(Minghui.org) Eine 74-jährige Einwohnerin der Stadt Mudanjiang, Provinz Heilongjiang, erlitt während ihrer Inhaftierung einen Schlaganfall. Wegen ihres Glaubens an Falun Dafa war sie in Haft genommen worden. Trotz ihres schlechten gesundheitlichen Zustandes weigerten sich die Behörden, sie freizulassen, und planen weiterhin, sie zu einer Gefängnisstrafe zu verurteilen.
Einem Insider zufolge wies ein Beamter des Komitees für Politik und Recht der Stadt Mudanjiang das örtliche Gericht an, Chen Yanwei zu verurteilen. Als Grund gab er an, sie sei eine „Wiederholungstäterin“, da sie davor bereits zweimal für jeweils 15 Tage inhaftiert war: im Januar 2020 und im Juni 2021.
Chen war am 29. Oktober 2025 in ihrer Wohnung von fünf Beamten der Polizeibehörde des Bezirks Dongan festgenommen und zum Verhör zur Polizeistation Jiangnandiyi gebracht worden. Die Mobiltelefone der beiden Familienmitglieder, die sie begleiteten, wurden zur „Überprüfung“ beschlagnahmt.
Nach ihrer Vernehmung wurde Chen zur Polizeiwache Daqing gebracht. Um 14 Uhr fuhren Polizisten sie zur weiteren Befragung in das Fallbearbeitungszentrum der Polizei von Mudanjiang. Zwei Stunden später wurde sie zurück zur Polizeiwache Daqing gebracht, wo ihre Fingerabdrücke und Blutproben genommen sowie eine Ganganalyse und Iris-Scans durchgeführt wurden. Anschließend wurde sie zur körperlichen Untersuchung ins Eisenbahnkrankenhaus gebracht. Ihr systolischer Blutdruck lag bei 180 mmHg (Normalwert: 120 mmHg oder niedriger) und auch ihre Herzfrequenz- und Urinwerte waren auffällig. Trotz ihres angeschlagenen Gesundheitszustandes wurde Chen in eine Haftanstalt gebracht.
Die Polizeiwache Daqing übergab Chens Fall kurz darauf an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Aimin, die ihre Verhaftung genehmigte und Anklage erhob.
Das Bezirksgericht Aimin hielt am 20. Januar 2026 eine Vorverhandlung im Fall von Chen ab und setzte eine Verhandlung für den 4. Februar an. Die Verhandlung wurde später auf den 27. März verschoben; ob sie tatsächlich stattfand, ist unklar.
Während ihrer Haft stieg Chens Blutdruck gefährlich an. Die Wärter der Haftanstalt forderten die Angehörigen auf, ihr Medikamente zu schicken. Diese weigerten sich, da Chen keiner ordnungsgemäßen medizinischen Untersuchung unterzogen worden war.
Am 17. April 2026 um 22 Uhr rief jemand aus der Haftanstalt Chens Familie an und teilte ihr mit, dass sie sich in einem kritischen Zustand befinde und zu einer gründlichen Untersuchung, einschließlich CT- und MRT-Untersuchung, ins Krankenhaus gebracht worden sei.
Am 24. April riefen die Wärter erneut an und teilten den Angehörigen mit, dass Chens Zustand kritisch sei und sie sofort behandelt werden müsse.
Einem Insider zufolge habe sich Chens Körper nach rechts geneigt, als sie am 24. April ins Krankenhaus gebracht wurde. Nach der Untersuchung habe sie eine blutige, braune Flüssigkeit erbrochen und Mühe gehabt, die Augen zu öffnen. Sie sei so schwach gewesen, dass sie nach Benutzen der Toilette nicht einmal ihre Hose hochziehen konnte. Laut Arzt habe sie vor Kurzem einen Infarkt im rechten Kleinhirn erlitten.
Chen befindet sich derzeit im zweiten Krankenhaus der Medizinischen Universität Mudanjiang, welches der Stadtpolizei von Mudanjiang unterstellt ist.
Ihre Familie hat mehrmals ihre Freilassung beantragt, wurde aber jedes Mal abgewiesen.
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