(Minghui.org) Eine 73-jährige Frau aus Daqing, Provinz Heilongjiang, die wegen ihres Glaubens an Falun Dafa eine vierjährige Haftstrafe ableisten musste, starb am 29. September 2026 – drei Jahre nachdem sie auf Bewährung freigelassen worden war.

Zhang Lixin und ihr Mann Bai Yufu, ebenfalls ein Falun-Dafa-Praktizierender, waren am 2. Dezember 2019 im Haus ihrer Schwester in der Stadt Fuxin, Provinz Liaoning, festgenommen worden. Sie hatten sich dort aufgehalten, um der Verfolgung durch die Polizei in ihrer Heimatstadt zu entgehen.

Das Ehepaar wurde Ende März 2021 verurteilt: Zhang zu vier Jahren, ihr Mann zu sechs Jahren Haft. Während sie gegen das unrechtmäßige Urteil Berufung einlegte, erlitt Zhang am 17. Juni 2021 einen Schlaganfall und fiel ins Koma. Elf Tage später erlangte sie das Bewusstsein wieder. Als ihre Familienangehörigen sie im Krankenhaus besuchten, was ihnen jedes Mal nur für 15 Minuten gestattet war, sahen sie, dass sie an einen Absaugschlauch angeschlossen war. Man hatte sie einer Tracheotomie unterzogen, so dass sie nicht sprechen konnte und intravenös ernährt wurde. Zwei Wärter aus der Haftanstalt der Stadt Fuxin bewachten sie rund um die Uhr.

Die von Zhang und ihrem Mann eingelegten Berufungen wurden abgewiesen. Bai wurde in das Erste Gefängnis von Shenyang in der Provinz Liaoning eingeliefert. Zhang blieb über ein Jahr lang im Krankenhaus. Da sie sich nicht bewegen konnte, setzte bei ihr Muskelschwund ein. Ihre Familie musste die gesamten Arztrechnungen übernehmen und auf eigene Kosten zusätzliche Pflegekräfte einstellen, die sich im Krankenhaus um sie kümmerten.

Die Haftanstalt unternahm drei Versuche, Zhang in das Frauengefängnis der Provinz Liaoning zu bringen. Obwohl die Gefängnisbehörde sie nicht aufnehmen wollte, behielt sie ihre Fallakte und weigerte sich, diese an die Haftanstalt zurückzugeben. Auch die Anträge der Angehörigen auf Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung wurden wiederholt abgelehnt. Die Haftanstalt erklärte, dass die Entscheidung über eine Haftaussetzung nicht mehr in ihrer Zuständigkeit liege, da die Gefängnisbehörde im Besitz der Akte sei. Sie gab an, die Bearbeitung von Bewährungsanträgen eingestellt zu haben, da sie befürchte, zur Verantwortung gezogen zu werden, wenn Falun-Dafa-Praktizierende während der Bewährungszeit erneut an die Öffentlichkeit träten, um auf die Verfolgung aufmerksam zu machen. Andererseits gab ein Beamter zu verstehen, dass sie keine Verantwortung tragen würden, falls ein Praktizierender im Gefängnis sterben würde.

Erst Anfang 2023 wurde Zhang auf Bewährung freigelassen. Ihre Familie fuhr mehr als 450 Kilometer nach Fuxin, um sie abzuholen. Die lange Autofahrt nach Daqing setzte Zhang stark zu und verschlimmerte ihren Gesundheitszustand. Kurz nachdem sie nach Hause gebracht worden war, geriet sie zweimal in einen kritischen Zustand. Sie überlebte zwar, sah sich jedoch einer ständigen Beobachtung ausgesetzt, da die Polizei mehrere Überwachungskameras in der Nähe ihres Wohnhauses installiert hatte. Außerdem wurde in der Nähe des Gebäudes ein Polizeiposten eingerichtet, um sie und andere lokale Falun-Dafa-Praktizierende, die sie besuchten, zu überwachen.

Die Justizbehörde des Bezirks Ranghulu in Daqing ordnete zudem an, dass Zhang sich jeden Monat „bei ihnen melden“ müsse, indem sie Fotos von sich übermittelte, wie sie im Bett lag (sie war bettlägerig).

Ihr Mann wurde Anfang Dezember 2025 nach einer sechsjährigen Haftstrafe freigelassen. Aufgrund von Misshandlungen im Gefängnis war eine seiner Körperhälften gelähmt. Außerdem wurde seine Rente ausgesetzt und bis heute nicht wieder gewährt.

Das Ehepaar kämpfte ums Überleben. Zhang blieb weiterhin bettlägerig und konnte nicht sprechen. Sie benötigte nach wie vor täglich intravenöse Ernährung, um am Leben zu bleiben. Am Nachmittag des 29. September 2026 bekam sie plötzlich Atemnot. Ihre Familie brachte sie sofort ins Krankenhaus, wo sie noch in derselben Nacht verstarb.

Zhangs Tod setzte ihrem Leiden durch die jahrzehntelange Verfolgung wegen ihres Glaubens an Falun Dafa ein Ende. Einzelheiten zu ihrer früheren Verfolgung und ihrer jüngsten Festnahme finden Sie in den im Folgenden verlinkten Berichten.

Frühere Berichte:

Nach Schlaganfall keine Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung

Frau kommt nach Hirnblutung im Gefängnis ins Krankenhaus (Provinz Heilongjiang)

Heilongjiang Couple Sentenced to Prison for Their Faith

Heilongjiang Couple Stand Trial for Their Faith in Falun Gong

Drei Praktizierende müssen nach Freilassung untertauchen, um weiterer Verfolgung zu entgehen

Massenverhaftung in der Provinz Heilongjiang – Zahl auf 119 gestiegen