(Minghui.org) Ma Weina ist vor etwa sechs Jahren in den Bezirk Huaxi der Stadt Guiyang in der Provinz Guizhou gezogen, doch die Polizeiwache Xibei, die für ihr ehemaliges Wohnviertel zuständig ist, verfolgt sie nach wie vor von Zeit zu Zeit – zuletzt im August 2026.
Die Polizei nahm sie ins Visier, weil sie fest an ihren Glauben an Falun Dafa festhält, einem Doppelkultivierungsweg für Körper und Geist, der seit Juli 1999 von der Kommunistischen Partei Chinas verfolgt wird.
Schikanen am 12. August 2026
Ma hörte am 12. August 2026 gegen 20:20 Uhr ein Klopfen an ihrer Tür. Angeblich handelte es sich um Vertreter des örtlichen Straßenkomitees, die sie zuvor bereits angerufen hatten. Schließlich öffnete sie die Innentür, ließ jedoch die durchsichtige, mit Schlitzen versehene Sicherheitstür davor verschlossen. Vor der Tür standen zwei Frauen, die darauf bestanden, die Wohnung für ein Gespräch betreten zu wollen.
Ma weigerte sich, sie hereinzulassen. Noch bevor sie die Innentür wieder schließen konnte, tauchten zwei Polizeibeamte auf: der stellvertretende Polizeichef Chen Hang und ein weiterer Beamter der Polizeistation Xibei.
Chen wollte von Ma wissen, warum sie eine Beschwerde gegen ihn eingereicht habe. Tatsächlich hatte sich ihre Beschwerde jedoch nicht gegen ihn, sondern gegen seinen Untergebenen Zhang Yu gerichtet. Dieser war am 29. Mai 2026 mit drei weiteren Beamten zu ihr gekommen, um sie zu schikanieren.
Chen forderte Ma auf, die Tür zu öffnen. Der Beamte, der ihn begleitete, war bereits im Mai gemeinsam mit Zhang bei ihr gewesen. Er schrie: „Mach die Tür auf! Warum beschwerst du dich über mich?“
Ma rief dreimal die Notrufnummer 110 an, doch aufgrund von Chens Einflussnahme wurde kein Beamter zu ihr nach Hause geschickt. Ihren ersten Anruf bei der 110 tätigte sie um 20:28 Uhr. Während des Telefonats beobachtete sie, wie Chen die beiden Frauen vom Straßenkomitee bat, ihm mit ihren Mobiltelefonen bei etwas zu helfen. Um 20:30 Uhr klingelte Chens Telefon. Er warf lediglich einen Blick darauf und legte auf, ohne den Anruf anzunehmen. Eine Minute später erhielt er einen weiteren Anruf und ging zur Seite, um das Gespräch entgegenzunehmen.
Um 20:42 Uhr wählte Ma erneut die 110. Innerhalb von 40 Sekunden wurde ihr Anruf an die Polizeistation Xibei weitergeleitet. Da sie davon zu diesem Zeitpunkt nichts wusste, sprach sie etwa vier Minuten lang mit dem diensthabenden Beamten und ging davon aus, weiterhin mit einem Mitarbeiter der Notrufzentrale verbunden zu sein.
Der Beamte vermittelte zunächst den Eindruck, sich der Angelegenheit annehmen zu wollen, und versprach, sofort jemanden zu schicken. Zudem fragte er nach Mas Ausweis, obwohl dies bei einem solchen Anruf normalerweise nicht erforderlich ist. Erst später, als Ma in ihrer Anrufliste die Nummer der Polizeistation entdeckte, wurde ihr klar, dass ihr Anruf dorthin umgeleitet worden war.
Während sie auf das angekündigte Polizeifahrzeug wartete, rief sie außerdem die Nummern 12388, die Hotline für Korruptionsbekämpfung und Disziplinarkontrolle, sowie 12389, die Hotline für Beschwerden über polizeiliches Fehlverhalten und rechtswidrige Handlungen, an.
Um 20:56 Uhr rief Ma ein drittes Mal die 110 an. Noch während sie telefonierte, verließen Chen und der ihn begleitende Beamte den Ort.
Vorgetäuschte Gassicherheitsprüfung am 29. Mai 2026
Ma erhielt am 29. Mai 2026 gegen 11:00 Uhr einen Anruf, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass ihr Erdgasversorger eine Sicherheitsüberprüfung in ihrer Wohnung durchführen werde. Um 12:17 Uhr erschien ein Techniker in Begleitung eines Mannes in Arbeitskleidung. Ihr Ehemann ließ die beiden herein. Noch bevor er die Tür wieder schließen konnte, drangen plötzlich drei uniformierte Polizeibeamte in die Wohnung ein.
Die Polizisten zeigten weder ihre Dienstausweise noch einen Durchsuchungsbefehl vor, bestanden jedoch darauf, die Wohnung durchsuchen zu müssen. Als einer der Beamten Ma an der Hand festhielt, riss sie sich los und lief aus der Wohnung. Im Flur rief sie laut: „Diebe! Hier sind Diebe! Kommt alle her und schaut euch das an!“ Auch aus dem Flurfenster rief sie in Richtung der benachbarten Wohnanlage, um die Anwohner auf das Geschehen aufmerksam zu machen.
Daraufhin gerieten die drei Beamten in Panik und ergriffen die Flucht. Der vermeintliche „Handwerker“ folgte ihnen. Als Ma aus dem Fenster blickte, sah sie, dass auch er inzwischen eine Polizeiuniform angezogen hatte. Bevor die vier das Wohnhochhaus verließen, gelang es ihr, sie zu filmen.
Anschließend fragte Ma den Techniker des Gasversorgers, warum er der Polizei geholfen habe, in ihre Wohnung zu gelangen. Er erklärte, er habe keine andere Wahl gehabt, als der Anweisung der Polizei Folge zu leisten. Danach verließ auch er die Wohnung.
Ma rief daraufhin die Nummer 12345, die Hotline für nicht dringende behördliche Angelegenheiten, an und beschwerte sich über das Eindringen der Beamten. Man teilte ihr mit, sie solle auf einen Anruf von der 110 warten. Als sich nach mehr als einer halben Stunde niemand gemeldet hatte, wählte sie selbst die 110. Daraufhin erschien ein Beamter, dem sie ihre Videoaufnahmen der vier Polizisten zeigte. Er erkannte einen von ihnen anhand der Dienstnummer 035014, weigerte sich jedoch, dessen Namen zu nennen, und verwies Ma an eine übergeordnete Stelle.
Daraufhin rief Ma die Nummer 12389 an. Ihr Anruf wurde an die Polizeibehörde des Bezirks Huaxi weitergeleitet, der die Polizeistation Xibei untersteht. Was ihr dort mitgeteilt wurde, ist nicht bekannt. Ma fand jedoch heraus, dass alle vier Beamten, die in ihre Wohnung eingedrungen waren, von der Polizeistation Xibei stammten. Bei dem Beamten mit der Dienstnummer 035014 handelte es sich um Zhang Yu; Yang Ye hatte sich als „Handwerker“ ausgegeben. Die Namen der beiden anderen Beamten blieben unbekannt. Einen von ihnen erkannte Ma jedoch wieder, als er am 12. August 2026 gemeinsam mit Chen erneut bei ihr erschien, um sie zu schikanieren.
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