(Minghui.org) Der südkoreanische Falun-Dafa-Verein veranstaltete am 24. April 2026 Pressekonferenzen vor der chinesischen Botschaft in Seoul sowie vor den chinesischen Konsulaten in Busan, Gwangju und Jeju. Dabei erinnerten die Teilnehmer an den 27. Jahrestag des Appells vom 25. April in Peking und protestierten gegen die Einmischung chinesischer Diplomaten in die inneren Angelegenheiten Südkoreas sowie gegen die Störung von Shen Yun-Aufführungen.

Pressekonferenz vor der chinesischen Botschaft in Seoul
Pressekonferenz vor dem chinesischen Generalkonsulat in Busan
Pressekonferenz vor dem chinesischen Generalkonsulat in Jeju
Viele Menschen blieben stehen und beobachteten die Falun-Dafa-Praktizierenden bei ihren Übungen vor der Pressekonferenz in Seoul.


Vor den Pressekonferenzen machen die Praktizierenden gemeinsam die Übungen
Dr. Woo Sili, Sekretär des südkoreanische Falun Dafa Vereins, leitete die Veranstaltung in Seoul. Er erklärte: „Falun Gong ist eine aus China stammende Übungsmethode für Körper und Geist, die auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht basiert. … Die Zahl der Praktizierenden wuchs rasant, bis sie die Mitgliederzahl der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) überstieg. Jiang Zemin, der damalige KPCh-Vorsitzende, sah darin eine Bedrohung und leitete 1999 die Verfolgung ein.“
Er erinnerte an den Appell vom 25. April 1999 in Peking, an dem sich über 10.000 Praktizierende beteiligten: „Die Praktizierenden forderten die Freilassung von 45 in Tianjin verhafteten Mitpraktizierenden. Sie baten außerdem darum, die Übungen öffentlich praktizieren zu dürfen und die Veröffentlichung von Falun-Dafa-Büchern zu erlauben. Es war eine friedliche Petition.“

Mitglieder des südkoreanischen Falun Dafa Vereins übermitteln der chinesischen Botschaft eine schriftliche Stellungnahme
In der an diesem Tag verlesenen Stellungnahme erläuterten die Mitglieder des südkoreanischen Falun Dafa Vereins die Bedeutung des Appells vom 25. April und verurteilten die KPCh für die Einmischung in die Aufführungen von Shen Yun in Südkorea.
Darüber hinaus wurde in der Stellungnahme erklärt, dass im Vorfeld des für Februar 2026 geplanten Auftritts von Shen Yun eine E-Mail mit Drohungen gegen den Präsidenten eingegangen sei; zudem habe es eine separate Drohung gegen ein Theater in Busan gegeben, in der behauptet wurde, dort sei Sprengstoff platziert worden. Die Polizei reagierte umgehend, durchsuchte das Gelände und ergriff umfassende Sicherheitsmaßnahmen, um einen planmäßigen, sicheren und reibungslosen Ablauf der Aufführungen zu gewährleisten.
„Ähnliche Drohungen gab es in den letzten zwei Jahren weltweit über 150 Mal; sie führten jedoch nie zu tatsächlichem Schaden. Dies stellt eindeutig eine organisierte Einmischung mit dem Ziel dar, Aufführungen zu verhindern.
Südkorea ist ein souveränes Land, und das Recht seiner Bürger auf kulturellen Genuss darf nicht von externen Kräften verletzt werden,“ hieß es weiter.
In der Stellungnahme wurde diese Einmischung als „transnationale Repression“ bezeichnet.
Dr. Woo erklärte, Diplomaten dürften sich gemäß dem Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen nicht in die inneren Angelegenheiten des Gastlandes einmischen. Er forderte chinesische Diplomaten auf, die Einmischung in die Angelegenheiten von Shen Yun einzustellen. Zudem appellierte er an die südkoreanische Regierung, einen möglichen Missbrauch diplomatischer Privilegien umfassend zu untersuchen und sowohl auf das Regime der Kommunistischen Partei Chinas als auch auf lokale Behörden einzuwirken, um weitere Störungen der Auftritte von Shen Yun zu verhindern.
Auch vor den chinesischen Konsulaten in Busan, Gwangju und Jeju fanden Pressekonferenzen statt. Die Polizei äußerte sich besorgt über die Bombendrohung, die die Auftritte von Shen Yun in Busan stören sollte.
Viele Interessierte blieben stehen, um der Verlesung der Stellungnahme zuzuhören. Einige zückten ihre Handys und filmten die Veranstaltung.
Die Erklärung schloss mit den Worten: „Die internationale Gemeinschaft sollte die Meinungsfreiheit wahren und keinem äußeren Druck nachgeben.“
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