(Minghui.de) Ein Mann ging interessiert am Rand der Bühne entlang und filmte das Geschehen mit seinem Handy. Immer wieder blieb er stehen, richtete die Kamera auf die Bühne und zoomte näher heran, um die Gesichter aufzunehmen. Dann fiel sein Blick auf ein Transparent neben der Bühne mit der Aufschrift: „Falun Dafa. Eine traditionsreiche chinesische Meditationspraxis.“ Erst jetzt bemerkte er eine Falun-Dafa-Praktizierende neben sich, die ihm lächelnd einen Flyer reichte.

Der Mann erzählte, dass er nach einer Methode suche, die ihm zu innerer Ruhe verhelfen könne. Nachdem er mehr über Falun Dafa erfahren hatte, notierte er sich die Adresse des örtlichen Übungsplatzes und äußerte den Wunsch, dort die Übungen zu erlernen.

Diese Szene ereignete sich auf dem Bürgerfest in Hanau, als Falun-Dafa-Praktizierende den Besuchern auf einer Bühne die Übungen vorführten.

Hanau liegt in der Nähe von Frankfurt am Main und ist die Geburtsstadt von Jacob und Wilhelm Grimm, Herausgeber der weltweit berühmten Kinder- und Hausmärchen, die dort auch einen Teil ihrer Kindheit verbrachten. Die Stadt bildet zudem den Ausgangspunkt der bekannten Deutschen Märchenstraße. Seit 2006 trägt Hanau offiziell den Beinamen „Brüder-Grimm-Stadt“.

Das Hanauer Bürgerfest fand vom 4. bis 6. September 2026 auf den Mainwiesen unterhalb von Schloss Philippsruhe statt. Laut örtlichen Medien besuchten am Wochenende rund 60.000 Menschen das Fest. Sie erwartete ein vielfältiges Programm mit musikalischen Darbietungen, kulinarischen Angeboten und zahlreichen sportlichen Aktivitäten. Auch die Falun-Dafa-Praktizierende waren mit einem Stand dort vertreten.

Friedliche Übungen ziehen die Aufmerksamkeit auf sich

Falun-Dafa-Praktizierende führen am 6. September 2026 auf der Bühne des Hanauer Bürgerfests die Übungen vor (Minghui.org)

Festbesucher lesen einen Flyer über Falun Dafa (Minghui.org)

Am Nachmittag des 6. September führten die Falun-Dafa-Praktizierenden 45 Minuten lang die Übungen auf der Bühne vor. In gelber Übungskleidung zeigten sie die fünf Übungssätze. Ein Praktizierender erläuterte den Zuschauern die einzelnen Bewegungen und die dahinterstehenden Prinzipien und stellte die Werte von Falun Dafa vor: Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht.

Unter blauem Himmel und Sonnenschein boten die ruhigen, gleichmäßigen Bewegungen, begleitet von wohltuender Musik, einen besonderen Anblick inmitten des lebhaften Festgeschehens. Immer mehr Menschen blieben stehen und sahen zu. Viele nahmen einen Flyer entgegen und kamen mit den Praktizierenden ins Gespräch.

Besucher im Gespräch mit Falun-Dafa-Praktizierenden am Informationsstand (Minghui.org)

Wiederbegegnung mit Falun Dafa weckt neues Interesse an den Übungen

Die Musiklehrerin Ilona (Minghui.org)

Ilona, eine Musiklehrerin aus Mühlheim, kam mit ihrer kleinen Tochter zum Stand. Während das Mädchen mit einem Praktizierenden eine kleine Lotusblüte faltete, kam Ilona mit anderen Praktizierenden ins Gespräch. Als sie einen Flyer über Falun Dafa erhielt, erinnerte sie sich an eine Begegnung, die bereits einige Jahre zurücklag.

Damals hatte eine chinesische Praktizierende bei ihr Saxophonunterricht genommen. Die junge Frau hatte ihr von Falun Dafa und den Werten Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht erzählt, aber auch von ihren persönlichen Erlebnissen in China: Ihr Vater hatte infolge der Verfolgung wegen seines Glaubens an Falun Dafa sein Leben verloren. Auch sie selbst war von der KPCh verfolgt worden, bevor ihr schließlich die Flucht ins Ausland gelang. Das Schicksal ihrer damaligen Schülerin hatte Ilona tief erschüttert.

Falun Dafa und seine Werte hätten sie schon damals sehr angesprochen, erzählte sie. Gerade Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht seien ihrer Ansicht nach Werte, die für die Menschen von großer Bedeutung seien. Umso weniger könne sie begreifen, dass solch ein friedlicher, spiritueller Weg in China derart brutal verfolgt werde.

Die unerwartete Wiederbegegnung mit Falun Dafa auf dem Bürgerfest weckte nun ihr Interesse erneut. Sie freute sich, Falun Dafa nach all den Jahren wieder zu begegnen, und nahm sich vor, zum örtlichen Übungsplatz zu kommen und die Übungen persönlich kennenzulernen.

Die Menschlichkeit muss siegen“

Die Krankenpflegerin Regina (Minghui.org)

Regina lebt in Hanau und arbeitet als Gesundheits- und Krankenpflegerin. Am Stand kam sie mit einer Praktizierenden ins Gespräch und erzählte, dass sie auf der Suche nach ihrer inneren Mitte sei. Sie könne gut nachvollziehen, dass die Werte Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht einem Menschen helfen könnten, diese innere Mitte zu finden.

„Wenn mehr Menschen diese Werte leben würden, wäre die Welt fröhlicher“, sagte sie. Es gäbe mehr Lebensfreude, mehr Rücksichtnahme und auch mehr Frieden. „Wir könnten viel besser miteinander leben, weil jeder mehr auf den anderen achten würde. Wir hätten eine bessere Gesellschaft – das wäre schön.“

Regina wollte mehr über Falun Dafa erfahren und plante, bereits am darauffolgenden Sonntag den örtlichen Übungsplatz aufzusuchen.

Dass Falun Dafa in China verfolgt werde und damit gerade diese drei Werte unterdrückt werden sollten, erschütterte sie. Für Regina ist dies charakteristisch für den Kommunismus: „Er kann nur zerstören und arbeitet mit Lügen und Betrug. Das wollen wir natürlich nicht. Da muss die Menschlichkeit siegen.“ Daraufhin unterschrieb sie die Petition, um die Bemühungen der Falun-Dafa-Praktizierenden zur Beendigung der Verfolgung zu unterstützen.

In der Trauer „zurück zu unseren kosmischen Wurzeln“ entdeckt

Eine elegante Dame Mitte 60 trat gemeinsam mit ihrem Mann an den Stand. Sie erzählte, dass ihr jüngerer, behinderter Bruder vor Kurzem verstorben sei. Sie vermisse ihn sehr und sei in ihrer Trauer auf der Suche nach Trost.

Aufmerksam hörte sie zu, als die Praktizierende ihr von Falun Dafa erzählte. Schon bald fiel ihr Blick auf das ausliegende Buch „Zurück zu unseren kosmischen Wurzeln“. Sie nahm es in die Hand, blätterte eine Weile darin und entschied sich schließlich, ein Exemplar von einer Praktizierenden abzukaufen.

Als sie sich anschließend gemeinsam mit ihrem Mann verabschiedete, wirkte sie deutlich gelöster als zu Beginn des Gesprächs. Mit dem Buch in der Hand setzten sie ihren Rundgang über das Bürgerfest fort.

Der Wunsch, die Falun-Dafa-Übungen zu lernen

Xenia

Gegen Abend kam Xenia mit ihren drei Töchtern im Alter von neun, sieben und vier Jahren an den Stand. Falun Dafa war ihr bereits bekannt: Schon im vergangenen Jahr hatte sie den Stand auf dem Bürgerfest besucht und sich vorgenommen, zum Übungsplatz zu kommen. Warum sie es letztlich nicht getan habe, wisse sie selbst nicht, meinte sie. Diesmal wolle sie es jedoch nicht wieder aufschieben, so Xenia. Sie sehne sich nach mehr innerer Ruhe und wolle deshalb am kommenden Sonntag zum Übungsplatz kommen. Auch ihre neunjährige Tochter würde sie gerne mitbringen.

Xenia blieb lange am Stand, stellte viele Fragen und informierte sich eingehend über Falun Dafa. Zum Abschied erhielten sie und ihre drei Töchter bunte Lotusblüten, auf deren Anhängern die Werte Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht standen. Die vier freuten sich über das kleine Geschenk und bedankten sich herzlich. Bevor sie weiterzogen, unterschrieb Xenia noch die Petition gegen die Verfolgung in China, um die Bemühungen der Praktzierenden, diese zu beenden, zu unterstützen. Beim Abschied zeigte sie sich entschlossen: Am kommenden Sonntag würde sie zum Übungsplatz kommen.

Als die Sonne unterging, ging das dreitägige Bürgerfest zu Ende und die Falun-Dafa-Praktizierenden verließen nach und nach das Veranstaltungsgelände. Sie waren dankbar für die Gelegenheit, mit vielen Menschen persönlich ins Gespräch gekommen und ihnen Falun Dafa nähergebracht zu haben.