(Minghui.org) Ein Mann aus der Stadt Jilin in derselben Provinz, der heute im Kreis Lingshui Provinz Hainan lebt, wurde wegen seines Glaubens an Falun Dafa verhaftet.
Die örtliche Haftanstalt nahm den 55-jährigen Liu Yuhe aus gesundheitlichen Gründen jedoch nicht auf. Er wurde gegen eine Kaution von 1.000 Yuan (etwa 130 Euro) freigelassen. Ende März 2026 rief ein Polizeibeamter namens Song den Praktizierenden an und forderte ihn auf, sich am 6. April bei der Polizei in Lingshui zu melden. Er informierte ihn darüber, dass sein Fall an die örtliche Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden sei.
Seit die Kommunistische Partei Chinas 1999 mit der Verfolgung von Falun Dafa begonnen hatte, wurde Liu mehrmals wegen seines Glaubens ins Visier genommen. Als er noch in der Provinz Jilin lebte, wurde er zwei Mal zu einer Haftstrafe verurteilt: 2005 in einem Zwangsarbeitslager und 2007 zu acht Jahren Gefängnis. Er wurde in der Haft brutal gefoltert und überlebte nur knapp.
Tod der Mutter
Im November 2003 drangen mehrere Polizisten in Lius Wohnung ein und brachten ihn zur Polizeistation Sunjiatun. Der Beamte Dong Jianjun schlug ihm ins linke Auge, woraufhin er das Bewusstsein verlor. Nachdem er wieder zu sich gekommen war, brachten sie ihn zur Polizeistation Huadian. Sein linkes Auge war blutunterlaufen und stark geschwollen. Zudem erlitt er einen Herzinfarkt. Aus Angst, dass er in der Polizeistation sterben könnte, fuhren die Beamten ihn ins Krankenhaus.
Während Liu dort behandelt wurde, gingen die Polizeibeamten zu seiner Wohnung und verlangten von seiner Mutter 3.000 Yuan (etwa 380 Euro) zur Deckung der Behandlungskosten. Als die betagte Frau vom Herzinfarkt ihres Sohnes erfuhr, geriet sie in einen Schockzustand und erlitt ebenfalls einen Herzinfarkt. Kurze Zeit später verstarb sie.
Nach drei Tagen stationärer Behandlung wurde Liu in das Zwangsarbeitslager Yinmahe überstellt. Aufgrund seiner Herzprobleme nahmen die Wärter ihn nicht auf und er wurde freigelassen. Zutiefst erschüttert erfuhr er vom Tod seiner Mutter.
Im Zwangsarbeitslager gefoltert
Im Juni 2005 wurde Liu erneut verhaftet. Während des Verhörs drohten die Polizeibeamten, ihn zu foltern. Sie sagten: „Wenn wir dich zu Tode gefoltert haben, werfen wir deine Leiche aus dem Fenster. Dann schreiben wir einen Bericht, der besagt, dass du in den Tod gesprungen seist.“
Sie banden Liu auf einem Metallstuhl fest und fesselten seine Arme mit Handschellen auf dem Rücken (siehe nachstehende Abbildung). Anschließend stopften sie ihm einen Lappen in den Mund und flößten ihm gewaltsam heißes Chiliwasser ein. Er wäre beinahe daran erstickt.
Nachdem die Beamten ihn mehrere Stunden lang gefoltert hatten, brachten sie ihn in ein Internierungslager. Einige Tage später verlegten sie Liu in das Zwangsarbeitslager Yinmahe, wo er eine Haftstrafe von unbekannter Dauer verbüßen musste. Die Wärter befahlen ihm, stundenlang regungslos auf einer schmalen Bank zu sitzen. Sie schlugen ihn, hängten ihn an den Handgelenken auf und zwangen ihn zu stundenlanger Arbeit. Liu erlitt abermals einen Herzinfarkt und wurde zur Reanimation ins Krankenhaus gebracht. Obwohl der Arzt eine stationäre Behandlung verordnete, bestanden die Wärter darauf, ihn zurück ins Arbeitslager zu bringen. Sie fesselten ihn auf ein Bett und schlugen weiterhin auf ihn ein. Daraufhin konnte Liu für den Rest seiner Haftzeit nicht mehr laufen.
Folternachstellung: Mit Handschellen auf dem Rücken gefesselt
Zu acht Jahren Haft verurteilt
Am 12. Februar 2007 wurde Liu erneut verhaftet. Er verbrachte die ganze Nacht in der Polizeistation, festgebunden auf einem Metallstuhl und wurde am nächsten Tag in die Haftanstalt der Stadt Jilin überstellt.
Am 10. Juli 2007 verurteilte das Bezirksgericht Chuanying Liu zu acht Jahren Haft. Er wurde am 13. November desselben Jahres in das Gefängnis der Provinz Jilin eingeliefert. Dort streckten die Wärter seine Gliedmaßen und fesselten ihn in der Adlerstellung. Infolge der Verletzungen hat Liu bis heute kein Gefühl mehr in den Händen.
Folternachstellung: in der Adlerposition gefesselt
Die Wärter verboten Liu außerdem, die Toilette zu benutzen und zwangen ihn, sich in die Hose zu erleichtern. Dabei blieb er weiterhin auf dem Bett gefesselt. Als er sich bei den Wärtern beschwerte, intensivierten diese die Folter.
Im April 2009 wurde Liu in Einzelhaft gesperrt. Er trat aus Protest in den Hungerstreik und wurde zwangsernährt. 2015 wurde er schließlich freigelassen. Später zog er in die Provinz Hainan und verrichtete dort Gelegenheitsarbeiten.
Frühere Berichte:
Family Members Speak Out in Support of Mr. Liu Yuhe, Who Is Being Tortured in Jilin Prison
Die Familie von Herrn Liu Yuhe enthüllt, wie er im Gefängnis gefoltert wurde
Anwalt mit der Untersuchung der Folter von Herrn Liu Yuhe im Jilin Gefängnis beauftragt
Zhang Wenfeng und Liu Yuhe wurden im Jilin Gefängnis gefoltert
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