(Minghui.org) Respektvolle Grüße an den Meister. Grüße an meine Mitpraktizierenden.
Ich hatte das Glück, Anfang 1999 das Zhuan Falun und andere Falun-Dafa-Bücher zu erhalten. Es dauerte jedoch lange, bis ich verstand, wie man sich wirklich kultiviert.
Ich möchte einige meiner Kultivierungserfahrungen aus drei Perspektiven mit meinen Mitpraktizierenden teilen und dem Meister auf diese Weise Bericht erstatten. Sollte etwas nicht mit dem Fa übereinstimmen, bitte ich euch aufrichtig, mich barmherzig darauf hinzuweisen.
Das Erkennen meiner grundlegenden Anhaftungen
Zunächst glaubte ich, meine grundlegende Anhaftung sei das Streben nach Gesundheit und körperlicher Fitness, da meine Gesundheit schlecht war, als mir ein Freund die Dafa-Bücher gab. Schon nach wenigen Monaten des Lesens durchlief mein Körper enorme Veränderungen. Nach und nach erkannte ich meine grundlegenden Anhaftungen.
Der Meister sagte:
„Sind deine Gedanken nach einer gewissen Zeit der Kultivierung immer noch dieselben? Bleibst du immer noch wegen dieser menschlichen Anhaftungen auf dem Weg? Wenn das so ist, kannst du nicht als mein Jünger betrachtet werden. Das bedeutet, dass du deine grundlegenden Anhaftungen nicht abgelegt hast und das Fa nicht vom Fa her verstehen kannst. Alle, die während der bösen Prüfungen, denen Dafa in China begegnet ist, aussortiert wurden, sind Menschen, die diese Anhaftungen nicht aufgegeben und Dafa einige negative Auswirkungen beschert haben.“ (Der Vollendung entgegen, 16.06.2000, in: Essentielles für weitere Fortschritte II)
Ich fragte mich ernsthaft, ob ich mit dem Lesen der Dafa-Bücher begonnen hatte, weil ich gesund werden wollte. Aber das traf nicht zu, denn als ich beim Lesen des Zhuan Falun die eigentliche Ursache von Krankheiten und den wahren Sinn des Lebens verstanden hatte, konnte ich meine Anhaftung an eine gute Gesundheit loslassen.
Eines Tages las ich einen Artikel auf der Minghui-Webseite, in dem ein Praktizierender erwähnte, dass der Abschnitt aus dem Zhuan Falun, der beim erstmaligen Lesen den tiefsten Eindruck hinterlassen und am stärksten nachgehallt habe, tatsächlich die grundlegende Anhaftung offenbaren könnte. Ich erinnerte mich, dass der Abschnitt, der mich am tiefsten berührt hatte, die Erörterung des Meisters über prähistorische Zivilisationen gewesen war. Damals war ich sehr begeistert gewesen, als hätte mir dieses Buch die vollkommene und umfassendste Antwort gegeben.
Während meiner Studienzeit interessierte ich mich sehr für prähistorische Kulturen und dachte oft über den Ursprung und den Sinn des Lebens nach. War es nicht genau das, was der Meister meinte, als er schrieb:
„Manche finden, dass Dafa ihrer eigenen Auffassung von Wissenschaft entspricht“ (ebenda)
Ich glaubte dem, was der Meister sagte, weil ich mich zunächst mit dieser wissenschaftlichen Sichtweise identifiziert hatte. Es schien, als sei meine Anhaftung an die Wissenschaft tatsächlich meine grundlegende Anhaftung! Im Laufe der Jahre hat diese Anhaftung jeden Aspekt meiner Kultivierung durchdrungen. Als sich mein Sehvermögen verschlechterte, schlussfolgerte ich dessen Ursache sofort nach wissenschaftlichen Erkenntnissen. Wenn ich Durchfall hatte, dachte ich zuerst darüber nach, was ich an diesem Tag gegessen hatte. Sogar meine atheistische Denkweise und meine Unfähigkeit, hundertprozentig an den Meister und das Fa zu glauben, waren eng mit dieser Anhaftung an die Wissenschaft verbunden.
Das Erkennen dieser grundlegenden Anhaftung war jedoch nur der erste Schritt. Der Schlüssel liegt darin, durch kontinuierliches Lernen des Fa und wahrhaftige Kultivierung noch intensiver daran zu arbeiten, diese Vorstellungen klar zu unterscheiden und zu beseitigen. Ich musste die wissenschaftlichen Faktoren von meinem wahren Selbst trennen, mich reinigen und dadurch immer weiter zu meiner ursprünglichen, wahren Natur zurückkehren.
Eines Tages fragte mein Mann, der sich nicht kultiviert, mich: „Wenn es um große Themen geht, wirkst du so optimistisch und zuversichtlich, was die Zukunft angeht. Aber wenn es um die Schwierigkeiten geht, die direkt vor dir liegen, wie die Anpassung an eine neue Umgebung, Sprachbarrieren und so weiter, tust du so, als wären sie ein riesiges Hindernis. Sind diese Dinge wirklich schwieriger, als sich zu einem Buddha zu kultivieren?“ Seine Worte schockierten mich. Wie konnte jemand, der sich selbst nicht kultiviert, so etwas sagen? Mir war sofort klar, dass der Meister mir durch seine Worte helfen wollte. Ich wusste, dass seine Worte etwas Grundlegendes in meiner Kultivierung berührten. Warum kultiviere ich mich? Warum habe ich Angst vor Entbehrungen? Wonach sehne ich mich?
Während meiner Studienzeit hatte ich viele Erfahrungen gemacht, die mir das Gefühl gaben, dass es sinnlos war, im Leben nach etwas zu streben. Ich hatte genug von dem Streben der Menschen nach Ruhm und ihrem Wettstreit und schon bevor ich mit der Kultivierung begann, sehnte ich mich nach einem ruhigen, einfachen und unbeschwerten Leben. Als ich zu arbeiten begann, war ich nicht bereit, an Wettbewerben jeglicher Art teilzunehmen, und zu faul, mich wegen beruflicher Ranglisten und Beförderungen zu verausgaben. Nach Beginn meiner Kultivierung hatte ich umso mehr das Gefühl, dass es richtig war, Ruhm und Gewinn mit Gleichgültigkeit zu begegnen. Doch hinter dieser scheinbaren Losgelöstheit verbarg sich meine grundlegende Anhaftung: Die Kultivierung zu nutzen, um den weltlichen Sorgen zu entfliehen und die Einfachheit und Leichtigkeit zu suchen, die ich mir wünschte. In Wahrheit hatten meine Gedanken die menschliche Ebene nie überschritten. Im Grunde ging es bei meiner Kultivierung darum, mich selbst zu befreien – sie beruhte auf Eigeninteresse.
Da ich daran festhielt, mein ideales Leben durch Dafa zu suchen, sah meine Kultivierung oft so aus: Wenn die äußeren Umstände mir entgegenkamen, kultivierte ich mich fleißig und positiv; wenn nicht, wurde ich ängstlich und niedergeschlagen. Angesichts von Schwierigkeiten fürchtete ich Entbehrungen und Erschöpfung und es fehlte mir an der Gelassenheit und Standhaftigkeit, die ich als Kultivierende haben sollte. Die Suche nach einem irdischen Paradies im Dafa war in Wirklichkeit meine größte und grundlegendste Anhaftung! Als ich diese grundlegende Anhaftung klar erkannte, erinnerte ich mich daran, dass ich eine im Ego verwurzelte Anhaftung beseitigen musste. Dafa-Schüler kultivieren sich gut, um dem Meister bei der Rettung der Menschen zu helfen. Nur durch das Beseitigen der Anhaftung an das Ego kann man Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht wirklich herauskultivieren.
Die Anhaftung an mein Kind beseitigen
Im Jahr 2011, als wir ständigen Schikanen durch Agenten der KPCh ausgesetzt waren, schickte mein Mann unseren Sohn, der gerade in die Mittelschule gekommen war, und mich in ein anderes Land. Mein Sohn und ich verbrachten 13 Jahre als Flüchtlinge, während mein Mann in China blieb. Das Gefühl, in einem fremden Land ohne Anker zu sein, sowie unsere langjährige Verbundenheit als Mutter und Sohn vertieften meine emotionale Bindung an meinen Sohn und meine Abhängigkeit von ihm. Mein Sohn hat ein sanftes Wesen und zeigte viel Verständnis für unsere Situation, ohne die üblichen jugendlichen Auflehnungsversuche.
Ohne es zu merken, verstärkte sich mein Wunsch, sein Leben zu kontrollieren. Von der Kultivierung bis zur Schule, von der Arbeit bis zu Freundschaften – ich wollte überall mitreden. Doch damals war mir diese Anhaftung und Sentimentalität überhaupt nicht bewusst und ich hielt es sogar einfach für die Pflicht einer Mutter. Ich hielt es für selbstverständlich, dass unsere gemeinsame Zukunft eng miteinander verbunden bleiben sollte, und betrachtete diese Wünsche als ganz natürlich.
Ein Praktizierender scherzte einmal: „Dein Sohn ist deine stärkste Stütze.“ Ich freute mich sehr darüber und erkannte überhaupt nicht, dass der Praktizierende mich damit daran erinnern wollte, dass meine Abhängigkeit von meinem Kind als Kultivierende viel zu stark war. Schließlich nahm unser Leben eine große Wendung, als sich unsere Wege trennten. Mein Sohn zog nach Australien und ich nach Kanada.
Seit die KPCh begonnen hat, Falun Dafa zu verfolgen, haben viele Praktizierende in Malaysia bei den Vereinten Nationen den Flüchtlingsstatus beantragt. Die meisten Familien bleiben schließlich im selben Land. Aber mein Sohn und ich landeten in verschiedenen Ländern, was äußerst selten ist. Auf einmal waren wir getrennt durch Tausende von Kilometern.
Lange Zeit fühlte es sich an, als wäre mein Herz dabei zerrissen worden. Ich konnte die Situation nicht akzeptieren, litt und grollte meinem Mann, weil er mich mit Zwang und Überredungskunst dazu gebracht hatte, China zu verlassen. Ich gab auch meinem Sohn die Schuld dafür, dass er die Gelegenheit nicht richtig genutzt hatte. Manchmal wollte ich nur den Kopf in den Sand stecken und schlafen. Lange Zeit kämpfte ich mit diesen unerträglichen Gefühlen, bevor ich es langsam schaffte, mich wieder aufzurappeln und weiterzumachen.
Die Vernunft sagte mir, dass all dies untrennbar mit meiner Kultivierung verbunden war. Oberflächlich betrachtet schien es, als hätten bestimmte Entscheidungen oder der Zeitpunkt dieses unerwartete Ergebnis verursacht. Doch als Kultivierende wusste ich, dass nichts zufällig ist. Erst als die Dinge diesen Punkt erreichten, schien ich inmitten des Schmerzes aufzuwachen und auf meine Probleme zurückzublicken, als würde ich mir einen Film ansehen. Eines stand außer Frage: Ich hatte meinen Sohn viel zu hoch eingeschätzt.
Ich wollte, dass er mich niemals verließ; ich wollte, dass er meine „Stütze“ blieb. Wegen dieser Anhaftung stieß ich auf unzählige Prüfungen der Xinxing und verschwendete viel Zeit, die ich eigentlich damit hätte verbringen sollen, Lebewesen zu erretten. Nach Phasen körperlicher und emotionaler Erschöpfung sprach ich innerlich zum Meister: „Meister, ich möchte nicht mehr von Gefühlen beherrscht werden. Ich möchte mit Ihnen nach Hause gehen. Bitte stärken Sie Ihre Schülerin, damit ich die Anhaftung an mein Kind beseitigen kann.“
Jedes Mal, wenn ich den Meister darum bat, ließ die Qual nach. Doch schon bald kehrte sie zurück. Warum war es so schwer, sie loszuwerden? Weil der Ausgangspunkt für die Beseitigung der Anhaftung egoistisch war. Inmitten des Leidens wollte ich nur mich selbst befreien. Alles geschah aus der Perspektive, meine eigenen Interessen zu schützen.
Ein Praktizierender meinte, dass wir, wenn wir vor Herausforderungen stehen, unbewusst in die persönliche Kultivierung verfallen, wenn wir unsere Entscheidungen nicht auf die Kultivierung in der Zeit der Fa-Berichtigung stützen, sondern stattdessen versuchen, eine Anhaftung nur um ihrer selbst willen zu beseitigen. Wenn der Ausgangspunkt egoistisch ist, haben die alten Mächte einen Vorwand, uns Prüfungen zu bereiten. Endlich wurde es mir klar. Hatte es sich, bezogen auf meinen Sohn, all die Jahre nicht ausschließlich um mich selbst gedreht? Mein Sohn – wie ich ihn mir wünschte; wie ich wollte, dass er meine Wünsche erfüllte; wie ich meine Anhaftung an ihn beseitigen wollte – bei all dem drehte es sich um mich.
Doch was ist mein wahres Selbst? Bin ich in erster Linie eine Mutter oder eine Dafa-Schülerin in der Zeit der Fa-Berichtigung. Wenn ich durch die Anhaftung an mein Kind so sehr beunruhigt bin, dass ich das Fa nicht lernen kann, es sich beim Aussenden der aufrichtigen Gedanken so anfühlt, als würden Wellen in mir brechen, und wenn ich keine Kraft mehr habe, mit den Menschen über die wahren Hintergründe der Verfolgung zu sprechen? Wie würde sich dann der Meister fühlen, der Entbehrungen erträgt, um mich zu retten? Und was wird aus all jenen Lebewesen, die große Hoffnung in mich gesetzt haben? Immer wenn mein Kopf klar war, stellte ich mir diese Fragen wieder und wieder und sagte mir im Stillen: „Du bist eine Dafa-Schülerin in der Zeit der Fa-Berichtigung. Du bist eine Dafa-Schülerin der Zeit der Fa-Berichtigung.“ Dann rezitierte ich ununterbrochen die Worte des Meisters:
„Die wahren Umstände erklären, die Menschen erretten – das ist eben das, was ihr machen sollt. Etwas anderes braucht ihr nicht zu machen. Auf dieser Welt braucht ihr nichts anderes zu erreichen.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in New York 2015, 14.05.2015)
Allmählich begann der starke Sog der Sentimentalität nachzulassen. Jedes Mal, wenn ich an meinen Sohn dachte, ließ die Bitterkeit, die ich empfand, nach. In meinem Inneren verstand ich, dass, wann immer ich mich selbst hinterfragte, es mein wahres Selbst war, welches das in Sentimentalität gehüllte falsche Selbst klar erkannte. Ich wollte es ablehnen und der Meister half mir dabei. Mit jeder Runde, in der ich es bewusst beseitigte, wurde es ein wenig schwächer. Wenn ich nun zurückblicke, kann ich meine Rolle klarer erkennen und verstehe deutlicher, dass die Grundlage für das Loslassen von Anhaftungen nicht mein eigenes Wohl ist, sondern die Errettung der Lebewesen.
Es geht darum, dass sich die Lebewesen in der Endzeit gegenseitig erretten
Der Meister lehrte uns:
„Wenn du die wahren Umstände erklärst, an Dafa-Aktivitäten teilnimmst oder an Dafa-Projekten mitwirkst, dann denke nicht, dass du etwas für Dafa oder den Meister machen würdest. Es geht dabei lediglich darum, dass der Meister euch gegenseitig helfen lässt zum Zweck eurer eigenen Erlösung und euch zusammen Menschen erlösen lässt; es geht darum, dass sich die Lebewesen in der Endzeit gegenseitig erretten.“ (Nimm Abstand von der Gefahr, 31.08.2023)
Als Nächstes möchte ich ein paar kürzere Geschichten und mein persönliches Verständnis dieses Abschnitts des Fa teilen.
Warum sollte man es nicht sagen dürfen?
Als ich noch in China lebte, fiel mir in einem Taxi ein Dafa-Amulett auf, das am Rückspiegel des Fahrers hing. Das war etwa im Jahr 2006, als die Verfolgung besonders heftig war. Ich fragte den Fahrer: „Sie trauen sich, das da aufzuhängen?“
Unerwarteterweise erklärte er: „Ein Verwandter in meiner Familie praktiziert Falun Dafa. Er war stark kurzsichtig, aber nachdem er nur ein paar Tage praktiziert hatte, brauchte er seine Brille nicht mehr. Das geht über die Wissenschaft hinaus – man kann gar nicht anders, als daran zu glauben!“ Ich lobte ihn für seinen Mut und dafür, dass er es wagte, solche Dinge zu sagen. Doch er antwortete ruhig: „Ich sage nur die Wahrheit. Wenn es die Wahrheit ist, warum sollte man es dann nicht sagen dürfen? Ich werde es jedem erzählen, dem ich begegne.“
Diese Erfahrung bewegte mich tief. Die Logik des Fahrers war einfach: Er sprach über etwas, das wirklich geschehen war. Wenn man die Wahrheit sagt, warum sollte man dann Angst haben? Damals war ich noch schüchtern und nervös, wenn es darum ging, die wahren Umstände zu erklären. Der Meister sorgte dafür, dass ich die Furchtlosigkeit dieses gewöhnlichen Menschen sah, und drängte mich, meine Angst und meine menschlichen Vorstellungen wegzukultivieren.
Auch mein Mann war zutiefst erschüttert. Nachdem wir aus dem Taxi ausgestiegen waren, ging er wortlos weiter. Zuvor war er immer wütend geworden, wenn er hörte, wie ich mit anderen über Falun Dafa sprach. Die rechtschaffene Energie des Fahrers trug dazu bei, seine Angst vor der bösartigen Partei aufzulösen.
Der Meister sorgte wiederholt dafür, dass mein Mann und ich positive Äußerungen über Falun Dafa hörten, und das von ganz normalen Menschen, darunter auch Polizisten. All dies ermutigte mich und inspirierte mich, meinen Kultivierungsweg offener und aufrichtiger zu beschreiten. Was meinen Mann betrifft, so veränderte er sich nach jeder dieser Erfahrungen ein wenig. Hatte er sich zuvor geweigert, die Wahrheit anzuhören, war er nun bereit, mich zu begleiten, um dem Lehrer zu erklären, warum unser Kind nicht den Jungen Pionieren beitreten würde.
Zu seiner Studienzeit war mein Mann das erste Mitglied der KPCh in seinem Jahrgang. Er entwickelte sich von einem aktiven Mitglied der üblen Partei zu jemandem, der später aus ihr austrat – all dies geschah unter den barmherzigen Fügungen unseres großen Meisters, wobei ihm gewöhnliche Menschen nacheinander wie in einem Staffellauf die Wahrheit weitergaben. Danke, Meister. Und danke an diese wertvollen Menschen.
Ich werde in eure Fußstapfen treten
Da ich außerhalb Chinas lebe, rufe ich in China an und spreche mit den Menschen über die wahren Hintergründe von Falun Dafa. Eines Tages bedankte sich ein Mann während eines Gesprächs bei mir. Ich sagte: „Sie haben ein gutes Erkenntnisvermögen und verstehen, dass wir dies zu Ihrem Wohl tun.“ Er wurde emotional und sagte: „Ich weiß nicht nur, dass Sie dies zu unserem Wohl tun, sondern ich möchte auch von Ihnen lernen. Alles, was Sie tun, tun Sie nicht für sich selbst – es ist für dieses Land, für diese Nation. Eure Bemühungen werden viele Menschen erwecken, und sie werden euch folgen.“
Ich dankte ihm für sein Verständnis. Er sagte: „Ihr seid Lichter, die den Weg weisen. Ich werde euch folgen und in euren Fußstapfen treten.“ Er fügte hinzu: „Ihr habt bereits viele Menschen erweckt. Nehmt es denen nicht übel, die euch nicht verstehen. Eure Beharrlichkeit wird sie erwecken. Ich glaube, dass unsere Nation Hoffnung haben wird, weil ihr den Weg weist.“
Wir unterhielten uns über eine Stunde lang. Ich war tief bewegt von der Rechtschaffenheit und Selbstlosigkeit dieses gewöhnlichen chinesischen Mannes, nachdem er die Wahrheit erkannt hatte. Während des gesamten Gesprächs erwähnte er sich selbst nie und beklagte sich auch nicht über die Gesellschaft. Selbst als er von den Lügen und Verbrechen der bösartigen Partei sprach, zeigte er keine Wut; sein Tonfall blieb ruhig. Er dachte an sein Land und seine Mitbürger, die noch nicht erwacht waren. Seine Worte waren voller Verständnis und Fürsorge für sie.
Ich war gerührt. Ich erzählte den Menschen nicht nur von Falun Dafa und der Verfolgung; vielmehr benutzte der Meister ihre Worte, um mich zu erleuchten. Die Wahrheit, welche die Menschen wirklich berührt, wird nicht laut ausgesprochen – sie entspringt ganz natürlich der Kultivierung reiner Güte und dem Erreichen eines Zustands der Selbstlosigkeit für andere. In meinem Alltag zeigte ich oft Ungeduld und Unzufriedenheit. Der Meister sorgte dafür, dass ich erkennen konnte, was ich noch loslassen musste. Gleichzeitig inspirieren mich das Lob und die Erwartungen, die die Menschen an Dafa-Schüler haben, dazu, mich an meine Mission zu erinnern.
Einstige Kultivierende erkennen die Wahrheit wieder
An Sehenswürdigkeiten begegnen wir hin und wieder Menschen, die früher Falun Dafa praktiziert haben. Wenn sie unseren Informationsstand sehen, sind ihre Reaktionen unterschiedlich – manche sind schockiert, manche begeistert, manche verwirrt. Manche lösen sich von ihrer Reisegruppe, um mit uns zu sprechen. Aus verschiedenen Gründen haben sie aufgehört zu praktizieren, doch tief in ihrem Herzen sind die Samen von Dafa bereits gesät worden. Manche starren auf unsere Schautafeln und beißen sich auf die Lippen, um nicht zu weinen. Diese Gefühle in ihren Gesichtern zu sehen, werde ich nie vergessen. Diese Begegnungen erinnern mich daran, die seltene Gelegenheit zu schätzen, außerhalb Chinas frei praktizieren zu können.
Eine Frau erzählte mir, dass sie und ihre Mutter vor 1999 Falun Dafa praktiziert hatten, sich aber nach Beginn der Verfolgung nicht mehr getraut hätten weiterzumachen. Sie lebten in einer abgelegenen Gegend und hatten keine anderen Praktizierenden mehr gesehen, weshalb sie glaubten, Falun Dafa sei ausgerottet worden. Als diese Frau die Materialien in meinen Händen betrachtete, füllten sich ihre Augen mit Tränen. Sie fragte mich, wie sie Praktizierende in China finden könne. Schließlich kam ein Mann und zog sie weg. Sie folgte ihm, doch ihr Kopf war zu uns gewandt, ihr Blick auf uns gerichtet. Selbst als sie schon weit entfernt war, konnte ich noch die Tränen in ihren Augen sehen.
In diesem Moment dachte ich: „Vielleicht hatte der Meister es so gefügt, dass diese Praktizierenden in ein anderes Land kamen, um zu sehen, wie Dafa-Schüler an Sehenswürdigkeiten über Falun Dafa sprachen, und ihnen so den Weg für die Rückkehr zur Kultivierung ebnete.“ Die Sehnsucht in ihren Augen, als sie uns dort erblickte, und ihr Wunsch, auf den Kultivierungsweg zurückzukehren, stärkten auch meine Entschlossenheit, weiterhin zu den Sehenswürdigkeiten zu gehen.
Ich habe noch viele weitere bewegende Szenen erlebt: Reisebusfahrer, die mir Getränke in die Hand drückten; Familienangehörige von Praktizierenden in China, die meine Hand hielten und weinten; chinesische Touristen, deren Mütter mich wegstießen, deren Söhne aber still und leise zurückkamen, um mich zu suchen und aus der Partei auszutreten. Jedes dieser lebhaften Bilder hat sich in mein Gedächtnis und in mein Herz eingebrannt und ist zur treibenden Kraft geworden, die mich auf meinem Kultivierungsweg vorantreibt.
In Momenten der Trägheit, wenn ich eine Xinxing-Prüfung nicht bestehe und keine Lust habe, etwas zu tun, bin ich mir voll und ganz bewusst, dass mein Desinteresse die Arrangements des Meisters beeinträchtigen könnte und dass ich die Möglichkeit zur Errettung eines kostbaren Lebewesens verlieren könnte. Oftmals, nachdem ich innerlich damit gerungen habe, ob ich zum Informationsstand gehen soll, denke ich an diese eine Begegnung und zwinge mich, aus der Tür zu gehen.
Was wirklich bemerkenswert ist: Wenn ich in diesem Zustand Sehenswürdigkeiten besuche – manchmal sogar schon auf dem Weg dorthin –, begegne ich oft Lebewesen, die eine Schicksalsverbindung mit mir haben. Vielleicht haben sie noch nie zuvor von Falun Dafa gehört, oder sie sagen, dass sie es schon immer verstehen wollten. Manche sagen sogar, sie seien extra gekommen, um mich über diese Dinge sprechen zu hören. Diese zufälligen Begegnungen scheinen mir zu sagen: Wäre ich an diesem Tag nicht hinausgegangen, hätte ich diese Schicksalsverbindung mit diesem Menschen verpasst. Solche Erlebnisse sind außergewöhnlich und intensiv.
Ich weiß ganz genau, dass es keine Zufälle gibt. Der Meister sieht, wie ich in menschlichen Anhaftungen verstrickt und im engen Kreis aus Eigeninteresse und Streben gefangen bin. Daher arrangiert der Meister mein Leben in entscheidenden Momenten entsprechend, um mich wachzurütteln.
Diese Szenen haben mir geholfen, mein Verantwortungsbewusstsein wiederzugewinnen, und mich acht Jahre lang an den Sehenswürdigkeiten unter der sengenden malaysischen Sonne vorangebracht.
Ohne die Führung von Dafa hätte ich nicht so lange durchhalten können. Ohne die Freude, zu sehen, wie all diese Lebewesen gerettet werden, wäre es für jemanden wie mich, der dazu neigt, vor Schwierigkeiten zurückzuschrecken, sehr schwer gewesen, Tag für Tag, Jahr für Jahr durchzuhalten.
Als ich das Jingwen des Meisters „Nimm Abstand von der Gefahr“ las, verstand ich die Aussage, dass Lebewesen sich gegenseitig dabei helfen können, sich zu erretten: Wenn wir die Menschen über Falun Dafa und die Verfolgung aufklären, helfen sie uns auch auf unzählige Weisen. Selbst diejenigen, die sich uns widersetzen, tragen zu unserem Wachstum und unserer Vollendung bei. Was wir in der Kultivierung gewinnen, übertrifft bei weitem das, was wir geben.
Der Meister nutzt all dies, um den Schülern zu helfen, mächtige Tugend zu erlangen, und um uns Gelegenheiten zur Kultivierung zu bieten. Dafa-Schüler und gewöhnliche Menschen stehen in einer Beziehung gegenseitiger Errettung und Unterstützung. Deshalb erinnere ich mich daran, dass es keinen Grund gibt, auch nur die geringste Genugtuung für irgendetwas zu empfinden, bei dem was ich getan habe, geschweige denn, auf irgendjemanden herabzuschauen.
Als Schüler empfinde ich nichts als Dankbarkeit gegenüber dem Meister dafür, dass er mir diesen Kultivierungsweg geebnet hat, und gegenüber allen, die mir auf diesem Weg geholfen haben, damit Dafa-Schüler ihre Gelübde erfüllen können.
Danke, verehrter Meister.Danke, geschätzte Mitpraktizierende.
Heshi
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