(Minghui.org) Ich habe 1994 angefangen, Falun Dafa zu praktizieren. Inzwischen sind mehr als 30 Jahre vergangen. Allerdings hatte ich viele Jahre lang Schwierigkeiten, das Praktizieren gut zu meistern, und erst in den letzten Jahren habe ich Fortschritte gemacht. Zum Beispiel bin ich beim Lernen des Fa oder beim Praktizieren der Übungen oft eingenickt und beim Aussenden aufrichtiger Gedanken blieb meine Hand nicht aufrecht, sondern sank zur Seite. Ich versuchte, diese Probleme zu überwinden, aber es war nicht einfach.
Glücklicherweise konnte mir Ying, eine sehr fleißige Praktizierende aus meiner Umgebung, helfen. Wir führten ausführliche Gespräche darüber, wie ich nach innen schauen und mich erhöhen könnte. Gleichzeitig gelang es mir, das Problem des Einschlafens zu lösen.
Da ich sah, dass andere Praktizierende ähnliche Probleme hatten, beschloss ich, meine Erfahrungen aufzuschreiben, in der Hoffnung, dass sie anderen helfen könnten.
Rücksicht auf andere nehmen
Seit meiner Kindheit haben mich meine Eltern und meine älteren Geschwister mit Liebe und Zuneigung überschüttet. Infolgedessen wurde ich sehr egoistisch und nahm kaum Rücksicht auf andere. Ich ging davon aus, dass es für andere selbstverständlich sei, mir zu helfen, und dachte mir nichts dabei. Folglich fehlte es mir an Empathie und Fürsorge für meine Mitmenschen.
Ying bemerkte dieses Problem bei mir und wies mich direkt darauf hin. „Du bist zu egoistisch. Das gehört zum alten Kosmos. Um in den neuen Kosmos einzutreten, müssen wir Dafa-Praktizierende zuerst an andere denken, anstatt in unserer eigenen Welt zu leben“, erklärte sie.
Diese Worte waren mir unangenehm, aber ich wusste, dass sie recht hatte. Ich musste mein Gelübde erfüllen, dem Meister bei der Fa-Berichtigung zu helfen und dabei mitzuhelfen, Menschen zu erretten. Deshalb musste ich rücksichtsvoll gegenüber anderen werden.
Ich sagte zu Ying, dass es Zeit brauche, meine Gewohnheit zu ändern, und bat sie, mich daran zu erinnern, wenn sie irgendwelche Probleme bemerke. „Meiner Meinung nach musst du darüber nachdenken – zum Beispiel, wie du dich verbessern kannst, indem du selbst nach innen schaust“, sagte sie.
Nach innen schauen
Kaum hatte ich den Gedanken, nach innen zu schauen, gab mir der Meister Hinweise, wie ich das erreichen konnte. Beim Lesen des Zhuan Falun wurde mir klar, dass gewöhnliche Menschen dazu neigen, nach außen zu schauen, wenn sie auf ein Problem stoßen, und es versäumen, bei sich zu schauen. Als Dafa-Praktizierende sind wir anders. Wenn wir bei anderen etwas bemerken, können wir es als Spiegel betrachten, um über uns selbst nachzudenken. Auf diese Weise können wir unsere Anhaftungen nach und nach beseitigen, eine nach der anderen.
Lange Zeit hatte ich damit zu kämpfen, beim Fa-Lernen, beim Praktizieren der Übungen oder beim Aussenden aufrichtiger Gedanken nicht einzuschlafen. Ich versuchte, dieses Problem zu überwinden, war jedoch nicht in der Lage, es zu bewältigen. Gelegentlich las ich Erfahrungsberichte auf Minghui zu diesem Thema und probierte die darin vorgeschlagenen Methoden aus, doch sie zeigten bei mir keine Wirkung.
Der Meister sagt:
„Jedes Mal, wenn beim Praktizieren diese oder jene Störungen auftauchen, sollst du in dir selbst nach den Ursachen suchen, ob es etwas gibt, das du noch nicht losgelassen hast.“ (Zhuan Falun 2019, S. 293)
Ich spürte, dass etwas nicht stimmte, konnte es aber nicht überwinden. Mit der Zeit schwand mein Selbstvertrauen. Ying sagte mir: „Das liegt daran, dass du die Lehre von Dafa nicht gründlich genug gelernt hast und dein Hauptbewusstsein nicht stark genug ist.“
Der Meister sagt:
„Das Hauptbewusstsein muss stark sein.“ (ebenda)
Dieses Thema wird auch in Erfahrungsberichten auf Minghui behandelt. Ich lernte diesen Abschnitt aus dem Zhuan Falun auswendig, in der Hoffnung, mich dadurch erhöhen zu können. Da meine Absicht jedoch nicht rein war – mein Fokus lag auf der Lösung des Problems –, fiel das Ergebnis nicht ideal aus.
Durchbrüche erzielen
Früher dachte ich, nur jene negativen Gedanken gegen Dafa oder den Meister seien Gedankenkarma. Jetzt habe ich jedoch ein anderes Verständnis davon.
Der Meister sagt:
„Nur die schmutzigen Gedanken, die heftig in deinem Kopf auftauchen und den Meister, Dafa oder andere Menschen beschimpfen und sich nicht von dir beseitigen oder unterdrücken lassen, gehören zum Gedankenkarma. Allerdings gibt es noch ein schwaches Gedankenkarma, das sich aber auch von den normalen Gedanken oder Vorstellungen unterscheidet. Ihr müsst euch unbedingt darüber im Klaren sein.“ (Scharfsinn, 23.05.1995, in: Essentielles für weitere Fortschritte II)
Dadurch wurde mir klar, dass manches Gedankenkarma schwach sein kann und dass ich dies übersehen hatte. Infolgedessen hatte es mich lange Zeit beeinträchtigt und ich war nicht in der Lage gewesen, es zu überwinden. Deshalb sendete ich direkt aufrichtige Gedanken aus, um es zu beseitigen.
Am nächsten Morgen gelang es mir bei den Übungen zum ersten Mal, einen Zustand der Ruhe zu erreichen. Auch Ying bemerkte, dass mein Rücken gerade und ich nicht eingenickt war. Das Aussenden der aufrichtigen Gedanken in der verbleibenden Zeit verlief ebenfalls gut – meine Gedanken waren rein geworden.
Im Nachhinein verstand ich, warum dies geschehen war. Die Ursache lag in meinem Egoismus. Ich kümmerte mich nicht um andere und haftete an Bequemlichkeit. Aus diesem Grund konnten die alten Mächte mich ausnutzen und mir Schaden zufügen.
Jetzt weiß ich, dass ich nicht nur meine Anhaftungen nacheinander aufdecken muss, sondern dass ich mich auch dem gesamten Arrangement der alten Mächte widersetzen muss. Das heißt, ich muss mich allen Gedanken und Zuständen widersetzen, die nicht mit der Lehre von Dafa im Einklang stehen.
Danke, Meister. Danke, Mitpraktizierende.
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