(Minghui.org) Statistiken von Minghui.org zufolge wurden im August mindestens 397 Falun-Dafa-Praktizierende in China auf unterschiedliche Weise von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) verfolgt. 14 Praktizierende starben infolge der Verfolgung. Mindestens 58 Praktizierende wurden rechtswidrig zu Gefängnisstrafen verurteilt, 191 wurden festgenommen und 130 schikaniert. Vier weitere Praktizierende wurden unter dem Vorwand sogenannter „Schulungskurse“ oder auf andere Weise einer zwangsweisen Gehirnwäsche unterzogen.


Im August 2026 berichtete Minghui.org, dass 14 Falun-Gong-Praktizierende infolge der Verfolgung verstorben seien

RegionAnzahl der durch Verfolgung ums Leben gekommenen Personen
Provinz Heilongjiang 4
Provinz Liaoning3
Stadt Tianjin2
Xinjiang1
Ningxia1
Provinz Yunnan1
Provinz Guizhou1
Provinz Jilin1

Darunter wurden fünf Praktizierende zweimal und zehn Praktizierende mehrfach schikaniert.

Nachfolgend sind ausgewählte Fälle von Verfolgung aufgeführt.

1. 79-Jähriger stirbt infolge von Folter in einer Haftanstalt

Ein 79-jähriger Mann aus der Stadt Qiqihar in der Provinz Heilongjiang fiel ins Koma, nachdem er wegen des Praktizierens von Falun Gong in Haft gefoltert worden war. Yao Xingqi wurde acht Tage später in lebensbedrohlichem Zustand freigelassen. Knapp einen Monat danach verstarb er zu Hause.

Yao, ein pensionierter Mitarbeiter eines Schwermaschinenbauunternehmens, suchte am 11. Mai 2026 die Polizeiwache Beixing auf, um die Rückgabe seiner Falun-Gong-Bücher zu verlangen. Diese waren ihm bei einer früheren Festnahme zu einem unbekannten Zeitpunkt abgenommen worden. Statt ihm die Bücher zurückzugeben, nahm die Polizei ihn am folgenden Tag zu Hause fest und brachte ihn in die erste Haftanstalt der Stadt Qiqihar.

Am 21. Mai fiel Yao infolge der Folter in der Haftanstalt ins Koma und wurde zur Wiederbelebung in ein Krankenhaus gebracht. Danach blieb er stark geschwächt. Am 29. Mai entließ ihn die Polizei nach Hause. Am 24. Juni verstarb er.

Seit die Kommunistische Partei Chinas 1999 die Verfolgung von Falun Gong anordnete, wurde Yao aufgrund seines Glaubens wiederholt ins Visier der Behörden genommen.

Am 2. April 2010 wurde er festgenommen, nachdem ein Mädchen ihn angezeigt hatte, weil er mit ihr über Falun Gong gesprochen hatte. Er verbrachte die Nacht auf der Polizeiwache Hongan. Die Polizei durchsuchte seine Wohnung und erpresste 5.000 Yuan (etwa 645 Euro) von ihm, bevor sie ihn wieder freiließ.

Am 28. Februar 2011 wurde Yao erneut festgenommen. Seine Wohnung wurde durchsucht, und er wurde in der Haftanstalt des Bezirks Fu inhaftiert. Ma Minghui, der stellvertretende Leiter der Polizeiwache Beixing, übergab den Fall an die örtliche Staatsanwaltschaft und beschuldigte ihn, Informationsmaterialien zu Falun Gong gedruckt zu haben. Er wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt und verbüßte seine Strafe im Gefängnis Tailai.

Der Polizeibeamte Lu Cheng von der Polizeiwache Beixing belästigte Yao im April 2020 viermal und versuchte, ihn zum Aufgeben von Falun Gong zu zwingen. Yao weigerte sich. Bei dem vierten Vorfall drohte Lu ihm mit einer Festnahme.

Am 10. Mai 2025 wurde Yao erneut von Beamten der Polizeiwache Beixing festgenommen. Auch seine Frau, die nicht Falun Gong praktiziert, wurde zur Polizeiwache gebracht. Die Polizei erpresste 2.000 Yuan (etwa 260 Euro) von dem Ehepaar und ließ es noch am selben Abend gegen 22 Uhr frei.

2. 75-Jähriger aus Liaoning stirbt nach jahrzehntelanger Schikane

Wie Minghui.org im August 2026 erfahren hat, ist am 12. September 2019 ein 75-jähriger Mann aus der Stadt Fushun, Provinz Liaoning, verstorben, nachdem er aufgrund seines Glaubens an Falun Dafa jahrzehntelang Schikanen und Überwachung ausgesetzt gewesen war.

Geng Xiangwu

Geng Xiangwu, ein Qigong-Anhänger, begann 1996 mit dem Praktizieren von Falun Dafa. Nachdem die Kommunistische Partei Chinas 1999 eine landesweite Verfolgungskampagne angeordnet hatte, gehörte er – zusammen mit anderen Koordinatoren von Übungsplätzen – zu der ersten Gruppe von Praktizierenden, die verhaftet wurden.

Während seiner dreijährigen Haft im Zwangsarbeitslager Wujiabao verschlechterte sich sein Gesundheitszustand rapide. Er litt unter Brustschmerzen, Herzrhythmusstörungen und hohem Blutdruck. Aus Angst, er könnte dort sterben, entließ ihn die Lagerleitung. Nach seiner Rückkehr nach Hause nahm er das Praktizieren wieder auf und erholte sich.

In seiner Freizeit sprach Geng mit Menschen über die Verfolgung. Als Vergeltungsmaßnahme schikanierten ihn die örtliche Polizei sowie Mitarbeiter des Nachbarschaftskomitees und drohten damit, ihn wieder ins Zwangsarbeitslager zu bringen.

Da Geng seine Bemühungen, auf die Verfolgung aufmerksam zu machen, nicht einstellte, nahm die Polizei ihn im Mai 2001 erneut fest und brachte ihn zurück ins Arbeitslager.

Diesmal war er verschiedenen Foltermethoden ausgesetzt, darunter Schlägen, Fesselungen, dem Zwang, auf dem kalten Betonboden zu sitzen, sowie Zwangsernährung. Er litt erneut unter Herzrhythmusstörungen sowie akuten Beschwerden durch Gallen- und Nierensteine. Daraufhin wurde er aus dem Arbeitslager entlassen.

Die Polizei wies Geng an, das Praktizieren aufzugeben und sich regelmäßig im Arbeitslager zu melden. Zudem versuchten sie, seine direkten Nachbarn zu zwingen, ihnen über seine täglichen Aktivitäten Bericht zu erstatten, was sie verweigerten.

Später zwang die Polizei den Sekretär der Wohnsiedlung, Empfänger von Sozialhilfeleistungen dazu zu bringen, Geng zu überwachen. Dabei drohte sie mit der Einstellung der Zahlungen, sollten sie dieser Anweisung nicht Folge leisten. Zudem installierte die Polizei hochauflösende Überwachungskameras, die auf alle Räume seiner Wohnung gerichtet waren.

Da Geng die Schikanen und die Überwachung nicht mehr ertragen konnte, sah er sich gezwungen, mehr als zehn Jahre lang nicht in seiner Wohnung zu leben.

Am 22. April 2016 wurde Geng bei einem Besuch bei einer örtlichen Praktizierenden namens Tian Caiying festgenommen und zur Polizeiwache Yongantai gebracht. Seine Wohnung wurde durchsucht. Am Nachmittag desselben Tages brachte ihn die Polizei in die Haftanstalt der Stadt Fushun. Die Haftanstalt nahm ihn wegen seines schlechten Gesundheitszustandes jedoch nicht auf, woraufhin er wieder freigelassen wurde.

Die Polizei belästigte ihn weiterhin durch häufige Anrufe. Wenn er nicht abnahm, riefen sie seine beiden Kinder an. Sie setzten auch seine Kinder unter Druck, dass sie ihn überwachen und ihn daran hindern sollten, das Haus zu verlassen. Damit wollten sie ihn davon abhalten, mit Menschen über Falun Dafa zu sprechen.

Die anhaltenden Schikanen beeinträchtigten Gengs Gesundheit schwer, er verstarb am 12. September 2019.

3. Wegen ihres Glaubens inhaftiert: 65-Jährige stirbt zwei Tage vor Haftentlassung

Eine 65-jährige Frau aus Kunming in der Provinz Yunnan starb am 9. September 2025 unerwartet, zwei Tage vor dem Ende ihrer Haftstrafe von sechs Jahren und vier Monaten, zu der sie wegen Praktizierens von Falun Dafa verurteilt worden war. Das Zweite Frauengefängnis der Provinz Yunnan verweigerte jegliche Auskunft zu den Umständen des Todes von Pu Baoyu. Es ist auch unklar, ob Pus Leiche an ihre Familie übergeben wurde.

Laut einer Quelle wurde Pu im Gefängnis mit Giftstoffen betäubt – eine Praktik, die häufig bei inhaftierten Falun-Dafa-Praktizierenden angewendet wird, die sich weigern, ihrem Glauben abzuschwören.

Beamte der Staatssicherheit des Bezirks Guandu observierten Pu monatelang, bevor sie sie am 12. Mai 2019 festnahmen. Sie wurde später zu sechs Jahren und vier Monaten Haft verurteilt und in das Zweite Frauengefängnis der Provinz Yunnan überführt. Ihre Familie wurde weder über die Anklage noch über die Überstellung ins Gefängnis informiert.Am Morgen des 9. September 2025 stellten Pus Zellengenossinnen fest, dass sie nicht mehr atmete. Der genaue Todeszeitpunkt ist unbekannt.

Frühere VerfolgungSeit die Kommunistische Partei Chinas 1999 die Verfolgung von Falun Dafa angeordnet hatte, wurde Pu wiederholt wegen ihres Glaubens verfolgt. Vor ihrer letzten Haftstrafe erhielt sie zwei weitere dreijährige Haftstrafen. Da ihr Mann dem Druck der Verfolgung nicht mehr standhalten konnte, ließ er sich von ihr scheiden. Pu erhielt das Sorgerecht für ihre gemeinsame Tochter.

Erste HaftstrafePu wurde am 2. August 2005 festgenommen, als sie auf einem Bauernmarkt Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilte. Beamte der Staatssicherheit des Bezirks Guandu durchsuchten ihre Wohnung und brachten sie in die Haftanstalt des Bezirks Guandu.

Die Staatsanwaltschaft Kunming erließ am 31. August 2005 einen Haftbefehl gegen Pu. Sie wurde am 13. August 2007 vom Mittleren Gericht Kunming zu drei Jahren Haft verurteilt.Nach ihrer Überstellung in das Zweite Frauengefängnis der Provinz Yunnan wurde Pu für 42 Tage in Einzelhaft gehalten. Ihr wurde jegliche Art von Körperpflege verweigert, darunter Baden, Umziehen und Haare kämmen. Sie musste den ganzen Tag regungslos auf einem kleinen Hocker sitzen, was zu offenen Wundstellen an ihrem Gesäß führte. Außerdem durfte sie nur viermal die Toilette benutzen.Pus Haftstrafe wurde um sechs Monate reduziert, und sie wurde am 1. Februar 2008 freigelassen.

Zweite HaftstrafeVor dem 20. Jahrestag der öffentlichen Einführung von Falun Dafa am 13. Mai 2012 wurde Pu erneut festgenommen. Am 5. Mai um Mitternacht drangen sieben Beamte der Staatssicherheit des Bezirks Guandu in das Haus ihres Bruders ein, wo sie sich aufhielt. Sie durchsuchten das Haus drei Stunden lang.Pu wurde später vom Mittleren Gericht der Stadt Kunming zu drei Jahren Haft verurteilt.

4. Sechs Monate nach Haftentlassung tot

Eine Frau aus Tianjin litt unter gesundheitlichen Problemen, nachdem sie aufgrund ihres Glaubens an Falun Gong in ein Arbeitslager und später in ein Gefängnis gesperrt worden war. Sie starb am 6. Juli 2026 – nur sechs Monate nach ihrer Haftentlassung – an einem Schlaganfall. Sie war 59 Jahre alt.

Sun Shuhua, geboren am 20. November 1966, war nicht das einzige Mitglied ihrer Familie, das der Verfolgung von Falun Gong zum Opfer fiel. Ihre ältere Schwester, Sun Shuzhen, verstarb am 28. Mai 2023, nachdem sie zwei Gefängnisstrafen von insgesamt acht Jahren (2009–2012 und 2017–2022) verbüßt hatte.

Auch die Eltern der Schwestern waren betroffen. Nach der Gefängnisstrafe von Sun Shuzhen war ihr Vater so sehr erschüttert, dass er 2012 verstarb. Ihre Mutter erlitt einen psychischen Zusammenbruch und starb kurz darauf.

Sun Shuhua wurde am 13. April 2009 festgenommen und für ein Jahr und zwei Monate in ein Arbeitslager gebracht. Im Frauenarbeitslager Tianjin wurde sie brutal gefoltert und zur Zwangsarbeit gezwungen. Wann immer ihr Mann sie besuchte, forderten die Wärter ihn auf, die beiden kleinen Kinder des Paares mitzubringen. Auf diese Weise sollte Sun unter Druck gesetzt werden, ihrem Glauben abzuschwören. Die Kinder litten während der langen Fahrt unter Reisekrankheit und weinten ununterbrochen, nachdem sie ihre Mutter hinter Gittern gesehen hatten. Suns Mann machte sie für die Nöte verantwortlich, die die Familie durchlebte. Da sie dennoch an ihrem Glauben festhielt, wurde ihre Haft um zwei Tage verlängert. Am 15. Juni 2010 wurde sie freigelassen.

Die örtliche Polizei schikanierte Sun weiterhin in ihrer Wohnung. Etwa im Juni 2011 drangen rund sieben Polizeibeamte ein, um nach einem Computer zu suchen. Sie behaupteten, Sun habe diesen genutzt, um Artikel über ihre Verfolgung zu verfassen und an Minghui.org zu übermitteln. Ihre Schwiegereltern, die mit ihr zusammenlebten, waren derart traumatisiert, dass sie am ganzen Körper zitterten und kein Wort herausbrachten.

Eine Polizistin bedrohte Sun und forderte sie auf, keine Artikel mehr an Minghui.org zu senden, da man sonst erneut gegen sie vorgehen würde. Am nächsten Tag kehrten zwei weitere Beamte zurück und schikanierten sie erneut. Kurz darauf erschienen zwei Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung und versuchten, Sun dazu zu bewegen, ihrem Glauben abzuschwören. Im Jahr 2014 drangen vier Beamte in ihre Wohnung ein und durchsuchten diese, ohne sich auszuweisen oder einen Durchsuchungsbefehl vorzulegen. Ihre Schwiegermutter zitterte erneut vor Angst.

Sun wurde am 19. Juli 2024 erneut festgenommen und später zu anderthalb Jahren Haft sowie einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (etwa 1.290 Euro) verurteilt. Während ihrer Haftzeit war sie brutaler Folter ausgesetzt. Nach ihrer Freilassung im Januar 2026 litt Sun unter extrem hohem Blutdruck. Sechs Monate später erlitt sie einen Schlaganfall und verstarb.

5. Ehemaliger Polizist erhält Giftinjektion im Gefängnis und wird als Pflegefall freigelassen – neun Jahre später ist er tot

Ein 59-jähriger Mann aus der Stadt Fuxin, Provinz Liaoning, starb am 19. Juli 2026, neun Jahre nachdem ihm während einer 3,5-jährigen Haftstrafe wegen seines Glaubens an Falun Dafa eine Giftinjektion verabreicht worden war.

Gao Yumin war ein ehemaliger Beamter der Polizeibehörde der Stadt Fuxin. Durch seine Kontakte mit Falun-Dafa-Praktizierenden in Polizeigewahrsam war er von deren Freundlichkeit berührt und stellte fest, dass sie keineswegs so waren, wie in der verleumderischen Propaganda des Kommunistischen Regimes dargestellt. Schließlich begann auch er, Falun Dafa zu praktizieren, und gab anschließend innerhalb kurzer Zeit das Rauchen, Trinken und Glücksspiel auf. Außerdem wandelte er sich zu einem fürsorglichen Ehemann für seine psychisch kranke Frau.

Am 6. November 2013 wurde Gao wegen der Verteilung von Informationsmaterialien über Falun Dafa verhaftet. Als er aus Protest in den Hungerstreik trat, wurde er geschlagen und einer Zwangsernährung unterzogen. Er wurde extrem schwach und zwei Monate später gegen Kaution freigelassen.

Am 21. Februar 2014 wurde Gao erneut verhaftet und am 14. März 2014 vom Bezirksgericht Zhangwu zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Nachdem er Berufung eingelegt hatte, wurde die Verurteilung auf 3,5  Jahre verkürzt. Am 7. November 2014 lieferte man ihn in das Erste Gefängnis von Shenyang ein. Zu diesem Zeitpunkt war er nach einem über 20-tägigen Hungerstreik extrem geschwächt. Das Gefängnis nahm ihn dennoch auf, obwohl man bei der obligatorischen medizinischen Untersuchung Nierenversagen, Leberschäden, Herzerkrankungen, Sehstörungen und weitere Beschwerden festgestellt hatte.

Die Gefängniswärter verprügelten ihn oft und schlugen ihm mit Schuhsohlen ins Gesicht. Wenn er die Falun-Dafa-Übungen praktizierte, traktierten sie seine Beine mit Elektrostäben. Aus Protest trat er in Hungerstreik, wurde dann jedoch zwangsernährt. Ein Zeuge berichtete, er habe gesehen, wie Gao einmal nicht mehr stehen konnte und kriechen musste. Andere Insassen gaben an, man habe ihn einmal ins Krankenhaus Shenyang 739 gebracht, wo bei ihm schwere Magen-Darm-Verwachsungen diagnostiziert wurden.

Zwei Monate vor Ablauf seiner Haftzeit – im Juni 2017 – spritzten die Wärter Gao eine hohe Dosis Barbital (ein Mittel zur Dämpfung des zentralen Nervensystems). Sie sperrten ihn in Einzelhaft und verprügelten ihn.

Gao litt unter starken Nebenwirkungen der toxischen Substanz. Sein Blick war leer, sein Körper wurde steif und er konnte seine Gliedmaßen nicht strecken. Aus mehreren Venen sickerte Blut. Er war nicht in der Lage zu essen und war verwirrt. Außerdem hatte er dunklen Stuhlgang.

Als seine Familie eine Woche nach der Injektion endlich über seinen Zustand informiert wurde, war sie schockiert, ihn in einem vegetativ-ähnlichen Zustand vorzufinden. Die Wärter des Ersten Gefängnisses von Shenyang behaupteten jedoch, dieser Zustand sei erst nach seinem Hungerstreik aufgetreten. Gaos Familie reichte daraufhin eine Urinprobe beim Institut für Arzneimittelkontrolle und -prüfung der Provinz Liaoning ein. Die Ergebnisse wiesen eine hohe Konzentration Barbital in seinem Körper nach.

Die Gefängnisleitung versprach, Gao vorzeitig freizulassen, falls seine Familie bereit sei, auf ihr gesetzliches Recht auf Rechtsdurchsetzung zu verzichten. Die Familie lehnte dies entschieden ab und verlangte, dass Gao medizinisch versorgt werde. Schließlich wurde er ins Zentralkrankenhaus von Fuxin gebracht und verbrachte dort die letzten zwei Wochen seiner Haftzeit.

Die Gefängnisleitung sprach seiner Familie eine Entschädigung zu, aber das Komitee für Politik und Recht der Provinz Liaoning sowie das Büro 610 machten dies zunichte. Yu Yang und Wang Qiubo des Komitees für Politik und Recht in Fuxin erklärten: „Wir können keine Entschädigung anbieten, da dies als Schuldeingeständnis gewertet würde.“

Gao litt auch nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus im Juni 2017 weiterhin unter den toxischen Auswirkungen der Injektion. Er war auf die Zufuhr von flüssiger Nahrung angewiesen, um am Leben zu bleiben. Seine Familie stellte Pflegekräfte ein, die sich rund um die Uhr um ihn kümmerten. Sein Arbeitgeber hatte ihn entlassen und seine Familie hatte große Schwierigkeiten, für die Kosten seiner Langzeitpflege aufzukommen. Seine Intelligenz entsprach der eines Dreijährigen.

Beamte des Komitees für Politik und Recht und des Büros 610 überwachten seine Familie genau und drohten ihr, Gaos Qualen nicht in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Gao starb am 19. Juli 2026.

6. Nach jahrelanger Verfolgung: Ehemaliger Polizeibeamter stirbt mit 58 Jahren

Ein 58-jähriger Mann aus dem Kreis Xinbin in der Provinz Liaoning verstarb am 15. Juni 2026, nachdem er jahrelange Verfolgung aufgrund seines Glaubens an Falun Gong erlitten hatte.

Wang Xiaoming

Ein angesehener Polizeibeamter

Wang Xiaoming schrieb Falun Dafa zu, seine Gesundheit wiederhergestellt und ihn zu einem aufgeschlosseneren und optimistischeren Menschen gemacht zu haben. Während seiner Dienstzeit auf der Polizeiwache Yongling war er als fairer und gerechter Beamter bekannt. Eine Person, die sich ungerecht behandelt gefühlt hatte, sagte einmal zum Polizeichef: „Ich hätte mich nicht mit euch angelegt, wenn Wang Xiaoming meinen Fall bearbeitet hätte. Er hat jeden stets absolut fair behandelt.“

Später wurde Wang auf eine Polizeiwache versetzt, die für eine örtliche Touristenattraktion zuständig war. Während seine Kollegen ihren Familien kostenlosen Zutritt gewährten, kaufte er für seine Angehörigen stets Eintrittskarten. Da es keine Regelung gab, die Familienangehörigen freien Eintritt gewährte, wollte er seine Position nicht zu seinem persönlichen Vorteil nutzen.

Nach seiner Rückkehr zur Polizeiwache Yongling zeichnete sich Wang weiterhin durch hervorragende Leistungen aus. Die Computerarbeiten, die er für das Polizeisystem durchführte, wurden von Vertretern der Provinzbehörden hoch gelobt. Später erzielte er das beste Ergebnis bei einer polizeilichen Qualifikationsprüfung in der Stadt Fushun, zu deren Zuständigkeitsbereich der Kreis Xinbin gehört.

Erste Haft im Arbeitslager im Jahr 2001

Nachdem die Kommunistische Partei Chinas im Juli 1999 mit der Verfolgung von Falun Dafa begonnen hatte, hielt Wang an seinem Glauben fest und geriet ins Visier der Behörden. Er wurde erstmals im September 2001 festgenommen und zu einer Haftstrafe von unbekannter Dauer im Arbeitslager Wanjiabuzi in der Stadt Fushun verurteilt. Aus Protest trat er in den Hungerstreik, woraufhin er den ganzen Tag über an ein Bett gefesselt wurde. Zudem zwang ihn der Wärter Wu Wei täglich zur Nahrungsaufnahme, indem er seinen Mund mit einem Löffel aufhebelte und einen Ernährungsschlauch in seinen Magen einführte.

Nach jeder Zwangsernährung zuckte Wang am ganzen Körper; besonders heftig war dies am neunten Tag der Prozedur. Wu schlug ihm ins Gesicht, beschimpfte ihn und brüllte: „Ich komme aus der Hölle und bin hier, um dich zu unterwerfen!“

Dann zog Wu seine Lederschuhe aus und schlug damit auf das Gesicht von Wang ein. Er befahl ihm zudem, seinen Tee zu trinken; als Wang sich weigerte, goss Wu ihm den Tee über den Kopf.

In jener Nacht fiel Wang ins Koma und wurde eilig in ein Krankenhaus gebracht. Am nächsten Tag zwang das Arbeitslager seine Familie, mehr als 500 Yuan (etwa 65 Euro) für die medizinische Behandlung zu zahlen. Er wurde in das Arbeitslager zurückgebracht, wo er den Hungerstreik noch mehr als zehn Tage lang fortsetzte, bevor er schließlich freigelassen wurde.

Zweite Haft im Arbeitslager im Jahr 2002

Am 13. Mai 2002 befand sich Wang auf der Polizeiwache Yongling bei der Arbeit, als plötzlich mehrere Beamte der Polizeibehörde der Stadt Fushun auftauchten und ihn schlugen. Er trug Verletzungen am ganzen Körper davon.

Beamte vom Büro 610 forderten Wang auf, Falun Gong abzuschwören. Er weigerte sich und wurde zu zwei Jahren Zwangsarbeit im Arbeitslager Wujiabuzi verurteilt. Die dortigen Wärter hielten ihn fünf Monate lang in Handschellen und in einer Einzelzelle gefangen. Während dieser Zeit befand er sich mehr als 100 Tage lang im Hungerstreik.

Aufgrund der lang andauernden Zwangsernährung bildeten sich an Wangs Körper wunde Stellen. Das Gewebe begann abzusterben, bis schließlich seine Knochen freilagen. An einem seiner Ohren entstand ein eitriges Geschwür, das zu einer Perforation und zum Verlust des Hörvermögens auf diesem Ohr führte. Zudem litt er unter Läusebefall.

Inhaftierung in einer Gehirnwäsche-Einrichtung im Jahr 2005

Nach seiner Entlassung aus dem Arbeitslager nahm Wang seine Arbeit wieder auf. Im Frühjahr 2005 wurde er zur Polizeidienststelle versetzt, die für Hetu Ala (eine lokale Touristenattraktion) zuständig war. Am 14. Oktober desselben Jahres wurde er festgenommen und direkt in die Gehirnwäsche-Einrichtung Luotaishanzhuang gebracht.

Wang weigerte sich, aus dem Auto auszusteigen. Daraufhin trugen ihn der bereits erwähnte Wärter Wu aus dem Arbeitslager und mehrere weitere Personen aus dem Fahrzeug in die Gehirnwäsche-Einrichtung. Aus Protest trat Wang in Hungerstreik. Am neunten Tag musste er notfallmäßig ins Krankenhaus eingeliefert werden und wurde anschließend freigelassen.

Gesundheit wiederhergestellt – doch vom Arbeitgeber entlassen

Etwa im März 2018 wurde Wang in eine Haftanstalt versetzt. Er litt unter Schwellungen in den Beinen sowie stechenden Brustschmerzen. Seine Symptome verschlimmerten sich im Laufe der Zeit. Das örtliche Krankenhaus überwies ihn zunächst an das Krankenhaus der Medizinischen Universität Shenyang und von dort weiter an das Militärkrankenhaus Shenyang.

Durch das Lesen der Falun-Gong-Bücher und das Praktizieren der Übungen erholte sich Wang allmählich von seinen zahlreichen Beschwerden. Dieses wundersame Erlebnis stärkte seinen Entschluss, Falun Gong weiterhin zu praktizieren – was der Polizeibehörde des Kreises Xinbin missfiel. Sie unternahm zahlreiche Versuche, seine Entlassung zu erwirken, und hatte damit schließlich am 23. Juli 2021 Erfolg.

Wang legte gegen seine Entlassung Beschwerde ein und forderte seine Wiedereinstellung. Später verklagte er die Polizeibehörde. Am 14. März 2023 entschied das Mittlere Volksgericht der Stadt Fushun zu seinen Ungunsten. Weitere Einzelheiten finden Sie im Bericht unter dem ersten der nachstehenden Links.

7. Softwareentwickler während achtjähriger Haftstrafe gefoltert

Der 44-jährige Softwareentwickler Tang Zhifei wurde am 3. August 2023 in seiner Wohnung von Beamten der Polizeiwache Jinggangshan festgenommen. Sein kleiner Sohn, der zu diesem Zeitpunkt nur Unterwäsche trug, durfte sich nicht anziehen. Eine Polizistin brachte den Jungen anschließend zu seinen Großeltern väterlicherseits, die in der Nähe wohnen.

Tangs Frau war zu diesem Zeitpunkt verreist. Als sie von der Nachricht erfuhr, eilte sie nach Hefei zurück. Als sie ihren Sohn bei ihren Schwiegereltern abholte, trug der Junge die Kleidung seines Großvaters.

Die Polizei durchsuchte Tangs Wohnung und beschlagnahmte seinen Computer, sein Mobiltelefon, die Eigentumsurkunde für das Haus sowie seine Gewerbelizenz (er führt gemeinsam mit einem Partner ein Unternehmen). Bevor die Beamten gingen, tauschten sie zudem das Türschloss aus. Seiner Frau blieb keine andere Wahl, als mit dem gemeinsamen Sohn in ihre Heimatstadt in der Stadt Fuyang, Provinz Anhui, zu ziehen. Sie hatte ihre Schwiegereltern – beide pensionierte Ärzte – gebeten, sie zu begleiten, um Schikanen durch die Polizei zu entgehen. Diese lehnten jedoch ab, da ihr Gesundheitszustand eine Reise nicht zuließ.

Tang wurde in der Haftanstalt des Kreises Changfeng festgehalten. Die Polizei gab an, sie sei auf ihn aufmerksam geworden, nachdem sie entdeckt hatte, dass er auf einer ausländischen Social-Media-Plattform Informationsvideos zu Falun Gong veröffentlicht hatte, die mehr als 6.000 Aufrufe erzielten. Er wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt insgeheim zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt.

2024 wurde Tang in das Gefängnis Suzhou eingewiesen. Weil er an seinem Glauben festhielt, wurde er geschlagen und mit Chiliwasser besprüht. Als er aus Protest in Hungerstreik trat, sperrten ihn die Wärter in einen Metallkäfig.
Derzeit ist er dort in der Abteilung 12 für ältere und gebrechliche Häftlinge untergebracht. 
Das Gefängnis Suzhou ist die zentrale Haftanstalt in der Provinz Anhui, in der Falun-Gong-Praktizierende aufgrund ihres Glaubens rechtswidrig festgehalten werden. Bei ihrer Ankunft werden die Praktizierenden angewiesen, Erklärungen zu unterzeichnen, in denen sie Falun Gong abschwören. Wer sich weigert, wird geschlagen und gezwungen, stundenlang mit dem Gesicht zur Wand zu stehen. Er ist Beschimpfungen sowie Schlafentzug ausgesetzt. Zudem wird der Zugang zur Toilette verwehrt. Viele werden zudem zu mehr als zehn Stunden Arbeit am Tag gezwungen und stellen vorwiegend Kleidung, Handtaschen und Gepäckstücke her. Jede Person erhält dafür nur einige hundert Yuan im Monat.

8. Trotz schwerer Urämie: Xu Qiang im Frauengefängnis Liaoning zu Zwangsarbeit gezwungen

Wie Minghui.org am 6. August 2026 berichtete, wurde die 66-jährige Falun-Dafa-Praktizierende Xu Qiang aus dem Bezirk Pulandian der Stadt Dalian, Provinz Liaoning, wegen der Verbreitung von Informationen über Falun Dafa vom Bezirksgericht Pulandian rechtswidrig zu neun Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Am 3. März 2022 wurde sie in das Frauengefängnis der Provinz Liaoning gebracht. Während ihrer Haft war Xu Qiang über längere Zeit Misshandlungen ausgesetzt und erkrankte an Urämie. Im März 2026 wurde sie in die Abteilung für ältere und körperlich beeinträchtigte Gefangene des 11. Gefängnistrakts verlegt. Trotz ihres schlechten Gesundheitszustands muss sie dort weiterhin täglich schwere Zwangsarbeit verrichten.

Die Gefängnisleitung verschwieg Xu Qiang zunächst ihre Erkrankung. Erst im 11. Gefängnistrakt erfuhr sie, dass die Medikamente, die sie einnahm, keine Blutdrucksenker waren, wie sie angenommen hatte, sondern zur Behandlung ihrer Urämie dienten. Als ihre Angehörigen Einsicht in die Krankenakte verlangten, verweigerte die Gefängnisleitung dies. Xu Qiang ist inzwischen körperlich äußerst geschwächt, muss jedoch weiterhin Arbeiten wie das Falten von Pappschachteln verrichten. Auf Nachfrage der Familie behauptete ein für ihre Gruppe zuständiger Gefängnisbeamter, für Xu Qiang gebe es keine vorgeschriebene Arbeitsmenge.

Nach jüngsten Informationen wird Xu Qiang im 11. Gefängnistrakt von Mitgefangenen überwacht, unter Druck gesetzt und beschimpft. Sie muss über längere Zeit im Stehen arbeiten und darf sich nicht einmal für kurze Zeit ausruhen. Als ihre Angehörigen den zuständigen Gefängnisbeamten darauf ansprachen, erklärte dieser, ihm sei davon nichts bekannt. Xu Qiang habe sich nicht beschwert, außerdem könne man die Überwachungskameras nicht rund um die Uhr im Blick behalten.

Nach dem chinesischen Gefängnisgesetz ist es nicht zulässig, Gefangenen die Aufsicht über andere Inhaftierte zu übertragen. Auch das Dulden von Misshandlungen durch Mitgefangene kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Nachdem die Angehörigen die Gefängnisleitung nun über die Situation von Xu Qiang informiert haben, bleibt abzuwarten, wie sie auf die Beschwerde reagieren wird. Minghui wird die weitere Entwicklung verfolgen.

9. Nach 15 Tagen Haft direkt in Gehirnwäsche-Einrichtung verschleppt

Wie Minghui.org am 26. August 2026 berichtete, endete am 24. August die 15-tägige Haft der Falun-Dafa-Praktizierenden Xu Lihua aus Wuhan in der Provinz Hubei. An diesem Morgen kamen ihre Angehörigen gegen 8:30 Uhr zur Ersten Frauenhaftanstalt Wuhan, um sie abzuholen. Dort wurde ihnen jedoch mitgeteilt, dass Xu Lihua nicht von ihrer Familie abgeholt werden dürfe, sondern nur von Beamten der für ihren Fall zuständigen Polizeiwache. Die Angehörigen legten daraufhin Beschwerde gegen die Haftanstalt ein, die jedoch nicht angenommen wurde.

Später erfuhr die Familie, dass Xu Lihua direkt in die Gehirnwäsche-Einrichtung am Yusun-Berg im Bezirk Caidian in Wuhan gebracht worden war. Diese Einrichtung ging aus der früheren Gehirnwäsche-Einrichtung Erdaopeng in Hankou hervor. Berichten zufolge kamen dort mehrere Falun-Dafa-Praktizierende infolge der Verfolgung ums Leben; zahlreiche weitere erlitten schwere psychische oder körperliche Schäden.

10. 71-jähriger pensionierter Grundschullehrer vor Gericht

Gegen einen 71-jährigen Mann aus der Stadt Shenyang in der Provinz Liaoning fand am 6. August 2026 eine Gerichtsverhandlung statt, nur weil er Falun Gong praktiziert.

Li Rongxin, ein pensionierter Grundschullehrer, war am 4. Februar 2026 mittags gemeinsam mit seiner Frau Guo Lizhi in seiner Wohnung festgenommen worden. Sieben Beamte der Staatssicherheit des Bezirks Huanggu und der Polizeiwache Huanghe waren gewaltsam eingedrungen, indem sie die Tür aufgehebelt hatten.

Die Polizisten durchsuchten drei Stunden lang die Wohnung des Ehepaars und beschlagnahmten Falun-Gong-Bücher, einen Drucker, ein Radio sowie Speicherkarten. Zudem warf ein Beamter ein Porträt des Begründers von Falun Gong auf den Boden.

Guo wurde 37 Tage später gegen Kaution freigelassen. Li befindet sich weiterhin im Untersuchungsgefängnis des Bezirks Huanggu in Haft. Trotz des Drucks seitens der Wärter weigert er sich, Erklärungen zu unterzeichnen, in denen er seinem Glauben abschwören sollte.

Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Dadong erhob Anklage gegen Li und übergab den Fall an das Bezirksgericht Dadong. Richter Liang Mo verweigerte zunächst Guo, die beantragt hatte, ihn als Familienangehörige zu verteidigen, die Einsicht in die Prozessakten sowie Besuche bei ihm. Erst nachdem sie Beschwerde eingelegt hatte, wurde ihrem Antrag stattgegeben.

Doch nur wenige Tage vor Lis für den 6. August angesetzter Anhörung entzog Richter Liang Guo überraschend das Recht, ihren Mann zu vertreten. Wenige Stunden später erschien er gemeinsam mit dem Gerichtsbeamten Zhou Zihe, einem Polizisten und einem Gerichtsvollzieher bei dem Ehepaar zu Hause. Sie forderten Guo auf, mit ihnen zu „kooperieren“ und die Kopien von Lis Prozessakten auf ihrem Computer und Mobiltelefon zu löschen. Währenddessen filmten sie sie ununterbrochen.

Am Tag der Verhandlung wurde Liang als Vorsitzender Richter durch Chen Zhuangwei ersetzt. Liang blieb jedoch als beisitzender Richter an dem Verfahren beteiligt.

Guo und ihre Tochter waren als Zeuginnen der Anklage gegen Li gelistet und durften der Verhandlung nicht beiwohnen. Lediglich Lis Schwiegersohn wurde der Zutritt zum Gerichtssaal gestattet. Sein Antrag, als Verteidiger für Li aufzutreten, wurde jedoch abgelehnt.

Staatsanwalt Zhang Guixian versuchte, Li zu einem Schuldbekenntnis zu drängen. Dieser weigerte sich, woraufhin Zhang ihm eine hohe Haftstrafe androhte.

Der Vorsitzende Richter Chen unterbrach Li häufig, als dieser zu seiner Verteidigung aussagte. Die Anhörung endete nach 50 Minuten.

Schlussbemerkung

Seit 27 Jahren verfolgt die KPCh Falun Dafa. Unzählige Praktizierende wurden in dieser Zeit festgenommen, inhaftiert, misshandelt und auf andere Weise verfolgt. Zugleich steht jeder, der mit dieser Verfolgung in Berührung kommt, vor der Entscheidung, wie er sich dazu verhält.

Jeder trägt Verantwortung für sein eigenes Handeln. Wer sich aus persönlichen Interessen an der Verfolgung beteiligt oder sie unterstützt, muss sich auch der rechtlichen und moralischen Folgen seines Handelns bewusst sein. Noch ist es nicht zu spät, sich von der Verfolgung zu distanzieren und eine andere Entscheidung zu treffen.