(Minghui.org) Am 22. September 2026 ereignete sich vor dem chinesischen Konsulat in Toronto, Kanada, ein gewaltsamer Angriff auf Falun-Gong-Praktizierende. Minghui berichtete darüber. Ein Mann zerstörte nicht nur die Informationstafeln der Praktizierenden, sondern stieß auch eine ältere Praktizierende um, beschimpfte sie und drohte ihr mit dem Tod.

Abgeordnete verschiedener kanadischer Parteien wurden auf diesen Vorfall aufmerksam und verurteilten ihn. Einige schrieben an den Außenminister und forderten die Regierung auf, die Identität des Täters zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Videos vom Tatort zeigen einen Mann in einer Jacke mit chinesischer Flagge, der plötzlich auf die Informationstafeln der Praktizierenden zustürmt. Er zerstört sie, beschimpft und bedroht eine ältere Praktizierende. Ein kanadisches Parlamentsmitglied forderte, falls eine Untersuchung bestätige, dass es sich bei der betreffenden Person um einen chinesischen Diplomaten oder einen Agenten einer ausländischen Regierung handle, solle diese Person aus Kanada ausgewiesen werden.

Der konservative Abgeordnete Jacob Mantle schreibt an Außenministerin Anita Anand und fordert eine Untersuchung der Gewalttat des Chinesen in Toronto (Minghui.org)

Jacob Mantle, konservativer Abgeordneter und Schattenminister für auswärtige Angelegenheiten, verkündete am 13. Oktober 2026 auf seiner Facebook-Seite: „Ich habe mich schriftlich an die liberale Außenministerin Anita Anand gewandt und auf den beunruhigenden Vorfall hingewiesen, der sich kürzlich vor dem chinesischen Konsulat in Toronto ereignet hat, bei dem eine friedliche Demonstrantin von einer Person, die offenbar im Auftrag des kommunistischen China handelte, schikaniert, bedroht und eingeschüchtert wurde.

Ich habe die Ministerin gebeten, den Vorfall umgehend zu untersuchen und die betreffende Person aus Kanada auszuweisen, sollte sich bestätigen, dass es sich um einen chinesischen Diplomaten oder einen anderen ausländischen Staatsvertreter handelt.

Ich freue mich auf die Antwort der Ministerin.“

In seinem Brief an die Außenministerin schrieb er: „Ausländische Agenten haben kein Recht und keine Immunität, Personen in Kanada zu bedrohen oder einzuschüchtern. Wie in öffentlich zugänglichen Videos des Vorfalls deutlich zu sehen ist, greift der Mann die Demonstrantin an, zerstört ihre Informationstafeln und droht ihr mit Gewalt und der Anwendung chinesischen Rechts. Gewalttätige Aktionen gegen friedliche Demonstranten sind in Kanada nicht akzeptabel.“ 

Er schrieb, es sei inakzeptabel, dass ausländische staatliche Akteure Verhaltensweisen an den Tag legen, die gegen alle anerkannten Normen diplomatischen Verhaltens verstoßen. Mantle betonte: „Es obliegt Ihnen als Außenministerin zu handeln, wenn China versucht, die Demokratie und Freiheit in Kanada zu untergraben.“

Abgeordneter: Es ist wichtig, dass wir diese Probleme angehen

Michael Cooper, konservativer Abgeordneter und Schattenminister für demokratische Reformen, sagte in einem Interview: „Wir haben ein Pekinger Regime, das Gewalt ausübt. Im Hinblick auf das, was wir in Toronto gesehen haben, gab es Vorfälle mit steigender Tendenz.“

Michael Cooper, konservativer Abgeordneter und Schattenminister für Demokratische Reformen (Minghui.org)

Laut Erkenntnissen des kanadischen Inlandsgeheimdienstes (CSIS), des Ministeriums für öffentliche Sicherheit und verschiedener parlamentarischer Untersuchungsausschüsse, ist die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) die größte und aktivste ausländische Einmischungsmacht in Kanada. Zu ihren Angriffszielen gehören Wahlen, Kommunen, Hochschulen, politische Entscheidungsprozesse, die Medien und Dissidenten.

Cooper stellte fest: „Sie stellen eine Bedrohung für die nationale Sicherheit dar. Sie betreiben transnationale Repression und nehmen Kanadier, insbesondere Kanadier chinesischer Abstammung, ins Visier. Dieses Regime betreibt illegale Polizeistationen auf kanadischem Boden, um seine transnationale Repressionsagenda voranzutreiben. Angesichts dessen ist es wichtig, dass wir diese Probleme angehen.“

Abgeordnete fordert die Regierung zum Handeln auf

Judy Sgro, Ko-Vorsitzende der Parlamentarischen Freunde von Falun Gong und langjährige liberale Abgeordnete, kommentierte: „Ich denke, die Problematik der ausländischen Einmischung ist für alle unsere Länder von großer Bedeutung. Es gibt Menschen, die versuchen, Gespräche zu manipulieren und andere Dinge zu tun, die inakzeptabel sind.“ Ihrer Meinung nach steht Kanada derzeit vor großen Herausforderungen im Umgang mit transnationaler Repression. „Wir müssen uns klar darüber sein, dass dies geschieht.“

Judy Sgro, Co-Vorsitzende der Parlamentarischen Freunde von Falun Gong, erklärt transnationale Repression für inakzeptabel (Minghui.org)

Alexis Brunelle-Duceppe ist stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten und Internationale Entwicklung und Abgeordneter des Bloc Québécois. Er betonte in einem Interview: „Gewaltakte dürfen auf diesem Boden nicht geduldet werden. Die kanadische Regierung sollte die aktuelle Lage verstehen. Wir hatten Polizeibeamte aus Peking auf unserem eigenen Territorium. Das ist die Realität. Aber die Regierung begreift das nicht.“

Alexis Brunelle-Duceppe, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten und Internationale Entwicklung und Abgeordneter des Bloc Québécois, wird interviewt (Minghui.org)

Er sei der Ansicht, dass die Bemühungen der kanadischen Regierung zur Bekämpfung ausländischer Einmischung und transnationaler Repression „bei Weitem nicht ausreichen“. „Deshalb gibt es Oppositionsparteien, die darauf hinweisen, dass dies nicht genügt, und die Medien nutzen, um sicherzustellen, dass die Regierung in diesem Punkt Fortschritte erzielt.“

Abgeordnete der New Democratic Party: Kanada muss die Gesetzgebung zur Bekämpfung transnationaler Repression verbessern

Jenny Kwan, Abgeordnete der New Democratic Party, erklärte: „Ausländische Einmischung in Kanada ist real. Eines der identifizierten Probleme ist natürlich die transnationale Repression.“ Sie sei jedoch besorgt, dass trotz Untersuchungen „wir das Problem nicht ernst genug nehmen“. Sie kritisierte die Regierung dafür, „ein Auge zuzudrücken“, und meinte, Kanada müsse proaktivere Maßnahmen ergreifen, „damit sich die Kanadierinnen und Kanadier sowie die Betroffenen sicher fühlen“.

Jenny Kwan, Abgeordnete der New Democratic Party, im Interview (Minghui.org)

Sie führte als Beispiel an, dass die Regierung fast zwei Jahre gebraucht habe, um endlich den Beauftragten für das Register einzusetzen. Doch selbst jetzt sei dieses noch nicht wirklich voll funktionsfähig. Das sei jedoch nur ein sehr kleiner Teil der Bemühungen, gegen ausländische Einmischung vorzugehen.

In Bezug auf die gesetzliche Ebene erklärte sie: „Wir haben tatsächlich keine Gesetze, um transnationale Repression zu bekämpfen. Das war etwas, was der Beauftragte im Rahmen der Untersuchung festgestellt hatte, aber das Thema wurde nicht umfassend untersucht. Daher sind besondere Anstrengungen erforderlich, um transnationale Repression zu bekämpfen, und es müssen Maßnahmen ergriffen werden, um dem entgegenzuwirken.“

Ihrer Meinung nach ist die Umsetzung des kanadischen Gesetzes zur Transparenz und Rechenschaftspflicht ausländischer Einflussnahme weiterhin unzureichend. Ein Gesetz sei zwar der erste Schritt, dürfe aber nicht der letzte sein. „Wir haben das Verfahren zur Verabschiedung des Gesetzes beschleunigt in der Hoffnung, dass die Regierung die Einrichtung des Registers zügiger vorantreiben würde. Doch die Umsetzung dauerte sehr lange. Da es sich nun noch in der Anfangsphase befindet, gibt es noch viel zu tun.“

Dies könne nicht die einzige Lösung im Kampf gegen ausländische Einmischung sein, stellte sie klar. Die Regierung müsse Maßnahmen ergreifen, um die entsprechenden Gesetze und Vorschriften weiter zu verfeinern, um die Sicherheit der kanadischen Bevölkerung und der demokratischen Institutionen des Landes wirksam zu schützen.