(Minghui.org) Ich bin über 80 Jahre alt. 1996 habe ich begonnen, Falun Dafa zu praktizieren. Schon bald darauf wurde mein Körper gereinigt. Die Beschwerden, die mich zuvor gequält hatten, verschwanden alle, darunter rheumatische Schmerzen, Schwellungen und eine Nasennebenhöhlen-Entzündung. Mein Körper fühlte sich leicht und gesund an.

Die Karmabeseitigung geschah mehrmals nachts, doch sobald ich am nächsten Morgen aufstand, fühlte ich mich frisch, wie ein neuer Mensch.
Vor meinem Eintritt in den Ruhestand ergab meine jährliche Vorsorgeuntersuchung am Arbeitsplatz, dass alles im Normbereich lag. Die Ärzte waren angesichts der Ergebnisse für eine Frau in den Fünfzigern überrascht und konnten sich so persönlich von den wundersamen gesundheitlichen Verbesserungen von Dafa überzeugen.

Da ich Falun Dafa praktiziere, sehe ich jünger aus, als ich tatsächlich bin. Als ich in den Sechzigern war, sah ich aus, als wäre ich erst 50 Jahre alt. Als ich in den Siebzigern war, setzte meine Periode sogar wieder ein. Im Gegensatz dazu sah ich, als ich Anfang 20 war, älter aus, als ich tatsächlich war, sodass mich eine Dorfbewohnerin einmal fragte: „Bist du schon 30?“

Bisher hatte ich noch keine Artikel geschrieben, in denen ich meine Erfahrungen mitteilte, da ich nicht wusste, was ich schreiben sollte, und glaubte, dass ich bei der Kultivierung keine guten Fortschritte mache. Diese Anschauungen begleiteten mich, bis Minghui dazu aufrief, Beiträge für die 22. Online-Fa-Konferenz für Praktizierende in China im Jahr 2025 einzureichen.

Eine Mitpraktizierende ermutigte mich zur Teilnahme und versprach mir, mir dabei zu helfen, alles in den Computer zu tippen und meinen Artikel zu überarbeiten. Ich begann, meine Kultivierungserfahrungen aufzuschreiben, und stellte dabei überrascht fest, dass das Verfassen eines Erfahrungsberichts wirklich wunderbar ist!

Ich möchte gerne ein paar Erfahrungen schildern, die ich beim Verfassen des Artikels gemacht habe.

Den Groll gegenüber meinem jüngeren Sohn überwinden

Ich habe zwei Söhne. Als mein jüngerer Sohn zwei Jahre alt war, musste ich ihn bei meiner Mutter lassen, weil ich an einen anderen Arbeitsort versetzt wurde. Ich dachte, er würde sich nicht einsam fühlen, da die Tochter meines Bruders ungefähr im gleichen Alter war. Meinen älteren Sohn behielt ich wegen seiner Schulausbildung bei mir.

Unerwarteterweise waren die Formalitäten für meine Versetzung erst drei Jahre später vollständig erledigt. Wegen dieser drei verlorenen Jahre wuchs mein jüngerer Sohn mit dem Gefühl auf, ich würde seinen Bruder bevorzugen, und hegte Groll gegen mich. Da er klug war, hatte ich hohe Erwartungen an ihn und ging streng mit ihm um. Das verstärkte seinen Groll noch.

Mein Mann und ich wohnen jetzt in der Wohnung unseres älteren Sohnes. Diesbezüglich hatte unser jüngerer Sohn erneut den Verdacht, dass ich seinen Bruder wieder einmal bevorzugte. Sein Bruder lebt in einer anderen Stadt und hofft, dass unser jüngerer Sohn uns in seiner Abwesenheit regelmäßig besucht und uns bei der Erledigung verschiedener Dinge hilft. Allerdings hat uns unser jüngerer Sohn in den letzten zwei Jahren kaum besucht, selbst wenn wir ihn einluden.

Das hat mich sehr belastet und war meine größte Anhaftung. Ich habe mich oft mit anderen Praktizierenden darüber ausgetauscht, was mir geholfen hat, mich zu beruhigen, aber die eigentliche Ursache blieb bestehen und bereitete mir weiterhin Schmerzen.

Während ich meinen Erfahrungsbericht schrieb, musste ich ab und zu unwillkürlich rülpsen, was ungewöhnlich war. Mir wurde klar, dass mein Körper zusammen mit dem Groll, den ich so viele Jahre lang in mir getragen hatte, eine Substanz ausschied. Auch mein langjähriges Problem mit dem Schleim klärte sich auf. Da erkannte ich, dass die Distanz zwischen meinem jüngeren Sohn und mir abgebaut wurde.

Ich schaute nach innen und erinnerte mich an meinen Umgang mit meinen Söhnen. Nachdem ich meinen jüngeren Sohn wieder zu uns geholt hatte, behandelte ich beide Söhne nach dem Grundsatz: „Die Schale im Gleichgewicht halten und keinen von beiden zu kurz kommen lassen.“ Ich teilte alles gerecht zwischen ihnen auf und behandelte sie gleich.

Im Nachhinein wurde mir plötzlich klar, dass dies eine menschliche Anschauung war, denn jeder hat sein eigenes Schicksal und alles gleichmäßig aufzuteilen, bedeutet nicht unbedingt, gerecht zu sein. Außerdem hatte ich vergessen, dass zwischenmenschliche Beziehungen auf Karma beruhen. Mein mangelndes Verständnis der Fa-Prinzipien war die eigentliche Ursache für Eifersucht und das Empfinden von Ungerechtigkeit sowie das Gefühl, benachteiligt worden zu sein.

Schließlich erkannte ich, dass ich im Unrecht war und die eigentliche Ursache für all das in mir lag! Sofort verschwand all der Ärger, der Groll und die Vorwürfe. Ich fühlte mich leicht und entspannt, sowohl im Herzen als auch im Körper. Mein Groll gegenüber meinem jüngeren Sohn war vollständig verschwunden und ich fühlte mich ein wenig schuldig, ihm unnötiges Leid zugefügt zu haben.

Mir wurde auch bewusst, dass der Konflikt mit ihm mir im Laufe der Jahre geholfen hatte, mich von sentimentaler Anhaftung zu lösen und die menschliche Ebene zu überwinden.

Den Groll gegenüber meinem Mann loswerden

Während ich darüber schrieb, wie ich den Groll gegenüber meinem Sohn ausräumen konnte, kam der Groll gegenüber meinem Mann hoch.

Es war warm gewesen, die Raumtemperatur lag bei etwa 30–31 °C, aber mein Mann trug beim Abendessen eine gefütterte Jacke. Ich sagte: „Ich glaube, ein Kurzarm- oder Langarmhemd wäre besser.“ Er war verärgert und beschwerte sich: „Du mischst dich ständig ein, machst ein großes Theater und redest viel zu viel. Du gehst mir wirklich auf die Nerven. Lass mich in Ruhe und geh spazieren!“

Ich konterte sofort: „Ich kümmere mich schon seit über 30 Jahren um dich, aber du merkst es nicht einmal. Du machst gar nichts im Haushalt. Du schenkst dir nicht einmal selbst Wasser ein oder füllst dir deine Reisschüssel. Wie kannst du so etwas sagen?“ Die Worte kamen aus meinem Mund wie aus einem Maschinengewehr.

Eine Weile später hatte ich mich beruhigt und schaute nach innen. Mir wurde klar, dass meine Kultivierung nicht aufrichtig war und ich nicht tief genug nach innen geschaut hatte. Ich hätte mich nicht über meinen Mann aufregen dürfen, der seit einem Unfall körperlich und geistig behindert ist. Dieser Vorfall brachte meinen tiefsitzenden Groll ihm gegenüber ans Licht.

Ich bin fest entschlossen, die Ursache dieses Grolls aufzudecken und ihn aus der Welt zu schaffen.

Die Vorstellung vom „Altwerden“ überwinden

Während ich dabei war, meinen Groll gegenüber meinem Sohn abzulegen, wurde mir auch klar, warum ich mich so auf seinen Besuch gefreut hatte: Ich wurde älter und würde vielleicht irgendwann darauf angewiesen sein, dass er sich um mich kümmert.

Der Meister sagt:

„Wenn die Zellen des Menschen im Veränderungsprozess allmählich durch die hochenergetischen Substanzen ersetzt werden, wird das Altern verlangsamt. Der Körper sieht dann so aus, als sei er wieder jung. Er wird allmählich verjüngt und umgewandelt. Wenn der Körper dieses Menschen zum Schluss vollständig durch die hochenergetischen Substanzen ersetzt worden ist, ist er schon ganz in einen anderen materiellen Körper umgewandelt worden.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 244)

Wie kann ein Dafa-Praktizierender alt werden? Ich muss die Anschauung vom „Altwerden“ ablegen und aufhören, mir darüber Gedanken zu machen. Außerdem sollte ich die Anhaftung beseitigen, mich auf andere zu verlassen und nach außen zu schauen, und das Gefühl der Einsamkeit auflösen. Bei so vielen Menschen da draußen, die gerettet werden müssen, habe ich keine Zeit, mich einsam zu fühlen.

Es ist wirklich wunderbar, durch das Verfassen von Artikeln, in denen man Erfahrungen mitteilt, Anhaftungen und Anschauungen aufzudecken und loszulassen!