(Minghui.org) Meine Enkelin Lan erzielte im ersten Jahr auf dem Gymnasium hervorragende Leistungen. Sie gehörte regelmäßig zu den zehn besten Schülern ihres Jahrgangs und war in einem Fach sogar Klassenbeste. Als ihre Noten später nachließen, geriet sie jedoch zunehmend unter Druck. Sie schämte sich für ihre schlechteren Leistungen und fühlte sich verzweifelt. Um ihren Sorgen zu entkommen, begann sie, immer häufiger Videospiele zu spielen. Daraus entwickelte sich schließlich eine Sucht: Sie schwänzte den Unterricht, suchte nach Ausreden, um nicht zur Schule gehen zu müssen, und verbrachte viele Stunden zu Hause mit Videospielen.
Um ihre Videospielsucht einzudämmen, nahmen ihr die Eltern die Spiele weg. Lan reagierte darauf mit großer Wut und zerstörte Gegenstände im Haus. Wurde sie aufgefordert, zur Schule zu gehen, schwänzte sie oft erneut den Unterricht. Wenn ihre Mutter von der Arbeit nach Hause kam, fand sie Lan manchmal weinend im Garten oder in der Garage vor. Ihr Verhalten wurde zunehmend unberechenbar. Mitunter versprach Lan, wieder zur Schule zu gehen. Doch kurz bevor sie das Haus verließ, änderte sie ihre Meinung, warf ihre Schultasche hin und weigerte sich erneut. Dieser Kreislauf wiederholte sich immer wieder. Gerade in ihrem entscheidenden letzten Schuljahr fehlte sie häufig im Unterricht.
Sowohl ihre Eltern als auch ihre Großeltern versuchten vergeblich, sie umzustimmen. Selbst als ihre Lehrerin sie besuchte, verschloss sich Lan jedem Gespräch. Ihr Vater bemühte sich, mit ihr zu reden, und ihre Mutter flehte sie unter Tränen an, den Schulbesuch wieder aufzunehmen – doch nichts erreichte sie. Schließlich verlor Lan jede Hoffnung. Sie sagte: „Zukunft, Familie – nichts davon bedeutet mir etwas. Ich will nichts davon. Das Leben ist zu schmerzhaft.“ Sie verweigerte Essen und Trinken, zog sich in ihr Zimmer zurück, schloss die Tür, verdunkelte die Fenster und lag stundenlang allein in der Dunkelheit, ohne auf ihre Familie zu reagieren.
Am Tag der Anmeldung zur Hochschulaufnahmeprüfung drängten Lans Eltern sie, sich anzumelden, doch sie weigerte sich und behauptete: „Ich werde die Prüfung nicht machen. Ich will nichts.“ Meine Tochter bat mich, sie zur Anmeldung zu überreden. Nachdem ich von ihrer Situation erfahren hatte, wurde mir das ganze Ausmaß des Problems bewusst. Meine Enkelin war depressiv. Wenn es so weiterging, würde es sehr gefährlich werden, und die Folgen wären unvorstellbar.
Während meine Tochter arbeiten ging und mein Schwiegersohn auf Geschäftsreise war, blieb ich bei Lan. Tag für Tag redete ich ihr gut zu, bis sie schließlich die Tür ihres Zimmers öffnete. Das Zimmer lag im Dunkeln, denn sie hatte das Licht ausgeschaltet und die Vorhänge zugezogen. Als ich versuchte, sie zu öffnen, hielt sie mich davon ab. Lan lag regungslos im Bett. Als ich ihr aufhelfen wollte, wirkte sie kraftlos und teilnahmslos. Ich kochte für sie, schälte Obst und versuchte, sie zum Essen zu bewegen, doch sie hielt den Mund fest geschlossen. Immer wieder sagte sie: „Ich will verhungern und verdursten. Ich will nicht mehr leben. Das Leben ist zu schmerzhaft.“ Außerdem erklärte sie, sie sei ihren Eltern gegenüber voller Groll, weil sie sie geboren hätten und sie deshalb all dieses Leid ertragen müsse. Ihre Verzweiflung war so groß, dass sie keinen Sinn mehr in ihrem Leben sah und jede Hoffnung verloren zu haben schien.
Als Praktizierende weiß ich, dass Meister Li (der Begründer von Falun Dafa) sagte: „… ist der Selbstmord eine Sünde.“ (Fa-Erklärung in Sydney, 1996)
Ich erklärte Lan meine Sichtweise und sagte: „Du glaubst vielleicht, dass du durch den Tod deinem Leid entkommen kannst. Doch das Leben ist kostbar, und Schwierigkeiten lassen sich nicht lösen, indem man aufgibt. Man muss den Mut finden, sich ihnen zu stellen.“ Lan sah mich schweigend an und schien über meine Worte nachzudenken. Dann sagte ich: „Liebling, iss etwas. Bitte quäle dich nicht weiter. Ich bin schon alt und mache mir große Sorgen um dich.“ Während ich mit ihr sprach, gab ich ihr etwas zu essen, und schließlich nahm sie einige Bissen zu sich.
Später fragte ich sie: „Liebling, was belastet dich so sehr?“ Sie antwortete: „In mir steckt ein böses Mädchen, genau wie ich. Du kannst dir nicht vorstellen, wie schwer sich meine Beine anfühlten, wenn ich zur Schule gehen sollte. Es war schon eine Qual, überhaupt das Schulgebäude zu betreten.“
Ich erwiderte: „Egal, wie schwer es dir fällt, du kannst nur nach vorn schauen, nicht zurück. Du hast nur diese eine Gelegenheit, dich für die Hochschulaufnahmeprüfung anzumelden. Bitte lass diese Chance nicht ungenutzt verstreichen. Melde dich zunächst an – später kannst du immer noch entscheiden, ob du die Prüfung tatsächlich ablegen möchtest oder nicht.“ Außerdem versicherte ich ihr, dass wir keinen Wert auf ihre Prüfungsergebnisse legten. Uns ging es nicht um Noten oder Leistung, sondern darum, dass sie die Möglichkeit behielt, ihren eigenen Weg zu wählen.
Ich versuchte, mit Lan zu reden, aber sie zog sich die Decke über den Kopf und hörte nicht zu. Die Zeit verging, Sekunde um Sekunde, Minute um Minute, aber nichts, was ich sagte, konnte sie überzeugen. An diesem Tag versuchte ich von morgens bis abends, sie zur Anmeldung zu bewegen. Als es 18 Uhr wurde, beschloss ich, den Meister um Hilfe zu bitten. Ich flehte den Meister an, meine Enkelin zu retten, ihre inneren Dämonen zu vertreiben und die bösen Gedanken, die sie beherrschten, zu nehmen. Um 18.30 Uhr tat Lan endlich den Schritt und meldete sich für die Hochschulaufnahmeprüfung an. Die ganze Familie weinte vor Freude, endlich von der Angst befreit.
Fortschritte
Obwohl Lan sich für die Prüfung angemeldet hatte, war sie immer noch nicht begeistert von der Schule und blieb im Bett liegen, wenn es Zeit war zu gehen. Egal wie sehr ihre Eltern sie baten, sie blieb teilnahmslos, gleichgültig und apathisch. Meine Tochter und mein Schwiegersohn weinten jeden Tag. Meine Tochter sagte: „Lan kümmert sich nicht um ihre Familie. Es ist ihr egal, ob ihre Eltern leben oder sterben.“ Mein Schwiegersohn erklärte: „Ich habe die Hoffnung aufgegeben. Ich ersticke fast vor lauter Stress.“
Ich ging jeden Tag zu ihnen, um zu helfen, aber Lan blieb im Bett liegen und weigerte sich aufzustehen. Sie wollte gute Noten schreiben, aber ihre Videospielsucht stand ihr im Weg. Immer wenn sie zur Schule gehen wollte, kamen ihr die negativen Gedanken in den Sinn und hielten sie davon ab. Das ging immer so weiter.
Ich wusste, dass Lan ihre Eltern und sich selbst nicht absichtlich verletzen oder belasten wollte. Sie handelte nicht aus Bosheit. Vielmehr schien sie von negativen Gedanken überwältigt zu werden, die sie daran hinderten, klar zu denken und ihr Potenzial in der Schule auszuschöpfen. Tatsächlich litt sie selbst am meisten. Die seelischen Qualen, die sie durchlebte, waren so groß, dass sie oft irrational handelte und Dinge sagte, die sie unter anderen Umständen vielleicht nie gesagt hätte. In der Hoffnung, ihr zu helfen, einen Ausweg aus ihrer Verzweiflung zu finden, ließ ich sie die Lehre des Meisters lesen.
Der Meister sagte:
„Computerspiele sind wirklich schädlich für die Menschen, nicht nur für die Kinder der Dafa-Jünger. Sie sind sehr verlockend und üben eine zerstörerische Wirkung auf die gewöhnlichen Menschen aus. Sie lassen dich nicht gut arbeiten, nicht gut schlafen und nicht gut erholen. Sie lassen dich ohne menschliche Zuneigung oder Gefühlswärme sein, lassen dich deine Familie vernachlässigen. Sie bringen Schüler dazu, das Lernen zu vernachlässigen; sie verführen dich und ziehen dich zu sich hin. Sie tragen zur Zerstörung der Menschheit bei.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in San Francisco 2014, 16.10.2014)
Der Meister sagte außerdem:
„Man spricht von Sucht, und ich erkläre euch nun mal, was Sucht ist. Aus medizinischer Sicht wird geglaubt, die Sucht würde daher kommen, dass die Suchtnerven angeregt werden und aktiv sind. In Wirklichkeit ist es nicht so. Was ist es denn dann? In deinem Körper wird durch die ständige Beschäftigung mit solchen Dingen über eine längere Zeit hinweg ein Du gebildet, das haargenau so aussieht wie du. Aber es besteht eben aus jenen Dingen und kontrolliert dich. Es ist durch die starke Anhaftung gebildet und hat die gleiche Gestalt wie du; es verfügt also deshalb über eine starke Kraft, um dein Herz zu steuern, weil es eben durch eine starke Anhaftung gebildet worden ist.“
[…]
„Beim Surfen im Internet am Computer und beim Spielen von Videospielen funktioniert es nach dem gleichen Prinzip und hat auch die gleiche Wirkung. ‚Du willst damit aufhören; doch wenn du aufhörst, werde ich sterben. Das geht aber nicht. Ich bringe dich deshalb unbedingt dazu, es weiter anzuschauen. Du willst es nicht anschauen? Dann lasse ich dich nicht arbeiten, nicht lernen und fixiere deine Gedanken darauf, es weiterzuspielen; ansonsten lasse ich dich noch im Traum damit spielen.‘“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in New York 2019, 17.05.2019)
Nachdem Lan die Worte des Meisters gelesen hatte, schien sie zu verstehen, dass Spiele ihr schadeten. Doch diese Substanz blieb bestehen – sie beherrschte sie und hielt sie in einem Sumpf gefangen, aus dem es kein Entrinnen gab. Menschen sind schwach; ihr fehlte die Selbstbeherrschung, um mit diesem inneren Dämon fertigzuwerden und ihn zu besiegen. Sie litt sehr, war antriebslos, gereizt, änderte ihre Meinung kurz nach ihrer Zusage, war deprimiert, instabil, schwach und apathisch, mit einem leeren Blick.
Ich sagte zu ihr: „Nachdem du die Vorträge des Meisters gelesen hast, verstehst du das vielleicht schon. Das böse Mädchen in deinem Herzen ist nicht dein wahres Selbst; es sieht zwar genauso aus, ist aber eine Illusion. Deine schlechten Gedanken hast du nicht selbst erschaffen; sie schaden dir, indem sie dir diese Gedanken einflüstern, und du denkst, du hättest sie gedacht. Deshalb darfst du ihnen nicht zuhören. Du musst sie ablehnen, sie nicht wollen und zwischen deinem wahren und deinem falschen Selbst unterscheiden. Bitte den Meister um Hilfe, dieses Böse loszuwerden. Der Meister wird dir helfen.“ Sie nickte.
Ich fragte auch meine Tochter und meinen Schwiegersohn: „Was habt ihr vor mit eurem Kind?“ Meine Tochter antwortete: „Wir sind völlig verzweifelt. Wir sind so deprimiert.“ Mein Schwiegersohn meinte: „Lan kümmert sich nicht um uns. Wir haben die Hoffnung aufgegeben.“
Ich sagte: „Die einzige Hoffnung ist, den Meister zu bitten, sie Falun Dafa lernen zu lassen.“ Gleichzeitig solltet ihr beide „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ rezitieren und den Meister bitten, euer Kind zu beschützen.“ Sie waren einverstanden.
Die Situation ändert sich
Ich schlug Lan vor: „Liebling, Meister Li kann dir helfen. Lass uns das Fa lesen. Deine Eltern haben zugestimmt, also kannst du jetzt in Ruhe lernen.“ Ihre Augen leuchteten auf. Sie nickte und setzte sich sofort auf. Wir lasen das Zhuan Falun. Wenn wir müde wurden, hörten wir uns die Vorträge des Meisters, den Podcast „Unser Meister“, Kultivierungsgeschichten, traditionelle Kultur und Falun-Dafa-Lieder und -Musik an. Es gefiel ihr sehr.
Nachdem meine Enkelin zwei Tage lang die Vorträge des Meisters studiert hatte, wurde sie gesprächiger, ihre Sehkraft normalisierte sich und sie lächelte wieder. Sie öffnete die Vorhänge, stand auf und aß. Sie fühlte sich kräftiger und energiegeladener. Später ging sie wieder zur Schule. Ich sagte zu ihr: „Bitte sag jeden Tag: ‚Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.‘ Wenn das Gute in deinem Herzen ist, hat das Böse keinen Platz.“
Sie antwortete: „Oma, keine Sorge, Dafa hat Wurzeln in meinem Herzen geschlagen. Ich sage jeden Tag: ‚Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.‘ Meine Stimmung hat sich gebessert. Jetzt fühle ich mich zuversichtlich und friedlich.“ Ich fragte: „Ist das böse Mädchen noch in deinem Herzen?“ Sie verneinte. Ich wusste, dass der Meister die Störung beseitigt, sie aus dem Sumpf gezogen und sie gerettet hatte. Es lag auch daran, dass meine Tochter und mein Schwiegersohn an den Meister und Dafa glaubten.
Dann hatte ich einen lebhaften Traum: Jemand führte einen pummeligen, liebenswerten kleinen Löwen. Ich sagte zu dem kleinen Löwen: „Du musst dir immer merken: ‚Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.‘“ Der Mensch sagte: „Wenn du ihm das sagst, brauche ich mir keine Sorgen mehr zu machen.“ Ich fuhr fort: „Kleiner Löwe, sieh dir diesen großen Fluss vor uns an.“ Die schwarzen Wellen rollen hoch, und wir wissen nicht, wie tief sie sind. Es gibt keine Brücke, und wir müssen sie überqueren. Unser Ziel liegt auf der anderen Seite. Kannst du es schaffen?“ Im Nu waren wir am Ziel. Ich sagte: „Dieser kleine Löwe ist wirklich sehr fähig.“
Ich erzählte Lan von meinem Traum und sagte: „Dieser kleine Löwe warst du. Du bist vom Himmel gekommen. Geh einfach und mach die Prüfung ganz unbesorgt. Du wirst sie bestimmt bestehen. Der Meister hat alles für dich vorbereitet.“ Sie lachte und sagte: „Ich will kein kleiner Löwe sein.“ Ich antwortete: „Gib dein Bestes, und du wirst eine Fee.“ Sie lächelte glücklich – etwas, das sie schon lange nicht mehr getan hatte.
Meine Enkelin legte schließlich wie geplant die Hochschulaufnahmeprüfung ab und erzielte gute Ergebnisse. Inzwischen studiert sie an ihrer Wunschuniversität und setzt ihre Ausbildung erfolgreich im Masterstudiengang fort. Die Sorgen und Ängste, die unsere Familie einst belasteten, sind einem Gefühl der Erleichterung und Freude gewichen. Für uns ist diese positive Wendung ein großer Segen.
Wir sind überzeugt, dass Meister Li Lan und unserer Familie geholfen hat, diese schwere Zeit zu überwinden. Dafür empfinden wir tiefe Dankbarkeit.
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