(Minghui.org) Der 39-jährige Zhang Jun aus der Stadt Nanchong in der Provinz Sichuan stand am 10. September 2026 vor Gericht, nur weil er Falun Dafa praktiziert. Sein Anwalt plädierte auf nicht schuldig.
Zhang war am 7. Mai 2026 festgenommen worden, nachdem er angezeigt worden war, weil er mit einem Militäroffizier über Falun Dafa gesprochen hatte. Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Gaoping erließ am 13. Mai 2026 einen förmlichen Haftbefehl gegen ihn. Derzeit befindet er sich im Überwachungszentrum des Bezirks Jialing in Haft.
Beamte der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Gaoping drohten Zhangs Eltern damit, ihnen die Sozialhilfe für einkommensschwache Familien zu streichen, falls sie einen Anwalt für ihren Sohn engagieren würden. Sein Vater war infolge eines Autounfalls arbeitsunfähig geworden, seine Mutter litt an chronischen Krankheiten. Trotz ihrer eigenen schwierigen Lebensumstände beauftragte das ältere Ehepaar einen Anwalt mit der Vertretung ihres Sohnes.
Die Anhörung am 10. September begann um 9:30 Uhr und endete gegen Mittag. Keinem Angehörigen von Zhang war es gestattet, daran teilzunehmen. Vor dem Gerichtsgebäude patrouillierten Beamte in Zivil. Einige örtliche Praktizierende, die gekommen waren, um Zhang zu unterstützen, wurden festgenommen oder bedroht. Von einigen wurden Fotos gemacht, und ihre Taschen wurden durchsucht.
Zhang sagte zu seiner eigenen Verteidigung aus. Er erklärte, er habe weder durch die Ausübung seines Glaubens noch dadurch, dass er anderen davon berichtete, gegen Gesetze verstoßen.
Sein Anwalt fügte hinzu, dass die Anklage nicht dargelegt habe, gegen welches Gesetz sein Mandant angeblich verstoßen habe, als er Menschen über Falun Gong informierte, oder inwiefern sein Handeln – wie in der Anklageschrift behauptet – „die Strafverfolgung untergraben“ habe. Zudem stellte der Anwalt die Rechtsgrundlage dafür infrage, zwei frühere Haftstrafen Zhangs wegen der Verbreitung von Falun-Gong-Materialien als „Beweis“ für eine erneute Verurteilung heranzuziehen.
Zhang begann im Jahr 2010 mit dem Praktizieren von Falun Gong, inmitten der anhaltenden Verfolgung dieser spirituellen Disziplin durch die Kommunistische Partei Chinas. Zuvor verbüßte er zwei Haftstrafen von insgesamt sechseinhalb Jahren (Oktober 2014 bis Oktober 2018 sowie November 2019 bis Mai 2022).
Frühere Berichte:
Nach zwei Haftstrafen erneut festgenommen
Nach vier Jahren Haft ist ein Bürger von Sichuan erneut eingesperrt – wegen seines Glaubens
Übergeordnete Instanz hebt unrechtmäßige Verurteilung von Falun Gong-Praktizierenden nicht auf
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