(Minghui.org) Xie Baofeng, eine Bäuerin aus Chaoyang, Provinz Liaoning, wurde während ihrer fünfjährigen Haftstrafe wegen ihres Glaubens an Falun Dafa misshandelt und erkrankte an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dennoch verweigerte ihr die Gefängnisleitung die Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung. Xie erholte sich nach ihrer Freilassung am 29. September 2021 nicht mehr – sie starb am 10. Februar 2026 im Alter von 65 Jahren.

Xie Baofeng

Ihr Mann starb am Tag ihrer Haftentlassung. Ihre Schwiegermutter war vor lauter Sorgen um die Sicherheit ihrer Schwiegertochter während deren Haftzeit gestorben.

Vor ihrer letzten Haftstrafe hatte Xie zwei Jahre Zwangsarbeit (Oktober 1999 – Oktober 2001) und zehn Jahre Gefängnis (April 2004 – April 2014) abgeleistet, die ihr auferlegt worden waren, weil sie standhaft an ihrem Glauben festhielt. Während ihrer ersten Haftstrafe wurde sie jeden Tag zur Verrichtung von mehr als zehn Stunden unentgeltlicher Arbeit gezwungen. Ihre Finger verformten sich durch die schwere Arbeit. Sie bekam fast nichts zu essen, sodass sie ständig Hunger hatte, durfte nachts nicht schlafen und musste stundenlang in der Hocke verharren, wenn sie nicht zur Zwangsarbeit eingeteilt war. Einmal packte ein Wärter sie an den Haaren und schlug ihren Kopf gegen eine Heizung. Xie magerte ab und litt unter Ödemen.

Einzelheiten über die ständig erlittenen Schikanen sind in den unten verlinkten Berichten beschrieben. Es folgen Informationen, die im Zusammenhang mit ihrer jüngsten Inhaftierung eingegangen sind.

Trotz kritischem Zustand Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung verweigert

Xie letzte Festnahme erfolgte am 30. September 2016. Am 27. April 2017 wurde sie vom Gericht zu fünf Jahren Haft verurteilt und am 5. Dezember 2017 in das Frauengefängnis der Provinz Liaoning eingeliefert.

In den ersten Monaten ihrer Haft litt Xie häufig unter Magen- und Bauchschmerzen. Da sie nicht rechtzeitig behandelt wurde, verschlechterte sich ihr Zustand. Lange Zeit erbrach sie alles, was sie aß. Ungeachtet ihres Zustandes zwangen die Wärter sie weiterhin, schwere körperliche Arbeit zu verrichten. Etwa im Juni 2019 hatte Xie heftige Schmerzen und schwitzte stark. Erst dann brachten die Wärter sie ins Gefängniskrankenhaus.

Xie fiel ins Koma und wurde umgehend auf die Intensivstation des Krankenhauses 739 in Shenyang verlegt. Dort diagnostizierten die Ärzte bei ihr Bauchspeicheldrüsenkrebs. Sie lag mehr als 20 Tage lang im Koma. Die Ärzte stellten eine Bescheinigung für ihren kritischen Zustand aus.

Die Angehörigen flehten die Ärzte an, Xie nicht aufzugeben. Schließlich wurde sie operiert. Nachdem sie wieder zu Bewusstsein gekommen war, brachten die Wärter sie zurück ins Gefängniskrankenhaus. Dort verschlechterte sich ihr Zustand wieder und sie fiel erneut ins Koma.

Die Wärter brachten Xie eilig in ein externes Krankenhaus. Nachdem man sie dort erfolgreich wiederbelebt hatte, fuhren die Wärter mit ihr zurück ins Gefängnis. Xie war sehr schwach und konnte nichts essen. Tang Yan, der Leiter der Vierten Abteilung, versprach, sie freizulassen – sie müsse lediglich eine Erklärung unterschreiben, dass sie auf Falun Dafa verzichtete. Sie lehnte ab, woraufhin die Gefängnisleitung die wiederholten Anträge der Angehörigen auf Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung jedes Mal abwies.

Xie konnte aufgrund ihrer Krebserkrankung nicht mehr gehen und war auf den Rollstuhl angewiesen. Ungeachtet dessen wurde sie vom Teamleiter Shi Furong mehrfach misshandelt und gezwungen, anstrengende Arbeiten zu verrichten. Auch nachts durfte sie nicht ausruhen. Sie musste bis zum Schlafengehen regungslos auf einem kleinen Hocker sitzen. Sonntags hatte sie zwar frei, durfte sich aber nicht ins Bett legen. Stattdessen musste sie wieder auf dem kleinen Hocker sitzen.

Am 29. September 2021 wurde Xie freigelassen. Ihr Mann starb am selben Tag. Da ihr Sohn auswärts arbeitete, hatte sie Mühe, für sich selbst zu sorgen. Sie starb am 10. Februar 2026.

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