Bilanz März 2019: Insgesamt 43 Falun-Dafa-Praktizierende zu Gefängnisstrafen verurteilt

(Minghui.org) Nach den von Minghui.org erfassten Informationen wurden im März 2019 insgesamt 43 Falun-Dafa-Praktizierende [1] von Gerichten der Kommunistischen Partei Chinas zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Damit erhöht sich die Anzahl der bisher in 2019 verurteilten Fälle auf 169.

Zehn der verurteilten Praktizierenden sind über 65 Jahre alt, der Älteste 73.

Die Praktizierenden wurden für „schuldig“ befunden – weil sie anderen von Falun Dafa und der Verfolgung erzählt oder Informationen in der Öffentlichkeit und in sozialen Medien veröffentlicht hatten.

Sie kommen aus 16 Provinzen und Gemeinden in China, wobei in den Provinzen Shandong (15) und Liaoning (6) die meisten Strafverfahren registriert wurden. Die Haftstrafen lagen zwischen sieben Monaten und zehn Jahren, mit durchschnittlich 3,47 Jahren.

Aufgrund der Informationsblockade der KP Chinas kann die Anzahl der verurteilten Falun-Dafa-Praktizierenden nicht immer rechtzeitig gemeldet werden, es sind auch nicht alle Informationen leicht verfügbar.

Geografische Verteilung der Falun-Dafa-Praktizierenden, die im März 2019 verurteilt wurden.

Die Dauer der Haftstrafen von Falun-Dafa-Praktizierenden

Im Folgenden berichten wir über einige der verurteilten Praktizierenden.

Langjährige Haftstrafe, weil er auf die Verfolgung aufmerksam machte

Tian Xingbao, ein Bewohner des Landkreises Shen, Provinz Hebei, wurde am 20. März 2019 vom Gericht Anping zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Er war im Mai 2018 verhaftet worden, weil er Plakate mit Informationen über die Verfolgung von Falun Dafa aufgehängt hatte. Gegen das Urteil legte er Berufung beim Mittleren Gericht der Stadt Hengshui ein.

Tianjin: Frau insgeheim verurteilt und im Gefängnis gefoltert, weil sie ihren Glauben nicht aufgibt

Wang Cuilan aus Tianjin wurde am 30. September 2017 verhaftet, weil sie Informationen über Falun Dafa verteilt hatte. Vier Mal stand sie vor dem Bezirksgericht Kaifa: im Mai, im August und im Oktober 2018. Danach entzogen die Behörden ihrem Anwalt die Zulassung für sechs Monate, da er eine Falun-Dafa-Praktizierende verteidigt hatte.

Wangs Tochter ging am 26. März 2019 in das Untersuchungsgefängnis, um ihre Mutter zu besuchen. Dort erfuhr sie, dass ihre Mutter zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt und bereits ins Frauengefängnis von Tianjin gebracht worden war, um ihre Haftstrafe anzutreten.

Durch die Misshandlungen bekam Wang bald gesundheitliche Probleme. Als ihre Tochter sie Anfang April im Gefängnis besuchte, war Wang sehr schwach und konnte ohne Hilfe weder stehen noch gehen.

Vater verurteilt, nachdem sich die Tochter für den Gesangswettbewerb von NTDTV angemeldet hatte

Song Xiandong wurde vor kurzem zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Er befindet sich bereits im Vierten Gefängnis der Inneren Mongolei.

Man hatte ihn am 25. September 2018 verhaftet, einen Tag bevor seine Tochter, Song Sijuan, nach New York fliegen sollte, um an einem Gesangswettbewerb teilzunehmen. Dieser wurde von NTDTV veranstaltet, einem amerikanischen Fernsehsender, der für seine unzensierten Nachrichten über China, einschließlich der Verfolgung von Falun Dafa, bekannt ist.

Mutter und Tochter entkamen der Verhaftung und sind jetzt gezwungen, ihrem Zuhause fernzubleiben, um einer weiteren Verfolgung zu entkommen.

Zwei Praktizierende zu Haft- und Geldstrafen verurteilt, weil sie Falun Dafa praktizieren

Zwei Bürger der Stadt Dandong, Provinz Liaoning wurden wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu Gefängnisstrafen verurteilt. Einer von ihnen heißt Zhang Ming – er wurde zu einem Jahr verurteilt und der andere, Li Quancheng, zu drei Jahren.

Die beiden waren am 29. Juni 2018 verhaftet worden, nachdem ein Verkehrspolizist Informationsmaterialien über Falun Dafa in ihrem Auto gefunden hatte. Am 18. März 2019 standen sie vor dem Bezirksgericht Zhen'an. Am 27. März wurde das Urteil gefällt.

Zhangs Frau, Xiu Jinqiu, wurde am 28. November 2013 zu Tode gefoltert, weil sie Falun Dafa praktizierte. Ihre einzige Tochter, Zhang Hongyu, wohnt gegenwärtig in den USA. Sie versucht alles, um Zhangs Freilassung zu erwirken.

Vier Bewohner von Shandong wollten Gerechtigkeit für eine Mitpraktizierende erwirken und wurden ins Gefängnis gebracht

Vier Bewohner des Bezirks Yinan, Provinz Shandong, wurden am 27. März 2019 zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Zwei Monate zuvor, am 24. Januar 2019, standen sie in einem provisorischen Gerichtssaal im Untersuchungsgefängnis des Bezirks Hedong vor Gericht.

Zu Peiyong (52) wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt; Liu Naixun und seine Frau Wang Xilan (beide über 70) zu drei und zwei Jahren und Li Changfang (55) zu zweieinhalb Jahren.

Die vier Praktizierenden waren im August und Oktober 2018 verhaftet worden. Sie standen im Verdacht, Xing Ximeis Familie geholfen zu haben, eine Klage gegen die Polizei von Yinan einzureichen. Xing war am 7. November 2017 (13 Tage nach ihrer Verhaftung) infolge der Verfolgung gestorben, weil sie ihren Glauben nicht aufgegeben hatte.

Vor über drei Jahren verhaftet, jetzt erst Urteilsverkündigung (Provinz Hebei)

Drei Bürger der Stadt Qian'an, Provinz Hebei wurden vor kurzem nach über drei Jahren Haft zu Gefängnisstrafen verurteilt. Man hatte sie am 15. Dezember 2015 verhaftet.

Wang Yonghong wurde zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt und Zhou Xiuxia und Liu Xiaoyuan zu jeweils fünf Jahren.

Seit ihrer Verhaftung waren die drei Frauen im ersten Untersuchungsgefängnis der Stadt Tangshan festgehalten worden. Am 28. Oktober 2016 standen sie vor dem Gericht in Qian'an. Ihre Anwälte plädierten auf nicht schuldig. Der Richter wartete über zwei Jahre, bevor er die Urteile verkündete.

Aufgrund der Verfolgung und der willkürlichen Inhaftierung der Praktizierenden gerieten ihre Familien in große Not. Die Gesundheit ihrer betagten Eltern verschlechterte sich rasch. Zhous über 70-jährige Mutter, Wangs über 80-jähriger Vater und Lius Schwiegermutter starben im Mai, Juni und Dezember 2017 nacheinander. Ihre kranken und betagten Ehepartner blieben zurück.

Die Familien der Praktizierenden wandten sich an verschiedene Behörden, um Gerechtigkeit für sie zu erwirken und ihre Freilassung zu fordern. Sie wurden jedoch immer wieder hin- und hergeschickt und aufgefordert, auf weitere Informationen zu warten.

Peking: Frau mit Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung nach Anhörung vermisst

Zhao Zhisheng, 66, eine in Peking ansässige Person, wurde am 5. März 2018 verhaftet, weil sie Briefe an die Öffentlichkeit geschickt hatte. Darin hatte sie auf die Verfolgung von Falun Dafa aufmerksam gemacht. Im Gefängnis erkrankte sie an Diabetes und Nierenproblemen und wurde am 23. Juli 2018 gegen Kaution freigelassen.

Ein Gericht in Peking verurteilte sie am 29. Dezember 2018 zu vier Jahren Gefängnis, wogegen sie Berufung einlegte. Im März 2019 hielt das dritte Mittlere Gericht in Peking eine Anhörung ab. Danach kam sie nicht mehr nach Hause. Ihre Familie vermutete, dass sie direkt ins Gefängnis gebracht worden war, um ihre vierjährige Haftzeit abzusitzen.

Liste der Praktizierenden, die in den ersten drei Monaten 2019 verurteilt, zu Geldstrafen verurteilt und erpresst wurden

Frühere Berichte:

Bilanz Januar und Februar 2019: insgesamt 109 Falun-Dafa-Praktizierende verurteiltJanuar 2019: Insgesamt 52 Falun-Dafa-Praktizierende zu Haftstrafen verurteilt


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und verbreitete sich rasant. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit 1999 in China verfolgt.