(Minghui.org)
Sehr geehrter Meister, liebe Mitpraktizierende,
ich bin eine Praktizierende aus der Slowakei.
Heute möchte ich meine Kultivierungserfahrungen mit euch teilen. Ich bin eine junge Praktizierende, die in einem Dafa-Umfeld aufgewachsen ist, da meine Mutter, meine Großmutter und meine Tante alle Praktizierende sind. Obwohl ich die Kultivierung in meiner Kindheit nicht vollständig verstand und nicht fleißig war, wusste ich doch immer, dass Falun Dafa gut ist. Meine Kindheit und Jugend verliefen relativ reibungslos. Ich litt weder unter Krankheiten noch unter familiären Nöten und infolgedessen wurde ich sehr faul und wollte ein bequemes Leben haben. Obwohl ich nach den Prinzipien von Dafa erzogen worden war, ließ ich mich allmählich von den Verlockungen der gewöhnlichen Gesellschaft mitreißen und gewöhnte mich immer mehr an ein bequemes Leben. Dennoch sagte ich mir immer stets, dass ich mit dem Praktizieren von Falun Dafa beginnen würde, sobald ich erwachsen wäre und im Leben auf Schwierigkeiten stoßen würde. Ich wusste immer, dass dies der einzig richtige Weg war.
Der Meister gab mich jedoch nie auf. Mit unendlicher Geduld und Barmherzigkeit wartete er darauf, dass ich erwachte. Als ich etwa vierzehn Jahre alt war, hatte ich einen Traum, in dem ich vor jemandem Bösem floh, der mich verfolgte und mir Schaden zufügen wollte. Es gab keinen Ausweg mehr. Meine einzige Möglichkeit war, ins Meer zu springen, obwohl ich das höchstwahrscheinlich nicht überleben würde. Gerade als ich mich der Angst und Verzweiflung hingeben wollte, tauchte plötzlich ein Cabrio neben mir auf. Es wurde von einem chinesischen Mann gefahren, und neben ihm saßen zwei chinesische Frauen. Die Frau auf dem Beifahrersitz, gekleidet in ein langes weißes Kleid, stieg aus dem Auto, kam auf mich zu und nahm meine Hand. Sie führte mich zum Rand der Klippe und sprang mit mir ins Meer. Zuerst hatte ich schreckliche Angst, doch nach einem Augenblick begannen wir zu fliegen. Ich sah sie an und erkannte prächtige, strahlende Flügel, die uns durch die Luft trugen. Sie flog mit mir über das Meer zum nächsten Ufer bei einer Stadt, wo sie mich sicher absetzte.
In diesem Moment wachte ich auf. Es war ein zutiefst bedeutungsvoller Traum für mich und einer der wenigen Träume, an die ich mich noch immer lebhaft erinnern kann. Jetzt verstehe ich, dass es ein Hinweis des Meisters war, dass er schon immer über mich gewacht hat. Bis heute hilft mir die Erinnerung an diesen Traum, wann immer mich Angst überkommt oder es unmöglich erscheint, einen Ausweg aus einer schwierigen Situation zu finden.
Festhalten an Gefühlen und Beziehungen in der Familie
Schon seit meiner Kindheit konnte ich meinen Groll gegen meinen Stiefvater nie loslassen. In unserer Familie kam es wegen seines Alkoholkonsums oft zu Streitigkeiten und Missverständnissen. Wann immer ein wichtiges Ereignis bevorstand, betrank er sich am Abend zuvor; manchmal kam er tagelang gar nicht nach Hause und überließ alle Aufgaben meiner Mutter. Als Praktizierende versuchte meine Mutter die Situation gemäß den Prinzipien von Dafa zu lösen. Aber oft war sie sehr traurig, und ich machte das alles mit ihr durch. Schon von klein auf war ich von ihr abhängig und hatte das Gefühl, dass nur wir beide allein vor all unseren Problemen standen. Früher betrachtete ich sie als meine Beschützerin, ohne die ich nirgendwo hingehen konnte; daher fiel es mir schwer, mitanzusehen, wie jemand ihr wehtat. Ich unterdrückte meinen Groll, der sich später, in der Pubertät, in Respektlosigkeit verwandelte. Ich konnte meinen Stiefvater nicht als Autoritätsperson anerkennen und war der Meinung, er habe sowohl als Ehemann als auch als Vater versagt.
Als ich vor zwei Jahren begann, fleißiger zu praktizieren, kam dieser Groll immer stärker zum Vorschein, doch je mehr Groll ich gegen ihn hegte, desto schlimmer wurden die Situationen.
Ich erkannte, dass der Grund für meinen Groll gegen ihn meine starken Gefühle für meine Mutter war. In Wirklichkeit stand jedoch mein Egoismus dahinter. Ich fürchtete mich und wusste, dass meine Mutter diejenige war, die mich vor allem beschützen würde. Sie beschützte mich nicht nur, sondern tat auch alles für mich und kümmerte sich um alles, damit ich ein sicheres und bequemes Leben führen konnte.
Der Meister sagt im „Zhuan Falun“:
„Warum kann ein Mensch Mensch sein? Eben weil es unter den Menschen Qing (Gefühle und Emotionen) gibt. Die Menschen leben eben für Qing. Bindungen unter den Verwandten, Liebe zwischen Mann und Frau, Liebe zu den Eltern, leidenschaftliche Gefühle, Freundschaft, aus freundschaftlichen Gefühlen heraus handeln – alles ist mit Qing verbunden. Ob man etwas gerne tut oder nicht, ob man froh ist oder nicht, Liebe und Hass – in der gesamten menschlichen Gesellschaft entspringt alles Qing. Wenn du dich von Qing nicht trennst, kannst du dich nicht kultivieren. Wenn du aus Qing herausspringst, wird dich niemand mehr bewegen können. Die menschlichen Gesinnungen können dich dann nicht mehr mitreißen.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 200)
Mir wurde bewusst, wie sehr mich diese Gefühle in meiner Kultivierung zurückhielten, da ich mich oft auf meine Mutter verlassen hatte, um eigene Leiden nicht alleine durchstehen zu müssen. Deshalb versuche ich nun, diese Gefühle loszulassen, mich von meinen emotionalen Bindungen zu meiner Familie zu lösen und unabhängiger zu werden. Der Einzige, der mein wahrer Beschützer ist – und dem ich dankbar sein sollte, dass er mein Leben und meinen Kultivierungsweg gestaltet –, ist der Meister. Wenn ich genügend Vertrauen in den Meister setze, werde ich auch Vertrauen in mich selbst haben und in der Lage sein, Schwierigkeiten zu überwinden, ohne dabei von anderen abhängig zu sein. Das ist der einzige Schlüssel zur Bewältigung aller Probleme.
Mir ist klar geworden, dass eine ungesunde emotionale Abhängigkeit mich nicht nur daran hindert, unabhängig zu sein und mich von meinen Ängsten zu befreien – sie hat auch mein Bild von meinem Stiefvater verzerrt.
Als Praktizierende sollte ich meinen Stiefvater als ein Lebewesen betrachten, dessen karmische Aufgabe darin besteht, uns Schwierigkeiten zu bereiten. Vielleicht haben wir ihm in einem früheren Leben dasselbe Leid zugefügt, und durch sein Handeln hilft er uns, unser Karma zu beseitigen. Warum sollte ich dann Groll gegen ihn hegen? Wenn ich Leiden fürchte und es vermeiden will, was ist dann der Sinn meiner Kultivierung? Auch wenn es oft eine Herausforderung ist, wenn er uns in eine schwierige Situation bringt, lasse ich mich davon nicht mehr aus der Ruhe bringen; ich akzeptiere es als Teil der karmischen Vergeltung und versuche, ihm gegenüber in jeder Hinsicht barmherzig und gütig zu sein. Nur so kann ich ihm die Kraft von Dafa zeigen und ihn dazu inspirieren, an sich selbst zu arbeiten.
Seit ich meine Einstellung und Sichtweise ihm gegenüber geändert habe, hat sich die Situation zu Hause entspannt. Er unterstützt mich bei meiner Kultivierung und meiner Teilnahme an der Tian Guo Marching Band, und er hat sogar begonnen, das Zhuan Falun zu lesen und die Übungen mit uns zu praktizieren. Er verzichtet auf Alkohol und versucht, ein besserer Mensch zu werden.
Der Beitritt zur Tian Guo Marching Band
Erst im Mai 2024 begann ich, mich voll und ganz der Kultivierung zu widmen, und von Anfang an hatte ich mit meinem Verlangen nach einem bequemen Leben und meiner Abneigung, Neues auszuprobieren, zu kämpfen. Als mir ein Mitpraktizierender im November 2025 erzählte, dass die Tian Guo Marching Band neue Mitglieder – insbesondere junge Menschen – aufnehme, sah ich darin ein Zeichen des Meisters, dass ich mich diesem Projekt anschließen sollte. Da ich seit meiner Kindheit Musik liebte und Klavier spielte, sagte ich mir, ich solle es versuchen. Gleichzeitig hatte ich jedoch viele Zweifel, ob ich so etwas bewältigen könnte. Es erforderte viel Zeit, Entschlossenheit und Reisen. Ich musste meine Komfortzone vollständig verlassen und selbstständig werden.
Als ich Ende November meine Bewerbung einreichte und mich auf die Aufnahmeprüfung vorbereitete, hoffte ich, dass man mir die Flöte oder die Klarinette zuweisen würde – Instrumente, die sich leicht transportieren lassen und die nicht nur schön klingen, sondern auch gut aussehen. Nach dem Vorspielen teilte man mir jedoch mit, dass nur bestimmte Instrumente benötigt würden, darunter weder Flöte noch Klarinette, also entschied ich mich für das Saxophon, da es mir am attraktivsten erschien. Doch dann teilte man mir mit, dass eigentlich eine Trompete, ein Waldhorn oder ein Euphonium benötigt würden. Wieder einmal wollte ich aus praktischen Gründen die praktischste Option wählen, also entschied ich mich für die Trompete, da sie unter den genannten Instrumenten das kleinste und am einfachsten zu transportierende war. Aber auch das hat für mich nicht geklappt, denn das Trompetenspielen erfordert großen Kraftaufwand, da Trompeter die Hauptmelodien spielen. Damals glaubte ich, das nicht bewältigen zu können, also blieb mir nichts anderes übrig, als mich für das Waldhorn zu entscheiden, da das Euphonium zu groß und zu schwer war.
Bis dahin wusste ich noch nicht einmal, dass es das Waldhorn überhaupt gab, und auf den ersten Blick wollte ich es nicht annehmen, weil es mir überhaupt nicht gefiel. Daher begann ich, mich zu informieren, und als ich auf die Information stieß, dass es eines der schwierigsten Blasinstrumente ist und dass es mehrere Jahre dauert, es zu erlernen, bekam ich Angst. Mir war zum Weinen zumute, weil nichts nach meinen Erwartungen verlief, und ich fühlte mich zum Scheitern verurteilt – obwohl ich es noch nicht einmal in den Händen gehalten hatte. Damals halfen mir die Erfahrungen anderer Musiker aus der Marching Band sehr, und mir wurde klar, dass der ganze Weg vom Meister so arrangiert worden war und dass nichts zufällig geschieht. Daher musste ich die Tatsache akzeptieren, dass dies das Instrument war, das der Meister für mich ausgewählt hatte, und dass ich bei diesem Vorhaben alle menschlichen Gedanken und Erwartungen loslassen musste. Als ich es schließlich unter dem Weihnachtsbaum auspackte und in meinen Händen hielt, traten mir Tränen der Rührung in die Augen. Ich spürte eine starke Verbindung zwischen mir und dem Wesen hinter diesem Instrument, das mir bei meiner Kultivierung und bei der Errettung von Lebewesen helfen würde.
Ein weiterer Rückschlag kam jedoch, als ich zum ersten Mal versuchte, das Waldhorn zu spielen. Ich konnte keinen einzigen Ton hervorbringen; es war sehr schwierig und schien mir unmöglich. Zu dieser Zeit versuchte ich, einen Lehrer zu finden, jedoch ohne Erfolg. Selbst wenn ich jemanden fand, hatte dieser keine Zeit für mich. Mir wurde klar, dass ich das Ganze immer noch aus einer sehr weltlichen Perspektive betrachtete und wollte, dass alles meinen eigenen Erwartungen entsprach.
Als es mir gelang, meine menschlichen Gedanken loszulassen, wusste ich, dass ich anfangen musste, auf eigene Faust zu lernen, also übte ich jeden Tag mindestens zwei Stunden lang. Obwohl es mir anfangs schwerfiel, gelang es mir nach zwei Wochen, die erste Oktave zu spielen, und nach drei Wochen lernte ich das erste Stück, „Falun Dafa Hao“. In den ersten zwei Monaten brachte ich mir das Spielen selbst bei, und trotz aller Schwierigkeiten gab ich nicht auf und war entschlossen, weitere Lieder zu lernen, damit ich so bald wie möglich der Band beitreten konnte. Ich verspürte eine Art inneren Drang und ein Gefühl der Verantwortung, die Lücke in der Waldhorn-Gruppe zu füllen, da es so wenige Musiker gibt, die dieses Instrument beherrschen.
Da ich für gewöhnlich aus Bequemlichkeit das Praktizieren vernachlässigte, spürte ich dies sofort, wenn ich das Waldhorn spielte. Wenn ich die drei Dinge gut machte und die Übungen praktizierte, lief alles mühelos. War ich hingegen faul und ließ die Übungen aus, fiel mir das Spielen sehr schwer. Zunächst war ich wütend auf mein Instrument und gab äußeren Umständen die Schuld, doch später wurde mir klar, dass mein Instrument lediglich meinen Kultivierungszustand widerspiegelte. Dank meiner Entschlossenheit, bei der Marching Band mitzumachen, wurde ich fleißiger bei den Übungen.
Nach zwei Monaten gelang es mir endlich, eine Lehrerin zu finden, die mir sehr half. Schon nach der ersten Stunde bei ihr verbesserte sich meine Intonation, und einen Monat später konnte ich bereits fünf Stücke spielen. Obwohl ich relativ schnell Fortschritte machte, zweifelte ich immer noch an mir selbst. Im April fragte mich meine Lehrerin während einer Stunde, wann ich vorhätte, bei der Tian Guo Marching Band mitzuspielen. Ich sagte ihr, dass die Tournee im Sommer beginnen würde, ich aber frühestens im folgenden Jahr mitmachen würde, da meine Töne noch recht unsicher seien und ich noch einen langen Weg vor mir hätte. „Das stimmt nicht – komm schon, lass uns anfangen; bis zum Sommer bekommen wir das hin!“, antwortete sie. Ihre Reaktion überraschte mich sehr, da mir normale Menschen normalerweise sagten, ich müsse erst mehrere Jahre üben, bevor ich einem Orchester beitreten könne. Und sie, als ganz normaler Mensch, unterstützte mich, obwohl ich erst vor Kurzem mit dem Lernen begonnen hatte. Das sah ich als Ermutigung des Meisters, mich zu beeilen – wenn ich genug Zeit dafür aufbrachte und innerlich entschlossen sei, würde sich alles so fügen, dass alles rechtzeitig geschafft werden könnte.
Genau so kam es dann auch. Der Meister sorgte auch dafür, dass ich einen Ort zum Üben hatte – in der Nähe der Schule hatte ich Zugang zu einem Raum, in den ich jeden Tag gehen und spielen konnte; und so ging ich in den Pausen zwischen den Lehrveranstaltungen dorthin. Im Mai, nach fünf Monaten des Spielens, beschloss ich, meine Aufnahmen für den ersten Teil der Prüfung einzureichen. Das fiel mir überhaupt nicht leicht. Daher musste ich mich von dem Gedanken lösen, dass alles perfekt sein müsse; sonst hätte ich die Aufnahmen gar nicht abschicken können. Ich hatte Angst vor Kritik. Andererseits wusste ich, dass ich es bis Anfang Juni schaffen musste, damit ich bei meiner ersten Abschlussfeier spielen konnte. Nach dem ersten Teil des Vorspiels musste ich einen zweiten Teil absolvieren: sieben Stücke auswendig spielen. Das war allerdings nicht einfach, da ich mich gerade mitten in der Prüfungsphase an der Hochschule befand und schwierige Prüfungen vor mir hatte. Trotzdem hatte das Waldhorn für mich Priorität, nun wechselte ich zwischen dem Lernen für die Uni und dem Auswendiglernen der Stücke hin und her.
Eine Woche vor der Parade bestand ich die Abschlussprüfung, und so wurde ich nach sechs Monaten offizielles Mitglied der Tian Guo Marching Band. Ich bin unglaublich dankbar für die Geduld, die der Meister mir während der gesamten Zeit entgegengebracht hat. Ohne seine Hilfe und Ermutigung hätte ich das niemals geschafft, und für mich ist das nichts Geringeres als ein Wunder.
Ich hatte schon immer mit geringem Selbstwertgefühl zu tun und neigte zu Selbstzweifeln. Ich hatte das Gefühl, nirgendwo hinzupassen – nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch unter den Mitpraktizierenden. Oft hatte ich das Gefühl, keine gute Praktizierende zu sein und keinen Wert zu haben. Aus diesem Grund hatte ich Angst, mit neuen Menschen in Kontakt zu treten. Damals dachte ich, ich hätte nichts Interessantes zu bieten. Meine Erfahrungsberichte schienen mir sinnlos; ich wusste nicht, wie ich auf ansprechende Weise darüber berichten sollte. Obwohl es in meiner Stadt eine Gruppe von Praktizierenden gibt, die sich bemühen, ein harmonisches Umfeld zu schaffen und sich gegenseitig zu unterstützen, hatte ich dennoch das Gefühl, am Rande der Gruppe zu stehen und nicht dazuzugehören. Diese Gefühle hatte ich schon seit meiner frühen Kindheit, unabhängig davon, in welcher Gruppe ich mich befand. Ich kämpfte eineinhalb Jahre lang mit dieser inneren Einstellung, bis ich mich entschloss, der Tian Guo Marching Band beizutreten. Diese von den alten Mächten eingeflößten Gedanken führten zu einer Stagnation in meiner Kultivierung, und ich kam nicht voran. Ich fühlte mich völlig unfähig. Das rührte oft daher, dass ich mich mit anderen verglich. Ich empfand starken Neid gegenüber denen, die extrovertiert und redegewandt waren. Ich wusste jedoch, dass ich diesen Neid beseitigen musste.
Unser Ziel in der Kultivierung ist es, zu unserem wahren Selbst zurückzukehren, und mir wurde klar, dass dies nicht mein wahres Selbst war. Ich musste alle Anhaftungen loslassen, einschließlich meiner Minderwertigkeits- und Schamgefühle. Gerade diese Erfahrung half mir zu erkennen, dass jeder Praktizierende seinen eigenen, einzigartigen Wert und seine Mission hat. Meinen Wert fand ich im Marching-Band-Projekt. Hätte ich meine Angst vor neuen Situationen und vor dem Scheitern nicht überwunden, wäre ich niemals dort angekommen, wo ich heute bin, und hätte niemals die Gelegenheit gehabt zu erkennen, welchen wahren Wert und welche Mission ich habe. Ich bin ein kleiner Teil eines Dafa-Projekts, und jeder einzelne Teil ist wichtig, unabhängig davon, wie sich jeder Einzelne präsentiert. Das Wichtigste dabei ist, Vertrauen in den Meister zu haben und das gemeinsame Ziel der Errettung der Lebewesen aufrechtzuerhalten.
Erste Parade
Die erste Parade war für mich ein sehr bewegendes Erlebnis. Ich musste viele meiner inneren Ängste überwinden – von der Angst vor der Verständigung und der Eingliederung in eine neue Gruppe bis hin zur Angst, das Gesicht zu verlieren, und meiner Neigung, nach Perfektion zu streben. Ich war überrascht von der Haltung der Marching-Band-Mitglieder, die mich während der gesamten Parade sehr unterstützt haben. Ich hatte das Gefühl, als wären wir eine große Familie. Wenn mich jemand korrigierte, empfand ich das nicht als Kritik; stattdessen war ich dankbar für die Gelegenheit, mich zu verbessern. Es war ungewöhnlich für mich, dass Menschen mich bemerkten und ermutigten, wenn sie sahen, dass es mir an Selbstvertrauen mangelte. Das habe ich unter gewöhnlichen Menschen selten erlebt. Ich spürte, dass es im Energiefeld der Gruppe kein Ego und keine Selbstsucht gab, sondern nur reine Barmherzigkeit, Zusammenarbeit und Entschlossenheit. Auch wenn ich viele Zweifel hatte – dass ich schlecht spielen würde und andere das hören würden –, wurde mir klar, dass wir alle aus einem einzigen Grund dort waren, ganz gleich, ob jemand Anfänger oder erfahrener Musiker war. Was wirklich zählte, war, es von Herzen zu tun und mit voller Hingabe zu spielen. Außerdem spürte ich beim Spielen ein kraftvolles Feld, das uns umgab. Je mehr ich gut spielen wollte und je mehr Angst ich hatte, Fehler zu machen, desto unsauberer wurden meine Töne. Als ich mich entspannte, alle menschlichen Gesinnungen losließ und mich von unserer Mission leiten ließ, hatte ich das Gefühl, als würde das Instrument von selbst spielen – plötzlich wurde alles viel einfacher und natürlicher. Als Praktizierende sollte ich dem natürlichen Lauf folgen und nicht am Ergebnis festhalten, nicht nur beim Spielen, sondern auch in meiner täglichen Kultivierung. Bei allen meinen Erfahrungen mit der Marching Band ging es darum, dem natürlichen Lauf zu folgen. Ich musste viele ablenkende Gedanken beseitigen, die meine Eigensinne und meine Lücken offenbarten, und den Wunsch loszulassen, mein Schicksal selbst bestimmen zu wollen.
Es war eine wunderschöne Erfahrung, die mir half, meine tiefste Angst an die Oberfläche zu bringen und diese Einstellung zu ändern. Ich habe noch einen langen Weg vor mir, aber trotz vieler Schwierigkeiten und Prüfungen, die ich noch nicht vollständig überwinden konnte, habe ich es geschafft, so weit zu kommen. Für mich ist dies der Beweis, dass alles möglich ist – selbst der faulste und bequemste Mensch kann sich ändern und seine Ziele erreichen, wenn er den aufrichtigen Wunsch hat, dem Meister bei der Fa-Berichtigung zu helfen und Lebewesen zu erretten. Natürlich verdanke ich dies unserem barmherzigen Meister, der uns stets beisteht. Ohne seinen Schutz hätte ich es niemals geschafft. Ich hoffe, dass mich diese Erfahrung für immer an die Kraft von Dafa erinnern wird; ich werde mich bemühen, fleißig zu bleiben und meine Bequemlichkeit sowie meine Ängste zu überwinden. Danke, Meister! Und danke an meine Mitpraktizierenden und die Mitglieder der Tian Guo Marching Band für ihre Unterstützung und für die Kraft, die sie mir immer wieder geben.
Da meine Ebene begrenzt ist, bitte ich die Mitpraktizierenden, mich barmherzig darauf hinzuweisen, falls etwas in meinem Austausch nicht dem Fa entspricht.
Copyright © 1999-2026 Minghui.org. Alle Rechte vorbehalten.