(Minghui.org) Mein Kultivierungsweg erscheint mir wie eine Achterbahn. Unter dem wohlwollenden Schutz von Meister Li konnte ich meine Kultivierung, aus der ich mich teilweise zurückgezogen hatte, wieder aufnehmen. Ich wandte mich von da an ganz dem Fa zu und wurde zu einem wahren Dafa-Jünger.

Im Jahr 2004 überließ mir ein Praktizierender einen Drucker und half mir, einen neuen Computer einzurichten. Ich wollte zu Hause eine Produktionsstätte betreiben. Ich lernte, wie man Namenslisten von Personen, die ihre Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) aufgeben wollten, im Internet hochlädt. Auch schaffte ich es, Informationen, die ich benötigte, herunterzuladen, Broschüren drucken und DVDs zu erstellen. Als Exemplare der Neun Kommentare über die Kommunistische Partei bei mir zu Hause hergestellt wurden, freute ich mich riesig.

Die Erfahrungsartikel in Minghui Weekly berührten mich. Diese Praktizierenden hatten es sehr gut gemacht. Das inspirierte mich, auch einen Erfahrungsartikel zu schreiben. Als mein erster Artikel auf der Minghui-Website veröffentlicht wurde, war ich überglücklich. Anschließend begann ich, über die wahren Fakten der Verfolgung von Falun Dafa zu schreiben. Außerdem editierte ich Broschüren, welche die Verfolgung in unserer Gegend aufdeckten.

Zu dieser Zeit war die Verfolgung besonders heftig; viele Praktizierende wurden verhaftet. Um die Verfolgung aufzudecken, probierten wir alle möglichen Methoden beim Verfassen der Artikel aus. Einige Praktizierende wiesen darauf hin, dass wir den Tätern die Fakten erklären sollten; wir sollten sie nicht einfach so bloßstellen.

Außerdem sagten sie, die Wortwahl, die ich in Broschüren und Flyern verwendet hatte, sei zu scharf und könne Menschen abschrecken. Das hörte ich nicht gerne und dachte mir: „Was ist denn falsch daran, im Umgang mit Tätern, einschließlich den Polizeibeamten, eine eindringlichere Sprache zu verwenden? Das geschieht doch gerade, um das Böse abzuschrecken.“

Mir war nicht bewusst, dass mein Groll und mein Konkurrenzdenken wieder aufgeflammt waren. Ich benutzte sogar die Worte des Meisters als Vorwand, um meine Anhaftungen zu verbergen. Das war ihm gegenüber respektlos.

Unser letztendliches Ziel besteht nicht nur darin, das Böse aufzudecken, sondern den Menschen mit der Güte der Praktizierenden zu begegnen. Wir möchten, dass die Menschen die Schönheit von Dafa erkennen und die bösartige Natur der KPCh durchschauen. Sie sollen verstehen, dass Gut und Böse die entsprechenden Konsequenzen nach sich ziehen. Denn wenn die Güte eines Menschen geweckt wird, kann er die wahren Tatsachen erkennen und sich von der KPCh distanzieren. Zu diesen Menschen gehören auch Polizisten, Staatsanwälte und alle im Justizwesen Tätigen. Sie begingen Schlechtes, da sie sich an der Verfolgung von Praktizierenden beteiligten.

Die große Anzahl an Artikeln, die das Böse aufdeckten, spiegelte allerdings auch unseren ausgeprägten Kampfgeist und unseren Groll wider. In dieser Zeit wurde der Leiter des örtlichen Büro 610 versetzt und durch einen neuen, noch militanteren ersetzt. Infolgedessen eskalierte die Verfolgung. Immer mehr Praktizierende wurden rechtswidrig verurteilt, in Zwangsarbeitslager gesteckt und erlitten grausame Folter.

Wir waren tief erschüttert und entwickelten Hass gegenüber den Tätern. Der Groll spaltete uns, da wir an unseren eigenen Meinungen festhielten und mit dem Finger auf andere zeigten. Diese Kluft wurde mit der Zeit immer größer. Für mich war dies die Hauptursache für die immense Verfolgung des Fa in unserer Region.

Mir wurde klar, dass viele Praktizierende sehr damit beschäftigt waren, Dinge zu tun, und dies als Kultivierung betrachteten. Allmählich schien es, als würden wir unsere persönliche Kultivierung und die Verbesserung unserer Xinxing vernachlässigen. Ich schaute nur nach außen, ohne mich selbst zu kultivieren. Mir war nicht bewusst, dass andere Praktizierende mir als Spiegel dienten; sie zeigten mir meine Unzulänglichkeiten. Ich hatte nicht mehr die Geisteshaltung eines Kultivierenden.

Ich fing an, mich über andere Praktizierende zu beschweren, ohne meinen Mund zu kultivieren. Das heißt, ich warf ihnen vor, über die anderen zu tratschen. Ich benutzte nicht den Maßstab eines Praktizierenden, um nach innen zu schauen. Daraufhin begann ich, Abstand zu ihnen zu halten und beschränkte mich auf meinen eigenen kleinen Kreis. Allmählich verlor ich mich unter den gewöhnlichen Menschen. Mehr als zehn Jahre lang trieb ich ziellos umher.

Während dieser Zeit gab mir der Meister mehrfach Hinweise, doch ich konnte es immer noch nicht erkennen. In den letzten zehn Jahren haben mir Praktizierende regelmäßig die neuen Vorträge und Artikel des Meisters zukommen lassen. Einige sind sogar mehrfach zu mir nach Hause gekommen, um ihre Erkenntnisse mit mir zu teilen und mit mir gemeinsam das Fa zu lernen. Ich danke dem Meister, dass er mich nicht aufgegeben hat. Glücklicherweise bin ich wieder auf meinen Kultivierungsweg zurückgekehrt. Danke, Meister! Danke, Mitpraktizierende!

Die Notwendigkeit erkennen, als ein Körper zu kooperieren

Vor zwei Jahren kam es in unserer Region zu einer großangelegten diffamierenden Propagandakampagne gegen den Meister und Dafa. Diese beispiellose Verleumdung deutete darauf hin, dass unser allgemeiner Kultivierungszustand gravierende Mängel aufwies. Ich reichte einen Artikel bei der Minghui-Website ein, in dem ich aufzeigte, wie unsere lokalen Praktizierenden aufgrund von Problemen bei unserer Zusammenarbeit vom Fa abgewichen waren. Nach seiner Veröffentlichung sorgte der Artikel für ziemliches Aufsehen. Alle zeigten mit dem Finger auf mich und warfen mir vor, Gerüchte zu verbreiten. Sie beklagten sich, dass „unser einer Körper“ dadurch auseinandergerissen wurde und die Errettung der Menschen darunter leide.

Unsere ehemaligen Koordinatoren genossen großes Ansehen, und so trafen mich auf einmal Vorwürfe, fehlgeleiteter Wut und Groll der Praktizierenden mit voller Wucht. Ich spürte einen erstickenden Druck, selbst wenn ich zu Hause war.

Ich fühlte mich furchtbar ungerecht behandelt: „Warum haben die Praktizierenden ihren Mund nicht kultiviert? Warum haben sie allen mitgeteilt, dass ich der Verfasser dieses Artikels bin? Sie alle wissen, dass der Inhalt der Wahrheit entspricht. Wie können sie das offen leugnen? Unsere Situation zeigt, dass wir vom Fa abgewichen sind, und dennoch versuchen sie, es zu vertuschen. Warum erkennen sie nicht, wie ernst unsere Lage ist?“

Während dieser Zeit tauchten immer wieder alle möglichen Anhaftungen auf, daher versuchte ich, mich davon nicht beirren zu lassen. Wann immer eine Anhaftung auftauchte, beseitigte ich sie. Mir war klar, dass der Meister mir damit eine Art Nachprüfung auferlegte. Ich geriet ins Straucheln, weil andere Praktizierende ihren Mund nicht kultivierten und mich kritisierten. Aber wenn man hinfällt, sollte man sofort wieder aufstehen!

Die Prüfung, die die alten Mächte für mich arrangiert hatten, war dieses Mal gründlicher. Sie versuchten, mich hinunterzuziehen, indem sie unsere Schwachstellen ausnutzten. Aber ich konnte loslassen und es war für mich nicht mehr wichtig, wer im Recht und wer im Unrecht war. Ich distanzierte mich von der Angelegenheit selbst und betrachtete sie aus der Perspektive eines Praktizierenden.

Ich begann, nach innen zu schauen, um meine Unzulänglichkeiten zu erkennen. Mir wurde bewusst, wie oft ich es versäumt hatte, meinen Mund zu kultivieren. In meinen täglichen Gesprächen mit den Praktizierenden kommentierte ich ihre Stärken und Schwächen und beklagte mich über Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft. Vor allem aber spielte meine Anhaftung an die Angst eine Rolle. Ich hatte Angst, weil ich meinte, dass andere Praktizierende ihren Mund nicht kultivierten. Denn das könnte mich in eine gefährliche Situation bringen. Das könnte dazu führen, dass ich verfolgt würde.

Die Praktizierenden warfen mir vor, Groll gegen sie zu hegen. Ich hegte auch Groll gegen den ehemaligen Koordinator, der uns in die Irre geführt hatte, sowie gegen Praktizierende, die übermäßig an ihren Gefühlen festhielten. Ich war der Meinung, dass manche Praktizierende sich nicht richtig kultivierten. Ich befürchtete, dass sie in Gefahr geraten würden, wenn sie den falschen Weg weiterverfolgten. Nichts davon war Selbstkultivierung! Ich richtete meinen Blick nach außen. Sollte ich nicht eigentlich meine aufrichtigen Gedanken nutzen, um andere Praktizierende zu stärken, und darauf vertrauen, dass sie ihr Fa-Verständnis vertiefen konnten? Mir wurde klar, dass die meisten Praktizierenden mir immer noch vertrauten und sich um mich sorgten.

Wohin ich auch blickte, ich sah nur Probleme. Früher dachte ich, andere befänden sich auf einem Irrweg, während ich das Gefühl hatte, auf dem aufrichtigen Weg zu gehen. Meine Anhaftungen flammten oft auf, vor allem wenn wir uns „im Beweisen wollen“ verstrickten und anderen unseren Willen aufzwingen wollten.

Jeder Praktizierende hat einen anderen Hintergrund und einen anderen Grad der Erleuchtung. Ich sollte aufhören, über andere zu urteilen. Und so begann ich, das Fa mit einem ruhigen Herzen zu lernen. Da der Meister und das Fa hier sind, treffen die Praktizierenden ihre eigenen Entscheidungen und das ist ihr eigener Weg.

Jeder ist ein Koordinator

Nachdem die Abweichung unserer Region vom Fa auf der Minghui-Website veröffentlicht worden war, wurde das ehemalige Koordinationsteam aufgelöst. Bislang wurden keine Nachfolger ernannt. Viele Praktizierende waren der Meinung, wir seien unorganisiert und sollten neue Koordinatoren bestimmen. Das Thema wurde bereits mehrmals diskutiert. Doch jedes Mal, wenn es zur Sprache kam, gab es unterschiedliche Meinungen, was zu zahlreichen Diskussionen führte. Die Probleme blieben jedoch ungelöst und tauchten kurz darauf wieder auf. Infolgedessen hat dies unsere Zeit für das gemeinsame Fa-Lernen verkürzt. Es hat auch die Zeit in Anspruch genommen, in der wir hinausgehen und den Menschen die Fakten erklären sollten.

Ein Praktizierender sagte zu mir: „Die Situation hat dein Fa-Lernen beeinträchtigt. Es ist sehr gefährlich, wenn dein Herz durch diese Situation bewegt wird.“ Da wurde mir klar, dass mein Herz tatsächlich davon bewegt worden war. Obwohl ich wusste, dass ich als Koordinator nicht geeignet war, dachte ich, ich hätte die Fa-Prinzipien gut verstanden und würde mich besser kultivieren als andere. War diese Denkweise nicht der Auftakt zu einer dämonischen Störung? Meine Güte, ich dachte immer, andere wären selbstgerecht, aber tatsächlich war es mein eigenes aufgeblasenes Ego, das hier am Werk war.

Früher hatte ich auf andere herabgeschaut, wenn ich nur ein bisschen Arbeit geleistet hatte. Lag das letztlich nicht an meinem Neid? Ein fleißiger Praktizierender muss demütig sein, seine eigenen Unzulänglichkeiten erkennen und sich stets verbessern. Die Zeit drängt, und wir müssen sie nutzen und uns gut kultivieren, um Menschen zu erretten.

Ich glaube, einer der Hauptgründe für die Auflösung des Koordinationsteams war, dass wir uns in jeder Hinsicht auf sie verlassen und sie geradezu vergöttert haben. Als die alten Mächte dies sahen, verursachten sie Störungen für das gesamte Koordinationsteam. Die Praktizierenden verließen sich letztendlich aufeinander, anstatt dem Fa zu folgen. Wir hofften, dass die Koordinatoren uns führen würden, weil wir nicht wussten, wie wir mit den Dingen umgehen sollten. Daher ist es unerlässlich, die Abhängigkeit von anderen zu beseitigen und unseren eigenen Weg einzuschlagen, um das Fa zu bestätigen. Wir brauchen im Moment nicht unbedingt Koordinatoren, denn das Fa verlangt von jedem, Verantwortung für die Errettung der Lebewesen zu übernehmen.

Ich dachte, ich sollte bei mir selbst anfangen. Ich sagte zum Meister: „Meister, was auch immer Sie von mir verlangen, ich werde es tun. Ich werde jedoch kein Koordinator werden.“ Diese Einstellung brachte mich in Einklang mit dem Fa, sodass ich nun dazu beitragen kann, das Fa zu bestätigen. Wenn Praktizierende auf technische Schwierigkeiten stoßen, helfe ich ihnen; wenn Praktizierende Prüfungen durchleben, erhöhen wir uns gemeinsam im Fa; wenn allgemeine Zusammenarbeit erforderlich ist, sammeln und bearbeiten wir gemeinsam Materialien. Alles fühlt sich jetzt so natürlich und mühelos an. Keiner von uns ist Koordinator, aber wir alle tun das, was Koordinatoren tun sollten.