(Minghui.org) Ich praktiziere Falun Dafa seit meiner Kindheit gemeinsam mit meiner Familie. Beim Meditieren fehlte mir jedoch der Wille, Leid zu ertragen. Sobald der Schmerz im vollen Lotussitz zu stark wurde, nahm ich die Beine sofort herunter. Ich lernte zwar das Fa und praktizierte die Übungen, doch den vollen Lotussitz vermied ich, weil ich keinerlei Unbehagen ertragen wollte.

Nachdem die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) 1999 begonnen hatte, Falun Dafa zu verfolgen, machte ich die Übungen noch seltener. Ich redete mich damit heraus, dass mein Studium zu anstrengend sei. Die neuen Fa-Erklärungen des Meisters las ich, sobald sie erschienen, doch fleißig kultivieren wollte ich mich weiterhin nicht. Nach und nach unterschied ich mich nicht mehr von einem gewöhnlichen Menschen.

In den vergangenen 30 Jahren ließ ich mich von der abwärts gerichteten Strömung der menschlichen Gesellschaft treiben. Dabei wurden meine Anhaftungen an Ruhm, Gewinn, Bequemlichkeit, Begierde und Groll immer stärker. Hinzu kam meine Abhängigkeit vom Mobiltelefon. Gleichzeitig ließ ich zu, dass sich immer mehr Gedankenkarma ansammelte.

Mein Studium und mein Berufsleben verliefen wechselhaft. In dieser Zeit beging ich sogar unmoralische Taten und häufte viel Karma an. Später bereute ich das zutiefst und hatte das Gefühl, gefallen zu sein. Wenn ich das Fa lernte und die Übungen machte, besserte es sich eine Weile. Doch dann fiel ich leicht in meine alten Gewohnheiten zurück und blieb lange darin stecken.

Ich bin dem Meister zutiefst dankbar, dass er mich nie aufgegeben und mir immer wieder Gelegenheiten gegeben hat. Als ich 2005 einem älteren Mitpraktizierenden half, Dateien auf einem MP4-Player zu ordnen, stieß ich auf die Audiofassung der Minghui-Sammlung „Das Herz kultivieren und die Begierde beseitigen“.

Nachdem ich sie angehört hatte, wurde mir klar, dass ich dem Weg gefolgt war, den die alten Mächte arrangiert hatten. Diese Artikel hatte ich vor vielen Jahren gelesen. Damals war ich aber noch jung, hatte noch keine Beziehung und praktizierte nicht ernsthaft. Deshalb hatte ich sie mir überhaupt nicht zu Herzen genommen.

Der Meister sagt:

„Solange der Mensch lebt, muss er denken. Da der Mensch unter den gewöhnlichen Menschen umherirrt, erzeugt er in seinen Gedanken oft Gesinnungen, die im Zusammenhang mit Ruhm, Reichtum, Erotik, Ärger und so weiter stehen. Mit der Zeit entsteht daraus ein starkes Gedankenkarma.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 302)

Mir wurde klar, warum ich so niedergeschlagen und lustlos war und warum nie etwas so lief, wie ich es mir erhoffte: Das Gedankenkarma, das ich über die Jahre angesammelt hatte, störte mich ständig. Ich beschloss, es aufzudecken und zu beseitigen. Doch gleich danach kam der Gedanke: „Werde ich dafür von diesem Karma Vergeltung erfahren?“

Mir wurde sofort klar, dass dieser Gedanke falsch war. Ich versuchte, ihn durch das Aussenden aufrichtiger Gedanken zu beseitigen. Doch ich hatte nicht ausreichend das Fa gelernt und mein Herz war nicht aufrichtig genug. Daher hatten meine aufrichtigen Gedanken zu wenig Kraft. So nutzten die alten Mächte die Lücke doch aus. Es dauerte noch mehrere Monate, bis ich mich erneut fest entschloss, das Gedankenkarma aufzudecken und zu beseitigen.

Auch diesmal fühlte ich mich sofort körperlich unwohl und unruhig, kaum dass ich daran dachte, es zu beseitigen. Während ich daran arbeitete, dieses Gedankenkarma aufzulösen, versuchte es mich zu behindern. Ich wies es jedoch entschieden zurück, sendete aufrichtige Gedanken aus und blieb fest in der Überzeugung, dass ich das Richtige tat und dass negative Elemente mich nicht beeinflussen konnten.

Der Meister löste die Lage sofort für mich auf. Das Unbehagen verschwand und ich spürte eine sanfte Wärme, die sich in meinem ganzen Körper ausbreitete. Ich muss mehr das Fa lernen und meine Kultivierung weiter verstärken und den Weg gehen, den der Meister für mich arrangiert hat, nicht den der alten Mächte.

Ich weiß, dass ich es in den vergangenen 30 Jahren nicht gut gemacht habe und dass das für meine Welt und alle Lebewesen darin verheerende Folgen gehabt haben könnte. Das tut mir zutiefst leid. Während ich dies schreibe, fließen meine Tränen unaufhaltsam; vielleicht weinen auch die Lebewesen in meiner Welt.

Ich habe bereits viel zu viel Zeit vergeudet; für Reue oder Selbstvorwürfe bleibt keine Zeit mehr. Jetzt gilt es, fleißig voranzukommen, die verbleibende Zeit gut zu nutzen, mich wahrhaft zu kultivieren und den Kultivierungsweg zu gehen, den der Meister für mich arrangiert hat, um schließlich mit dem Meister nach Hause zurückzukehren.

Auf meinem Weg der Rückkehr mahnt mich das Fa des Meisters immer wieder, wenn ich in Verwirrung gerate. Jetzt, da ich das verstanden habe, bin ich entschlossen aufzuholen und das letzte Stück meines Weges gut zu gehen. Meine wahre Heimat darf ich nicht vergessen.

Sobald ich eine Anhaftung erkenne, sende ich umgehend aufrichtige Gedanken aus, um sie aufzudecken und zu beseitigen. Ich lasse mich nicht mehr so leicht vom Gedankenkarma oder von den alten Mächten beeinflussen. Ich will mich bemühen, ein würdiger Dafa-Jünger zu sein.