fing ich an, mich im Dafa zu kultivieren. Ich besuchte damals noch die Berufsschule, aber jeden Morgen machte ich die Übungen mit unserer örtlichen Gruppe im Park und lernte abends mit ihnen das Fa. Meine Moral verbesserte sich, ohne dass ich es überhaupt bemerkte. Ich suchte keinen Streit mehr, und mein aufbrausendes Temperament milderte sich. Ich gab das Fahrrad zurück, das ich gestohlen hatte, und steckte kein Geld mehr ein, das ich auf dem Boden fand, da ich wegen solch geringfügiger Gewinne keine Tugend verlieren wollte.
Außerdem fing ich an, meiner Mutter bei der Hausarbeit zu helfen, und hörte auf, ihr zu widersprechen und mit ihr zu streiten. Da meine Mutter miterlebte, welche positiven Auswirkungen das Praktizieren auf mich hatte, unterstützte sie Falun Dafa von ganzem Herzen. Auch die Menschen in meinem Umfeld bemerkten, wie sehr ich mich verändert hatte, und lobten mich dafür, dass ich so gelassen bleiben konnte. Ich erzählte meinen Freunden und meiner Familie von Falun Dafa, und ein Mitschüler begann ebenfalls, sich zu kultivieren.
Etwa zwei Monate, nachdem ich begonnen hatte zu praktizieren, wurde mir eines Tages klar: „Ich bin jetzt ein Falun-Gong-Praktizierender. Wie könnte ich da immer noch Rache an der Familie Cao nehmen wollen?“ Aber was sollte ich meinen Großeltern und meinen Cousins sagen? Ich quälte mich eine Woche lang damit und fand keine gute Lösung.
Durch das Lernen des Fa wusste ich, dass die Konflikte zwischen den beiden Familien durch sündhaftes Karma verursacht worden waren. Vielleicht hatten meine Vorfahren jemanden aus der Familie Cao schikaniert, und diese erhielten in diesem Leben nun zurück, was ihnen rechtmäßig zustand. Würde ich den Streit suchen, würde ich ihnen Tugend geben und Karma anhäufen. Unsere Kinder und Enkel müssten es dann begleichen. Wann würde das jemals enden? Nur wenn ich es vollständig loslassen könnte, könnte die Schuld getilgt werden.
Die Fehde zwischen den beiden Familien saß jedoch tief und ließ sich nicht so leicht vergessen. So sehr ich die Dinge auch loslassen wollte, hielt ich noch mehrere Jahre lang an dem Gedanken der Rache fest. Ich konnte meinen Hass nicht vollständig loslassen.
Eines Abends nach dem gemeinsamen Fa-Lernen fragte ich mich: „Bist du ein wahrer Kultivierender? Der Meister hat uns gesagt, wir sollen danach streben, nach den Anforderungen des Fa zu leben und bessere Menschen zu werden. Wenn ich Cao etwas antue oder ihn gar töte, muss ich ins Gefängnis. Das würde den Ruf von Dafa schädigen. Das kann ich nicht tun. Meine einzige Wahl ist, den Gedanken an Rache aufzugeben.
Ja, ich muss die Rache aufgeben. Ich bin ein Falun-Dafa-Praktizierender und die Prinzipien von Dafa verbieten es mir, Böses mit Bösem zu vergelten. Die Familienfehde zwischen unserer Familie und der Familie Cao wird mit mir enden!“ Als ich diese Entscheidung getroffen hatte, war ich erleichtert und mein ganzer Körper fühlte sich leicht an. Ich dankte dem Meister dafür, dass er mir geholfen hatte, den Hass zu überwinden, der mich so viele Jahre lang belastet hatte.
Als ich meiner Familie erzählte, was ich beschlossen hatte, zeigten sie sich überraschend verständnisvoll und waren damit einverstanden. Die langjährige Fehde zwischen den beiden Familien war einfach so beigelegt.
Cao hatte jedoch zu viele schlechte Taten begangen und das Karma holte ihn schließlich ein. Er wurde niedergestochen und blieb dauerhaft behindert. Dies zeigt, dass das Gute belohnt wird, während das Böse schließlich seine Vergeltung findet.
Die Wahrheit klarstellen, um Lebewesen zu retten
Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) leitete im Juli 1999 mit einer massiven Propagandakampagne eine landesweite Verfolgung gegen Falun Dafa ein. Viele Praktizierende in meiner Gegend hörten aus Angst mit der Kultivierung auf. Ich verstand nicht, warum das kommunistische Regime Dafa feindlich gegenüberstand, war aber entschlossen, mich bis zum Ende zu kultivieren, denn es ist nichts Falsches daran, ein guter Mensch zu sein.
Zu dieser Zeit hatte ich bereits angefangen zu arbeiten und leitete ein kleines Team. Ich hielt mich an den Maßstab von Dafa, folgte Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht und nahm niemals etwas von der Arbeit für den persönlichen Gebrauch mit. Ich war rücksichtsvoll und hätte lieber selbst Verluste in Kauf genommen, als andere auszunutzen. Meine harte Arbeit brachte mir Lob und Respekt vonseiten meiner Vorgesetzten und Kollegen ein. Als ich jedoch im November 1999 von einer Reise nach Peking zurückgekehrt war, auf der ich bei der Zentralregierung eine Petition eingereicht hatte, wurde ich festgenommen und bald darauf vom Dienst suspendiert.
Als wir das Jingwen des Meisters „Vernunft“ in „Essentielles für weitere Fortschritte II“ gelesen hatten, fanden Praktizierende und ich eine alte Druckpresse und begannen, Flugblätter mit Informationen über Falun Dafa und die Verfolgung von Hand zu drucken. Nachts verteilten wir die Flugblätter in unserer gesamten Gegend. Am Vorabend des chinesischen Neujahrsfests 2001 wurde ich wegen der Verteilung dieser Flugblätter verhaftet.
Ich wurde in einer Haftanstalt festgehalten, wo ich zu allen freundlich war, und die meisten Menschen, denen ich begegnete, standen Dafa aufgeschlossen gegenüber. Am zweiten Tag des chinesischen Neujahrsfests wurde in allen großen Medien über den Vorfall der Selbstverbrennung auf dem Tiananmen-Platz berichtet. Mir war sofort klar, dass dies inszeniert worden war. Deshalb erzählte ich meinen Zellengenossen von meinem Besuch auf dem Tiananmen-Platz in Peking und dass ich dort keine Streifenpolizisten gesehen hätte, die Feuerlöscher bei sich trugen. Wie also konnte die Polizei in den Aufnahmen das Feuer so schnell löschen?
Ich wies darauf hin, dass Wang Jindong, der selbsternannte Falun-Gong-Praktizierende, der sich angeblich selbst in Brand gesetzt hatte, um die Vollendung zu erreichen, nicht einmal mit im richtigen Winkel gekreuzten Beinen dasaß. Seine Haare und seine Kleidung waren mit Flecken übersät, fingen aber seltsamerweise kein Feuer. Ich erklärte meinen Mitinsassen auch, dass ein wahrer Praktizierender niemals Selbstmord begehen würde.
Ich wies darauf hin, dass es zudem unmöglich sei, dass die ältere Frau mit dem Nachnamen Liu eine halbe Flasche Gas getrunken habe, da schon eine geringe Menge schwere innere Verletzungen oder sogar den Tod verursachen könne. Man hätte ihr den Magen auspumpen müssen. Ich kam zu dem Schluss, dass die Regierung versuchte, Falun Gong zu verleumden. Meine Mitinsassen hörten sich meine Kommentare an, während sie die Sendung verfolgten. Die meisten stimmten mir zu und glaubten dem falschen Bericht nicht.
Nach meiner Freilassung im Jahr 2002 holte ich das Lesen der neuen Artikel des Meisters nach. Ich erkannte, wie tiefgründig Dafa ist, und war mir meiner Verantwortung als Jünger voll bewusst, dem Meister bei der Fa-Berichtigung zu helfen.
Mehr noch: Ich erkannte, wie außergewöhnlich der Meister ist. In den folgenden Jahren verbrachte ich meine gesamte Freizeit damit, das Fa zu lernen, aufrichtige Gedanken auszusenden, Erfahrungen mit Mitpraktizierenden auszutauschen und anderen zu helfen, sich zu verbessern. Ich erzählte jedem, dem ich begegnete, wie wunderbar Dafa ist und dass es von der KPCh verleumdet und zu Unrecht verfolgt wird.
Mein Arbeitgeber kündigte meinen Vertrag vorzeitig, weil ich mich weigerte, meinen Glauben aufzugeben. Seitdem bin ich an viele verschiedene Orte in China gezogen und habe die unterschiedlichsten Tätigkeiten ausgeübt. Ich habe schwere Maschinen bedient, als Fußmassagetherapeut gearbeitet, in einem Restaurant Gebäck gebacken, eine Keimlingsfarm betrieben und als Hilfsarbeiter Sandsäcke geschleppt.
Unabhängig davon, wohin ich zog oder welchen Beruf ich ausübte, versuchte ich, ein guter Mensch zu sein und nach dem Maßstab von Dafa zu leben. Ich war gütig und rücksichtsvoll und stellte andere stets an erste Stelle. Wann immer sich die Gelegenheit bot, erklärte ich die wahren Umstände und erzählte den Menschen von Falun Dafa und warum die Verfolgung falsch war.
Einmal saß im Zug eine ältere Frau mir gegenüber, die die Hände auf den Bauch gelegt hatte und offenbar starke Schmerzen hatte. Ich fragte sie, was los sei und ob sie Hilfe brauche. Sie sagte, sie habe Bauchschmerzen. Ich sagte zu ihr: „Ich kann Ihnen zwar keine medizinische Hilfe besorgen, aber ich habe eine Idee, die Ihnen gegen die Schmerzen helfen wird.“
Ich brachte ihr bei, die segensreichen Sätze zu rezitieren: „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht ist gut.“ Ich erklärte ihr, dass Falun Dafa in der buddhistischen Tradition verwurzelt ist und dass der Vorfall der Selbstverbrennung auf dem Tiananmen-Platz inszeniert wurde, um Dafa zu verleumden. Ich ermutigte sie, diese segensreichen Sätze oft zu wiederholen, und sagte ihr, dass sie dadurch Segen erhalten werde.
Die Lippen der Frau bewegten sich, während sie die Worte still vor sich hin rezitierte. Sie bat mich, sie zu wiederholen, bis sie sie auswendig konnte. Kurze Zeit später rief sie aus: „Mein Bauch tut nicht mehr weh. Es hat gewirkt!“ Sie stellte viele Fragen zu Dafa und zur Verfolgung und sagte mir, sie würde sich ein Exemplar des „Zhuan Falun“ besorgen und es lesen, sobald sie nach Hause komme.
Das Fa lernen und nach innen schauen
In meinen über 20 Jahren der Kultivierung im Dafa habe ich verstanden, wie unerlässlich das Fa-Lernen für unsere Erhöhung ist. Es hilft uns, nach innen zu schauen, menschliche Anschauungen und Anhaftungen zu beseitigen und einen festen Glauben an den Meister und das Fa zu bewahren. Wenn man das Fa täglich mit ruhigem und klarem Geist lernt, wird man in der Lage sein, Gedanken, die nicht mit dem Fa übereinstimmen, schnell zu erkennen, die zugrundeliegenden Anhaftungen zu beseitigen und sie durch aufrichtige Gedanken zu ersetzen.
Ich habe verstanden, dass das Loswerden von Anhaftungen viel damit zu tun hat, wie viel Vertrauen wir in den Meister und das Fa setzen. Beides geht Hand in Hand – je weniger Anhaftungen wir haben, desto fester ist unser Vertrauen, und je stärker unsere aufrichtigen Gedanken sind, desto wahrscheinlicher wird sich die außergewöhnliche Kraft von Dafa manifestieren.
Zum Beispiel war das Beseitigen der Anhaftung an die Begierde für mich ein langer und harter Kampf. Bevor ich mit der Kultivierung begann, konsumierte ich viel Pornografie und das wurde zum größten Hindernis in meiner Kultivierung. Es störte mich in meinen Träumen und immer, wenn ich Frauen in freizügiger Kleidung sah oder im Internet auf solche Bilder stieß. Jedes Mal, wenn ich mich auf diese Fantasien einließ, war ich so enttäuscht von mir selbst, dass ich mich wie besiegt fühlte. Ich brauchte immer mindestens ein paar Tage, um es wieder abzuschütteln.
Ich versuchte, diese Störung zu ignorieren, und hörte auf, pornografische Websites zu besuchen. Außerdem hielt ich Abstand zu Frauen, die sich auf eine bestimmte Art kleideten. Dennoch durchlebte ich weiterhin Höhen und Tiefen bei der Aufrechterhaltung meiner Xinxing. Wann immer mir ein lüsterner Gedanke durch den Kopf ging und ich ihn nicht sofort mit aufrichtigen Gedanken erkannte und beseitigte, überschwemmten mich andere falsche Gedanken. Sie störten mich, indem sie meine Begierden weckten. Als mir klar wurde, dass die Anhaftung an die sexuelle Begierde die Oberhand gewonnen hatte, waren meine aufrichtigen Gedanken bereits geschwächt und mein Glaube an Dafa ebenfalls. Geschah dies im Schlaf, konnte ich mich oft nicht beherrschen.
Deshalb begann ich, das folgende Fa des Meisters zu rezitieren.
„Ich bin kein normaler Mensch, ich bin ein Praktizierender; ihr sollt mich nicht so behandeln. Ich bin ein Falun-Dafa-Kultivierender.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 292)
Das half zwar, aber ich stieß immer noch regelmäßig auf Störungen. Jedes Mal fragte ich mich: „Glaubst du an den Meister und das Fa? Wenn ja, warum bist du dann nicht bereit, die Anhaftung an die Begierde aufzugeben?“ Ich las viele Erfahrungsberichte zu diesem Thema und schaute nach innen, konnte diese Anhaftung aber immer noch nicht vollständig loswerden. Ich hatte keine Ahnung, was die Ursache dafür war.
Als ich eines Tages in einem Zustand zwischen Schlaf und Wachsein war, sah ich eine Szene. Eine Person saß auf einem Stuhl, ihre Kehle war aufgeschlitzt. Ein paar Menschen standen um sie herum und stopften ihr etwas in den Hals. Als ich aufwachte, erinnerte ich mich an den Traum und wusste, dass der Meister mir half, etwas zu verstehen. Einer der Gründe, warum ich meine Anhaftung an die sexuelle Begierde nicht vollständig loswerden konnte, war, dass bösartige Wesen aus anderen Räumen solche widerwärtigen Substanzen in mein Feld schütteten und ich sie nicht vollständig zurückwies.
Ich verstärkte meine aufrichtigen Gedanken und fügte den kraftvollen Gedanken hinzu: „Ich erkenne die Arrangements der alten Mächte nicht an und ich will nichts von den verdorbenen und widerwärtigen Substanzen, die sie mir aufzwingen.“ Dadurch wurde die Störung erheblich verringert, doch sie hatte mich immer noch im Griff. Wann immer ein lüsterner Gedanke aufkam, erinnerte ich mich sofort daran: „Ich muss volles Vertrauen in den Meister und das Fa setzen. Ich will keine Begierde.“ Meistens ließ der Gedanke nach, doch ich konnte die Gedanken nicht vollständig beseitigen.
Dann erinnerte ich mich daran, dass der Meister uns in seiner Lehre gesagt hatte, wir sollten uns so kultivieren, dass wir selbstlos werden und andere immer an die erste Stelle setzen. Was ist dieses „Selbst“? Durch das Lernen des Fa kam ich zu der Erkenntnis, dass dieses „Selbst“ der physische Körper ist, den ich hier auf der Erde habe, einschließlich aller Gedanken, die mein Gehirn erzeugt. Es ist ein Produkt des alten Universums. „Selbstlos“ zu sein bedeutet, keine Gedanken anzuerkennen, die von diesem Körper und diesem Gehirn stammen. Diese Gedanken wurden von den alten Mächten arrangiert und gehören zum alten Universum. Sie gehören nicht mir und repräsentieren nicht mein wahres Selbst – mein wahres Selbst ist selbstlos und vollständig mit Dafa verschmolzen.
Als ich dieses Prinzip verstand, wurde mir plötzlich alles ganz klar. Alle Gedanken, die mit Begierde zu tun hatten, waren schon vor langer Zeit von den alten Mächten arrangiert worden und der Dämon der Begierde drängte diese Substanz in mein Dimensionsfeld. Das ist nicht das, was ich will. Es ist entartete Materie aus dem alten Universum. Als ich die Begierde als das erkannte, was sie ist, hatte sie keine Macht mehr über mich und konnte mich auch nicht mehr stören. Ich konnte das Fa mit klarem Verstand lernen und mein Hauptbewusstsein war nicht mehr verwirrt.
Weil ich volles Vertrauen in den Meister und das Fa setzte, half mir der Meister, diese Prüfung zu bestehen. Ich konnte meine Anhaftung überwinden und beseitigen. Danach war ich noch überzeugter von der grenzenlosen Barmherzigkeit des Meisters und der außergewöhnlichen Kraft von Dafa.
Zeuge der außergewöhnlichen Kraft von Dafa
Einen Monat, nachdem ich mit dem Praktizieren begonnen hatte, ging ich mit einem Mitschüler in ein Restaurant. Als wir gingen, flog ein Fußball herbei und traf meinen Freund. Mehrere Fußballspieler kamen herüber und umringten uns. Sie fingen einen Streit an, der schnell eskalierte. Mein Freund ging ins Restaurant und schnappte sich ein Hackmesser – eine Schlägerei drohte auszubrechen.
Ich beobachtete das Ganze und dachte: „Ich bin ein Dafa-Praktizierender. Der Meister hat uns gesagt, man soll nicht zurückschlagen, wenn man geschlagen oder beschimpft wird.
Der Meister sagt:
„Als Kultivierende schlagt ihr nicht zurück, wenn ihr geschlagen werdet, und schimpft auch nicht zurück, wenn ihr beschimpft werdet.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 458)
Ich dachte weiter: „Wenn eine Schlägerei ausbricht, werde ich nicht zurückschlagen. Ich werde ein paar Schläge einstecken, solange die andere Seite damit zufrieden ist.“ Kaum hatte ich diesen Gedanken, wurden die aufgebrachten Fußballspieler plötzlich still. Sie schnappten sich ihren Fußball, drehten sich um und gingen. Mein Freund und ich sahen uns verwirrt an. Ich begriff vage, dass dies geschah, weil ich mich am Maßstab des Fa orientierte, sodass der Meister uns half, den Konflikt zu lösen.
An einem Sommerabend Anfang der 2000er Jahre fuhren ein Praktizierender und ich mit unserem Motorrad in eine abgelegene Stadt, um Flugblätter zur Erklärung der wahren Umstände zu verteilen. Auf dem Rückweg wurden wir von Polizisten in Zivil angehalten und festgenommen. Die Polizei konnte während des Verhörs keine Informationen aus uns herausbekommen und brachte uns schließlich gegen Mitternacht zur medizinischen Untersuchung ins Krankenhaus.
Als wir den Ärzten die Wahrheit über Dafa erklärten, sandte ich aufrichtige Gedanken aus, um jegliche von den alten Mächten auferlegte Verfolgung zu beseitigen. Ich sagte den Ärzten, dass ich Falun Dafa praktizieren würde, um ein besserer Mensch zu werden, und dass ich zu Unrecht verfolgt würde. Während der CT-Untersuchung bat ich den Meister um Hilfe, um uns zu stärken. Ich dachte: „Ich bin ein Dafa-Praktizierender und muss die Arrangements der alten Mächte negieren. Falun-Dafa-Praktizierende gehören nicht ins Gefängnis!“
Die Polizei brachte uns am frühen Morgen in eine Haftanstalt. Der Arzt der Klinik erkannte mich wieder und fragte, warum ich zurückgekommen sei. „Ich wäre niemals von selbst hierher zurückgekommen. Ich wurde von der Polizei hierhergebracht“, erwiderte ich.
Er warf einen Blick auf meine Befunde, winkte ab und sagte: „Ich wage es nicht, Sie aufzunehmen.“ Die Polizei flehte ihn an, die Aufnahme zu genehmigen, aber er blieb unnachgiebig. Da ihnen keine andere Wahl blieb, brachte mich die Polizisten nach Hause. Auf dem Rückweg schlug ein Beamter vor, ich solle mich sofort in ärztliche Behandlung begeben und auf meine Gesundheit achten. Ich lachte leise und antwortete: „Mir geht es gut. Ich bin nicht krank.“
Der andere Praktizierende wurde einen Monat lang festgehalten. Als ich ihn nach seiner Freilassung sah, erzählte er mir, dass die Polizei ihm gesagt habe, alle meine wichtigen Organe seien am Versagen gewesen und ich hätte praktisch im Sterben gelegen. Ich wusste, dass es der Meister war, der mir geholfen hatte, mich zu beschützen – die Ergebnisse der körperlichen Untersuchung waren so arrangiert worden, um die Verfolgung durch die alten Mächte zu beenden.
Im Sommer 2013 nahm ich nach der Arbeit eine Mitfahrgelegenheit von einem Lkw-Fahrer nach Hause an. Der Lkw geriet auf der Autobahn außer Kontrolle und kippte auf die Beifahrerseite. Ich wurde gegen die Seite der Fahrerkabine geschleudert und der Fahrer, ein stämmiger Mann, landete auf mir. Ich blieb ruhig und erinnerte mich daran, dass ich ein Praktizierender war, vom Meister beschützt wurde und dass alles gut werden würde.
Ich hatte überhaupt keine Angst und zog mir letztendlich auch tatsächlich keinerlei Verletzungen zu. Ich wusste, dass der Meister mich beschützte. Als sich der Lkw drehte und überschlug, gab es einen gewaltigen Aufprall. Das hätte leicht zu schweren Verletzungen führen können. Selbst wenn nur eine Scheibe zerbrochen wäre, hätte es gefährlich werden können. Aber mir ging es gut und die Scheiben sowie die Windschutzscheibe waren unversehrt. Der Fahrer war sprachlos.
Ich bin dem Meister unendlich dankbar, da er immer an meiner Seite war. Ich habe die außergewöhnliche und wundersame Kraft von Dafa schon mehrfach miterlebt. Die Kultivierung in Dafa ist die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe, und ich bereue nichts. Auch in Zukunft werde ich fest auf den Meister und das Fa vertrauen, die drei Dinge gut machen und meine historischen Gelübde erfüllen.
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