(Minghui.org) Eine 50-jährige Frau aus Harbin in der Provinz Heilongjiang wurde am 24. Juni 2026 zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil sie öffentlich auf die jahrzehntelange Verfolgung von Falun Dafa durch das kommunistische Regime aufmerksam gemacht hatte. Ihr Bruder darf sie im Gefängnis nicht besuchen, da er der Aufforderung der Gefängnisbehörden, Falun Dafa oder dessen Begründer zu verunglimpfen, nicht nachkam.

Lin Jinli, geboren am 7. November 1975, wurde am 10. August 2025 während eines Urlaubs in der Stadt Yangzhou, Provinz Jiangsu, festgenommen. Sie hatte dort ein Mobiltelefon gekauft und zwei Textnachrichten über Falun Dafa verschickt. Die Polizei von Yangzhou spürte sie auf und nahm sie noch vor Ort fest. Später reisten mehr als zehn Polizeibeamte über 1.900 km nach Harbin, um ihre Wohnung zu durchsuchen.

Das Bezirksgericht Guangling in Yangzhou verurteilte Lin nach zwei Verhandlungstagen am 27. Januar und am 2. Juni 2026 zu dreieinhalb Jahren Haft. Ende September 2026 wurde sie in das Frauengefängnis Nantong in Jiangsu eingeliefert.

Ihre Familie wurde im Oktober 2026 darüber informiert, dass der Besuchstag für Falun-Dafa-Praktizierende jeweils auf den 14. eines Monats falle. Demzufolge fuhr ihr Bruder, der ebenfalls in der Provinz Heilongjiang lebt, am 14. Oktober mit dem Zug zum Gefängnis. Dort forderte man ihn auf, ein Schreiben seiner örtlichen Polizeidienststelle vorzulegen, um nachzuweisen, dass er selbst kein Falun Dafa praktiziert. Er erklärte, dass in der Besuchsbenachrichtigung keine solche Anforderung erwähnt sei. Der Empfangsmitarbeiter des Gefängnisses entgegnete: „Wenn Sie das Schreiben nicht vorlegen können, müssen Sie Falun Dafa oder dessen Begründer verbal verunglimpfen. Nur dann können wir Ihren Besuchsantrag bearbeiten.“

Lins Bruder hielt diese Forderung für unverschämt. Der Mitarbeiter tätigte daraufhin einen Anruf, woraufhin zwei Wärter erschienen. Sie bestanden ebenfalls darauf, dass er Falun Dafa in den Schmutz ziehen müsse, da sie sonst nicht wüssten, ob seine Einstellung gegenüber Falun Dafa „korrekt“ sei.

Lins Bruder insistierte, dass es in China kein Gesetz gebe, das Falun Dafa kriminalisierte und es sein gesetzliches Recht sei, seine Schwester zu besuchen. Er betonte, dass die Gefängnisleitung ihm nicht vorschreiben könne, jemanden verbal zu beleidigen, um das Besuchsrecht wahrnehmen zu dürfen.

Da sie dem nichts entgegenzusetzen hatten, ignorierten die Wärter ihn. Schließlich verließ er das Gefängnis, ohne seine Schwester gesehen zu haben.

Frühere Berichte:

Gericht in Jiangsu verurteilt 50-Jährige zu jahrelanger Haft wegen Kauf eines Mobiltelefons

Provinz Jiangsu: Richter ignoriert das Gesetz

Reported in 2025: 4,803 Falun Gong Practitioners Arrested or Harassed for Their Faith

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