(Minghui.org)

Seien Sie gegrüßt, verehrter Meister! Seid gegrüßt, Mitpraktizierende!

1996 habe das Fa erhalten und mit der Kultivierung begonnen. In all den Jahren, in denen ich über Shen Yun berichtet habe, war „Mühsal“ meine stärkste Erinnerung. Daraus entstand eine Angst vor dieser Mühsal und diese Angst setzte mich jedes Mal vor der Berichterstattung unter enormen psychischen Druck. Ich drehte mich in negativen Gedanken im Kreis und konnte daraus nicht ausbrechen. In diesem Jahr wurde dieses Gefühl, wie schwer und bitter alles war, jedoch immer schwächer. Zum ersten Mal fühlte es sich nicht mehr so schwer an, und ich kam schließlich aus dieser Mühsal heraus. Der Prozess war eigentlich ganz einfach: Alles seinen natürlichen Lauf nehmen lassen und nur daran denken, was gut für andere ist.

Alles seinen natürlichen Lauf nehmen lassen

In der zweiten Hälfte der Shen-Yun-Berichterstattung im vergangenen Jahr konnte ich meine reguläre Arbeit nicht mehr gleichzeitig bewältigen und kündigte deshalb mit schweren Herzen. Meine Vorgesetzte bat mich immer wieder zu bleiben, und ich versuchte es auch. Doch letztendlich konnte ich beides wirklich nicht nebeneinander schaffen. Ich war völlig erschöpft und entschied die Kündigung.

In dreißig Jahren der Kultivierung war dies das erste Mal, dass ich nicht in der Lage war, eine reguläre Arbeit und ein Dafa-Projekt gleichzeitig aufrechtzuerhalten. Ich war vor allem wegen des guten Rufs des Unternehmens dort eingestiegen. Doch sobald ich dort arbeitete, führten meine Anhaftungen an Ruhm, Gewinn und Geltungssucht sowie das ständige Vergleichen und Konkurrieren unter den Kollegen dazu, dass ich sehr viel Zeit und Energie in die Arbeit stecken musste. Ich machte jeden Tag Überstunden, sogar am Wochenende. Die Belastung für mich war körperlich und geistig enorm. Meine Vorgesetzte wusste, dass ich an den Wochenenden über Shen Yun berichtete, und sagte mir: „Du kannst dich nur für eines von beiden entscheiden.“ In diesem Moment wusste ich bereits, wie meine Entscheidung ausfallen würde: Ich würde meine Anhaftung an „leeren Ruhm“ loslassen.

Da ich von mir aus gekündigt hatte, erhielt ich weder Arbeitslosengeld noch irgendeine andere Unterstützung. Nachdem die Shen-Yun-Berichterstattung beendet war, musste ich darüber nachdenken, wie ich von da an meinen Lebensunterhalt bestreiten sollte. Sollte ich mir eine neue reguläre Stelle suchen? Oder sollte ich die Arbeitssuche ganz aufgeben, mein Haus verkaufen, in ein kleines Dorf mit niedrigen Lebenshaltungskosten ziehen und ein völlig anderes Leben führen?

Ich war körperlich und geistig erschöpft und hatte überhaupt kein Vertrauen, dass ich eine Arbeit bis zur Shen-Yun-Berichterstattung im folgenden Jahr behalten könnte. Ich konnte ja auch nicht alle sechs Monate die Stelle wechseln und dann sechs Monate bei Shen Yun verbringen. Das wäre ebenfalls keine langfristige Lösung gewesen.

Deshalb sah ich mir gleichzeitig die Immobilienpreise auf dem Land und die Stellenanzeigen an. Früher hatte ich immer als Erstes auf das Gehalt geschaut und mich nur auf Stellen beworben, die besser bezahlt waren als meine damalige. Diesmal stand das Gehalt nicht mehr an erster Stelle. Zuerst schaute ich mir die Tätigkeit selbst an: War ich wirklich in der Lage, diese Arbeit zu erledigen? Und konnte ich die Aufgaben innerhalb der normalen Arbeitszeit bewältigen und gleichzeitig die Berichterstattung über Shen Yun fortsetzen?

Das empfand ich zum ersten Mal, die beiden gegenüber wirklich verantwortungsbewusst war. Deshalb verschickte ich nur fünf Bewerbungen. Es waren fünf Stellen, die ich wirklich würde ausfüllen können. Ich konnte mich mit gutem Gewissen und voller Zuversicht bewerben. Und ich konnte den Unternehmen gegenüber fair sein, anstatt aus persönlichen Interessen nach Ruhm und Gewinn zu handeln. Außerdem sagte ich mir, dass ich das Gehalt, wie auch immer es ausfallen würde, akzeptieren und nicht darüber verhandeln würde.

Nachdem ich die Bewerbungen abgeschickt hatte, gönnte ich mir eine Woche Urlaub. Während meiner Reise wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, und eine Woche später erhielt ich das Stellenangebot. Das in der Stellenanzeige angegebene Gehalt lag deutlich unter dem, was ich zuvor verdient hatte. Doch als das Angebot kam, war der Betrag höher als mein bisheriges Gehalt. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.

Nachdem ich die neue Stelle angetreten hatte, beherrschte ich innerhalb weniger Monate die dafür erforderlichen Fähigkeiten, da ich mich in diesem Bereich recht gut auskannte. Es gab keinen Druck und keine Überstunden, und alles schien perfekt zu sein.

Doch nur eine Woche vor Beginn von Shen Yun teilte mir meine Vorgesetzte mit, dass ich ab Januar in eine andere Abteilung versetzt werden sollte, in der dringend Personal gebraucht wurde. Es war ein Bereich, mit dem ich mich nicht auskannte. Ich war am Boden zerstört und so aufgewühlt, dass ich nicht einmal weinen konnte. War dies ein Fall von „Der Mensch plant, der Himmel entscheidet“?

Wieder lastete ein enormer Druck auf mir. Ich wusste, dass die Anfangsphase bei jedem Wechsel in eine neue Position sehr viel Zeit und Energie erforderte. Und genau diese Phase würde mit der Shen-Yun-Berichterstattung zusammenfallen. Würde ich schon wieder kündigen müssen?

An diesem Abend war ich sehr niedergeschlagen. Auch während ich meditierte, ging mir die Sache weiter durch den Kopf. Da tauchte plötzlich ein Gedanke in mir auf: Meine grundlegende Anhaftung war das Streben nach extremer Gemütlichkeit – nach körperlicher und geistiger Gemütlichkeit. Ich wusste, dass der Meister mich darauf hinwies und dass die Zeit gekommen war, meine Anhaftung an Bequemlichkeit loszulassen. Plötzlich stiegen aufrichtige Gedanken in mir auf. Ich war fest davon überzeugt, dass ich diese Prüfung bestehen, diese Schwierigkeiten ertragen und meine Anhaftung an Komfort beseitigen konnte. Daraufhin kam ich zur Ruhe. Ich spürte, dass ich allen Ungewissheiten, die vor mir lagen, gelassen begegnen konnte. Ich legte alles in die Hände des Meisters und ließ den Dingen ihren natürlichen Lauf.

Die aufrichtigen Gedanken eines Kultivierenden spielen wirklich eine wichtige Rolle. Was dann geschah, war bemerkenswert. Die neue Stelle war überhaupt nicht so schwierig, wie ich sie mir vorgestellt hatte, und sie nahm auch nicht besonders viel Zeit in Anspruch. Im Gegenteil: Die Übergabe und die Abschlussarbeiten während des Wechsels führten zu einem qualitativen Sprung in meiner Leistung.

Es fühlte sich an wie das Sprichwort: „Erst wenn man in die Enge getrieben wird, findet man neues Leben.“ Ich hatte mehr Handlungsspielraum als in meiner vorherigen Position und wurde ruhiger, gelassener und entspannter.

Genau so sagt es der Meister:

„Je mehr ihr den Schwierigkeiten Aufmerksamkeit schenkt, desto schwieriger wird die Sache. Denn die Erscheinung resultiert aus dem eigenen Herzen, die Sache wird einfach noch schwieriger. Der Spruch „Die Erscheinung resultiert aus dem eigenen Herzen“ hat noch diese Bedeutung. Denn du hast die Schwierigkeiten höher bewertet und dich niedriger eingeschätzt. Haltet jene Sachen nicht für zu wichtig. Die Errettung der Menschen ist so eine große Sache. Ihr sollt das tun, was ihr tun sollt. Das Herz soll ruhig und solide bleiben. Wenn ihr einer Sache begegnet oder etwas hört, was euch nicht unbedingt gefällt, sollt ihr es euch nicht zu Herzen nehmen. Macht offen und aufrichtig das, was ihr machen sollt. Lasst euch nicht von dem Häretischen stören und bewegen, dann werden die schlechten Faktoren bei euch nicht auftauchen. Das Böse ist folglich winzig und ihr seid dagegen groß und eure Gedanken sind ebenfalls auch stark. Es ist wirklich immer so.“ (Fa-Erklärung auf der Sitzung von The Epoch Times, 17.10.2009)

Anderen von Herzen alles Gute wünschen

Die Berichterstattung über Shen Yun geht weit über die Möglichkeiten einer einzelnen Person hinaus und erfordert eine enge Zusammenarbeit des gesamten Teams. In diesem Jahr wuchs unser NTD-Reportageteam von zwei auf vier Personen, und auch in anderen Bereichen kamen neue Mitglieder hinzu.

Während der Berichterstattung herrschte von allen Seiten Druck, und die Arbeitsbelastung war sehr hoch. Auch das Team vor Ort war von solchen Dingen wie der Frage der Unterbringung betroffen und konnte häufig nicht gut schlafen. Unweigerlich kam es zu kleinen Reibereien, Beschwerden, einer gewissen Geringschätzung anderer und Ähnlichem.

Meine wichtigste Erkenntnis in diesem Jahr war, dass ich, ganz gleich, was nicht nach meinem Willen verläuft, so positiv wie möglich denken sollte. Das bedeutet, dem anderen Gutes zu wünschen, ihm Erfolg zu wünschen, aufrichtig in seinem Interesse zu handeln und meinen Neid Schicht für Schicht abzulegen. Als ich mich daran hielt, so zu denken, hatte ich das Gefühl, nicht mehr gegen das Universum anzukämpfen. Und sehr viele Dinge lösten sich ganz von selbst.

So konnten beispielsweise zwei Reporter in diesem Jahr aus familiären oder beruflichen Gründen bestimmte Städte nicht wie ursprünglich geplant abdecken. Als ich erfuhr, dass der erste von ihnen nicht fahren konnte, wollte ich die Lücke selbst füllen. Doch gerade als ich mein Ticket buchen wollte, schoss mir ein Gedanke durch den Kopf: War das wirklich die beste Lösung? Sofort fiel mir ein, dass es noch einen anderen Reporter gab, der bisher noch nie an der Shen-Yun-Berichterstattung teilgenommen hatte. Es wäre besser, ihn zu schicken, damit auch jemand Neues Erfahrungen sammeln konnte. Als ich ihn fragte, stimmte er gerne zu. Ein paar Tage später hinderte die Arbeit den zweiten Reporter daran, in zwei der Städte zu berichten. Wie sich herausstellte, füllte dieser neue Reporter ganz selbstverständlich auch diese beiden Lücken. Und ein Problem, das zunächst schwierig erschienen war, ließ sich mühelos lösen.

Es zeigt sich, dass das Herz ruhig und leicht ist, solange der Ausgangspunkt darin besteht, das zu tun, was für andere gut ist. Über sehr viele Dinge muss man dann gar nicht erst nachdenken, denn der Meister hat sie bereits arrangiert. Ich lernte auch, die Dinge loszulassen, die ich nicht kontrollieren konnte. Mehrere Jahre lang hatte ich ein Engegefühl in der Brust, als würde ein Stein darauf drücken. Dann war dieser Stein verschwunden, ohne dass ich es überhaupt bemerkt hatte.

Materie und Geist sind wirklich ein und dasselbe. Mein Herz wurde immer leichter. Die Kultivierung ist wirklich bemerkenswert: Wenn eine Anhaftung nicht beseitigt wird, werden die Prüfungen immer größer und schwieriger zu bestehen. Wenn man eine Prüfung jedoch gut besteht, löst auch das eine Kettenreaktion aus, und viele Dinge lassen sich danach ganz leicht lösen.

Das Ego loslassen und Verantwortung für das Fa übernehmen

Neben der Shen-Yun-Berichterstattung bei NTD war ich die ganze Zeit über auch für die Produktion von Shen-Yun-Werbevideos verantwortlich. Sobald die Berichterstattung eines Jahres endet, muss ich mit der Vorbereitung von Filmen mit Zuschauerreaktionen und verschiedenen Werbevideos beginnen. Das geht bis zum Beginn der Aufführungen im folgenden Jahr.

Da die Zahl der Shen-Yun-Aufführungen von Jahr zu Jahr gestiegen ist, ist auch der Bedarf an Werbevideos gewachsen. Vor einigen Jahren sagte mir der für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit zuständige Praktizierende, dass das gesamte Werbematerial gesichert und an andere Praktizierende weitergegeben werden sollte, damit auch andere mithelfen könnten. Es sollte nicht alles allein in meinen Händen liegen. Wenn mir etwas zustoßen würde, was würde dann aus der Shen-Yun-Werbung werden?

Als ich diese Nachricht zum ersten Mal las, gefiel mir das gar nicht. Ich hatte das Gefühl, dass dieser Praktizierende überhaupt nicht wusste, womit ich zu kämpfen hatte. Es gab mehr als zehn Jahre an gesammeltem Videomaterial, und selbst für mich war es mühsam, darin etwas zu suchen. Das kostete mich sehr viel Zeit. Dazu kamen sieben oder acht externe Festplatten. Eine solche Übergabe wäre sehr kompliziert gewesen. Anstatt mir zu helfen, dachte ich, würde sie meine Arbeitsbelastung nur noch weiter erhöhen. Die Zeit, die ich zum Sortieren des Materials und zum Einarbeiten einer anderen Person aufwenden müsste, würde meinen ohnehin schon sehr engen Zeitplan noch stärker belasten. Allein der Gedanke daran machte mich gereizt.

Doch nachdem ich mich beruhigt und die Nachricht des Praktizierenden noch einmal gelesen hatte, erkannte ich, dass sie vollkommen sinnvoll war. So funktionieren auch Unternehmen in der gewöhnlichen Gesellschaft. Das war wirklich verantwortungsbewusstes Handeln gegenüber dem Fa. Meine ganze Verärgerung war auf meinen eigenen Ausgangspunkt zurückzuführen: Ich wollte mich selbst schützen, anstatt das Fa zu schützen. Sollte für einen Dafa-Schüler nicht der Schutz von Dafa an erster Stelle stehen? War das nicht genau das, was ich tun sollte?

Meine Verärgerung verflog, und ich konnte der Sache ruhig begegnen. Nachdem ich im vergangenen Jahr gekündigt hatte, hatte ich zufällig einen Monat frei. In dieser Zeit konnte ich endlich das Videomaterial aus mehr als zehn Jahren ordnen und in Vorlagen umwandeln, sodass jemand anderes diesen Teil der Arbeit von mir würde übernehmen können.

Davon habe ich selbst profitiert. Ich muss mich jetzt kaum noch durch diese sieben oder acht Festplatten wühlen. Heute gibt es für praktisch jeden Teil der Shen-Yun-Arbeit, an der ich beteiligt bin, jemanden, der für mich einspringen kann. Ich bin nicht mehr unersetzbar. Mir ist immer leichter zumute geworden. Schritt für Schritt bin ich aus dem falschen Zustand herausgekommen, in dem ich mich selbst bestätigen wollte, und habe meine Anhaftung an das Ego abgelegt.

Fazit

Während der diesjährigen Shen-Yun-Berichterstattung hat mir der Meister gezeigt, wie andere Praktizierende mit Schwierigkeiten umgehen. Ihr Zustand – völlig frei von negativen Gedanken, geradlinig und rein, sich von ganzem Herzen hingebend, zu hundert Prozent an den Meister glaubend, ohne Angst und Sorgen – hat auch mich einfacher und gelassener gemacht.

Nachdem ich die Shen-Yun-Saison 2026 durchlaufen habe, spüre ich, dass ich immer reiner werde. Meine Hoffnung ist, dass ich bei der Berichterstattung im nächsten Jahr wirklich mit einer freudigen Haltung arbeiten kann, gute Gespräche mit den Menschen führe, die ich interviewe, die Freude weitertrage, die Shen Yun seinem Publikum bringt, und mich gemeinsam mit dem gesamten Team auf der Grundlage des Fa weiterentwickle.