(Minghui.org) Wie Minghui.org kürzlich erfahren hat, ist am 12. September 2019 ein 75-jähriger Mann aus der Stadt Fushun, Provinz Liaoning, verstorben, nachdem er aufgrund seines Glaubens an Falun Dafa jahrzehntelang Schikanen und Überwachung ausgesetzt gewesen war.
Geng Xiangwu, ein Qigong-Anhänger, begann 1996 mit dem Praktizieren von Falun Gong. Nachdem die Kommunistische Partei Chinas 1999 eine landesweite Verfolgungskampagne angeordnet hatte, gehörte er – zusammen mit anderen Koordinatoren von Übungsplätzen – zu der ersten Gruppe von Praktizierenden, die verhaftet wurden.
Während seiner dreijährigen Haft im Zwangsarbeitslager Wujiabao verschlechterte sich sein Gesundheitszustand rapide. Er litt unter Brustschmerzen, Herzrhythmusstörungen und hohem Blutdruck. Aus Angst, er könnte dort sterben, entließ ihn die Lagerleitung. Nach seiner Rückkehr nach Hause nahm er das Praktizieren von Falun Gong wieder auf und erholte sich.
In seiner Freizeit sprach Geng mit Menschen über die Verfolgung. Als Vergeltungsmaßnahme schikanierten ihn die örtliche Polizei sowie Mitarbeiter des Nachbarschaftskomitees und drohten damit, ihn wieder ins Zwangsarbeitslager zu bringen.
Da Geng seine Bemühungen, auf die Verfolgung aufmerksam zu machen, nicht einstellte, nahm die Polizei ihn im Mai 2001 erneut fest und brachte ihn zurück ins Arbeitslager.
Diesmal war er verschiedenen Foltermethoden ausgesetzt, darunter Schlägen, Fesselungen, dem Zwang, auf dem kalten Betonboden zu sitzen, sowie Zwangsernährung. Er litt erneut unter Herzrhythmusstörungen sowie akuten Beschwerden durch Gallen- und Nierensteine. Daraufhin wurde er aus dem Arbeitslager entlassen.
Die Polizei wies Geng an, das Praktizieren von Falun Gong aufzugeben und sich regelmäßig im Arbeitslager zu melden. Zudem versuchten sie, seine direkten Nachbarn zu zwingen, ihnen über seine täglichen Aktivitäten Bericht zu erstatten, doch diese weigerten sich.
Später zwang die Polizei den Sekretär der Wohnsiedlung, Empfänger von Sozialhilfeleistungen dazu zu bringen, Geng zu überwachen. Dabei drohte sie mit der Einstellung der Zahlungen, sollten sie dieser Anweisung nicht Folge leisten. Zudem installierte die Polizei hochauflösende Überwachungskameras, die auf alle Räume seiner Wohnung gerichtet waren.
Da Geng die Schikanen und die Überwachung nicht mehr ertragen konnte, sah er sich gezwungen, mehr als zehn Jahre lang nicht in seiner Wohnung zu leben.
Am 22. April 2016 wurde Geng bei einem Besuch bei einer örtlichen Praktizierenden namens Tian Caiying festgenommen und zur Polizeiwache Yongantai gebracht. Seine Wohnung wurde zudem durchsucht. Am Nachmittag desselben Tages brachte ihn die Polizei in die Haftanstalt der Stadt Fushun. Die Haftanstalt nahm ihn wegen seines schlechten Gesundheitszustandes jedoch nicht auf, woraufhin er wieder freigelassen wurde.
Die Polizei belästigte ihn weiterhin durch häufige Anrufe. Wenn er nicht abnahm, riefen sie seine beiden Kinder an. Sie setzten auch seine Kinder unter Druck, dass sie ihn überwachen und ihn daran hindern sollten, das Haus zu verlassen. Damit wollten sie ihn davon abhalten, mit Menschen über Falun Gong zu sprechen.
Die anhaltenden Schikanen beeinträchtigten Gengs Gesundheit schwer. Er verstarb am 12. September 2019.
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