(Minghui.org) Eine 75-jährige Frau aus der Stadt Baoji, Provinz Shaanxi, wurde am 18. Dezember 2025 zu neun Jahren Haft und einer Geldstrafe von 36.000 Yuan (ca. 4.320 Euro) verurteilt. Der Grund: Sie glaubt an Falun Gong.
Huo Guilan, eine pensionierte Arbeiterin aus einer Kunststoffmaschinenfabrik, wurde in der Nacht des 11. April 2024 verhaftet. Die vier Beamten, die sie festnahmen, erlaubten ihr nicht, ihre Kleidung oder Schuhe zu wechseln, bevor sie sie die Treppe hinunter zu ihrem Streifenwagen zerrten.
Mindestens 12 weitere Praktizierende wurden etwa zur gleichen Zeit ebenfalls verhaftet. Es handelte sich um Li Congqiao, Zhang Yanqiu, Qin Yi, Qiang Huilan, Zhao Hongxing, You Yufang, Li Cuifang, Chai Xiufang, Xiao Bing, Wang Guaiyan, Liu Lingzheng und Luo Cuilian. Die Polizei hatte die Praktizierenden über ein Jahr lang überwacht, bevor sie sie verhaftete.
Schwere Verletzungen
Bei der Festnahme wurde Huos Knöchel schwer verletzt und schwoll stark an, sodass sie nur noch schwer laufen konnte. Die Polizei brachte sie am nächsten Tag in die zweite Haftanstalt der Stadt Baoji, wo sich ihr Zustand weiter verschlechterte. Sie litt unter Schwindel, Brustschmerzen, Rückenschmerzen und Atembeschwerden. Außerdem hatte sie vaginale Blutungen. Ihr Gehör und ihr Sehvermögen verschlechterten sich. Ihre Familie beantragte die Huos Freilassung gegen Kaution, doch ihr Antrag wurde abgelehnt.
Das Bezirksgericht Jintai verhandelte ihren Fall am 17. Dezember 2024. Richter Liu Yan hinderte den Gerichtsschreiber daran, die Verhandlung aufzuzeichnen.
Richter Liu, Staatsanwalt Wu Xuan und zwei weitere Personen verhörten Huo am 13. März 2025 im Gefängnis. Sie klärten mit ihr ein paar Dinge, darunter 1) ihre Beschäftigung und ihr Gehalt vor ihrer Pensionierung; 2) ihre fünfjährige Haftstrafe von Anfang Oktober 2001 bis Ende September 2006 wegen des Praktizierens von Falun Gong; 3) dass sie 2020 wegen der Verteilung von Falun-Gong-Informationsmaterialien zu zehn Tagen Haft verurteilt wurde, die Polizei die Strafe jedoch aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht vollstreckte.
Richter Liu behauptete auch, dass die Polizei Huo bei ihrer Verhaftung am 11. April 2024 nicht absichtlich die Treppe hinuntergezerrt habe. Stattdessen hätten die Beamten ausgesagt, ein Beamter sei versehentlich gestürzt und habe sie umgestoßen. Liu sagte auch, dass drei Gemeindemitarbeiter die Hausdurchsuchung an diesem Tag beobachtet hätten, was jedoch nicht stimmte. Als Liu fragte, ob Huo ihre Meinung über Falun Gong geändert habe, bekräftigte Huo, dass kein Gesetz in China Falun Gong unter Strafe stelle.
Huo verlangte wiederholt, die Rechtsgrundlage für die Strafverfolgung zu sehen. Liu hatte ihr nichts vorzuweisen, sagte aber: „Sie werden die Rechtsgrundlage erfahren, sobald das Urteil gefällt ist.“
Liu hielt am 24. März 2025 eine weitere Anhörung zu Huos Fall ab, bevor er Huo am 18. Dezember 2025 verurteilte. Huo hat Berufung eingelegt.
Fünf weitere Praktizierende, die am selben Tag wie Huo verhaftet worden waren, wurden ebenfalls verurteilt: Li Congqiao zu acht Jahren, Qin und Chai zu jeweils fünf Jahren, Wang zu viereinhalb Jahren und Zhang zu drei Jahren und einer Geldstrafe von 12.000 Yuan (ca. 1.440 Euro).
Vor ihrer letzten Verurteilung hatte Huo zwei Arbeitslagerstrafen und eine fünfjährige Haftstrafe wegen ihres Glaubens verbüßen müssen.
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