(Minghui.org) Ich wurde in eine Familie von Falun-Dafa-Praktizierenden hineingeboren. Meine Eltern halfen mir schon von klein auf, das Fa zu lernen und die Übungen zu praktizieren. Aber ich kultivierte mich nicht fleißig, daher verstand ich die Bedeutung der Kultivierung nicht wirklich. Außerdem übte das Internet eine große Anziehungskraft auf mich aus. Bald versank ich in der Online-Welt und wurde zu einem regelrechten internetabhängigen Mädchen.

Damals verbrachte ich fast meine gesamte Freizeit im Internet. Mein Vater war sehr streng in meiner Erziehung und erlaubte mir nicht, im Internet zu surfen, und so lernte ich, Lügen zu erfinden, damit ich weiterhin im Netz surfen konnte. Nachdem ich anfangs noch deswegen Schuldgefühle hatte, geriet ich bald in einen Zustand der Taubheit und versank immer tiefer in der Onlinewelt. Ich war es nicht wert, als Dafa-Praktizierende bezeichnet zu werden. Wenn ich manchmal den Blick von meinem Handy abwandte, starrte ich ausdruckslos in den Himmel und verspürte ein Gefühl der Leere. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie mein Leben ohne mein Handy aussehen würde. Ein wehmütiger Gedanke schoss mir durch den Kopf: „Wenn es kein Zurück mehr gibt, dann ist es ebenso.“

Nach der Aufnahmeprüfung für das Gymnasium wurde ich an einem renommierten Gymnasium aufgenommen. Alle lobten mich, doch niemand wusste, wie schwer es dort für mich war. Ich konnte mit dem Lernstoff nicht mithalten und kam auch mit meinen Mitbewohnern nicht zurecht. Wenn ich nach Hause kam, suchte ich Trost in Videospielen, doch die Rückkehr zur Schule bedeutete, mich erneut einem Kreislauf aus Leere und Qualen auszusetzen.

Doch der gütige Meister gab mich, eine enttäuschende Schülerin, nicht auf.

Im Jahr 2020, als ich zu Hause am Onlineunterricht teilnahm, war ich eines Tages gerade ganz in meine Spiele vertieft. Da drängten mich meine Eltern plötzlich, gemeinsam mit ihnen das Fa zu lernen. Ich war wütend und las das Fa sehr schnell. Als ich deswegen zurechtgewiesen wurde, las ich ganz langsam, quasi aus Trotz. Während ich las, beruhigte ich mich allmählich. Später verstand ich, dass Dafa die schlechten Dinge beseitigt hatte, die mich dazu getrieben hatten, mit meinem Handy zu spielen, und die mich daran gehindert hatten, das Fa zu lernen. Von da an begann ich, jeden Abend gemeinsam mit meinen Eltern das Fa zu lernen.

Bevor ich wieder zur Schule ging, stand ich unter enormem Stress. Ich bat meine Mutter, mir ein handgeschriebenes Exemplar des Gedichtbandes Hong Yin mitzugeben, damit ich das Fa lesen konnte, wenn es mir schlecht ging. Obwohl ich dies mit einem unreinen Herzen tat, nämlich um das Fa als Trost zu nutzen, offenbarte mir der Meister dennoch die weitreichenden Prinzipien des Fa. Während meiner nächsten Schulferien, als ich meine Eltern erneut anlog, um ins Internet zu gelangen, fühlte ich mich so unwohl, dass ich weinte und meinen Eltern offen gestand, dass ich sie all die Jahre belogen hatte, nur um ins Internet gehen zu können. Ich bat sie dann um ihre Hilfe, mich zu beaufsichtigen, während ich meine Sucht überwinden wollte. Meine Mutter war zwar beunruhigt, tadelte mich aber nicht.

So habe ich meine Internetsucht überwunden. Während dieses Prozesses half mir der Meister dabei, viele schlechte materielle Substanzen loszuwerden, sodass ich keinerlei Beschwerden verspürte. Mein Kopf wurde klar und es fühlte sich an, als wäre ich vollständig in einen neuen Menschen verwandelt worden. Als ich das Zhuan Falun}} wieder zur Hand nahm, dachte ich, dass ich mich nun endlich ganz und gar an Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht anpassen könnte (denn früher hatte ich, sobald ich online ging, Lügen erzählt; obwohl ich wirklich die Anforderungen von Dafa erfüllen wollte, bezweifelte ich, dass ich meine Internetsucht überwinden könne). Seitdem habe ich meinen Kultivierungsweg wirklich beschritten.

Jedes Mal, wenn ich an dieses Erlebnis zurückdenke, steigen mir die Tränen in die Augen.

Der Meister sagte:

„Ich kenne alle Leiden meiner Jünger, und tatsächlich schätze ich euch mehr als ihr euch selbst!“ (Die letzte Anhaftung beseitigen, 12.08.2000, in: Essentielles für weitere Fortschritte II)

Als ich hoffnungslos in sexueller Begierde, dem Wunsch nach Ruhm und Reichtum und meinen Wünschen versunken war, hat mich der Meister immer wieder gütig erleuchtet. Als ich Not erdulden musste, hat der Meister stets über mich gewacht. Als ich das Vertrauen in meine Kultivierung verlor, hat der Meister mich nicht aufgegeben. Stattdessen hat er mich aus dieser trüben Welt herausgeholt, mich gereinigt und mich auf den Weg nach Hause geführt. Ich kann dem Meister nur durch fleißige Kultivierung danken.

Nicht lange danach standen meine Mutter und ich vor einer großen Prüfung, als mein Vater plötzlich verstarb. Ich war sehr traurig, verstand aber aus dem Fa, dass alles seinen schicksalhaften Zusammenhang hat. Meine Mutter und ich ermutigten uns gegenseitig, in unserer Kultivierung standhaft zu bleiben. Wenn ich mich an die gemeinsamen Momente mit meinem Vater erinnerte und mir die Tränen kamen, sagte ich mir, dass meine Emotionen versuchen würden, mich zu beherrschen, und dass ich mich nicht von Gefühlen kontrollieren lassen und ihnen nicht nachgeben dürfe.

Obwohl ich meinen Vater nicht mehr sehen konnte, wusste ich, dass er ganz sicher an einem besseren Ort war. Eines Tages kam eine Tante zu Besuch und war überrascht, wie gut ich mit dem Tod meines Vaters zurechtkam. Sie sagte, sie hätte nicht erwartet, dass ich nach einer solch schweren Prüfung eine so positive Einstellung haben würde. Ich erklärte ihr, dass ich diese Trübsal nur deshalb überwinden konnte, weil ich {{Falun Dafa praktizieren würde.

Auf der Universität

Als ich auf dem Gymnasium war, nahm ich mir trotz des sehr anspruchsvollen Unterrichts abends Zeit, das Fa zu lernen. Alles in der menschlichen Welt ist zweitrangig. Das Fa zu lernen und sich zu kultivieren, ist das Wichtigste. Nach und nach war ich, obwohl meine Noten nicht besonders gut waren, nicht mehr so ängstlich und beschwerte mich auch nicht mehr darüber, dass meine Mitbewohner mich ungerecht behandelten. Stattdessen reflektierte ich über mich selbst und erkannte, dass der Konflikt aufgrund meiner Selbstsucht entstanden war. Als ich meine Denkweise änderte und anderen mit Freundlichkeit begegnete, veränderte sich auch mein Umfeld allmählich.

Nach der Hochschulaufnahmeprüfung wurde ich an einer örtlichen Universität angenommen. Das Universitätsleben war viel komplexer als das an der Oberschule. Im Studentenwohnheim wurde eine bestimmte Studentin von den anderen wegen ihres Tonfalls und ihrer Art zu sprechen ausgegrenzt. Ich dachte mir, da ich eine Falun-Dafa-Praktizierende sei, sollte ich mich dem nicht anschließen. Ich versuchte, ihr Verhalten zu verstehen, und ging oft von mir aus auf sie zu.

Einmal deutete ein Kommilitone mir gegenüber an: „Niemand in unserem Wohnheim hat mehr etwas mit ihr zu tun; du bist die Einzige.“ Ich antwortete nichts darauf. Man bezeichnete mich auch als Schwächling, aber ich ließ mich nicht davon beeinflussen. Ich dachte mir. „Da ich eine Kultivierende bin, brauche ich keine Anerkennung von anderen. Ich brauche nur die Anerkennung des Meisters. Sich an die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu halten, ist nicht falsch.“

Unter der Anleitung der Fa-Prinzipien kam ich mit dieser Studentin immer besser zurecht. Sie genoss den Umgang mit mir und öffnete sich mir gegenüber zunehmend. Auch die Atmosphäre im Wohnheim veränderte sich still und leise. Alle schienen nach und nach aufzuhören, sie auszugrenzen. Während eines unserer Gespräche stellte ich ihr Falun Dafa vor und half ihr, aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und den ihr angeschlossenen Jugendorganisationen auszutreten.

Was persönliche Vorteile und Gewinne angeht, gab es einige Vorfälle, die mir halfen, meine Xinxing zu erhöhen. Meine Mitbewohner baten mich oft, ihnen beim Einkaufen etwas mitzubringen. Oft vergaßen sie, mir das Geld zurückzuzahlen. Wenn das passierte, empfand ich es als ungerecht, denn ich dachte, ich müsse für sie einkaufen und den Einkauf dann auch noch selbst bezahlen.

Später wurde mir klar, dass dies eine Anhaftung an persönlichen Gewinn war. Alles hat seine schicksalhafte Beziehung und vielleicht war ich ihnen in der Vergangenheit etwas schuldig geblieben. Aber immer, wenn ich die Rechnung auf meinem Handy sah, war ich innerlich aufgewühlt. Meistens bemühte mich, es zu ertragen, anstatt sie um das Geld zu bitten.

Ein einziges Mal konnte ich mich nicht zurückgehalten und danach bereute ich es sehr. Wenn das Geld wirklich mir gehört hätte, wäre es mir früher oder später zurückgezahlt worden. Warum glaubte ich das nicht? Nach ein paar Tagen bat mich diese Mitbewohnerin erneut, ihr Waschmittel zu besorgen, und vergaß wieder, mich zu bezahlen. Ich war ein wenig amüsiert und dachte, dass dieser Vorfall wieder auf meine Anhaftung an persönlichen Gewinn abziele. Diesmal kostete das Toilettenpapier sogar einen Yuan mehr. Sie bat mich daraufhin erneut, ihr Toilettenpapier mitzubringen, ohne es zu bezahlen, doch diesmal war ich innerlich ganz ruhig. Ich dachte: „Diese Anhaftung will ich nicht und muss sie ablegen.“

Nach langer Zeit erinnerte sie sich daran, dass sie mir Geld schuldete, und gab mir das Geld für das Waschmittel und das Toilettenpapier zurück – und es war genau der Betrag, den ich bezahlt hatte. Ich fand das amüsant und dachte mir, dass es bei allem, was ich anderen schuldete, keinen Cent mehr oder weniger geben würde. Als mich später jemand anderes bat, ihm etwas mitzubringen, und vergaß, mir das Geld zurückzuzahlen, akzeptierte ich das einfach und machte mir darüber keine Gedanken mehr.

Während meines Studiums waren meine Noten durchaus passabel, weil ich ziemlich fleißig lernte, und deshalb stellten mir meine Kommilitonen oft Fragen. Ich kam beim Lernen etwas langsamer voran. Manchmal hatten sie den Stoff schon zwei- oder dreimal durchgearbeitet, während ich noch bei der ersten Runde war.

In solchen Momenten fiel es mir sehr schwer, ihnen bei diesen Fragen zu helfen, da ich das Gefühl hatte, dass sie meine Gefühle überhaupt nicht berücksichtigten. Später wurde mir klar, dass dies eine starke Form von Eifersucht war. Ich war eifersüchtig, weil sie bessere Noten hatten als ich und mir dennoch meine Lernzeit wegnahmen. Außerdem war ich nicht bereit, mein Wissen mit ihnen zu teilen.

Eines Abends, nachdem ich mir den Videovortrag des Meisters „Fa-Erkärung für die australischen Praktizierenden“ angesehen hatte, war ich sehr bewegt. Ich bin eine Dafa-Schülerin und alle meine Fähigkeiten sind mir vom Meister verliehen worden. Der Meister hat mir diese Fähigkeiten nicht gegeben, damit ich nach Ruhm und Reichtum strebe, sondern damit ich mich kultiviere. In diesem Fall sollte ich diese Fähigkeiten nutzen, um anderen zu helfen.

Wenn andere Erfolge erzielen, dann gelingt ihnen das, weil sie diese Tugend besitzen. Was gibt es in diesem Fall also zu beneiden? Später, wenn mich jemand um Rat fragte, nahm ich mir die Zeit, das Problem zu lösen und ihm alles zu erklären, was ich wusste, selbst wenn ich unter Zeitdruck stand. Ich dachte nicht mehr über den Unterschied in unseren Noten nach.

Die meiste Zeit in der Schule verbrachte ich ohne Mitpraktizierende um mich herum. Manchmal fühlte ich mich einsam. Einmal saß ich allein im Klassenzimmer, träumte vor mich hin und fühlte mich verloren. Ich schlug ein Dafa-Buch auf, und sofort wurde genau das Problem angesprochen, das mich beschäftigte. Tränen liefen mir über die Wangen. Warum sollte ich mich einsam fühlen, wenn der Fashen des Meisters doch immer an meiner Seite ist? Ich habe so viel Glück, in diesem Leben eine Falun-Dafa-Praktizierende geworden zu sein. Daher sollte ich die verbleibende Zeit gut nutzen, die drei Dinge gut machen und mich fleißig kultivieren.

Auch wenn ich im Laufe der Jahre immer wieder gestolpert bin und es viele Bereiche gibt, in denen ich es nicht gut gemacht habe, hat der Meister stets barmherzig über mich gewacht und mich erleuchtet. In der verbleibenden Zeit, die der Meister durch das Ertragen ungeheurer Leiden verlängert hat, muss ich mich fleißig kultivieren. Ich muss die verbleibende Zeit gut nutzen, die drei Dinge gut machen, auf den Meister hören und dem Meister nach Hause folgen.