(Minghui.org) Seit ich in die Familie meines Mannes eingeheiratet habe, fühlte ich mich lange Zeit unterdrückt. Mein Schwiegervater war oft nicht zuhause und meine Schwiegermutter war extrem dominant. Alles musste genau ihren Wünschen entsprechen. Wenn sie etwas störte, verlor sie die Beherrschung und warf mit Sachen um sich. Sie schlug sogar meinen Mann. Ständig musste ich auf ihre Laune achten und mein Verhalten entsprechend anpassen.
Meine Schwiegermutter diktierte die Regeln. So gab mein Mann beispielsweise sein Gehalt meiner Schwiegermutter, während mein Gehalt für unseren Lebensunterhalt aufgewendet wurde. Nachdem unsere Kinder auf die Welt gekommen waren, übernahm meine Schwiegermutter die Betreuung, da sie nicht arbeitete. Aber ich musste sie dafür genauso bezahlen, wie wenn ich eine Tagesmutter beschäftigt hätte. Ich fügte mich und dachte: „In Ordnung, Hauptsache, sie ist glücklich.“
Aber allmählich beschlich mich das Gefühl, dass meine Schwiegermutter mich einfach nur schikanieren wollte. Sie spielte gerne Mah-Jongg und Karten mit ihren Freundinnen, die sie nach Hause einlud. Ich leistete ihnen immer gerne Gesellschaft und bediente die Damen. Sie alle sagten: „Deine Schwiegertochter ist ein echter Schatz!“ Ihre Antwort – während ich anwesend war – lautete: „Alles andere würde sie auch nicht wagen!“ Es irritierte und ärgerte mich, wenn sie solche Sachen sagte, und ich verstand den Grund dafür auch nicht; ich sagte aber nichts und ging einfach weg.
Während der Neujahrsfeiertage erlaubte meine Schwiegermutter nicht, dass wir besseres Essen als üblich zubereiteten. An Silvester ließ sie uns nicht einmal fernsehen. Sie sagte: „Bleibt in eurem Zimmer.“ Sie meinte sogar, mein Anblick würde sie nerven. Damals war ihr Zimmer das einzige mit einem Ofen und einem Fernseher. An Feiertagen ließ sie mich grundsätzlich kein gutes Essen kochen, auch wenn ich alle Einkäufe erledigte. Sie wartete, bis wir meine Eltern besuchten, und lud dann ihre beiden verheirateten Töchter mit deren Familien ein, um mit ihnen zu feiern. Meine Schwager haben mir das später erzählt.
Zudem behauptete meine Schwiegermutter wiederholt, ich würde ihre Sachen klauen. Wenn ich ihre Wäsche gewaschen hatte, behauptete sie später, dass ich aus den Taschen Geld entwendet hätte und sagte meinem Mann, er solle das Geld von mir zurückverlangen. Wenn ich etwas sagte, was ihr nicht passte, schmiss sie alles Essen, was wir zubereitet hatten, in den Müll und ließ uns auch nichts anderes kochen. Dazu schimpfte sie: „Wenn ich kein gutes Leben haben kann, dann ihr auch nicht!“
Ein Vorfall ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Eine Kollegin von der Arbeit besuchte mich zuhause. Meine Schwiegermutter schaute gerade in unserem Zimmer fern. Als mein Mann sah, dass Besuch gekommen war, sagte er: „Mutter, könntest du im anderen Zimmer weiter fernsehen?“ Kommentarlos verließ meine Schwiegermutter den Raum, aber nicht ohne vorher den Hauptschalter im Sicherungskasten umzulegen.
Zufälligerweise kam auch die ältere Schwester meines Mannes vorbei. Sie fragte: „Ist der Strom ausgefallen?“ Meine Schwiegermutter antwortete: „Er ist nicht ausgefallen. Ich habe die Sicherung ausgemacht.“ Als meine Schwägerin realisierte, dass ich Besuch hatte, fand sie das Verhalten ihrer Mutter völlig daneben und sagte: „Was soll das? Das geht zu weit!“ Nachdem meine Schwägerin auf sie eingeredet hatte, schaltete meine Schwiegermutter den Strom wieder ein.
Meine Verbitterung gegenüber meiner Schwiegermutter wuchs. Ich war neidisch, wie gut sie ihre Töchter behandelte. Egal, wie gut wir zu ihr waren, sie schätzte es einfach nicht. Im Gegenteil verhielt sie sich immer irrationaler.
Inzwischen war ich von der Situation komplett frustriert und der Zorn kochte in mir hoch, wenn ich länger darüber nachdachte. Auch meine Gesundheit litt darunter und zu meiner sowieso schon angegriffenen Verfassung gesellten sich neue Beschwerden hinzu. Ich hatte Schlafstörungen und keinen Appetit. Der Arzt, der mich im Krankenhaus durchcheckte, kam zu dem Ergebnis, dass ich eine depressive Verstimmung und Herzbeschwerden hatte. Ich bekam Medikamente verschrieben, aber mit meinen Problemen musste ich selbst klarkommen. Eine bessere Lösung gab es nicht. Ich war extrem untergewichtig und schwächlich. Schließlich entschied ich, dass ich nicht länger bei meiner Schwiegermutter wohnen wollte. Nachdem ich es mit meinem Mann besprochen hatte, mieteten wir über unseren Arbeitgeber eine Wohnung an und brachen jeden Kontakt zu meiner Schwiegermutter ab.
Als ich zu praktizieren begann, erfuhr ich, dass Falun Dafa eine tiefgründige Kultivierungsschule ist, die lehrt, auf Tugend zu achten und freundlich zu sein. Die Praktizierenden sollen sich nach Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht richten. Sie sollen gute Menschen und sogar noch bessere Menschen sein, die bei allem, was sie tun, zuerst an andere denken. Die Werte Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht waren wie ein Schlüssel für meine Gefühle. Die Lehre des Meisters löste all den Groll, den ich über die Jahre hinweg gegenüber meiner Schwiegermutter angesammelt hatte, auf. Ich besuchte sie und schloss meinen Frieden mit ihr, worüber sie sich sehr freute.
Von da an versuchte ich, meiner Schwiegermutter mit Verständnis zu begegnen und nicht zornig zu werden, egal was sie machte. Manchmal schaffte ich es nicht sofort, meine Xinxing zu bewahren; aber schließlich konnte ich mich immer auf das Fa entsinnen, mich korrigieren, meine Anhaftungen erkennen und sie beseitigen. Meine Krankheiten verschwanden und ich fühle mich unbeschwert und gesund. Mein Mann sagte dazu voller Freude: „Praktiziere nur gut. Dieses Falun Dafa ist wirklich wunderbar!“
Als mein Schwiegervater erkrankte und ins Krankenhaus kam, machte ich mir Sorgen, dass meiner Schwiegermutter das alles über den Kopf wachsen würde. Somit kündigte ich meine Arbeit und kümmerte mich um meinen Schwiegervater. Das freute meine Schwiegereltern sehr. Sobald er aus dem Krankenhaus entlassen wurde, nahm ich meinen Schwiegervater mit in unsere Wohnung, wo ich ihn weiter pflegte. Neben seinen täglichen Bedürfnissen, um die ich mich kümmerte, gab ich ihm Falun-Dafa-Bücher zu lesen oder ich las ihm daraus vor.
So wie ich, vollzog auch meine Schwiegermutter eine Wandlung. Wenn ich meinem Schwiegervater das Fa vorlas, hörte sie auch zu. Je mehr sie zuhörte, umso besser gefiel es ihr. Später fing meine Schwiegermutter ebenfalls an, Falun Dafa zu üben. Sie besteht darauf, jeden Tag die Übungen zu machen und das Fa zu lernen. Zweimal hat sie das Zhuan Falun bereits von Hand abgeschrieben. Inzwischen ist sie über 90 Jahre alt und bei guter Gesundheit. Sie ist unabhängig und auf niemanden angewiesen. Sie kocht sogar für ihre Enkel. Ich schlug ihr vor, dass mein Mann zu ihr ziehen könne, damit sie nicht alleine leben müsse, aber das lehnte sie ab. Sie sagte: „Wenn ich euch brauche, rufe ich euch an.“
Inspiriert durch die wirklich bemerkenswerte Wandlung meiner Schwiegermutter, hat die zweite Schwester meines Mannes ebenfalls begonnen, das Zhuan Falun zu lesen und die fünf Übungen zu lernen. Ich weiß, dass alle diese wunderbaren Veränderungen der Gnade des Meisters entspringen. Ich bin dem Meister und dem Fa wirklich sehr dankbar!
Schluss
Als Praktizierende in der Zeit der Fa-Berichtigung will ich die drei Dinge gut machen. Aber nur, wenn ich das Fa mehr lerne und es wirklich verstehe, kann ich mich verbessern. Und nur, indem ich mehr meiner menschlichen Anhaftungen ablege, kann ich die wahren Begebenheiten besser aufdecken und dem Meister helfen, mehr Lebewesen zu erretten. Ich will der Lehre des Meisters folgen und mich wahrhaftig kultivieren.
Mögen alle Lebewesen sehr bald die Verfolgung durchschauen und erkennen, dass Falun Dafa und dessen Werte Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht gut sind und eine glänzende Zukunft für sich wählen.
Ich bin dem Meister sehr dankbar für die barmherzige Erlösung und dafür, dass er mich nie aufgegeben und mich auf meinem Weg immer beschützt hat.
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