(Minghui.org) Am 29. Juli 2026 versammelten sich niederländische Falun-Dafa-Praktizierende vor der chinesischen Botschaft in Den Haag. Mit einer friedlichen Protestaktion prangerten sie die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) an, die um den 20. Juli 2026 herum Praktizierende in Changchun verhaftet hatte. Unvollständigen Statistiken auf Minghui.org zufolge wurden in der ersten Hälfte des Jahres 2026 mindestens 96 Praktizierende in Changchun in der Provinz Jilin verfolgt.

Wang Jiaen, die Vorsitzende des niederländischen Falun Dafa Vereins, sprach auf der Kundgebung: „Heute protestieren wir gegen die Verfolgung von Falun Gong und die Verhaftung von Praktizierenden in China. Unvollständigen Statistiken auf Minghui.org vom 22. Juli 2026 zufolge wurden in der ersten Hälfte des Jahres 2026 vier Praktizierende verurteilt, 37 verhaftet, 41 schikaniert, von 13 Praktizierenden die Wohnungen durchsucht, ein Praktizierender wird vermisst und drei Praktizierende wurden von den Behörden schikaniert. Wir verurteilen dies auf das Schärfste.“

„Berichten zufolge war der Vorfall in Changchun Teil einer koordinierten Kampagne rund um den 20. Juli herum, dem Tag, an dem die KPCh vor 27 Jahren die Verfolgung von Falun Gong eingeleitet hatte. Die Behörden nahmen Praktizierende fest und nahmen ihnen gewaltsam Blut- und Speichelproben ab. Außerdem wurden persönliche Gegenstände der Praktizierenden, darunter Zahnbürsten, Mützen und Taschen, zur Entnahme biologischer Proben beschlagnahmt.“

Wang forderte die KPCh auf, „alle Falun-Gong-Praktizierenden freizulassen und die Verfolgung unverzüglich einzustellen“.

29. Juli 2026: Praktizierende protestieren vor der chinesischen Botschaft in Den Haag (Minghui.org)

Wang Jiaen (links), Vorsitzende des niederländischen Falun-Dafa-Vereins, fordert die Freilassung aller inhaftierten Praktizierenden (Minghui.org)

Lasst meine Schwester sofort frei“

Liu Yanjun protestierte mit einer Rede auf der Kundgebung gegen die Festnahme ihrer 74-jährigen Schwester, Liu Yanchun, einer Praktizierenden in Changchun.

„Yanchun wurde mehrfach verfolgt. 2003 nahmen Beamte der Polizeibehörde Changchun sie fest, weil sie Informationen veröffentlicht und den Menschen die Fakten über Falun Gong dargelegt hatte. Sie legten ihr Handschellen an, fesselten ihr die Arme hinter den Rücken, hängten sie auf und schlugen sie. Infolgedessen ist ihr linker Arm dauerhaft behindert, sodass sie ihn nicht mehr strecken kann“, berichtete Yanjun.

Sie und ihre Schwester seien, nachdem man sie über längere Zeit hinweg beschattet hatte, im September 2012 – kurz vor dem 18. Nationalkongress der KPCh – verhaftet, und ihre Wohnungen noch am selben Tag durchsucht worden. Sie fuhr fort: „Wir wurden im Frauengefängnis der Provinz Jilin festgehalten und gezwungen, über längere Zeit auf kleinen Hockern zu sitzen. Man schränkte unseren Toilettengang ein, entzog uns den Schlaf, ließ uns hungern und goss im Winter kaltes Wasser über uns. Im Sommer durften wir weder baden noch uns waschen. Wir wurden derart gequält, dass wir hohen Blutdruck und Herzkrankheiten bekamen und sogar einen Schlaganfall erlitten. Nun wurde Yanchun erneut verhaftet, weil der 20. Juli vor der Tür stand – der Tag, an dem sich der Beginn der Verfolgung durch die KPCh zum 27. Mal jährt.“

Der niederländische Falun Dafa Verein hat den Fall von Liu Yanchuns Verhaftung bei den „Human Rights Without Frontiers“ (Menschenrechte ohne Grenzen) eingereicht. Dieser Fall hat bei Menschenrechtsorganisationen besondere Beachtung gefunden.

Die Gräueltaten der KP Chinas werden verurteilt

Als der amerikanische Tourist und Ingenieur Mickol an der chinesischen Botschaft vorbeikam, bemerkte er die Kundgebung der Praktizierenden. Als Amerikaner sei es für ihn nicht nachvollziehbar, wie die chinesische Regierung eine 74-jährige Frau so behandeln könne, bekundete er.

„Die KP Chinas ist barbarisch und unmenschlich“, betonte er. „Es ist herzzerreißend, zu sehen, dass sich solche Dinge heutzutage ereignen.“ Er bezeichnete „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht“ – die Prinzipien, die Praktizierende hochhalten und nach denen sie leben – als grundlegende Prinzipien, die jeder beherzigen sollte, und dass die Regierung diejenigen, die daran glauben, nicht verfolgen dürfe. Ein Praktizierender erzählte ihm, dass der US-Senat die Verabschiedung des „Falun Gong and Victims of Organ Harvesting Protection Act“ in Erwägung zöge. Mickol versprach, er werde sich damit befassen und seinen Abgeordneten kontaktieren, um ihn zu drängen, den Gesetzentwurf zu unterstützen.

Der amerikanische Tourist Mickol unterstützt Falun Dafa (Minghui.org)

Ein Mann, der in der EU arbeitet, nahm eine Broschüre mit, in der Liu Yanchuns Verfolgung detailliert beschrieben wurde. Er wies auf den Satz „Glaube ist kein Verbrechen“ hin und konstatierte: „Da stimme ich vollkommen zu. Jeder Mensch sollte, unabhängig von Rasse, Hautfarbe oder Nationalität, Glaubensfreiheit haben und nicht wegen seiner Überzeugungen verfolgt werden!“

Nachdem er die Broschüre gelesen hatte, war er erschüttert: „Das ist ja schrecklich, unglaublich!“ Dann fragte er: „Darf ich sie mitnehmen? Ich arbeite in der EU und werde das mit meinen Kollegen besprechen.“

Passanten werden auf die Kundgebung vor der chinesischen Botschaft aufmerksam (Minghui.org)

Alles tun, um die Verfolgung zu beenden

Gokhan, ein niederländischer Praktizierender türkischer Herkunft, ist Manager. Er ist als Wirtschaftsprüfer bei einem weltweit anerkannten Netzwerk von Beratungsunternehmen tätig und hat einen vollen Terminkalender. Am 29. Juli nahm er sich frei, um an der Protestkundgebung vor der chinesischen Botschaft teilzunehmen. Gokhan begann 2017, Falun Dafa zu praktizieren, als er auf einer Gesundheitsmesse in Deutschland damit in Berührung gekommen war. Bald darauf verschwanden die Schmerzen, unter denen er zuvor gelitten hatte. Da er sich an den Prinzipien „Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht“ orientiert und sein Charakter sowie sein Verhalten vorbildlich sind, ernannte ihn sein Unternehmen zum „Regionalen Botschafter der Moral“.

Gokhan (Mitte) meditiert vor der chinesischen Botschaft (Minghui.org)

Da er persönlich von Falun Dafa profitiert hat, nimmt Gokhan häufig an Aktionen der Praktizierenden teil, um den Menschen diese Meditationspraxis näher zu bringen. Sein Wunsch: „Ich hoffe, dass immer mehr Chinesen verstehen werden, dass es nicht falsch ist, Falun Dafa zu praktizieren. Es wirkt sich positiv auf die körperliche und geistige Gesundheit aus und trägt zur sozialen Stabilität bei. Nur böse Kräfte würden gütige Menschen so behandeln. Die KPCh und ihre bösartigen Taten bei der Verfolgung der Praktizierenden müssen so schnell wie möglich aufgedeckt und ihnen muss Einhalt geboten werden. Ich hoffe, dass die Menschen auf der ganzen Welt sich weiterhin über die Fakten informieren und sich nicht von den Lügen der KPCh täuschen lassen, die Verfolgung verurteilen und alles in ihrer Macht Stehende tun, um sie zu beenden.“