(Minghui.org) Falun-Dafa-Praktizierende versammelten sich am Abend des 24. April 2026 vor der chinesischen Botschaft, um des 27. Jahrestages des Appells vom 25. April in Peking zu gedenken. Sie verurteilten die Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) und deren transnationale Unterdrückung und riefen die internationale Gemeinschaft auf, diese Tyrannei zu verurteilen und ihr ein Ende zu setzen.

Praktizierende versammeln sich am 24. April 2026 vor der chinesischen Botschaft, um des 27. Jahrestages des Appells vom 25. April zu gedenken
Der friedliche Appell vom 25. April zeigte die Größe von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht
Hao Li, eine Vertreterin der Falun-Dafa-Praktizierenden in Canberra, erklärte: „Die Praktizierenden in China sind der größten und bösartigsten Tyrannei der Welt ausgesetzt. Trotz der schwierigen Umstände richteten sie am 25. April 1999 einen friedlichen Appell an die Öffentlichkeit. Dieser Appell war ein großartiges Zeugnis von Würde und aufrichtigen Werten. Die Praktizierenden zeigten die Kernprinzipien von Falun Dafa: Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Einige internationale Medien bezeichneten ihn als den größten und friedlichsten Appell in der chinesischen Geschichte.
27 Jahre sind seitdem vergangen. Die Falun-Dafa-Praktizierenden halten weiterhin an Falun Dafa fest und erfüllen ihre große historische Mission mit Barmherzigkeit, obwohl sie brutaler Verfolgung und Organraub ausgesetzt sind – der beispiellosen grausamen Verfolgung in China.“
Sie verurteilte die KPCh für die Ausweitung der Verfolgung über China hinaus und rief die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung auf, um dieser Verfolgung ein Ende zu setzen. „Die KPCh setzt verschiedene Mittel ein, um Falun Dafa und Shen Yun zu unterdrücken und zu verleumden und ihre Propaganda außerhalb Chinas zu verbreiten“, führte Hao aus. „Die KPCh hat ihre transnationale Unterdrückung in diesem Jahr verschärft. Sie verschickte Bombendrohungen an Theater, in denen Shen Yun auftreten sollte. Sogar der australische Premierminister erhielt Bombendrohungen, um Shen Yun an einem Auftritt in Australien zu hindern. Ähnliche Drohungen gingen auch an neun weitere demokratische Länder, darunter Kanada, Großbritannien und Italien. Das schamlose Verhalten der KPCh ist ein eklatanter Verstoß gegen die Souveränität, Unabhängigkeit, Freiheit und Sicherheit demokratischer Länder und eine Bedrohung für diese. Wir rufen alle Menschen dazu auf, die brutale Verfolgung und die transnationale Unterdrückung von Falun-Dafa-Praktizierenden durch die KPCh zu stoppen.“
Falun-Dafa-Praktizierende erinnert sich an den Appell vom 25. April
Emma, die am 25. April 1999 in Peking an dem Appell teilnahm, berichtete: „Ich erinnere mich noch genau an die Ereignisse dieses Tages. Am Tag zuvor, dem 24. April 1999, erfuhren wir, dass mehrere Falun-Dafa-Praktizierende in Tianjin verhaftet worden waren und die Polizei sich weigerte, sie freizulassen. Wir Praktizierenden vor Ort trafen uns, um zu besprechen, was wir tun sollten. Wir praktizierten Falun Dafa. Ihre Verhaftungen bedeuteten, dass unser Glaube von der Regierung nicht anerkannt wurde. Falun Dafa lehrt uns, gute Menschen zu sein, und ist von Nutzen für die Nation, die Gesellschaft und uns selbst. Wir beschlossen, uns an das Nationale Beschwerdebüro zu wenden, um den Beamten mitzuteilen, dass Falun-Dafa-Praktizierende durch das Praktizieren von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht zu guten Menschen geworden sind und ihren moralischen Maßstab entsprechend erhöht haben. Wir planten, die sofortige Freilassung der Praktizierenden in Tianjin zu fordern.“
Unsere gesamte Familie praktizierte zu diesem Zeitpunkt seit mehr als drei Jahren Falun Dafa. Wir alle beschlossen, zum Nationalen Beschwerdebüro in Peking zu fahren. Ich war 26 Jahre alt und frisch verheiratet. Ich sagte meinem Mann, dass ich so schnell wie möglich nach Peking reisen wollte, in der Hoffnung, die Freilassung der inhaftierten Praktizierenden beschleunigen zu können. Einige andere junge Praktizierende und ich planten, gemeinsam nach Peking zu fahren. Wir wussten nicht, was wir erreichen konnten, und wir wussten weder, was eine Beschwerde bedeutete, noch wie man sie einlegt. Wir hatten keinerlei Erfahrung damit. Doch hofften wir, dort Beamte zu treffen, die uns helfen könnten. Wir wollten ihnen von unseren persönlichen Erfahrungen mit Falun Dafa berichten und wie es uns geholfen hatte.
Wir fuhren mit dem Bus und dann mit dem Zug und kamen am 25. April 1999 gegen 8 Uhr morgens in Peking an. Als wir den Bahnhof verließen, sahen wir viele Polizisten, die Fahrgäste befragten. Wir wollten nicht befragt werden, da wir noch zum Berufungsbüro mussten. Wir waren sechs junge Leute. Die Polizisten hielten uns wohl für Touristen und befragten uns deshalb nicht.
Wir erkundigten uns nach der Adresse des Nationalen Berufungsbüro und erfuhren, dass es in der Fuyou-Straße liegt. Dabei bemerkten wir, dass viele Menschen in diese Richtung gingen, und sahen unterwegs viele Polizisten. Als wir uns dem Büro näherten, sahen wir viele Praktizierende, die still dastanden. Wir suchten uns einen Platz. Bald füllten sich die Straßen in der Nähe des Büros mit Praktizierenden aus allen Richtungen, die ruhig auf den Gehwegen standen. Wir blockierten weder den Verkehr noch die Gehwege.
Alle paar Dutzend Meter stand ein Polizist. Bald erfuhren wir, dass die Beschwerdestelle uns gebeten hatte, Vertreter von uns zu einem Gespräch zu schicken. Wir warteten alle schweigend auf das Ergebnis des Treffens. Die Praktizierenden kamen aus dem ganzen Land. Einige waren mit Nachtbussen oder Zügen angereist. Manche waren älter. Wenn sie müde wurden, setzten sie sich auf den Boden und wenn sie Hunger bekamen, aßen sie die mitgebrachten Snacks.
Die Praktizierenden packten ihren Müll in Plastiktüten. Manche Jüngere sammelten den Müll ein und warfen ihn in die Mülltonne. Als die Polizisten sahen, wie ruhig wir dastanden, entspannten sie sich.
Unsere Vertreter kamen heraus und teilten uns mit, dass der Premierminister unseren Forderungen zugestimmt hatte: die Freilassung der inhaftierten Praktizierenden, die freie Ausübung von Falun Dafa und die legale Veröffentlichung von Falun-Dafa-Büchern. Sie baten uns zu gehen. Es war gegen 20 oder 21 Uhr und bereits dunkel. Alle Praktizierenden verließen die Fuyou-Straße schnell und leise.
Später hörte ich, dass ausländische Medien diesen Appell gelobt hatten. Sie berichteten, dass so viele Menschen keinerlei Müll hinterlassen und sogar die Zigarettenkippen der Polizisten vom Boden aufgehoben hätten. Als ich das hörte, dachte ich, es sei nicht der Rede wert. Der Meister lehrt uns, gute Menschen zu sein und Rücksicht auf andere zu nehmen. Genau das sollten wir tun. Die chinesischen Medien hingegen berichteten, wir seien streng organisiert und diszipliniert gewesen. Sie unterschätzten Praktizierende, die fest daran glauben, gute Menschen zu sein und ihren moralischen Charakter zu verbessern.
Wie im Flug sind 27 Jahre vergangen. Ich bin jetzt über 50. Ich bin so glücklich, dass mir die Prinzipien von Falun Dafa den Weg weisen. Ich entwickle mich stetig weiter gemäß Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Ich werde den Geist des Aufrufs vom 25. April weitertragen und den Menschen weiterhin ruhig und vernünftig die Fakten vermitteln.“
Hintergrund: Was ist der Appell vom 25. April?
Falun Dafa, auch als Falun Gong bekannt, wurde zum ersten Mal 1992 in der Öffentlichkeit vorgestellt. Wenige Jahre später praktizierten fast 100 Millionen Menschen in ganz China Falun Dafa. Sie profitierten von dem Kultivierungsweg, indem sich ihr Gesundheitszustand verbesserte und ihre Moral erhöhte.
Am 23. und 24. April griffen Polizisten in Tianjin, einer Stadt nahe Peking, Dutzende Praktizierende an, die sich vor einem Verlagsgebäude versammelten hatten. Dabei wollten die Praktizierenden nur die Fehler in einem kürzlich veröffentlichten Zeitungsbericht über Falun Dafa richtigstellen. Als die Verhaftung bekannt wurde und mehrere Praktizierende sich bei den Polizisten erkundigten, sagte man ihnen, dass sie ihre Beschwerde in Peking vortragen müssten.
Am 25. April versammelten sich daraufhin etwa 10.000 Praktizierende vor dem Petitionsbüro der Zentralregierung in Peking, wie ihnen die Polizisten in Tianjin es gesagt hatten. Der Appell verlief friedlich und geordnet. Einige Praktizierende trafen sich als Vertreter der Protestierenden mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Zhu Rongji und seinen Mitarbeitern. An diesem Abend wurden ihre Sorgen angehört – die verhafteten Praktizierenden in Tianjin kamen frei und alle fuhren nach Hause.
Doch der damalige Staatschef Jiang Zemin sah die wachsende Beliebtheit der spirituellen Praktik als Bedrohung für die atheistische Ideologie der Partei. Am 20. Juli 1999 erließ er den Befehl, Falun Dafa zu verbieten.
Minghui.org hat den Tod Tausender Praktizierender in den vergangenen 27 Jahren der Verfolgung gemeldet. Es wird vermutet, dass die Dunkelziffer viel höher ist. Noch mehr Praktizierende wurden und werden wegen ihres Glaubens inhaftiert und gefoltert.
Es gibt konkrete Beweise, dass die KPCh den Organraub fördert. Inhaftierte Praktizierende werden wegen ihrer Organe ermordet, die zu Profitzwecken an die Transplantationsindustrie verkauft werden.
Copyright © 1999-2026 Minghui.org. Alle Rechte vorbehalten.