(Minghui.org) Eine 67-jährige Frau aus Tianjin wurde am 17. Juni 2026 in das Frauengefängnis von Tianjin überstellt, wo sie eine zweijährige Haftstrafe wegen ihres Glaubens an Falun Dafa antreten soll.
Song Huichan wurde am 11. April 2025 festgenommen, nachdem sie von einem Mann angezeigt worden war, weil sie mit ihm über Falun Dafa gesprochen hatte. Fünf Beamte der Polizeistation Xincun durchsuchten am Abend Songs Wohnung und ließen ihre 93-jährige, bettlägerige Mutter, die auf ihre Pflege angewiesen war, vor Angst zitternd zurück. Nach der Razzia durchsuchte die Polizei auch die Wohnung von Songs Sohn.
Song wurde am nächsten Tag in Untersuchungshaft genommen. Am 25. April wurde von der Staatsanwaltschaft des Neuen Bezirks Binhai ein formeller Haftbefehl gegen sie erlassen. Am 25. Juli wurde Anklage gegen sie erhoben, und am 18. Dezember 2025 erschien sie vor dem Gericht des Neuen Bezirks Binhai.
Während der Anhörung plädierten Songs beiden Anwälte für sie auf nicht schuldig. Sie brachten vor, dass Falun Dafa in China nie gesetzlich unter Strafe gestellt worden sei und dass die Ausübung von Falun Dafa unter die Glaubensfreiheit der Praktizierenden falle. Sie forderten Songs Freispruch. Doch der Richter verurteilte sie am 5. Februar 2026 dennoch zu zwei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 5.000 Yuan (etwa 650 Euro).
Song legte Berufung beim Dritten Mittleren Gericht der Stadt Tianjin ein, das das ursprüngliche Urteil am 17. Mai 2026 bestätigte. Sie wurde am 17. Juni 2026 in das Frauengefängnis von Tianjin überführt. Ihre Anwälte wollten sie am 16. Juli im Gefängnis besuchen, wurden jedoch abgewiesen. Sie durften sie seitdem kein einziges Mal sehen.
Vorherige Verfolgung
Vor ihrer jetzigen Haftstrafe musste Song bereits eine 15-monatige Arbeitsstrafe und eine weitere dreijährige Haftstrafe wegen ihres Glaubens an Falun Dafa ableisten.
15-monatige Arbeitsstrafe
Song wurde am 21. September 2004 im Rahmen einer Polizeirazzia festgenommen. Im Oktober desselben Jahres wurde sie zu 15 Monaten Zwangsarbeit im Frauenarbeitslager Banqiao verurteilt.
Im Dezember 2004 wurde sie von ihrem Arbeitgeber, dem Wasserstraßenamt Tianjin, entlassen.
Dreijährige Haftstrafe
Am 2. März 2015 drangen fast 20 Beamte in Songs Wohnung ein. Ihr zweijähriger Enkel war verängstigt und begann zu weinen. Ihre 83-jährige Mutter hielt die Türklinke fest, um zu verhindern, dass die Polizei sie abführte. Die Polizisten rissen der älteren Frau die Hand auf, wodurch ein tiefer Riss zwischen ihrem linken Zeige- und Mittelfinger entstand. Sie brach vor Schmerzen zusammen, während die Polizei Song abführte.
Song wurde am 3. Dezember 2015 vom Neuen Bezirksgericht Binhai angeklagt. Der Richter verurteilte sie am 2. Juni 2016 zu drei Jahren Haft. Sie legte Berufung beim Zweiten Mittleren Gericht der Stadt Tianjin ein, die jedoch am 21. Juli abgewiesen wurde. Am 20. August 2016 wurde sie in das Frauengefängnis Tianjin überführt und im März 2018 wieder freigelassen.
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