(Minghui.org) Ich habe im Juli 1999 begonnen, Falun Dafa zu praktizieren, und bin jetzt 62 Jahre alt. Heute möchte ich meine Erfahrungen darüber teilen, wie ich mich bemühe, ein guter Mensch zu sein, indem ich den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht folge. Außerdem möchte ich von den positiven Auswirkungen berichten, die ich durch Dafa erfahren habe.
Den Weg der Kultivierung beschreiten
Bevor ich mit dem Praktizieren begann, war ich jemand, der Dinge nicht einfach auf sich beruhen ließ und immer darauf bestand, im Recht zu sein. Ich glaubte weder an Gott noch an die Vorstellung vom Himmel und vertraute nur mir selbst. Als eine Kollegin Falun Dafa erwähnte, sagte ich: „Komm mir nicht damit. Ich bin Atheistin; ich glaube nur an mich selbst.“
Doch als ich diese Kollegin einige Tage lang still beobachtete, fiel mir auf, dass sie sehr zuverlässig und aufrichtig war, also fragte ich sie: „Darf ich mir das Falun-Dafa-Buch ansehen, das du gelesen hast?“ Sie willigte ein. Nachdem ich das Zhuan Falun von vorne bis hinten gelesen hatte, fand ich Antworten auf viele Fragen, die mich schon lange beschäftigt hatten, und beschloss, mit dem Praktizieren zu beginnen.
Mein Mann rauchte und trank jeden Tag und übernahm – abgesehen vom Kochen – keinerlei Verantwortung. Wir stritten uns ständig darüber, und ich hatte das Gefühl, dass ich ohne eine Veränderung nicht mehr weiterleben könnte. Am liebsten hätte ich mich scheiden lassen, um endlich etwas Ruhe und Frieden zu finden. Doch nachdem ich mit der Kultivierung begonnen hatte, begriff ich, dass Menschen Zyklen von Geburt und Tod durchlaufen und dass nichts im Leben zufällig geschieht; Ursache und Wirkung des angesammelten Karmas bestimmen alles. Es ist eine universelle Wahrheit, dass gute und böse Taten entsprechend vergolten werden. Plötzlich wurde mir klar: Wenn ich anderen aus einem früheren Leben etwas schuldete, musste ich es in diesem Leben zurückzahlen.
Da ich meinem Mann aus einem früheren Leben etwas schuldete, zahlte ich ihm die Schuld in diesem Leben zurück. Daraufhin gab ich meinen Vorsatz auf, mich von ihm scheiden zu lassen. Ich ging zur Arbeit, kümmerte mich um unser Kind und erledigte die Hausarbeit ganz allein. Außerdem hörte ich auf, ihn wegen seines Rauchens und Trinkens zu kritisieren. Als ich mich veränderte, veränderte auch er sich. Nach und nach hörten wir auf zu streiten, in unserer Familie herrschte Harmonie, und ich fühlte mich wohl.
Bevor ich mich versah, war meine allergische Rhinitis abgeklungen, und auch die Beschwerden, unter denen ich nach der Geburt gelitten hatte, waren verschwunden. Geistig und körperlich fühlte ich mich leicht und unbeschwert. Es waren die Prinzipien von Dafa – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht –, die mich zu einem besseren Menschen veränderten.
Die Wertschätzung der Geschäftsleitung am Arbeitsplatz gewinnen
Mit Beginn meiner Kultivierung wurde ich bei der Arbeit fleißig und verantwortungsbewusst. Ich blieb gelassen, selbst wenn jemand schlecht über mich sprach oder mich anschrie. Ich nahm es ihm nicht übel – etwas, das mir zuvor unmöglich gewesen wäre.
Die Leitung des Materiallagers war eine begehrte Position, die jeder haben wollte. Da es darum ging, Waren und Werbeartikel ordnungsgemäß zu verwalten, gab es skrupellose Personen, die diese stahlen und verkauften. Aufgrund mangelhafter Buchführung, gefälschter Belege und erheblicher Ausgaben für die Nutzung von Firmenfahrzeugen war die Geschäftsleitung besorgt. Daher wurde das Lagerpersonal alle ein bis zwei Jahre ausgewechselt.
Seit ich die Leitung des Lagers übernommen habe, gibt es keinen Bedarf mehr für Personalwechsel. Meine Buchführung ist transparent, ich fälsche keine Belege, veruntreue nichts und nehme mir auch nichts für mich selbst. Außerdem lehne ich alle Anfragen von Kollegen ab, Firmenfahrzeuge für private Zwecke zu nutzen. Die Geschäftsleitung ist beruhigt, und auch meine Kollegen beschweren sich nicht.
Früher musste das Lager jedes Jahr während einer viermonatigen Hochsaison Aushilfskräfte einstellen. Seit ich die Stelle übernommen habe, hat das Unternehmen niemanden mehr eingestellt. In der Hochsaison bewältige ich die Arbeitslast von zwei Personen alleine und spare dem Unternehmen so eine beträchtliche Summe Geld. Manchmal biete ich sogar freiwillig an, Überstunden zu leisten, ohne eine Überstundenvergütung zu verlangen.
Beziehungen zu Nachbarn aufbauen
Ich lebe in einer Stadt mit über 10 Millionen Einwohnern und besitze ein zweistöckiges Haus in einer Gasse in der Innenstadt. Es war eher bescheiden dimensioniert, wobei das Erdgeschoss als Ladenlokal diente.
Im Jahr 2000 sollten ältere Gebäude abgerissen werden, um Platz für Neubauten zu schaffen. Mehrere Nachbarn in der Gasse schlossen sich für das Projekt zusammen und begannen alle am selben Tag mit dem Bau. Während der Bauarbeiten drang die Familie eines Nachbarn mindestens 50 Zentimeter in der Breite und 11 Meter in der Länge auf mein Grundstück vor; ihr neues Gebäude sollte vier Stockwerke hoch werden.
Nach Fertigstellung des Gebäudes waren mein Ladenlokal und meine Wohnräume schmaler geworden, während die des Nachbarn breiter waren. Andere Nachbarn fragten: „Dein Haus ist schmaler geworden. Was willst du dagegen tun?“ Ich antwortete: „Ich praktiziere Falun Dafa.“ Wäre ich keine Praktizierende, hätte ich diesen Fall bis zum bitteren Ende ausgefochten, selbst wenn ich dafür auf den Grund des Ozeans hätte tauchen müssen, um nach Schnecken zu suchen. Aber Dafa lehrt mich, ein guter Mensch zu sein, der Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht lebt, daher werde ich deswegen nicht vor Gericht ziehen.“
Prüfungen in meiner Familie
Die Tochter meiner Schwägerin ist acht Jahre älter als unsere Tochter. Im Jahr 2000 konnte man für 50 Yuan (ungefähr 7,50 Euro) noch jede Menge Süßigkeiten kaufen, aber meine Schwiegermutter gab alle Süßigkeiten ihrer anderen Enkelin und meiner Tochter nur Getränke. Meine Tochter weinte und beschwerte sich darüber. Ich erklärte ihr: „Deine Großmutter hat deiner Cousine vielleicht aus einem früheren Leben etwas geschuldet, aber dir schuldet sie vielleicht gar nichts. Dass sie dir Getränke in Flaschen gibt, ist schon großzügig.“ Nach einigen weiteren Vorfällen konnte meine Tochter das gelassen annehmen.
Als ich selbst Snacks mit nach Hause brachte, verkündete meine Tochter: „Oma gibt mir nichts, dann gebe ich ihr auch nichts.“ – „Du solltest teilen. Eine der traditionellen Tugenden des chinesischen Volkes ist der Respekt vor den Älteren. Wir dürfen nicht so unfreundlich sein – wir müssen Oma etwas abgeben“, erläuterte ich ihr. Meine Tochter verstand das und teilte ihre Snacks.
Ich habe meine Tochter nie geschlagen oder beschimpft, und sie benahm sich sehr vorbildlich. Von der Grundschule bis zu ihrem ersten Jahr in der Mittelstufe lobten ihre Lehrer sie auf dem Elternabend. Im zweiten Jahr der Mittelstufe wurde sie jedoch rebellisch. Sie fing an, mit ein paar Kindern abzuhängen, die an ihre Schule gewechselt waren, hörte auf, ordentlich zu lernen, und ließ in ihren Noten stark nach. Daraufhin begannen die Lehrer, unsere Tochter zu kritisieren. Ich wusste, dass der Wettbewerb an den Eliteschulen hart war und es üblich war, Schüler nach ihren Prüfungsergebnissen zu bewerten.
Da ich mich fast zehn Jahre lang der Kultivierung gewidmet hatte, blieb ich angesichts dieser drastischen Veränderungen gelassen. Mir war bewusst, dass an den Schulen heutzutage keine traditionelle Kultur vermittelt wird und es unmöglich ist, dass Kinder nicht von gesellschaftlichen Normen beeinflusst werden. Der Charakter und das Wohlbefinden meines Kindes hatten für mich oberste Priorität, daher begleitete ich meine Tochter stets mit Verständnis. Nach Gesprächen mit ihren Lehrern gab ich deren Kritik nie an meine Tochter weiter. Ich sagte ihr lediglich, dass die Lehrer bestimmte Schüler lobten und auf die Schwächen anderer hinwiesen.
Als meine Tochter die dritte Klasse der Mittelstufe erreichte, verbrachte sie ihre gesamte Zeit zu Hause damit, am Computer zu spielen und ihre Puppen anzuziehen. Sie konnte stundenlang regungslos dasitzen und hörte mir kein Wort zu. Mitunter zerbrach ich mir den Kopf, um ihr bei schwierigen Hausaufgaben zu helfen, während sie bis spät in die Nacht am Computer spielte. Am nächsten Tag schleppte sie sich zur Schule. Folglich waren ihre Noten in den Zwischenprüfungen nicht gut.
Meine Tochter wollte keine kostenlose öffentliche Oberschule besuchen und bestand darauf, auf eine Spitzenschule zu gehen. Obwohl ihre Noten gut genug waren, mussten wir dennoch Zehntausende Yuan an Schulauswahlgebühren zahlen. Im Jahr 2009 gab ich Zehntausende Yuan aus, damit sie eine Spitzenschule besuchen konnte. Doch angesichts des schlechten Verhaltens meiner Tochter wusste ich nicht, was ich tun sollte. In dieser Situation beschloss ich, mich selbst nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht zu kultivieren, nicht die Beherrschung zu verlieren und ihr aufrichtig und geduldig Ratschläge zu geben.
Als meine Tochter dann auf das Gymnasium kam, änderte sie nach und nach ihr Verhalten und wurde zu einer Schülerin, die von ihren Lehrern gelobt wurde. Einmal sagte sie zu mir: „Ich war in der Mittelstufe so unreif – diese Klamotten zu tragen, mir direkt nach der Zwischenprüfung die Haare zu Dauerwellen zu frisieren und sie dann mit Chemikalien wieder zu glätten.“ – „Es ist gut, dass du dein Verhalten korrigiert hast“ antwortete ich. „Ich habe immer daran geglaubt, dass du nicht auf die schiefe Bahn geraten würdest!“
Die Oberstufe bedeutete für meine Tochter viel schulischen Stress, aber ich habe nie zusätzlichen Druck auf sie ausgeübt. Stattdessen half ich ihr ständig, ihren Stress abzubauen: „Welche Note du auch bekommst, so ist es nun einmal. Gib einfach dein Bestes und bleibe deinem Gewissen treu. Mach dir nicht zu viele Gedanken über die Noten und lass dich nicht von deinen Gefühlen überwältigen; das ist schlecht für deine Gesundheit.“ Am Ende wurde sie an der Universität ihrer Träume angenommen.
Sie hat heute eine erfolgreiche Karriere und eine eigene Familie. „Sei deiner Schwiegermutter dankbar“, sagte ich zu ihr. „Sie hat einen hervorragenden Sohn großgezogen – deinen Mann –, der dir ein glückliches Leben geschenkt hat. Sie hilft sogar bei der Betreuung deines Kindes.“
Das auf den Namen meiner Schwiegermutter eingetragene Haus sollte abgerissen werden, obwohl meine Schwiegereltern bereits vor mehr als einem Jahrzehnt verstorben waren. Im Jahr 2018 bestach meine jüngere Schwägerin Beamte der Abrissbehörde, um sich gegen uns zu verschwören. Beamte der Behörde kamen zu uns nach Hause und brachten meinen gesundheitlich angeschlagenen Mann dazu, die Abrissvereinbarung zu unterschreiben. Von der Entschädigung in Höhe von fast einer Million Yuan (ungefähr 130.000 Euro) erhielten wir keinen einzigen Cent. Mein Mann starb im Oktober desselben Jahres an einem Schlaganfall, und als die Entschädigungszahlung im folgenden April ausgezahlt wurde, behauptete meine Schwägerin, das Geld gehöre rechtmäßig ihr.
Als wir zur Abrissbehörde gingen, um die Entschädigung einzufordern, erzählten uns die Mitarbeiter, dass meine Schwägerin auf einer Körperhälfte gelähmt sei und dass ihr Mann eine Woche vor dem chinesischen Neujahrsfest an Krebs gestorben sei. Daraufhin sagte ich: „Ich will das Geld nicht mehr. Bitte lassen Sie meine Schwägerin alles behalten.“ Die vier Personen im Büro waren fassungslos. Eine der Frauen fasste sich wieder und sagte: „Reden Sie jetzt nicht darüber. Wenn Sie das Geld wollen, fragen Sie einfach danach. Bringen Sie nichts anderes zur Sprache.“ Meine Tochter und ihr Mann wollten meine Schwägerin vor Gericht bringen, aber ich sagte: „Sie ist in einem so schlechten Zustand, ich möchte mich nicht mehr um das Geld streiten.“ Da ich mich klar und deutlich ausdrückte, beschlossen sie, keine rechtlichen Schritte einzuleiten.
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