(Minghui.org) Ich begann im Alter von 24 Jahren, Falun Dafa zu praktizieren. Nachdem ich mit der Kultivierung begonnen hatte, richtete ich mein Verhalten am Arbeitsplatz nach den Prinzipien von Dafa – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – aus und ermahnte mich selbst, stets mein Bestes zu geben.
In jeder Position, die ich innehatte, gewann ich das Vertrauen meiner Vorgesetzten, wurde häufig als herausragende Mitarbeiterin gewürdigt und erhielt Beförderungen. Außerdem verstand ich mich sehr gut mit meinen Kollegen.
Wenn ich bei der Arbeit mit schwierigen Kunden zu tun hatte – selbst, wenn diese unvernünftig waren oder mich beschimpften –, gelang es mir, nicht in Streit zu geraten. Ich hielt mich an den Fa-Grundsatz:
„Wenn er dich schlägt, schlägst du nicht zurück; wenn er dich beschimpft, schimpfst du nicht zurück, einfach so.“ (Fa-Erklärung in Sydney, 1996)
Allerdings fiel es mir innerhalb meiner Familie schwerer, diesen Grundsatz bei Konflikten aufrechtzuerhalten, und manchmal geriet ich ins Wanken. Hier möchte ich meinen Mitpraktizierenden von meinen Kultivierungserfahrungen im Umgang mit Familienkonflikten berichten.
Als ich aufwuchs, entwickelte ich die Vorstellung, dass mein Mann schwächer sein sollte als ich, damit ich zu Hause das Sagen haben konnte. Diese Denkweise rührte von dem her, was ich in meiner Familie erlebt hatte, und von den Entbehrungen, die meine Mutter erdulden musste. Auch ich wurde in meiner Jugend schlecht behandelt, da in der ländlichen Gegend, in der ich aufwuchs, Söhne den Töchtern vorgezogen wurden.
Infolgedessen wählte meine Mutter für mich einen Ehemann, der nicht praktizierte und den sie in vielerlei Hinsicht für schwächer hielt. Nach unserer Heirat versuchte ich, alles zu kontrollieren, was mein Mann tat, und erwartete von ihm, dass er mir gehorchte. Mit der Zeit führte dies bei ihm zu tiefem Groll und Misstrauen. Er war meiner starken Persönlichkeit nicht gewachsen, unterdrückte jedoch er seine Unzufriedenheit, während ich mir nicht bewusst war, wie er sich wirklich fühlte. Weil wir über längere Zeit getrennt lebten, blieben unsere unterschwelligen Konflikte verborgen.
Im Jahr 2022 begannen wir zusammen zu leben. Mir fiel auf, dass er gesundheitliche Probleme hatte und sein Temperament unbeständiger geworden war. Manchmal wurde er ohne ersichtlichen Grund wütend. Mitunter konnte ich nicht anders, als mit ihm zu streiten, nur um es anschließend zu bereuen, dass ich mein eigenes Temperament nicht im Zaum gehalten hatte. Das Zusammenleben brachte eine Reihe von Konflikten ans Licht.
Durch kontinuierliches Fa-Lernen und Nach-innen-Schauen begann ich, meine eigenen Probleme zu erkennen. Als Ehefrau sollte ich meinem Mann gegenüber sanft und rücksichtsvoll sein, anstatt herrisch und kontrollierend. Nachdem mir das bewusst geworden war, begann ich, mich an die Maßstäbe einer Kultivierenden zu halten. Ich versuchte, nicht herrisch zu sein oder mit ihm zu streiten, sondern überließ ihm stattdessen die Entscheidungen.
Nach einer Weile fiel mir jedoch auf, dass seine Haltung mir gegenüber noch schlechter zu werden schien. Je weniger ich widersprach, desto unvernünftiger wurde er. Immer wenn ich meine Meinung äußerte, sagte er: „Du hörst mir nie zu.“
Meist meldete ich mich zu Wort, weil ich Probleme mit seiner Herangehensweise oder seinem Verständnis der Situation sah. Ich dachte, ich würde ihm lediglich gut gemeinte Ratschläge geben, anstatt zu versuchen, ihm meine Ansichten aufzuzwingen, aber er empfand mich dennoch als herrisch und kontrollierend.
Manchmal dachte ich: „Bevor ich mit dem Praktizieren von Dafa angefangen habe, war meine Einstellung dir gegenüber schlecht, aber du hast dich besser verhalten. Jetzt überlasse ich dir die Entscheidungen, doch du behandelst mich immer schlechter. Sollte ich wieder streng werden und dich kontrollieren?“ Doch dann ermahnte ich mich, dass ich eine Praktizierende war. Ich musste mich an den Maßstäben der Kultivierenden messen, anstatt gewöhnlichen menschlichen Anschauungen zu folgen.
Als ich tiefer nach innen schaute, entdeckte ich viele Anhaftungen: Herabwürdigung meines Mannes; der Drang, mich beweisen zu wollen, Konkurrenzdenken, Prahlerei, Groll und Eifersucht. Hinter all diesen Anhaftungen verbarg sich Egoismus. Nach so vielen Jahren der Kultivierung wurde mir klar, dass meine Eifersucht immer noch sehr stark war.
Nachdem ich diese Probleme erkannt hatte, achtete ich stärker auf meine negativen Gedanken. Ich achtete genau auf jeden Gedanken, der in mir aufkam, und versuchte, ein gütiges und barmherziges Herz zu bewahren – ohne Groll oder Hass – und selbst in Drangsalen Freude zu finden.
Nach und nach berührte es mich nicht mehr, wenn mein Mann mich schroff ansprach, obwohl ich ihn freundlich behandelte. Ich konnte sein Verhalten gelassen akzeptieren, ohne Groll zu hegen. Ich wollte ihn einfach nur gut behandeln, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten.
Eines Tages war mein Mann schlecht gelaunt und wegen einiger harscher Worte meines Bruders verärgert. Am Esstisch ließ er seine Frustration über meinen Bruder an mir aus. Um ihn zu beruhigen, sagte ich: „Göttliche Wesen wachen über uns. Wenn jemand harsch zu dir spricht, kannst du dadurch Tugend erlangen. Wenn du dich jedoch gegen diese Person wendest und sie verfluchst oder ihr grollst, gibst du diese Tugend möglicherweise wieder zurück.“
Anstatt sich zu beruhigen, wurde er noch wütender. Er schlug mir erst auf die rechte Wange und dann auf die linke und fragte: „Ist das gut so? Gefällt dir das?“ Ich lächelte und meinte nur: „Könntest du mich noch einmal schlagen?“ Daraufhin ging er weg. Ein Anflug von Wut schoss mir durch den Kopf, verschwand aber fast augenblicklich wieder. Dank meines langjährigen Fa-Lernens gelang es mir, ruhig zu bleiben und nicht zurückzuschlagen. Die Lehre des Meisters hatte in meinem Inneren Wurzeln geschlagen.
Rückblickend wird mir bewusst, dass das friedliche und glückliche Leben, das ich heute führe, nur möglich ist, weil ich das Glück habe, Falun Dafa zu praktizieren. Wäre ich keine Praktizierende geworden, wäre ich wahrscheinlich von den in meinem familiären Umfeld geprägten Anschauungen beeinflusst worden, hätte mich schmerzhaft durch Konflikte gekämpft und um das gestritten, was ich wollte.
Ich hoffe aufrichtig, dass gutherzige Menschen die Lügen der Kommunistischen Partei Chinas durchschauen und daran denken: „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ zu rezitieren. Mögen sie alle mit Glück und einer strahlenden Zukunft gesegnet werden.
Danke, Meister, dass Sie Dafa verbreiten und uns auf dem Weg zurück zu unserem wahren Selbst führen.
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