(Minghui.org) Xu Shujun, 94, ist wohnhaft in Jixi, Provinz Heilongjiang. Er musste am 23. April 2026 eine drei Jahre lange Haftstrafe im Gefängnis von Jixi antreten. 2021 war er wegen des Praktizierens von Falun Dafa verurteilt worden.
Xus Leidensweg begann am 30. August 2017, als er und seine verstorbene Frau, Wang Chuanyun, verhaftet wurden, weil sie Transparente mit Informationen über die Verfolgung von Falun Dafa durch die Kommunistische Partei Chinas an öffentlichen Stellen aufgehängt hatten. Das Ehepaar wurde Stunden später gegen Kaution freigelassen. Trotzdem verurteilte Richter Gai Qiuhai vom Kreisgericht Jidong sie Anfang September 2021 jeweils zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (etwa 1.200 Euro). [Die Transparente wurden im Kreis Jidong gefunden, der zum Verwaltungsgebiet von Jixi gehört.]
Das Ehepaar tauchte nach seiner Verurteilung unter, um einer Inhaftierung zu entgehen. Doch spürte die Polizei sie auf und setzte ihre Schikanen fort. Wang verstarb am 16. September 2025; sie erlag ihrer psychischen Belastung im Alte von 86 Jahren.
Xus Gesundheitszustand verschlechterte sich weiter. Er wurde bettlägerig und inkontinent, dennoch unternahm Richter Gai wiederholt Versuche, ihn in Haft zu nehmen. Einzelheiten hierzu sind in den entsprechenden Berichten aufgeführt (siehe Links am Ende des Artikels).
Gai hatte schließlich Erfolg. Am 15. April 2026 um 10:30 Uhr gingen er und zwei Gerichtsschreiber zur Wohnung von Xu, um ein Gerichtsdokument mit der Nummer „0321“ zuzustellen. Darin hieß es, dass entschieden worden sei, Xu nicht zu gestatten, seine Haftstrafe außerhalb des Gefängnisses zu verbüßen, da die Untersuchungsergebnisse des Volkskrankenhauses der Stadt Jixi nicht eindeutig gewesen seien und nicht belegen konnten, dass er tatsächlich arbeitsunfähig sei.
Einer der Gerichtsschreiber legte ein Formular vor und forderte Xus Tochter auf, dieses zu unterzeichnen. Er wies sie darauf hin, dass der Fall an die Polizeibehörde des Landkreises Jidong übergeben worden sei, da Xu sich geweigert habe, für eine weitere ärztliche Untersuchung nach Harbin (der Hauptstadt von Heilongjiang) zu gehen. Harbin liegt über 480 Kilometer entfernt. Da er völlig haftunfähig war, konnte er eine solch weite Strecke unmöglich zurücklegen.
Am Morgen des 16. April 2026 erschien ein Beamter der Polizeidienststelle des Landkreises Jidong und fertigte Fotos von Xu an. Ihm wurde mitgeteilt, dass er gegen die Entscheidung von Richter Gai, seine Haftstrafe nicht außerhalb des Gefängnisses verbüßen zu dürfen, eine Überprüfung seines Falls beantragen könne.
Am 20. April 2026 um 8:30 Uhr trafen sieben Beamte und eine Beamtin der Polizeidienststelle des Landkreises Jidong mit zwei Krankentragen bei Xu zu Hause ein. Sie betteten ihn auf eine der Tragen und brachten ihn in das Krankenhaus des Landkreises Jidong.
In Zweierteams überwachten die acht Beamten Xu rund um die Uhr in vierstündigen Schichten. Zudem installierten sie eine Überwachungskamera in seinem Krankenzimmer und erklärten, dass sie ihn ins Gefängnis verlegen würden, sofern er keine auffälligen Symptome zeige.
Drei Tage später, am 23. April 2026 um 9 Uhr morgens, brachten Polizisten Xu mit einem Krankenwagen in das Gefängnis der Stadt Jixi.
Frühere Berichte:
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