(Minghui.org) Nachdem ich fünf Jahre lang als Aushilfslehrerin gearbeitet hatte, legte ich die Aufnahmeprüfung für eine Pädagogische Hochschule ab und erzielte das beste Ergebnis im gesamten Landkreis. Nach meinem Abschluss wurde ich einer Grundschule auf dem Land zugeteilt. Ich war fleißig und ehrgeizig und sehnte mich nach einem besseren Leben. Doch zahlreiche Schwierigkeiten und Rückschläge zehrten an meinen Kräften. Schlaflose Nächte und verschiedene Krankheiten machten mir das Leben schwer. Als ich schließlich nicht mehr weiterwusste, hatte ich das große Glück, von Falun Dafa zu erfahren. Wie ein Licht wies mir Dafa den Weg, vertrieb meine Verwirrung und ließ mich den Wert und Sinn des Lebens erkennen.
Mein Mann hat fünf Brüder und ist der zweitälteste. Nach unserer Heirat wohnten wir mit seinem ältesten Bruder unter einem Dach. Jede Familie verfügte über eineinhalb Zimmer, und wir teilten uns denselben Hof. Schon am Tag unseres Einzugs war der ältere Bruder meines Mannes sehr unzufrieden, doch wir schluckten unseren Ärger hinunter. Danach wurde das Leben noch schwieriger. Um mehr Zimmer für sich beanspruchen zu können, schikanierte mein ältester Schwager uns bei jeder Gelegenheit. Er vergiftete die Bienen, die wir hielten, und ließ seine Gänse das Gemüse in unserem Garten fressen. Er streute Ruß vom Topfboden auf unsere zum Trocknen aufgehängte Wäsche und schüttete sein Schmutzwasser auf unsere Seite des Hofes. Schließlich konnte mein Mann es nicht mehr ertragen und versuchte, mit ihm zu reden. Daraufhin schlug sein Bruder ihn so heftig, dass er eine Ohrverletzung bekam, die mit mehreren Stichen genäht werden musste.
Meine Schwiegereltern halfen uns nicht, und auch die Dorfbeamten konnten das Problem nicht lösen. Wir hielten es nicht länger aus und beschlossen, auszuziehen und etwas zu mieten. Ein Nachbar bot mir 500 Yuan für unsere Zimmer. Ich besprach dies mit meinem Schwiegervater, doch er sagte: „Ihr habt das Recht, hier zu wohnen, aber nicht das Recht, die Zimmer zu verkaufen. Wenn ihr sie verkaufen wollt, dann verkauft sie eurem ältesten Bruder. Er wird euch allerdings nur 200 Yuan geben.“
Das waren 300 Yuan weniger als der eigentliche Wert – praktisch geschenkt! Damals betrug mein Monatsgehalt weniger als 100 Yuan. Wütend sagte ich: „Das ist unerhört! Ich will die Zimmer nicht mehr. Lieber schlafe ich auf der Straße, als jemals wieder einen Fuß in euer Haus zu setzen.“ So nahm der älteste Bruder meines Mannes unsere Zimmer an sich, ohne uns auch nur einen Cent dafür zu geben. Von da an brach ich den Kontakt zu meinen Schwiegereltern ab.
Der Groll gegenüber meinen Schwiegereltern hatte sich tief in mir festgesetzt. Wenn wir uns auf der Straße begegneten, ignorierte ich sie, und wenn mein Mann seine Eltern besuchte, ärgerte ich mich darüber. Ich dachte sogar daran, mich von ihm scheiden zu lassen. Der jahrelange Groll beeinträchtigte schließlich meine Gesundheit. Ich litt unter mehreren Krankheiten und war bereits mit Anfang vierzig ans Bett gefesselt.
Als mein Leben am seidenen Faden hing, hatte ich das Glück, von Falun Dafa zu erfahren. Jeden Tag las ich die Dafa-Bücher, und die tiefgründigen Prinzipien berührten mich zutiefst. Dafa ließ in mir immer mehr Barmherzigkeit entstehen, reinigte meinen Körper und Geist und brachte das hartnäckige Eis des Grolls, das jahrelang in meinem Inneren gefroren war, allmählich zum Schmelzen. Durch das Lernen des Fa erkannte ich plötzlich, dass es bei all dem um das Begleichen von Schulden ging – vielleicht hatten wir beim ältesten Bruder meines Mannes aus früheren Leben etwas zu begleichen, vielleicht handelte es sich um karmische Schulden, die sich über unzählige Leben hinweg angesammelt hatten. Wie dem auch sei, für einen Kultivierenden waren diese Schwierigkeiten etwas Gutes. Warum sollte ich also weiterhin Groll hegen? Ich wurde ruhig und spürte, wie der Groll in meinem Inneren allmählich schwächer wurde.
Obwohl ich die Fa-Grundsätze verstanden hatte, zögerte ich, sie in die Tat umzusetzen – ich fürchtete, mein Gesicht zu verlieren. Mitpraktizierende sprachen mit mir darüber und machten sich Sorgen um mich. Eines Tages sagte die Koordinatorin am Ende unseres gemeinsamen Fa-Lernens: „Die Fa-Berichtigung nähert sich ihrem Ende. Du bist bereit, andere Menschen zu erretten, aber deine Schwiegereltern sind noch nicht errettet. Worauf wartest du?“ Halb im Scherz erwiderte ich: „Dann geh du und errette sie. Ich will diese Lebewesen nicht mehr.“
Die Koordinatorin sagte: „Das sind deine Lebewesen. Der Meister hat uns gesagt, dass selbst die Polizisten, die Praktizierende verfolgen, errettet werden müssen. Wo ist deine Barmherzigkeit?“ Alle Lebewesen auf der Welt sind Angehörige des Meisters. Der Meister hatte nicht gesagt, dass er sie nicht wolle – wie konnte ich es da wagen, so leichtfertig zu reden? In diesem Moment verspürte ich eine große Dringlichkeit.
Eines Tages lernte ich folgende Worte des Meisters:
„Deswegen habe ich euch gesagt, wenn ihr mich nicht seht, dann betrachtet das Fa als Meister, halte das Fa für den Meister.“ (DieFa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in Australien, 02. und 03.05.1999)
Die Worte des Meisters rüttelten mich wach. Ich beschloss, persönliche Vorteile und Verluste loszulassen und meinen Stolz beiseitezulegen. Aus selbstsüchtigen Gründen durfte ich das Leben der Lebewesen nicht außer Acht lassen; ich musste sie erretten.
Kaum war dieser Gedanke entstanden, arrangierte der Meister eine Gelegenheit für mich. Die Familie meines Mannes rief meinen Mann und meine älteste Schwester an und teilte ihnen mit, dass mein Schwiegervater gesundheitlich angeschlagen sei und mich sehen wolle – seine Schwiegertochter, die er seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hatte. Zufällig stand gerade sein 80. Geburtstag bevor. Beim Festessen stieß ich mit ihm an und wünschte ihm alles Gute zum Geburtstag. Mein Schwiegervater war so glücklich, dass ihm die Tränen kamen. Als ich in sein gealtertes Gesicht blickte, tat mir das Herz weh. Ich dachte daran, wie schwer es für meine Schwiegereltern gewesen sein musste, ihre fünf Söhne großzuziehen, während ich ihnen wegen meiner eigenen persönlichen Interessen mehr als zwanzig Jahre lang gegrollt hatte. Ich bereute es zutiefst. Danke, Meister, dass Sie diesen Groll für mich aufgelöst haben.
Danach hatte ich einen lebhaften Traum, in dem drei Schlüsselbunde, die ich verloren hatte, vor mir lagen. Ich erkannte, dass ich das Richtige getan hatte. Die wiedergefundenen Schlüssel waren wie Schlüssel, die die Tür zur Errettung öffneten und mich einen Schritt weiterbrachten.
Sechs Monate später verstarb mein Schwiegervater. Meine Schwiegermutter überließ ihr Haus ihrem ältesten Sohn und zog zu ihm. Mein Mann und ich besuchten sie häufig und halfen ihr, wo immer wir konnten. Unsere Verwandten und Freunde sahen, wie sich unser Verhältnis verändert hatte. So ergaben sich Gelegenheiten, mit der Familie meines Mannes über Dafa zu sprechen und ihnen den Austritt aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und ihren Jugendorganisationen nahezulegen. Inzwischen sind alle bis auf den ältesten Bruder meines Mannes und dessen Sohn aus der KPCh ausgetreten. Dafa hat mich wirklich verändert.
Meine Schwiegermutter hat fünf Söhne. Der älteste ist Bauunternehmer und verdient gut. Ihn bevorzugte sie stets und überließ ihm ihre Ersparnisse, ihr Gehalt, ihr Haus und sogar den Erlös aus dem Verkauf ihres Waldgrundstücks. Inzwischen ist sie über neunzig Jahre alt und kann sich nicht mehr selbst versorgen. Dennoch setzte ihr ältester Sohn sie vor die Tür. Erst nachdem die Polizei eingeschritten war, durfte sie vorübergehend bei ihm bleiben. Mein ältester Schwager war dreimal verheiratet und verschwendete mehrere Hunderttausend Yuan seiner Mutter. Sie versuchte gerichtlich, ihr Geld zurückzubekommen, doch die Verfahren wurden mangels Beweisen eingestellt. Aus Verzweiflung versuchte sie daraufhin, sich zu vergiften. Sie wurde rechtzeitig ins Krankenhaus gebracht und überlebte, doch ihre Gesundheit war danach stark beeinträchtigt.
Nachdem meine Schwiegermutter aus dem Krankenhaus entlassen worden war, wollten wir sie zu uns holen, doch sie lehnte ab und sagte, sie wolle in ihrem eigenen Zuhause sterben. Der dritte Bruder meines Mannes hatte seine Eltern seit Jahren nicht mehr besucht, weil sie ihren ältesten Sohn bevorzugt hatten. Der vierte Bruder war bereits verstorben, sodass nur noch mein Mann und sein fünfter Bruder übrig waren.
Ich richtete mich nach den Maßstäben des Fa, legte meinen Groll und meine Verbitterung beiseite und kümmerte mich um meine Schwiegermutter. Ich spielte ihr die Aufzeichnungen der Vorträge des Meisters vor, brachte ihr bei, „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ zu rezitieren, und versuchte, sie anhand der Grundsätze des Dafa anzuleiten: „Mama, lass uns das Geld nicht mehr zurückfordern. Falun Dafa lehrt: ‚Kein Gewinn, ohne Verlust.‘ Er hat dein Geld genommen, dafür wird er dir Tugend geben, und das wird dir helfen, gesund zu bleiben und dein Leben zu verlängern. Leb einfach gut weiter; mehr verlangen wir nicht. Du hast doch noch deinen zweiten Sohn [meinen Mann] und deinen fünften Sohn. Wenn du Geld brauchst, geben wir es dir, und wir werden uns um dich kümmern. Denk über die anderen Dinge nicht mehr nach.“ Auch die Frau des fünften Bruders meines Mannes kümmerte sich hingebungsvoll um sie. Durch unsere Fürsorge erholte sich meine Schwiegermutter rasch.
Dafa half mir, meine Selbstsucht und Engstirnigkeit abzulegen, und lehrte mich, nachsichtig zu sein. Heute bin ich fast siebzig Jahre alt, erfreue mich guter Gesundheit und mein Leben ist voller Sonnenschein. Mein Mann und ich beziehen beide eine Rente, und unsere Tochter hat uns eine Wohnung in der Stadt gekauft. All dies sind Segnungen, die Dafa uns geschenkt hat. Danke, Meister, für Ihre barmherzige Errettung!
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