(Minghui.org) Ich bin eine 70-jährige Falun Dafa-Praktizierende und habe im Oktober 1998 mit der Kultivierung begonnen. In den vergangenen 27 Jahren hat der Meister meinen Körper gereinigt, meine Ebene erhöht und mich vor Gefahren bewahrt. Ich kann ihm für seine tiefe Gnade gar nicht genug danken. Worte können meine Dankbarkeit nicht ausdrücken!

Ein Polizist schickte mich zum Mittagessen nach Hause

Einen Tag nachdem die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) am 20. Juli 1999 die Verfolgung von Falun Dafa eingeleitet hatte, befand ich mich zu Hause, als die Polizei kam und mich zwang, mit ihr auf die Wache zu gehen. Als wir dort ankamen, hielt ich immer noch die Tasse in der Hand, aus der ich zu Hause getrunken hatte.

Einer der Beamten fragte mich: „Wer hat Ihnen gesagt, dass Sie nach Peking gehen und eine Petition einreichen sollen?“ Ich war entschlossen, ihnen nichts über meine Mitpraktizierenden zu verraten, also antwortete ich: „Falun Dafa ist ein großartiger Weg zur Kultivierung von Tugend. Ich folge den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht, um mich zu erhöhen. Was ist falsch daran, ein guter Mensch zu sein? Wir sind nach Peking gegangen, um der Regierung zu sagen, dass es falsch ist, Falun Dafa zu verfolgen, und dass wir gesetzestreue Bürger sind.“

Der Beamte erhob die Stimme und sagte: „Ich frage Sie: Wer hat Ihnen gesagt, dass Sie nach Peking gehen sollen?“ Ich sagte ihm: „Ich bin aus eigenem Antrieb dorthin gegangen.“ Er griff nach einem Gummiknüppel und klopfte ihn gegen seine Handfläche, während er sagte: „Vielleicht muss man Ihnen erst eine Lektion erteilen, bevor Sie mir die Wahrheit sagen.“ Ich schloss die Augen und rezitierte im Geiste das Gedicht des Meisters:

Leben, nach nichts streben,Sterben, nicht Wert des Bleibens;Üble Gedanken restlos ausrotten,Nicht schwer, Buddha kultivieren.(Nichts existiert, 20.10.1991, in: Hong Yin I)

Während ich das Gedicht immer wieder rezitierte, verstummte das Klopfgeräusch. Ich öffnete die Augen und sah, dass der Beamte an seinen Platz zurückgekehrt war. Als er sah, dass ich weder Angst hatte noch eingeschüchtert war, sagte er: „Sie haben Ihre Tasse mit hierhergebracht. Haben Sie vor zu bleiben?“ Ich fragte ihn, was er damit meine. Er sagte: „Es ist ein Uhr. Sie müssen zum Mittagessen nach Hause gehen.“

Unter dem Schutz des Meisters bestand ich diese Prüfung.

Der stellvertretende Polizeichef bezahlte mein Ticket für die Heimreise

Im Januar 2021 drangen der stellvertretende Polizeichef eines Nachbarbezirks und weitere Beamte in meine Wohnung ein und durchsuchten sie. Im Stillen flehte ich den Meister an, meine kostbaren Falun-Dafa-Bücher zu beschützen. Die Beamten konnten meine Bücher einfach nicht sehen, obwohl sie direkt vor ihrer Nase lagen. Schließlich fanden sie eine kleine Broschüre zur Aufklärung über die Hintergründe der Verfolgung. Sie wurden so wütend, dass sie mich direkt zur Polizeiwache brachten.

Ein Beamter stellte mir eine ganze Reihe von Fragen. Ich antwortete: „Sie müssen mir diese ganzen Fragen nicht stellen. Holen Sie einfach die Gesetzestexte und das Buch Zhuan Falun hervor und sagen Sie mir, welcher Teil des Buches gegen welches Gesetz verstößt.“ Der Beamte ließ von dieser Fragestellung ab und sagte, ein Praktizierender habe mich angezeigt. „Inwiefern habe ich gegen das Gesetz verstoßen?“, fragte ich.

Der stellvertretende Polizeichef warf ein: „Andere würden bei einem Verhör vor Angst zittern. Warum haben Sie keine Angst?“

Ich sagte: „Wir Falun-Dafa-Praktizierenden sind gesetzestreue Bürger. Warum sollten wir Angst haben?“

Schließlich sagte er: „Wir haben nur eine einzige Broschüre gefunden. Das ist keine große Sache. Sie können nach Hause gehen.“

„Wie denn?“, fragte ich ihn. „Ich wohne Dutzende von Meilen entfernt. Sie haben mich doch mit Ihrem Auto hierhergebracht.“ Er reichte mir 10 Yuan (1,28 Euro) und sagte: „Hier ist etwas Geld für ein Busticket.“

Wir verließen die Haftanstalt, ohne Kompromisse einzugehen

Im Oktober 2021 erschienen Polizisten bei mir und forderten mich auf, mit zur Polizeiwache zu kommen, um eine Garantieerklärung zu unterschreiben. Als ich mich weigerte mitzugehen, trugen sie mich zu ihrem Wagen. Auf der Wache beschimpften sie mich, erwähnten jedoch nichts von einer Unterschrift. Nachdem sie sich eine Weile leise beraten hatten, brachten sie mich in die Haftanstalt, wo man mich in einen Metallkäfig sperrte.

Der Käfig war überfüllt mit Menschen. Eine große, gemauerte Schlafplattform war bereits belegt. Eine Frau bot mir an, in entgegengesetzter Richtung zu ihr zu schlafen und ihre Decke mit mir zu teilen. Es war so dunkel, dass ich sie nicht sehen konnte, doch ihr Angebot in dieser schrecklichen Situation berührte mich sehr.

Später erfuhr ich, dass alle Personen im Käfig Falun-Dafa-Praktizierende waren. Die Frau, die mir ihre Decke angeboten hatte hieß Ailan, und war eine Angehörige eines Regierungsbeamten. Ich hatte von einer anderen Praktizierenden von ihr gehört, aber nicht erwartet, ihr in der Haftanstalt zu begegnen und sogar die Decke mit ihr zu teilen.

Bevor Ailan mit dem Praktizieren von Falun Dafa begann, hatte sie an Leberzirrhose gelitten. Ihr Arzt hatte ihrer Familie gesagt, dass sie nicht mehr lange zu leben habe. Ihre Familie hatte sich bereits auf ihren Tod eingestellt, doch durch Falun Dafa erlangte sie ihre Gesundheit zurück.

Nachdem die KPCh Falun Dafa verboten hatte, reiste Ailan nach Peking, um dort für die Sache zu appellieren. Sie wurde festgenommen und an ihren Wohnort überstellt. Trotz des enormen Drucks weigerte sie sich, eine Garantieerklärung zu unterschreiben, in der sie versprechen sollte, Falun Dafa nicht mehr zu praktizieren. Sie sagte oft: „Ich kann dem Meister niemals vergelten, dass er mir das Leben gerettet hat. Das Einzige, was ich tun kann, ist, mich fleißig zu kultivieren.“

In der Haftanstalt leitete Ailan die anderen Praktizierenden beim Lesen und Auswendiglernen der Fa-Lehre an und weckte sie morgens, damit sie gemeinsam die Übungen machen konnten. Wir machten alle rasche Fortschritte. Unsere Energie war so stark, dass die Aufseher nicht wagten, sich uns zu nähern. Gelegentlich kamen Polizisten herein, um nach uns zu sehen, wagten es aber nicht, in unser Tun einzugreifen. Sie zogen sich sogar rückwärts zurück, wenn sie uns gegenüberstanden. Als der Termin für unsere Gerichtsverhandlung näher rückte, machten wir uns gegenseitig Mut: „Keine Sorge. Es ist eine Prüfung. Lasst uns ihr mit aufrichtigen Gedanken begegnen.“ Eines Tages schlug ich Ailan vor: „Du hast einen Hochschulabschluss. Warum schreibst du nicht einen Brief mit dem du über die Fakten aufklären und somit das Fa bestätigen kannst?“ Sie fragte mich, an wen sie ihn richten solle. Ich sagte: „An das Parteikomitee unseres Landkreises, den Polizeichef und diejenigen, die in der Haftanstalt an der Verfolgung beteiligt sind.“ Da ich in den folgenden Tagen nicht erkennen konnte, ob sie etwas schrieb, beschloss ich, selbst einen Brief zu verfassen.

Anfangs war es ziemlich schwierig, doch der Meister schenkte mir Weisheit, sodass mir Ideen kamen. Ein Satz nach dem anderen fiel mir ein. Ich schrieb, als ob mein Kopf und meine Hände nicht mir selbst gehörten, und schon bald hatte ich einen achtseitigen Brief fertiggestellt. Danach war mein Kopf wie leergefegt. Ich konnte mich nicht mehr daran erinnern, wie ich ihn geschrieben hatte, doch mein ganzer Körper fühlte sich warm und behaglich an. Ich war erstaunt. Eine erfahrene Praktizierende sagte, der Meister habe mich beim Verfassen dieses Briefes geleitet. Ailan half mir bei der Überarbeitung. Wir fertigten mehrere Abschriften des Briefes auf Toilettenpapier an, denn das war das einzige Papier, das uns zur Verfügung stand.

Die erste Abschrift übergaben wir dem Leiter der Haftanstalt; später verteilten wir weitere Exemplare. Als ein Angehöriger eine Praktizierende besuchte, gaben wir ihm auch eine mit. Andere Praktizierende außerhalb der Haftanstalt schickten den Brief später per Post an Mitarbeiter der Kreis- und Stadtverwaltung, was diese stark davon abhielt, uns weiter zu verfolgen.

Wir nutzten jede Gelegenheit, um den Wärtern und anderen Häftlingen die Fakten zu erklären. Wenn Regierungsbeamte die Haftanstalt besuchten, erzählten wir ihnen mehr über Falun Dafa. Sie sagten, sie stimmten uns zu, müssten aber die Befehle ihrer Vorgesetzten ausführen. Nach drei Monaten hatten wir das Gefühl, unsere Mission dort erfüllt zu haben und freigelassen werden sollten. Ailan schlug vor, in den Hungerstreik zu treten. Alle stimmten zu.

Schließlich benachrichtigte die Haftanstalt unsere Familien, damit sie uns abholten, und sprach nie wieder von den sogenannten „Garantieerklärungen“. Wir verließen die Haftanstalt, ohne Kompromisse eingegangen zu sein. Während uns die Wärter anerkennend den Daumen nach oben zeigten, sagte einer von ihnen: „Euer Meister muss eine wunderbare Lehre verbreiten; seine Schüler sind so loyal! Wirklich bewundernswert!“