(Minghui.org) Ein Mann aus der Stadt Shijiazhuang (Provinz Hebei) wird seit zwei Monaten in der Stadt Yichang (Provinz Hubei) festgehalten, weil er Falun Dafa praktiziert.
Li Ruichao (51) reiste im Mai 2026 nach Yichang. Dort wurde er von einer Überwachungskamera gefilmt, als er an öffentlichen Orten mit Kreide die Worte „Falun Dafa ist gut“ schrieb. Die Polizei von Yichang identifizierte ihn mithilfe des Big-Data-Systems und informierte die zuständigen Behörden in Shijiazhuang.
Li wurde am Abend des 21. Mai in seiner Wohnung in Shijiazhuang festgenommen und verbrachte die Nacht auf der Polizeiwache Xinhua in Gewahrsam. Am nächsten Tag kam die Polizei erneut zu seiner Wohnung und beschlagnahmte vier Falun-Dafa-Bücher, einen Laptop sowie zwei Mobiltelefone. Zudem durchsuchten sie seinen Zweitwohnsitz auf dem Land im Kreis Wuji (der zur Verwaltung von Shijiazhuang gehört), fanden dort jedoch keine Gegenstände, die mit Falun Dafa in Verbindung standen. Anschließend wurde Li in die Provinz Hubei überstellt und Beamten der Polizeidienststelle des Bezirks Xiling in der Stadt Yichang übergeben. Kurz darauf wurde er in das Untersuchungsgefängnis Nr. 3 der Stadt Yichang überstellt.
Am 12. Juni erhielt Lis Mutter ein Schreiben der Polizeidienststelle des Bezirks Xiling. Daraus ging hervor, dass die Staatsanwaltschaft des Bezirks Xiling am 6. Juni einen offiziellen Haftbefehl gegen ihren Sohn erlassen hatte. Der Vorwurf lautete „Untergrabung des Gesetzesvollzugs durch eine Sektenorganisation“ – eine standardmäßig in China vorgebrachte Anklage, um Falun-Gong-Praktizierende zu kriminalisieren.
Nach Angaben seines Anwalts, der ihn besucht hat, isst Li in der Haftanstalt nur sehr wenig und hat erheblich an Gewicht verloren.
Frühere Verfolgung
Li begann 1998, Falun Gong zu praktizieren; kurz darauf verschwanden seine schweren Magenbeschwerden. Nachdem die Kommunistische Partei Chinas 1999 mit der Verfolgung von Falun Gong begonnen hatte, wurde Li mehrfach festgenommen und war gezwungen, jahrelang fern von seinem Zuhause zu leben, um sich vor der Polizei zu verstecken.
Am 9. Juli 2009 wurde Li in Peking an seinem Arbeitsplatz festgenommen und zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Er verbrachte seine Haft in den Zwangsarbeitslagern Xin’an und Tuanhe in Peking sowie im Zwangsarbeitslager Tumuji in der Inneren Mongolei. Während der Haft wurde er so schwer misshandelt, dass er keine Nahrung bei sich behalten konnte und alles erbrach, was er zu sich nahm. Zudem hatte er Schwierigkeiten beim Stehen und litt unter Atemnot. Sein Gewicht sank rapide von etwa 75 kg auf 59 kg.
Am 10. Juli 2011 – nur zwei Tage nach seiner Freilassung – wurde Li erneut festgenommen und einen Monat lang in der Gehirnwäsche-Einrichtung der Provinz Hebei (auch bekannt als „Zentrum für Rechtsbildung der Provinz Hebei“) festgehalten.
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