(Minghui.org) Indem ich das Fa lernte und mich kultivierte, entdeckte ich immer mehr Anhaftungen und Unzulänglichkeiten. Mit der Vertiefung meiner Erkenntnisse im Fa erkannte ich, dass mein bisheriges Verständnis entweder zu oberflächlich oder falsch war. Im Folgenden möchte ich darüber berichten, wie ich Familienangehörige falsch eingeschätzt habe und mir die Fortschritte beim Fa-Lernen und bei der Kultivierung geholfen haben, unsere Diskrepanzen zu lösen.
Meine Frau
Lange Zeit hatte ich das Gefühl, dass meine Familienangehörigen mich nicht so sehr unterstützten wie diejenigen anderer Praktizierender es taten. Obwohl die Familienmitglieder meiner Mitpraktizierenden nicht Falun Dafa praktizierten, zeigten sie sich ihnen gegenüber verständnisvoll und rücksichtsvoll. Beispielsweise übernahm der Mann einer Praktizierenden die gesamte Hausarbeit und half ihr bei Projekten im Zusammenhang mit Falun Dafa. Dadurch hatte sie mehr Zeit, das Fa zu lernen, und konnte sich ganz der Aufgabe widmen, dem Meister bei der Errettung der Menschen zu helfen, ohne durch familiäre Belange abgelenkt zu werden.
Meine größte Schwierigste bestand darin, dass ich einfach keine Zeit hatte, den Menschen die wahren Umstände persönlich zu erklären. Meine Frau, eine Nichtpraktizierende, hatte Angst, ich könnte verfolgt werden. Sobald ich das Haus verließ, machte sie sich große Sorgen. Wenn ich etwas später nach Hause kam, stritt sie mit mir und machte eine Szene, was manchmal sogar ausartete. Als Praktizierender war mir klar, dass ich mich nicht so verhalten durfte wie sie. In dem Bemühen, Rücksicht auf ihre Gefühle zu nehmen, übernahm ich die gesamte Hausarbeit. Dennoch wollte sie weiterhin nicht, dass ich hinausging und mit Menschen über Falun Dafa sprach. Ich war der Meinung, dass sie mir das Leben schwer machte und meine Bemühungen, Menschen zu retten, behinderte.
Aufgrund des Fa-Lernens wusste ich, dass es in meiner Kultivierung ein Problem gab und ich nach innen schauen musste. Aber obwohl ich immer wieder gründlich in meinem Innern forschte, konnte ich es nicht finden. Da die Situation stagnierte, bot sich mir nur selten die Gelegenheit, mit den Menschen über Falun Dafa zu sprechen.
Später sah ich mich gezwungen, mein Zuhause zu verlassen, um der Verfolgung zu entgehen und wohnte zwei Jahre lang bei der eingangs erwähnten Praktizierenden. Während dieser Zeit erlebte ich die ständige Angst, den Druck und die Selbstsucht ihres Mannes – ähnlich dem Verhalten meiner Frau. Da wurde mir klar, dass ich stets nur die positive Seite des Mannes dieser Praktizierenden gesehen hatte und nicht das Gesamtbild. Früher dachte ich, dass es meiner Frau an aufrichtigen Gedanken fehlte, dass sie unvernünftig wäre und oft aus einer Mücke einen Elefanten machte. Mir wurde bewusst, dass meine Einstellung ihr gegenüber falsch war. Ich hatte sie an den Maßstäben einer Praktizierende gemessen. Das entsprach nicht dem Fa.
Nachdem ich tiefer darüber nachgedacht hatte, erkannte ich, dass meine Frau auch eine gute Seite hatte: Sie war gegenüber Dafa immer positiv eingestellt. Als ich in einer Gehirnwäsche-Einrichtung festgehalten wurde, suchte sie diese auf und forderte meine Freilassung. Daraufhin ließ man mich frei, was natürlich die Fügung des Meisters war. Trotz ständiger Schikanen durch Funktionäre der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), unterstützte meine Frau Dafa weiterhin. Selbst in den Momenten, in denen sie sich aufregte und mich kritisierte, äußerte sie sich niemals respektlos über Dafa oder den Meister.
Nachdem ich in mich gegangen war und über all das nachgedacht hatte, sah ich meine Frau mit anderen Augen, woraufhin auch sie sich veränderte. Obwohl sie immer noch dagegen war, dass ich hinausging, um den Menschen die wahren Zusammenhänge zu verdeutlichen, machte sie weniger Aufhebens darum als vorher. Manchmal tat sie sogar so, als hätte sie es nicht bemerkt. Dabei verbesserte sich die Wirkung meiner Gespräche erheblich, und es wurde für mich einfacher. Manchmal reichten ein paar Sätze von mir, schon entschlossen sich die Menschen zum Parteiaustritt. Das Ganze hatte nur wenige Minuten gedauert.
Meine Tochter
Nun möchte ich über meine Tochter sprechen. Über längere Zeit war unsere Beziehung weder eng noch distanziert. Nachdem die Verfolgung begonnen hatte und sie heranwuchs, verstärkten sich ihre persönlichen Interessen, und sie wurde zunehmend in die Abwärtsspirale der Gesellschaft hineingezogen. Ein wesentlicher Grund lag sicher darin, dass ihr Leben von der bösartigen Verfolgung überschattet wurde. Allmählich entfernte sie sich immer weiter von mir, und es schien, als würde sie gegenüber Älteren zunehmend respektlos, egoistisch, faul, und so weiter. Trotz meiner Bemühungen, sie nach den Prinzipien des Dafa zu erziehen, änderte sie sich nicht wesentlich. Wenn ich ihr manchmal gut zuredete, verlor sie sogar die Beherrschung.
Vor Kurzem bekam meine Tochter gesundheitliche Probleme, sodass ich mich um sie kümmern musste. Ich nutzte die Gelegenheit und erklärte ihr, warum Menschen krank werden und weshalb man an Dafa glauben sollte. Nachdem wir mehr Zeit miteinander verbracht und viele Gespräche geführt hatten, verstanden wir uns besser. Sie erkannte, dass ihr Vater, ein Falun-Dafa-Praktizierender, ein guter Mensch war, und wurde selbst zu einem noch besseren Menschen. Sie fühlte sich geborgen in dem Wissen, dass jemand da war, auf den sie sich verlassen konnte. Deshalb versuchte sie nie, mich davon abzuhalten, Falun Dafa zu praktizieren oder die drei Dinge zu tun, die Praktizierende tun sollten. Außerdem offenbarte sie mir eine Last, die sie auf ihren Schultern getragen hatte.
Als ihr potenzielle Ehepartner vorgestellt wurden, lehnte sie mehrere Männer mit äußerst begehrten Profilen ab – wie beispielsweise Piloten, Polizisten und Offiziere. Aufgrund ihres Berufsstandes führten solche Männer in der Regel eine Überprüfung des familiären Hintergrunds ihrer zukünftigen Ehefrau durch, bevor sie eine Beziehung eingingen. Meine Tochter glaubte, eine solche Überprüfung nicht zu bestehen, da ihr Vater Falun Dafa praktizierte; daher schlug sie diese Gelegenheiten einfach aus. Aufgrund dieser verpassten Chancen hegte sie Groll gegen die KPCh, die Falun Dafa verfolgte – ein Gefühl, das sie viele Jahre lang still mit sich herumgetragen hatte. Da sie diesen Groll ständig unterdrückte, ließ sie ihrem Abscheu gegenüber der KPCh immer dann freien Lauf, wenn die Dinge nicht nach ihren Wünschen liefen. Da sie dies jedoch nie offen aussprach, hatte ich den Eindruck, dass sie lediglich launisch sei oder ab und zu die Beherrschung verlor. Ich hatte meine Tochter falsch eingeschätzt und sie fälschlicherweise für ungehorsam, unmanierlich und respektlos gegenüber den Eltern gehalten. Ich hatte sie in der Tat zu Unrecht verurteilt!
Als ich meine Sichtweise hinsichtlich meiner Tochter änderte, wandelte sie sich ebenfalls und wurde positiver, lebhafter und liebevoller.
In den mehr als zwanzig Jahren meiner Kultivierung war das familiäre Umfeld der Ort, an dem viele meiner Anhaftungen offengelegt und beseitigt wurden. Manchmal lernte ich das Fa nicht gewissenhaft genug und beurteilte die Dinge nicht aus der Sicht des Fa, sondern ließ mich von Emotionen und vorgefassten Meinungen leiten. Infolgedessen schaffte ich es nicht, meine Beziehung zu einem Nicht-Praktizierenden richtig zu handhaben. Wenn ich das Fa nicht gut gelernt hatte und ein Konflikt auftrat, stieg mir die Wut sofort zu Kopf, und ich bestand die Prüfung nicht. Diese Erkenntnis gewann ich aus eigener Erfahrung und durch viele schmerzliche Lektionen.
Der Meister sagt:
„Ihr sollt unbedingt das Fa gut lernen. Während des Fa-Lernens könnt ihr dann ununterbrochen eure eigenen schlechten Faktoren beseitigen und die letzten Dinge von euch ändern, die noch nicht geändert sind.“ (Fa-Erklärung und Fa-Erläuterung auf der Fa-Konferenz im Großraum New York, 20.04.2003)
Jetzt stelle ich jeden Tag sicher, dass ich – wie viele andere Praktizierende auch – das Fa gut lerne, auswendig lerne oder von Hand abschreibe.
Danke, Meister, für die barmherzige Errettung!
Danke, liebe Mitpraktizierende, für eure selbstlose Hilfe!
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