(Minghui.org) Baroness Winterton of Doncaster, Ministerin für den Indopazifik, sowie die beiden Abgeordneten Feryal Clark und Deirdre Costigan antworteten Mitte August 2026 auf Anfragen von Wählern ihres Wahlkreises bezüglich der Verfolgung von Falun Dafa durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh). Sie erklärten, die britische Regierung bringe ihre tiefe Besorgnis über die Verfolgung von Glaubensgemeinschaften in China zum Ausdruck und bekräftige ihre entschlossene Haltung zur Verteidigung der Religions- und Glaubensfreiheit.

Baroness Winterton of Doncaster, Ministerin für den Indopazifik (Offizielle Website)

Schreiben von Baroness Winterton of Doncaster (Minghui.org)

Baroness Winterton of Doncaster erklärte in ihrem Schreiben: „Wir sind uns bewusst, dass das Umfeld für die Religions- und Glaubensfreiheit in ganz China restriktiv ist; dies schließt die Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden ein.

Wir beobachten und prüfen weiterhin Beweise im Zusammenhang mit Berichten über Organraub in China und stehen diesbezüglich im Dialog mit führenden Nichtregierungsorganisationen sowie internationalen Partnern. Der Standpunkt der Regierung bleibt unverändert: Sollte sich die Praxis des systematischen, staatlich geförderten Organraubs bewahrheiten, würde dies einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Menschenrechte darstellen.

Wir sprechen regelmäßig menschenrechtliche Bedenken gegenüber China an – direkt und auf höchster Ebene. Der damalige Premierminister Sir Keir Starmer hat die menschenrechtlichen Bedenken des Vereinigten Königreichs gegenüber Präsident Xi Jinping im Januar thematisiert und die damalige Außenministerin Yvette Cooper sprach diese Themen im Juni bei Außenminister Wang Yi an.“

Die Abgeordnete Deirdre Costigan (Offizielle Website)

Die Abgeordnete Deirdre Costigan schrieb: „Ich unterstütze die im April vom Staatsminister abgegebene Erklärung, in der der Angriff auf den Falun-Gong-Praktizierenden vor dem British Museum verurteilt wurde, und begrüße es, dass in diesem Fall strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet wurden.

Ich bin weiterhin zutiefst besorgt über die Verfolgung von Menschen in China aufgrund ihrer Religion oder Weltanschauung – seien es uigurische Muslime in Xinjiang, Christen, Buddhisten oder Falun-Gong-Praktizierende. Die Freiheit, den eigenen Glauben oder die eigene Weltanschauung ohne Diskriminierung oder gewaltsamen Widerstand zu praktizieren, zu wechseln oder zu teilen, ist ein Menschenrecht, das allen Menschen zustehen sollte.

Mir sind die äußerst beunruhigenden Anschuldigungen bekannt, über die seit Jahren im Zusammenhang mit der Entnahme menschlicher Organe in China berichtet wird. Ebenso ist mir bewusst, dass gezielt gegen Minderheiten und religiöse Gruppen – darunter Falun-Gong-Praktizierende – vorgegangen werden könnte.

Ende 2014 kündigten die chinesischen Behörden an, die Praxis der Organentnahme bei hingerichteten Gefangenen einzustellen. Die Umsetzung dieser Maßnahme wäre ein wichtiger Schritt. Allerdings ist mir bekannt, dass neuere Berichte – darunter das Urteil des China Tribunal, das von der Internationalen Koalition zur Beendigung des Organraubs in China initiiert wurde – darauf hinweisen, dass diese Praxis fortbesteht. Tatsächlich kam das China Tribunal zu dem Schluss, dass in ganz China seit Jahren in erheblichem Umfang erzwungene Organentnahmen stattfinden, wobei vor allem Falun-Gong-Praktizierende und Uiguren davon betroffen sind.

Ich bin stolz darauf, dass die Regierung bei jedem Kontakt mit der chinesischen Regierung weiterhin Menschenrechtsverletzungen thematisiert – sei es durch das Äußern von Bedenken im privaten wie im öffentlichen Rahmen, durch die Nutzung ihres Einflusses bei bilateralen und multilateralen Gesprächen oder durch die Unterstützung von Gemeinschaften in ganz China, die von solchen Verletzungen betroffen sind. Zudem hat der britische Botschafter Anfang dieses Jahres im UN-Menschenrechtsrat China dazu aufgefordert, auf Berichte über Zwangsarbeit sowie Einschränkungen der Religions- und Kulturfreiheit zu reagieren und alle willkürlich inhaftierten Personen freizulassen.

Mir ist zudem bekannt, dass die Regierung die Lage der religiösen Minderheiten in China weiterhin genau beobachtet.

Ich danke Ihnen nochmals, dass Sie sich wegen dieses wichtigen Anliegens an mich gewandt haben. Ich halte es für richtig, dass das Vereinigte Königreich weiterhin Bedenken hinsichtlich der Menschenrechtsverletzungen in China äußert, mit internationalen Partnern zusammenarbeitet, um Rechenschaftspflicht zu fördern, und Maßnahmen ergreift, um das Risiko einer Verwicklung britischer Akteure in unethische Organtransplantationspraktiken zu verringern.“

Die Abgeordnete Feryal Clark (Offizielle Website)

Die Abgeordnete Feryal Clark erklärte in ihrem Schreiben: „Die Regierung erkennt an, dass die Religions- und Glaubensfreiheit ein grundlegendes Menschenrecht ist, das im Zentrum des umfassenden menschenrechtlichen Ansatzes des Vereinigten Königreichs steht. Wie der Parlamentarische Unterstaatssekretär im Außen-, Commonwealth- und Entwicklungsministerium (Foreign, Commonwealth and Development Office) während einer Debatte am 18. März 2026 bekräftigte, konzentriert das Vereinigte Königreich seine Bemühungen vorrangig auf zehn Länder, in denen wir die größte Wirkung bei der Verteidigung dieses Rechts erzielen können. Zu diesen Ländern zählt auch China. Der Minister räumte ein, dass Personen, die in China ihre Religions- oder Glaubensfreiheit ausüben wollen – darunter auch Falun-Gong-Praktizierende –, mit tiefgreifenden und systemischen Einschränkungen konfrontiert sind.

Die Regierung setzt sich weiterhin nachdrücklich für die Verteidigung der Religions- und Glaubensfreiheit weltweit ein. Niemand sollte aufgrund seiner Überzeugungen Diskriminierung fürchten müssen. Und ich begrüße es, dass die Regierung international weiterhin den Schwerpunkt auf die Förderung von Freiheit, Toleranz und gegenseitigem Respekt legt. Im vergangenen Jahr hat die Regierung ihren Ansatz zum weltweiten Schutz der Religions- und Gaubensfreiheit dargelegt.

Ich bin stolz darauf, dass diese Regierung dieses Thema konsequent zur Sprache gebracht hat – sowohl gemeinsam mit internationalen Partnern als auch im direkten Austausch mit der chinesischen Regierung. Im Oktober 2024 unterzeichnete die britische Regierung vor der UN-Generalversammlung eine Erklärung zu Xinjiang und Tibet, in der China wegen Menschenrechtsverletzungen in diesen Regionen kritisiert wurde. In dieser Erklärung wurde insbesondere die Problematik der Trennung von Kindern und ihren Familien in Internaten angesprochen. Auch die Besorgnis der Regierung über die Einschränkungen in Tibet wurde im März im UN-Menschenrechtsrat geäußert.

Mir ist zudem bekannt, dass die Regierung die Lage der religiösen Minderheiten in China weiterhin genau beobachtet. Ich werde die Regierung auch künftig dabei unterstützen, sich weltweit für Religions- und Glaubensfreiheit für alle einzusetzen.“