(Minghui.org) Eine Frau aus der Stadt Zunyi in der Provinz Guizhou verstarb 27 Tage nach ihrer Entlassung aus einer fünfjährigen Haftstrafe, die sie einzig und allein wegen ihres Glaubens an Falun Dafa ableisten musste. Sie war etwa 78 Jahre alt.

Liu Shuling wurde am 25. Mai 2021 von Beamten der örtlichen Staatssicherheit und der Polizeiwache Changzheng festgenommen. Sie wurde im zweiten Untersuchungsgefängnis der Stadt Zunyi festgehalten und später zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Als Liu sich weigerte, Falun Dafa aufzugeben, wurde sie so massiv gefoltert, dass sie danach gelähmt war. Dennoch weigerte sich die Gefängnisleitung, eine Erklärung für die Geschehnisse abzugeben.

Als die Angehörigen Liu das erste Mal in der Haft besuchten, konnte sie noch sprechen. Beim zweiten Besuch hatte sie bereits die Fähigkeit zu sprechen verloren und konnte sich nur noch durch Kopfschütteln verständigen. Ihre Familie befürchtete, ihr sei während der Haft ein giftiges Mittel verabreicht worden, das sie stumm gemacht habe. Zudem war sie extrem schwach und abgemagert.

Als Lius Haftzeit am 26. Mai 2026 endete, brachte die Ortspolizei sie in ein Pflegeheim. Sie stellte zu ihrer Überwachung Personal ab und installierte zudem eine Überwachungskamera in ihrem Zimmer. Nur ihre Familie durfte sie besuchen.

Liu hatte Blut im Stuhl und konnte nur geringe Mengen flüssiger Nahrung zu sich nehmen. Als das Pflegeheim sie ins Krankenhaus überstellte, stellten die Ärzte fest, dass mehrere Rippen und ein Oberschenkelknochen gebrochen waren. Diese Brüche wurden als Ursache für ihre Bewegungsunfähigkeit identifiziert.

Nach zehn Tagen stationärer Behandlung entließ das Krankenhaus Liu gegen ihren Willen mit der Begründung, die Blutung sei gestoppt. Nur wenige Tage später verschlechterte sich ihr Zustand jedoch erneut kritisch, sodass sie wieder ins Krankenhaus gebracht werden musste. In der Annahme, dass ihr nur noch wenig Zeit blieb, holte die Familie sie zwei Tage später, am 23. Juni gegen 15 Uhr, nach Hause. Sie verstarb noch am selben Abend um 21 Uhr, 27 Tage nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis.

Frühere Verfolgung

Liu war bereits in der Anfangsphase der Verfolgung für eine fünfjährige Haft in einem Arbeitslager interniert gewesen. Sie war damals festgenommen worden, nachdem sie nach Peking gereist war, um sich für das Recht einzusetzen, Falun Dafa zu praktizieren.

Ein weiteres Mal war Liu am 30. Oktober 2019 festgenommen worden. Ihre Wohnung wurde damals durchsucht und ein Drucker, ein Computer sowie weiteres Büromaterial, das sie zum Drucken von Informationsmaterialien über Falun Dafa verwendet hatte, wurden beschlagnahmt. Um weiterer Verfolgung zu entgehen, war sie gezwungen, für einen unbestimmten Zeitraum fernab von ihrem Zuhause zu leben.

Früherer Bericht:

Frau aus Guizhou wegen ihres Glaubens inhaftiert und bis zur Lähmung gefoltert